Jagdprüfung AG

Praktische Prüfung

Praktische Prüfung


J. A.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegendes Wissen zur Jagdprüfung, insbesondere zu Waffenkunde, Munition und sicheren Handhabungsregeln. Im Fokus stehen Kaliber, Schrotarten, Verschlussmechanismen, Sicherheitsvorkehrungen sowie rechtliche Aspekte wie Aufbewahrung und Transport. Ideal für Jagdscheinanwärter und passionierte Jäger, die ihr Fachwissen auffrischen oder vertiefen möchten.
Flashcards
44
Students
4
Language
German
Category
Nature Studies
Level
Other
Created / Updated
13.11.2018 / 31.08.2026

Flashcards

6er Regel Ansprechen des Wildes

Vor dem Schuss 

  • Sauberes Ansprechen: Ist das Tier vom Gesetz her erlegbar? 

  • Schussdistanz, sicheres Erlegen möglich: Stimmt die Schussdistanz? Steht das Wild schussgerecht (Trefferlage)? 

  • Freie Flugbahn: Hat mein Geschoss freie Flugbahn? 

  • Kugelfang vorhanden: Habe ich einen geeigneten Kugelfang hinter dem Tier? 

  • Keine Gefährdung: Gefährde ich ausser dem Wild, das ich zu erlegen beabsichtige, niemanden und nichts? 

  • Bergen möglich: Kann ich das Wild nach dem Erlegen bergen? 

 

Nach dem Schuss 

(S. 231 ff.) 

  • Bei Schwarzwild Trichinenprobe (wie?) wegen der afrikanischen Schweinepest (was ist das?) -> was ist zu beachten bei asp? 

Jagdkarte AG

Im September alle erlaubt

  • X) nur mit Kugel (Schrot auf Rehwild ist von Oktober bis Dezember erlaubt
  • 1) Bejagung/Management richtet sich nach kant. Massnahmenplan
  • 2) nur Kugel oder FLG, Frischlinge auch mit Schrot
  • 3) Haubentaucher, Blässhuhn und Wildenten (u.a. Stock-, Reiher-, Tafelente; weitere gem. Art...)

Würdest du schiessen?

Nein, kein Kugelfang

Nein, beide Rehscheiben zu nah beieinander

Nein, ...

Fangschussgeber (Revolver)

Immer auf gewachsenen Boden!

Mit der rechten Hand, Finger lang, die drei unteren Finger am Griff, den Revolver aufnehmen, mit der linken Hand die Trommel öffnen. Achtung: Nicht vor den Lauf greifen!

"LAUF FREI" "Trommel leer" -> auf gewachsenen Boden gerichtet!!!

erklären: Trommel füllen (alle), schliessen, ein wenig drehen, bis er einrastet

dann ins "Holster" stecken (so heben, als wäre es im Holster), dem zu erlösenden Tier von hinten nähern

Revolver darauf richten, mit der linken Hand umgreifen

Mit etwa 30cm Abstand zum Haupt (Rückseite) zielen, Abdrücken. (Tier ist tot oder so melden)

Trommel öffnen, leeren, ins ins Holster stecken und zurück laufen

"LAUF FREI" "Trommel leer"

Auf den Tisch legen richtung gewachsenen Boden (NIE Richtung Experten)

Sauer 101 (unvollständig)

Repetiererbüchse

0.308 Winchester

Direkte Schlagbolzensicherung, zusätzlich interne Zündstiftsicherung (verhindert eine Schussauslösung bei nicht komplett geschlossener Kammer) 

Verschlussart: Zylinderverschluss mit direkter Warzenverriegelung im Lauf 

Abzug: Direktabzug ohne Vorweg (Schuss wird ausgelöst nach der Überbrückung des Widerstandes) 

Beretta 691

Kaliber 12/76

Bockdoppelflinte

Chokes: oben: 1/4, unten: 3/4 (nochmals nachschauen!)

Sicherung: Schlagstücksicherung

Beschusszeichen:

Beschuss: Stahlschrot, 12/76, 12/70, Fangschussgebereinsatz, FLG

Abzug: Einabzug mit Umschaltung

Munition (Rottweil Hase)

12/70

36 Gramm 

Nummer 3

3.5 mm

V0 = 395 m/s

Anzahl Kugeln:

 

Schrot Munition

Anzahl gleich grosser Kugeln aus einem englischen Pfund Blei -> Durchmesser einer Kugel = Laufinnendurchmesser:

12 = 18.53 mm / 16 = 16.84 mm / 20 = 15.63 mm

12/70 -> 70 = Hülsenlänge in mm der verschossenen Hülse mit geöffnetem Verschluss

Mindestanforderung Auftreffenergie

Mindestanforderung Auftreffenergie: 

Hirsch + Wildschwein mind. 2000 Joule auf 200 m 

Gämse: mind. 1500 Joule auf 150 m 

Reh mind. 1000 Joule auf 100 m 

Max. Schuss Distanz

Schrot: 30 m 

FLG: 50 m 

Kugeln: 200 m 

Was gilt für Waffen und Munition

1 Jagdwaffen und Munition müssen auf die geeignete Distanz tödlich wirken.  

2 Das Rehwild darf nur in den Monaten Oktober bis Dezember mit Schrot beschossen werden. 

3 Wildschweine dürfen mit Kugel oder Flintenlaufgeschoss, Frischlinge auch mit Schrot beschossen werden.  

4 Hirsch und Gämse dürfen nur mit Kugel beschossen werden.  

5 Für den Fangschuss aus naher Distanz sind Faustfeuerwaffen und Einsatzpatronen in Flinten (Mindestkaliber .22) gestattet.  

