Allgemeine Tumorlehre
ZHAW, BsC Pflege, Tumorlehre
ZHAW, BsC Pflege, Tumorlehre
-
- 1 / 47
-
Cartes-fiches
Tumor
- geschwulst
- pathologische Zellamsammlung durch eine überschiessendes, ungehemmtes Wachstum körpereigener Zellen
- atypische Zellen
Beningne Tumore
- gutartige
- wachsen verdrängend
- bedrohen das Leben des erkrankten nur bei ungünstiger Lokalisation
Maligne Tumore
- bösartige Tumore
- wachsen invasiv und destruierend
- Führen unbehandelt in der Regel zum Tod
Semimaligne Tumore
- halb Bösartige Tumoren
- Wachsen am Entstehungsort invasiv und destruierend
- metastasieren in der Regel nicht
Formen der Mutationen
- Genmutation
- Chromosomenmutation
- Genommutation
- Indirekte DNA Schädigung
Ursachen der Tumorentstehung
- Viren
- Abwehr
- Gene
- Strahlen
- Nahrung
- ??
Onkogen
- dominantes Gen
- trägt zur Transformation der Zelle bei
- können Unterschiedliche Proteine kodieren
- Wachstumsfaktoren, Rezeptoren, Proteinkinasen
Viren als Ursache der Tumorentstehung
- Hepadnavirus: Hepatitis B --> hepatozellläres Karzinom
- Papovavirus: HPV -->Zervix, Vulva, Penis, Perinal und Anal Karzinom
- Herpesviren: EBV, HHV --> Burkift Lymphom, Nasopharnyxkarzinom, Kaposi Sarkom
- Onkobirus Typ C: HTLV -1 --> adulte T Zell Leukämie
- Lentivirus: HIV 1 --> Burkit Lymphom
Strahlen als Ursache der Tumorentstehung
- ionisierende Strahlung
- Röntgenstrahlung
- UV Licht
Zusammenfassung der Tumorentstehung
- Unabhängigkeit von Wachstumssignalen
- Intensivität gegen Wachstumsinhibitoren
- Umgehung des programmierten Zelltods
- unbegrenzte Replikationspotential
- Gewebeinvasion und Metastasierung
- erhöhte Angiogenese
Tumorstadien
- Präkanzerose: Vorkrebs
- Carcinoma in situ Cis)
- präinvasives Karzinom, oberflächenkarzinom
Metastasierung maligner Tumore
- 3 Metastasierungswege
- Lymphogene Metastasierung
- Hämatogene Metastasierung
- Metatstasierung als Gesamtheit
Hämatogene Metastasierungwege
- Arterielle Typ
- über das line Herz
- in ZNS, Skelett, Leber und Nebenniere
- hpts Bronchial CA
- Hohlvenen Typ
- über die Hohlvene zur Lunge
- weiter wie arterieller Typ
- hpts Leber und Nieren Ca
- Pfortader Tyo
- über die Pfortader zur Leber
- dort weiter wie Hohlvenen Typ
- hpts Magen, Kolon, Rektum Ca
- Vertebralvenen Typ
- zum Venensystem der Wirbelsäule ins Skelett
- hpts Mama ca und Prostata Ca
Metastasierung als Gesamhtiet
- Durch Invasion und Destruktion des Nachbargewebs
- Gutartig
- verdrängendes (expansives) Wachstum
- Tumor scharf begrenzt
- kein Einbruch von Gefässen
- keine Metastasierung
- bösartiger Tumor
- Invasive und destrierendes Wachstum
- Tumor unscharf begrenzt
- Einbruch in Gefässe und umgebendes Gewebe
- metastasierung
Hauptbeschwerden und LEitbefunde des hämatologisch- onkoloischen Patienten
- diffuse Beschwerden
- Fieber und Nachtschweiss
- Anämie
- Infektionsneigung
- Lymphom
- Milzvergrösserung
- unerklächrlicher Leistungsknick
- ungewollte Gewichtsabnahome
- paraneoplastische Syndrome
paraneoplastische Syndrome
- endokrine Störungen: zB ACTH Produktion mit nachfolgendem Cushing Syndrom
- Funktionsstörungen des peripheren oder zentralen Nervensystem sowie der Muskulatur
- Polyneuropathien, Dermatomyositis
- Blutveränderungen und Gerinnungsstörungen
- Petechien bei Thrombozytopenie
