Sakrale Baukunst


M. K.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Einführung in die Architekturgeschichte auf Universitätsniveau, mit Fokus auf gotische Kirchenarchitektur. Sie decken Themen wie Gewölbeformen, Strebewerke, verschiedene Chortypen und architektonische Elemente wie Lettner und Chorschranken ab. Besonders hervorgehoben werden die strukturellen und ästhetischen Merkmale gotischer Kathedralen, darunter die Verwendung von Licht, die Auflösung der Wände und die Bauweise in die Höhe. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Architekturinteressierte, die sich vertieft mit den Prinzipien und Besonderheiten der Gotik auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Histoire
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.10.2018 / 20.11.2018

Cartes-fiches

Netzgewölbe

Eine Gewölbeform der späten Gotik mit maschenartig überqreuzten Rippen zwischen welchen rautenförmige Felder entstehen -> nicht mehr in Joche gegliedert. 

Schlussstein

Stein am Hauptknotenpunkt der Rippen eines Gewölbes. 

Meist kreisrund und figuriert. 

Fiale

Eine architektonische Zierform der Gotik 

Eine schlanke, spitze Pyramide, die häufig als Bekrönung von Strebepfeilern und paarweise als seitliche Begrenzung von Wimpergen auftritt. 

Aufbau: Unterer Teil ist der Leib, meist vier oder achtseitig. Darüber erhebt sich der pyramidenförmige Helm oder Riese, welcher an den Kanten meist von Krabben besetzt ist und von einer Kreuzblume bekrönt. 

Wimperg

Giebelartige Bekrönung gotischer Portale und Fenster.

Von Kraben und Fialen gerahmt und von einer Kreuzblume abgeschlossen. 

Seitenaltar

Nebenaltar, Altar neben dem Hochaltar, meist zu beiden Seiten des Langhausabschlusses oder am Ostende der Seitenschiffe. 

Retabel

Altaraufsatz über der Mensa (Mensa = Platte eines Altars)

Der Begriff Altarretabel oder kurz Retabel bezeichnet jede Art von Altaraufsatz. Retabel können an verschiedene Stellen auf, neben oder hinter dem Altar angebracht sein und auf unterschiedliche Weise ausgestaltet sein.

Chorgitter

Ein hohes Gitter, 

welches in spätgotischer Zeit vielfach die Chorschranken ersetzte. 

Nach dem 17. Jahrhundert ersetzte es den Lettner. Trennt den Chor von dem restlichen Kirchenraum ab, aber erlaubt doch noch einen Durchblick zum Hochaltar.

In der Baraockzeit bezieht sich die Zeichnung des Chorgitters auf einen Fluchtpunkt, wodurch eine Raumillusion entsteht. 

Chorschranken 

hölzerne oder steinere Brüstung oder metallenes Gitter zwischen Chor und Gemeinderaum. Die Chorschranken sind entweder gar nicht, oder nur in der oberen Hälfte durchbrochen. Sie sind oft sehr architektonisch gegliedert und mit Skulpturen und Malerein geschmückt. 

In den altchristlichen Basiliken umzogen die Chorschranken den Chor meist auf allen Seiten.

Lettner

Übermannshohe, durchbrochene und meist gegliederte Mauer (->Schrankenlettner) mit Kanzel (->Kanzellettner) oder räumlich (->Hallenlettner)

Hat meist zwei Durchgänge und eine Bühne, die über eine Treppe vom Chor zugänglich ist. 

Löste die Chorschranken ab. 

Im Verlauf der Gotik wurde der Lettner immer mehr durchbrochen, im 16. Jahrhundert weitgehend aufgelöst und im Barock durch Chorgitter ersetzt. 

Triumphbogen

in der Sakralarchitektur: Bogen zwischen dem Mittelschiff bzw. Vierung und dem Chor 

Zwerchdach 

bei Sakraler Architektur: 

Ein Querdach -> ein senkrecht zum Hauptdach ausgerichtetes, kleineres Dach, besonders bei gotischen Seitenschiffen verwandt, wo über jedem Joch ein Walm-oder Satteldach aufliegt und sich damit eine Reihung ergibt. 

Atrium

In Sakralarchitektur: 

Vorhof der altchristlichen Basilika. 

Meist in der gleichen Breite wie diese. Von einer Säulenhalle (Peristyl) umgeben und mit einem Brunnen in der Mitte ausgestattet.

Narthex

Vergitterte Vorhalle von Basilika

 diente dem Büssern und Katechimenen zum Aufenthalt. Besitzt meist die Form eines schmalen Querriegels von derselben Breite wie das Kirchenschiff , mit dem er durch Bögen oder Türen.

 

Vierung

Der rechteckige Raum in einer Kirche, der entsteht wenn sich Langhaus und Querhaus qreuzen. 

