Arbeitsgeräte
Beladungsgruppe 7
Beladungsgruppe 7
-
- 1 / 44
-
Cartes-fiches
Was ist ein Hebel?
Ein Hebel ist ein starrer, meist stabförmiger Körper, der sich um eine feste Achse drehen lässt (z. B. eine Wippe)
Hebel werden beispielsweise genutzt, um mit einer kleinen Kraft einen Körper mit großem Gewicht zu heben.
Zweiseitiger Hebel:
Nicht nur die wirkende Kraft, sondern auch der Abstand zur Drehachse ist von Bedeutung.
Erklären Sie das Hebelgesetz anhand der Wippe.
Hebelgesetz: s1 * F1 = s2 * F2
Die Stelle, an der eine Kraft am Hebel wirkt heißt Angriffspunkt der Kraft,
der Abstand ihrer Wirkungslinie zur Drehachse wird Kraftarm "s" genannt.
Wirken auf einen Hebel zwei Kräfte ("F1" und "F2") so ist der Hebel im Gleichgewicht, wenn das Produkt der ersten Kraft mit dem Kraftarm s1 gleich dem Produkt der zweiten Kraft mit dem Kraftarm s2 ist.
Das Hebelgesetz gilt für alle Hebelformen gleichermaßen.
Beschreiben Sie den Hebebaum.
- Holzart: Esche (3,00 m lang)
- Rumpf: Eisenbeschlagen mit Griff
- Prinzip: Hebelgesetz
- Verlastet: Rüstwagen
Beschreiben Sie die Stütze.
Eine Stütze ist ein meist vertikales Bauteil, das Lasten hauptsächlich in Richtung seiner Längsachse aufnimmt.
- Arten:
- Kanalstreben (Rüstwagen)
- 0,60 m - 0,90 m
0,80 m - 1,10 m
1,10 m - 1,40 m - 4 bis 6 t Tragfähigkeit
- 0,60 m - 0,90 m
- Deckenstütze Peri Multiprop MP (Abrollbehälter Rüstmaterial)
- 80cm - 120 cm
154 cm - 250 cm
195 cm - 350 cm
260 cm - 480 cm
430 cm - 625 cm - 78,5 kN
91,0 kN
88,5 kN
57,9 kN
- 80cm - 120 cm
- Kanalstreben (Rüstwagen)
Bescheiben Sie die Hebekette.
Anschlagkette vom hydraulischen Rettungssatz mit Haken zum verkürzen.
Dient als Anschlagmittel zum Heben von Lasten.
- Länge:
- 1,50 m
3,00 m
- 1,50 m
- Verlastet: HLF
Beschreiben Sie die Zahnstangenwinde.
Jedes Zahnrad wirkt nach dem Hebelprinzip. Verwendet man Zahnräder verschiedenen Druchmessers, so ergeben sich dadurch entsprechende Kraftübersetzungen.
- Einsatzhöhe: 800 mm
- Hubhöhe: 300 mm
- Hubkraft: 50 kN / 100 kN
- Gewicht: 33 kg / 51 kg
- Prinzip: Zahnradprinzip / Hebelprinzip
- Verlastet: Rüstwagen
Bescheiben Sie die Hydraulische Winde.
Ist ein hydraulischs Arbeitsgerät.
- Einsatzhöhe: 800 mm
- Hubhöhe: 350 mm
- Hubkraft: 200 kN
- Gewicht: 63 kg
- Zustellhub: 4 mm a Pumpvorgang
- Arbeithub: 1 mm a Pumpvorgang
Einsatzgrundsätze: Hydraulische Winde
- Persönliche Schutzausrüstung mit Visier und Schutzbrille
- Winde immer rechtwinklig zur Last einsetzen
- Vor dem Einsatz die Feder und Sperrklinke kontrollieren
- Nicht in Gebrauch befindliche Winden waagerecht legen
- Sofort während des Hebevorgangs unterbauen
- Nie Metall auf Metall heben! (Hartholz oder Moosgummi zwischenlegen)
Beschreiben Sie den Mehrzweckzug.
Der Mehrzweckzug ist ein handbetriebener mit einem Drahtseil versehener Hebezug.
- Zugkraft: 16 kN / 32 kN
- Seildruchmesser: 11,5 mm / 16 mm
- Seillänge: 30,00 m
Stahlseil mit Seele (Rote Litze eingeflochten) - Prinzip: Froschklemmenprinzip
- Verlastet: HLF / RW
maximale Zugkraft = Zugkraft + 50 % Überlast (-> dann bricht Scherstift)
Beschreibe das Froschklemmenprizip.
Während der Hebelbewegung hält und bewegt ein Paar Froschklemmen das Seil, gleichzeitig wird das andere Paar in die Ausgangsstellung zurückgebracht.