6 Die Verwendung von Bleischrot für die Wasserjagd ist verboten.  

7 Im Übrigen gelten die bundesrechtlichen Bestimmungen bezüglich verbotener Hilfsmittel 

Chokes

Auf kurze Distanzen und sehr kleine, schnelle Ziele ist eine starke Streuung vorteilhaft (Zylinderbohrung, 1/4 Choke). Für weite Schüsse empfehlen sich engere Chokes mit kleiner Streuung. 

1. Zylinderbohrung (ohne Verengung)  

2. ¼ Choke: leichte Laufverengung  

3. Halbchoke: mittlere Laufverengung  

4. ¾ Choke: starke Laufverengung  

5. Vollchoke: grösstmögliche Verengung  

Pitch, Senkung, Schrägung

Pitch  = Winkel, in dem die Schaftkappe zur Laufschiene gestellt ist. 

Senkung =  senkrechte Abwinkelung des Schaftes

Schrägung = seitliche Abwinkelung des Schaftes 

Stahlschrot

Zur Wasserjagd (Bleifrei)

Gefährdungsdistanzen

Distanz, welche noch tödlich wirkt 

Büchsengeschoss: bis zu 6.5KM

FLG: bis zu 1.5KM

Schrot: Schrotdurchmesser mm x 100 = Gefährdungsdistanz in Metern (3.5 x 100 = 350 m)

Kategorien von Langwaffen bzw. Jagdgewehre

Kugelgewehre (Büchsen)

Schrotgewehre (Flinten)

Kombinierte Gewehre (z.B. Drillinge, Bockbüchsflinten)

Warum Schussdistanz bei Schrot wichtig

Rasante Abnahme von Energie der Schrote; zusätzlich wird Streuung zu gross

Diese Faktoren reduzieren die tödliche Wirkung

Alternativen zu Stahlschrot

Bismut, Zinn, Wolfram und Kupfer oder Legierungen dieser Metalle 

In welche 3 Kategorien sind die Waffen/Waffenbestandteile im eidg. Waffengesetz eingeteilt?

1. Verbotene Waffen & -bestandteile (Seriefeuerwaffen, Dolche, Schalldämpfer, Nachtsichtzielgeräte)

2. Bewilligungspflichtige Waffen (Vorderschaft- & Unterhebelrepetierer, Selbstladegewehre, Pistolen, Revolver)

3. Meldepflichtige Waffen (Flinten, Drillinge, Bockbüchsflinten, Handrepetiergewehre) 

Aus welchen Elementen besteht eine Schrotpatrone?

Hülse, Bodenkappe mit Zündhütchen, Treibladung, Zwischenmittel (Filzpfropfen), Schrotkörnern

Fangschussgeber

Kurze, kleine Einsteckläufe, die in einem Flintenlauf eingesteckt werden können zum Verschiessen kleinkalibriger Kugelpatronen. Aus einer Flinte wird sozusagen eine Büchse. Dem verletzten Wild kann so der Fangschuss aus kurzer Distanz angetragen werden.

Wie handeln bei flüchtigem Wild

1. Anschussstelle & Fluchtrichtung einprägen, auf Geräusche achten
2. Sichern/entspannen der Waffe
3. Eigenen Stand markieren ("Verbrechen")
4. Nach Wartezeit: Anschussort mit geladener & gesicherter Waffe aufsuchen und verbrechen: Gibt's "Schuss- oder Pirschzeichen" (z.B. Knochensplitter)? Vorsicht: Anschussort nicht zertrampeln!
5. Kontaktaufnahme mit Schweisshundeführer (dieser übernimmt Kommando)

Schrotgrössen und Schrotnummern; Anzahl Schrotkugeln

4.0mm / Nr. 1 / ca. 96 Schrote

3.75mm / Nr. 2 / ca. 

3.5mm / Nr. 3 / ca. 143 Schrote

Welche drei Geschosstypen unterscheidet man

Vollmantel-, Teilmantel- und Vollgeschoss

Vor- und Nachteile von Bleischrot

Vorteile: Blei ist schwer und es entwickelt sich viel Energie (hohe Durchschlagskraft). Es ist zudem weich (verformt sich gut = grosse Energieabgabe im Tier und wenig Querschläger und Abpraller)

Nachteile: Kann zu Vergiftungen führen 

Welche Faktoren müssen erfüllt sein, damit ein Schrotschuss sofort tödlich wirkt?

genügend energiereiche Schrotkörner gleichzeitig auf den Wildkörper auftreffen. Die Schrotgarbe breitet sich schnell stark aus. Die Wirkungsenergie der Schrote und das Wirkungsfeld nehmen schnell ab. Deshalb gilt die maximale Schussdistanz von 30 m.