 

Apsis

in spätrömischer Zeit aufgekommende Bezeichnung für einen halbkreisförmigen, mit einer Halbkugel überwölbten Raum. Er ist einem, ihm übergeordneten Hauptraum, ein - oder angebaut und öffnet sich meist in seiner vollen Breite und Höhe zu diesem. 

Meist im Osten einer Kirche an den Altar oder als Teil des Chores angebaut.

Apsis kann auch einen grösseren als einen halbkreisfrömigen Grundriss sein (Hufeisenapsis) oder auch recheckig, sowie polygonal ummantelt sein. 

Bei doppelchörigen Anlagen: Osta und Westa

Chor allgemein

Ein Raum, der bestimmt  ist für das Chorgebet der Geistlichen und Möche und vor dem Hochaltar liegt.

(In frühchristlicher Basilika: Chor war durch niedrige, feste Schranken vom Gemeinderaum abgesondert. Danach folgten Chorschranken und im 13. Jahrhundert wurde diese durch den Lettner ersetzt.)

Chorjoch / Chorquadrat / Vorchorjoch

Seit karolingischer Zeit wird zwischen Kirchenschiff und Apsis / in der Gotik : zwischen Polygonchor und Querschiff/ Kirchenschiff ein rechteckiges Joch eingefügt. 

Das Chorjoch ermöglicht eine mehrräumige und auch gestaffelte Gestaltung des Presbyteriums. -> also auch möglich, dass mehrer Joche hintereinander sind. 

Polygonchor

besteht aus mehreren Seiten eines beliebeigen Vielecks.

Schliesst meist an einen mehrjochigen Vorchor an. 

Rechteckchor

ohne Apsis

üblich bei Saalkirchen  und dreischiffigen Kirchen

Doppelchörige Anlage

Wenn im Westen wie im Osten ein Chor angefügt wurde

Dreizellenchor

an die Saalkirche oder das Vorjoch der dreischiffigen Basilika werden rechteckige Räume seitlich angefügt. 

Dreikonchenchor oder auch Kleebalttchor genannt

Kirche mit drei etwa gleich grossen halbrunden ider polygonalen Konchen, die in unterschiedliche Richtungen weisen.

Staffelchor 

Chor mit gestaffelt angeordneten Apsiden.

Umgangschor 

Ein mit einem Umgang versehenen Chor

Säulenbasilika 

Basilika, deren Schiffe durch Säulen getrennt sind.

Pfeilerbasilika 

Basilika, deren Hochschiffwände von Pfeilern getragen werden (im Gegensatz zur Säulenbasilika)

Krypta

Gruft, ein gewölbter Raum unter dem Chor der Kirche. Eigentlich war dieser Raum früher als Grab - und Reliquienkappele errichtet worden, und Kirchen wurden dann auf dem Grund dieser Heiligengräber errichtet.

Zunächst ein gewölbter Gang, der Apsis folgend-> Ringkrypta

Gewölbten Gang -> Stollenkrypta

Später mehrschiffig -> Hallenkrypta 

Auch ausserhalb des Kirchengrundrisses -> Aussenkrypta

Hallenkirche 

mehrschiffige Kirchenanlage mit gleicher oder annähernd gleicher Höhe der einzelnen Schiffe.

Staffelhalle

auch Pseudobasilika genannt

Eine mind. fünfschiffige Basilika mit niedrigen äusseren und höheren inneren Seitenschiffen, die selbst wieder niedriger als das Mittelschiff sind.

Spoile

Ein wiederverwendeter Bauteil, der einem abgebrochenen Gebäude entnommen wurde (meist Säulenschäfte, Kapitelle, Friese, Gesimse)

Trompen

Trichtergewölbe/ Trichternische

Über einem Quadrat (bsp. Vierung) kann durch vier Tropmen ein Klostergewölbe oder eine Trompenkuppel errichtet werden.

gebundenes System 

Auf ein Joch des Hauptschiffes folgen zwei Seitenschiffjoche

Stickkappe

in Wände eingeschnitte Fläche ( ein Gewölbe, das in das Hauptgewölbe einschneidet. 

Kommen hauptsächlich bei Fenstern oder anderen Maueröffnungen vor. 

 

Gewölbeform Nr1

Ringtonne

Gewölbeform Nr2

Halbtonne

Gewölbeform Nr.3

Flachtonne

Gewölbeform Nr.4

Parabeltonne

Gewölbeform Nr.5

Spitztonne

Gotik  - was sie ausmacht

Auflösen der Wände -> Durchleuchtung durch Licht -> mythische Lichtelemente

-> mehrschaliger Wändeaufbau -> Dienstbau -> 

Strukturierung der Wand 

Strebesystem -> Bauen in die Höhe

Masswerk und Zierform 

 

 

alte Dienste

den verhältnismäßig kräftigen Fortsetzungen der Quergurten

Étudier