Einsatzgrundsätze: Mehrzweckzug
- Persönliche Schutzausrüstung mit Visier, Schutzbrille und Handschuhe tragen
- Sicherheitsabstand ist min. 1,5x gespannte Seillänge von jedem Anschlagpunkt
- Nie über Nennzugkraft belasten (Zugkraft + 50 % Überlast)
- Immer in Zugrichtung einhängen
- Nicht mit Zugseil anschlagen
- Nicht auf gespanntes Seil treten
- Anschlaghaken nicht seitlich belasten
Beschreiben Sie den Hebesatz H1 (Lukasheber) .
Hydraulikheber dienen als hydraulische Hebezeuge mit Druckkraftwirkung.
- Hubkraft: 150 kN
- Hubhöhe: 50 mm / 150 mm
- Verlängerung: 200 mm
- Betriebsdruck: 700 bar
- Spreizschnabel: 5 kN
- Verlastet: Rüstwagen
Steckkupplungen sind mit einem eingebauten Schnellstopp versehen (Setzt nur bei schlagartigem Druckabfall ein).
Zweiwegeventil: Niveauausgleich bei Einsatz von zwei Hebern.
Beschreiben Sie die Wirkungsweise des Hebesatz H1.
Beim hydraulischen Hebewerkzeug vervielfacht sich der mittels des kleinflächigen Pumpenkolbens erzeugte Druck auf den Großflächigen Druckkolben, der sich gegen die zu hebende Last bewegt. Somit kann man durch geringen Kraftaufwand am Pumpenkolben einen erheblichen Druck erzeugen.
Formel: Kraft = Druck * Fläche
Einsatzgrundsätze: Hebesatz H1
- Persönliche Schutzausrüstung mit Visier und Schutzbrille tragen
- Hartholz zwischen Heber und Last bringen
- Heber immer rechtwinklig zur Last ansetzen
- Umschalthebel der Hydraulikpumpe nur in Ruhestellung des Pumphebels betätigen
- Gewindeschutzring und Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Gebrauch entfernen (Gewinde sauber halten)
- Auf die Haut geratenes Öl sofort entfernen (aggressiv)
- Kolbenpumpe schräg stellen (Holz unterlegen)
- Entlüftungsventil öffnen
Aus welchen Bestandteilen besteht der Hebesatz H1?
- einfach wirkender Hubzylinder
- Hydraulikhandpumpe mit 0,90 m Anschlussschlauch
- Keilvorsatz
- Verlängerung (200 mm)
- Fußheber
- Fußplatten
- Zweiwegeventil mit 2x 5,00 m Schlauch
- Alu Transportkasten
Welche Komponenten gehören zur Geräteablage bei der Rettung aus dem PKW?
- hydraulischer Rettungssatz (Aggregat, Spreizer, Schere, Zylinder)
- Verkehrsunfallkasten "München"
- Zwei Formholzkisten
- Halligantool
- Säbelsäge
- Zwei Radschuhe
- Verlängerungskabel
- Spineboard
- First Responder Rucksack
- Besen
- AED
- Schutzschild
- Bolzenschneider
- Ablageplane
- Schwelleraufsatz
Beschreiben Sie das Aggregat des hydraulischen Rettungssatzes.
Ist ein zweistufiges, elektrisch angetriebenes Hydraulikaggregat zum gleichzeitigen anschluss und wechselweisen Betrieb von zwei Geräten des hydraulischen Rettungssatzes.
- Arbeitsdruck: max 720 bar
- Zwei Schlauchhaspeln mit je 20,00 m Schlauch
- Überdruckventil verhindert unzulässig hohen Arbeitsdruck
- Überhitzungsschutz bei ca. 60 °C
Beschreiben Sie den Rettungsspreizer (Verlastet auf HLF).
- Arbeitsdruck: max. 720 bar
- Öffnungsweite: 686 mm
- Spreizkraft min: 43 kN
- Spreizkraft max: 206 kN
- Zugkraft: 90 kN
- Quetschkraft: 65 kN
- Gewicht: 18,1 kg
- Wirkungsweise:
Der von der Hydraulikpumpe erzeugte Druck bewirkt durch die Fläche des Hydrozylinders eine Kraft, die über die Kolbenstange, Drehgelenke un Zahnsegmente an die Spreizerspitzen weitergegeben wird. - Prinzip: Hebelgesetz
Beschreiben Sie die Rettungsschere (Verlastet auf HLF).
- Arbeitsdruck: max. 720 bar
- Öffnungsweite: 181 mm
- theo. Schneidkraft: 927 kN
- Gewicht: 18,1 kg
- Besonderheit: 41 mm Rundstahl "i-Bolzen"
- Wirkungsweise:
Arbeitsprinzip ist das selbe wie beim Spreizer.