Kaliber .308 win.

0.308 Zoll = 7.62 mm (Geschossdurchmesser) x 51 mm) = Hülsenlänge

Win. Steht für den ursprünglichen und abgekürzten Markenname Winchester. 

Zielfernrohr (erklären können)

Absehen:

Montage: Picantinny Schiene, Festmontage

Rädchen: 

Wie wird die Streuung der Schrotgarbe beeinflusst?

Länge der Läufe

Laufbohrung (Choke)

Art der Patrone (Ladung, Gewicht, Schrotgrösse, Zwischenmittel)

Welche Kriterien muss ein Jäger erfüllen, damit er eine Jagdwaffe erwerben oder verkaufen kann?

Der Jäger kann meldepflichtige Waffen samt Munition frei erwerben, sofern keine allgemeinen Ausschlussgründe gm. Waffengesetz vorliegen. Keine Waffen erwerben dürfen unter 18Jährige, Bevormundete, Personen, die sich oder andere gefährden und solche, deren Strafregister nicht i.O. ist

Was ist unter „Waffenerwerb“ zu verstehen? 

Als Waffenerwerb gilt jegliche Handänderung: Kauf, Tausch, Schenkung, Erbschaft, Miete und das Ausleihen. Allesamt sind in einem schriftlichen Vertrag zu regeln und der kantonalen Behörde zu melden (geschieht im Waffengeschäft automatisch)

Was muss der Jäger hinsichtlich der Aufbewahrung von Waffen und Munition beachten? 

Jeder Waffenbesitzer ist verpflichtet Waffen und Munition getrennt und sicher aufzubewahren. Dazu eignet sich ein Waffentresor. Verluste sind unverzüglich der Polizei zu melden. 

Wie sind Waffen zu transportieren und wann darf eine Waffe geladen sein? 

Waffentransporte haben auf direktem Weg zu erfolgen (Schiessstand, Waffengeschäft, Jagdgebiet). Je nach Kanton sind Waffen verschlossen, in jedem Falle aber ungeladen zu transportieren. Waffen dürfen nur während des direkten Einsatzes geladen sein (Jagd, im Schiessstand)

Wie heissen die einzelnen Teile (Büchse)?

1. Korn, 2. Lauf, 3. Riemenbügel, 4. Kimme, 5. ZF, 6. Vorderschaft, 7. Patronenlager, 8. Öffnungshebel, 9. Abzugsbügel, 10. Abzug, 11. Spannschieber, 12. Pistolengriff, 13. Schaftrücken, 14. Schaftkappe 

Wie heissen die einzelnen Teile (Flinte)?

1. Korn, 2. Lauf, 3. Laufschiene, 4. Fischhaut an Vorderschaft, 5. Patronenlager, 6. Öffnungshebel, 7. Abzugbügel, 8. Abzug, 9. Pistolengriff mit Fischhaut, 10. Schaftrücken, 11. Schaftkappe

Welche zwei Funktionen muss ein Verschluss erfüllen?

1. Der Verschluss verschliesst so dicht, damit garantiert ist, dass die enormen Kräfte (Gasdruck) nach vorne den Lauf verlassen

2. garantiert ein schnelles und einfaches Einsetzen der Patronen und Entfernen der leeren Hülse

Wie funktioniert ein Direktabzug?

Der Abzug wirkt direkt auf die Abzugsstange, welche das Schlagstück auslöst (wird v.a. bei Flinten, seltener bei Kugelwaffen verwendet). Die Vorteile liegen in der einfachen Handhabung, der geringen Gefahr einer Fehlmanipulation und der schnellen Schussbereitschaft.

Welche Sicherungstypen kennt man bei Jagdwaffen? 

- Abzugssicherung: blockiert NUR den Abzug. Ein Schuss kann sich durch einen Schlag auslösen, da die Waffe wohl gesichert, nicht aber entspannt ist

- Sicherung des Schlosses mittels Spannschieber (Handspannwaffen, z.B. Blaser R93): Waffe wird von Hand erst kurz vor dem Schuss gespannt 

Weshalb ist es wichtig, das passende Kaliber zu verwenden und die Vorgaben der Beschusszeichen zu beachten? 

Beim Verschiessen von Jagdpatronen treten im Waffeninneren enorme Kräfte auf. Die Munitionskomponenten müssen exakt auf die Waffe zugeschnitten sein. Ansonsten besteht die Gefahr einer übermässigen Druckentwicklung und einer Laufsprengung 

Weshalb ist es wichtig, dass ein Ausschuss am Wildkörper entsteht (vollständige Durchdringung der Kugel durch den Wildkörper)?

Dies ist für allfällige Nachsuchen sehr wichtig. Durch den Ausschuss tritt viel Schweiss aus, was das Auffinden des geflüchteten Wildes erleichtert.

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