Durch die U-Form der Schneidemesser wird das zu schneidende Material zum Schneidgerät hingezogen.
Beschreiben Sie den Rettungszylinder (Verlastet auf HLF)
- Arbeitsdruck: max. 720 bar
- Länge Eingefahren: 533 mm
- Länge Ausgefahren: 1275 mm
- Spreizkraft 1. Kolbenstange: 217 kN
- Spreizkraft 2. Kolbenstange: 81 kN
- Gewicht: 17,4 kg
- Besonderheit:
- Drehbare Kreuzköpfe (360°)
- Schnellstromventil
- Wirkungsweise:
Der von der Hydraulikpumpe erzeugte Druck bewirkt durch die Fläche des Hydrozylinders eine Kraft, durch die der Zylinder ausgefahren wird.
Beschreiben Sie die Hydaulikschläuche des hydraulischen Rettungssatzes.
Core-System = Coaxial Rescue Equipment
=> Ein-Schlauch-System / Schlauch-in-Schlauch System
- Leichtes Ankuppeln
- Drehverschluss
- Wechsel bei ununterbrochenem Ölstrom möglich
- Arbeitsdruck: max. 720 bar (2880 bar - Sicherheitsfaktor)
Innerer Schlauch - Druck im Rücklauf: 25 bar (100 bar - Sicherheitsfaktor)
Äußerer Schlauch
Sicherheitsfaktor = Schlauch hält den vierfachen Arbeitsdruck aus. (4:1)
Einsatzgrundsätze: hydraulischer Rettungssatz
- Fahrzeug gegen wegrollen sichern
- Komplette persönliche Schutzausrüstung mit Klappvisier und Schutzbrille tragen
- Gerätebedienung nur durch eine Person
- Zugketten nicht "über Kreuz" einhängen
- Nach einsatzende Spreizarme nicht komplett schließen
- Langes verweilen auf der Steuereinheit vermeiden (Temperaturanstieg des Öl's)
- Sichtprüfung nach jedem Einsatz
- zusätzlich für Schere:
- Nicht schneiden:
- Stromführende Leitungen
- Leitungen unter Gas- oder Wasserdruck
- vorgespannte / Gehärtete Teile
- Verbundwerkstoffe
- Nach Möglichkeit keine Teile mit freien Enden
- Nicht schneiden:
Wartung und Pflege: hydraulischer Rettungssatz
- Sichtprüfung nach jedem Einsatz
- Mindestens alle drei Jahre eine Prüfung durch Sachkundigen
- Betriebsanleitung / Herstellerangaben berücksichtigen
- Schneidmesser der Schere einmal jährlich mit Spray-Verfahren prüfen
Beschreiben Sie den Luftheber (Hebekissen).
Es ist ein mit Druckluft gesteuertes und betriebenes Hebegerät.
- Einschubhöhe: 25 mm
- Hubhöhe: 20 cm / 30 cm
- Hubkraft: 120 kN / 240 kN
- Größe: 30 cm x 50 cm / 50 cm x 60 cm
- Betriebsdruck: 8 bar
- Wirkungsweise: Hubkraft = Fläche * Druck
Zunehmende Hubhöhe = stärkere Auswölbung = kleinere Auflagefläche = geringere Hubkraft - Beachten:
- Arbeitsdruck 8 bar
- Einstelldruck 10 bar (am Manometer einstellen)
- Arbeiten:
- max. Hubkraft = 2 Hubkissen nebeneinander benutzen
- max. Hubhöhe = 2 gleiche Hubkissen aufeinander legen
- Auflagefläche ist der Mittelpunkt
- Heblen anstatt Heben
Einsatzgrundsätze: Luftheber
- Last sofort nach dem Anheben unterbauen (Kreuzverbau)
- Persönliche Schutzausrüstung mit Klappvisier und Schutzbrille tragen
- Nicht an scharfen Kanten, heißen oder glühenden Teilen ansetzen
- Punktförmige Belastung vermeiden
- Mindestens 2/3 der Fläche unter die Last
- Nur zwei gleiche Hebekissen übereinander verwenden
- max. zwei Luftheber übereinander einsetzen
- Prüfung / Pflege:
- Nach jedem Einsatz Sichtprüfung
- Einmal jährlich Funktions und Belastungsprüfung
- Alle fünf Jahre Überprüfung durch Hersteller
Beschreiben Sie das Unterbaumaterial
Zweck:
- Unterbaumaterial
- Entlastungsunterbau
- Stabilisierung von Fahrzeugen
Einsatzgrundsätze: Allgemein Arbeitsgeräte
- Komplette persönliche Schutzausrüstung tragen mit Visier und Schutzbrille
- Nicht unter ungesicherte Lasten treten / greifen
- Tragfestigkeit / Rutschfestigkeit des Untergrundes beachten
- Last gegen unzulässige Bewegungen sichern
- Haftung Hebegerät - Last sicherstellen
- Hebegerät rechtwinklig zur Last ansetzen
- Während des Hebevorgangs laufend unterbauen
- Hebevorgang ständig beobachten / beurteilen
- Arbeitsbereich frei halten (Rückzugsweg sichern)
- Hebegerät nicht unzulässig belasten
- Nicht eingesetzte Winden immer hinlegen
- Geräte- / Herstellerangaben beachten
Nennen Sie 6 verschiedene Arten von Leinen, Seilen und Anschlagmitteln.
- Führungsleine
- Feuerwehrleine (14 kN)
- Hebeband (20 kN)
- Drahtseil mit Seele (Mehrzweckzug)
- dynamisches Kernmantelseil (22 kN)
- Seil Auf- und Abseilgerät (22 kN)
- Arbeitsleine
- Rundschlinge
- Hebeband
- Spanngurt
- Schäkel
- Bandschlinge
- Bindedraht blank (10,00 m)
Anforderungen an das Seil.
- Belastung
- Kantenbelastung
- Temperatur
- Dehnung
- Einsatz mit Chemikalien
- Laufeigenschaften
Herstellung von Seilen.
Nennen Sie die 2 varianten von Seilen.
- gedrehte Seile = Statisch
- geflochtene Seile = Dehnbar
- Beschreiben Sie den Aufbau eines Drahtseils.
Mehrere Einzeldrähte werden zu einer Litze verflochten.
Mehrere Litzen bilden dann das Drahtseil.
Gleichschlagseile: Schlagrichtung der Einzeldrähte und der Litzen im Seil sind die gleiche.
- höhere Lebensdauer
- Bessere Auflageverhältnisse
Kreuzschlagseile: Schlagrichtung der Einzeldrähte in den Litzen ist engegengesetzt der Schlagrichtung der Litzen im Seil.
- Geringer Drall
Seileinlage:
- Widerstandsfähiger beim Pressen (Mehrzweckzug)
- Haben geringe Deformierbarkeit
- Keine Schmiermittel verwenden
Welche verschiedenen Verbindungsarten für Drahtseile gibt es?
- Gepresst
- Gespleißt
- Flämisches Auge: Kombination aus Spleiß und Verpressung
- Drahtseilklemme mit Kausche
- Gepresst mit Vollkausche
- Gepresst mit Kausche
Drahtseilklemme Aufbau:
Die erste Seilklemme wird dicht an der Kausche angebracht. Zwischen den Klemmen muss der Abstand von min. einer Klemme freigelassen werden. Klemmbügel werden auf das unbeanspruchte Seilende gelegt.
Anschlagseile mit Drahtseilklemmen nur 1x als Anschlagseile verwenden.
Definiere: Stehendes Gut
Als Stehendes Gut bezeichnet man Stahldrahtseile, welche zwischen zwei Festpunkten eingebaut sind und Halte- oder Zugkräfte aufnehmen.
Definiere: Laufendes Gut
Als laufendes Gut bezeichnet man Stahldrahtseile, welche auf Seilwinden aufgespult, auf Treibscheiben und Doppeltreibscheiben, sowie über Rollen oder Rollensysteme laufen.
Definiere: Anschlagseile
Anschlagseile sind Anschlagmittel, die eine Verbindung zwischen Tragmittel und Last oder Tragmittel und Lastaufnahmemittel herstellen.
Anforderungen an Seilverbindungen.
- große statische und dynamische Kräfte übertragen
- hohe Temperatur ertragen
- in einer oder zwei Ebenen um einen Festpunkt drehbar sein
- problemlos wieder lösbar sein
- kompakt und leicht
Seilpflege und Prüfung
- Bei Mängeln an Drahtseilen sofort der Benutzung entziehen (Ablegen = Vernichten)
- Kriterien:
- Drahtbrüche
- Strukturveränderung
- Korrosion
- Bruch einer Litze
- Verformungen
- Hitze
- Kriterien:
- Nach jedem Gebrauch Sichtprüfung
- Mindestens einmal jährlich Prüfen
- Fett schützt vor Korrosion und verringert Abnutzung (Seile bleiben biegsam)
Mehrzweckzugseil NICHT fetten => Durchrutschgefahr! - Mögliche Fehler am Drahtseil:
- Korbbildung
- Einschnürung / Quetschung
- Schlaufenbildung
- Klanken (=zugezogene Seilschline)
- Knotenbildung
- Drahtlockerung
- Knicke