Staging
- Bestimmung der Ausdehnung eines bösartigen Tumors und seine Einordnung in das Klassifikationssystem
TNM System
- T: Grösse des Tumors
- N: Nodi: befall der regionären Lymphknoten
- M: Metastasierung
Stadieneinteilung durch;
- Bestimmung der Tumorgrösse und Tumorausdehnung
- Lymphknotenenthame, Sentinel- LK- Szintigrapie
- Metastasensuche: Sonographie, Röntgen, CT, MRI, Szintigraphie
Sentinel Lymphknoten
- Lymphabfluss eines malignen Tumors erfolgt primär zu einer Lymhknotenstation
- Sentinel: Wächter
- erster Lymkhnotenstation
- ist er negativ, ist mir keinen weiteren Lymphknotenmetastasen zu rechnen
Wahrscheinlichkeit des Tumorbefalls des SLK abhängig von
- Tumorgrösse
- Mulitfokalität
- peritumorale vaskuläre Invasion (PVI)
Knochenmarkbiopsie
- Gewebeentnahme aus dem Knochenmark
- zur Knochenmark Hystolgie
Therapieform des Tumors
- Operation
- Bestrahlung
- Chemotherapie
- Immuntherapie
- Stammzellentransplantation
- Wachstumsfaktoren
- Gentherapie
- Hormontherapie
- Supportive Behandlung
- schmerztherapie, Biphosphonate
Allg Schädigung des gesunden Gewebes bei Chemotherapie
- Früh: Übelkeit, Erbrechen, Frösteln, Schwitzen, Fieber, Allerg. Reaktionen
- Gastroenteral System
- Mukositis, Enteropathie, Diarhhoe, Malabsorption
- Haut
- Alopezie
- Gonaden
- Sterilität, Amenorrhoe, Embryophatihe
- Blut
- Granuloctyopenie
- Infektanfälligkeit
- Lymphozytenpenie
- Thrombozytenpenie
- Anämie
Strahlentherapie
- bei malignen Tumoren vor oder nach einer Chemotherapie u/o Operation als alleinige Behandlung
- Strahlenkater
- führ generalisierte Nebenwirkung
- Hptsymptome: Müdigkeit, Appetitlosikgeit, Übelkeit und Erbrechen
Alleinige Bestrahlung bei
- Prostata Karzinom
- Lymphome
- ältere Patienten
- Patienten in schlechtem Allgemeinzustand
- Palliative Bestrahlung
Indikationen zur Palliativen Radiohterapie
- Schmerzen
- Frakturgefahr/Spontanfraktur
- Dyspnie/ Atelektase/ Hämoptoe
- Einflussstau
- Querschnitt: akut
- Hirndruck /neurologische Symptomatik
- störende Raumforderung
Lokale Nebenwirkungen der Strahlentherapie
- Haut:
- Rötung, Dermatitis, Epitphelablösung, Haarausfall, Pergamenthaut
- Mundschleimhaut
- Geschmacksverlust, Mundtrockenheit, Dysphagie, Verschleimung, Paradontose, Stomatitis, Ulzerationen, Soor
- Lunge
- Husten, Dyspnoe, Strahlenpneumontitis, Lungenfibrose
- Dünndarm
- übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Meteroismus, Tenesmen, Blut und Schleim im Stuhl
- Rektum
- häufige, schmerzhafte Stuhlgänge, zT Blutig, Obstipation
- Blase
- Pollakisurie, blutiger Urin
- Blut
- Leukozytopenie, Thrombozytopenie, Blutungsneigung, erhöhte Infektanfälligkeit, Fieber, Leistungsschwäche
- ZNS
- Hirnödem, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, zerebrale Krampfanfälle, Konzentrationsstörungen
Hormontherapie
wenn Tumorzellen die Hormonempfnidlichkeit der Ursprungsgewebe beibehalten, wachsen sie bei Hormozufuhr bestärkt und bilden sich bei Fehlen des Hormons zurück
- Hormonabhängige Tumoe
- Mammakarzinom
- Endometriumkarzinom
- Prostatakarzinom
Schmerztherapie
- 60 - 90% aller Krebspatienten leiden unter chronischen Schmerzen
- 40% durch Knochenmetastasen
- Grundregel
- orale Applikation bevorzugt
- Regelmässige Analgetika Gabe nach 24h Zeitschema
- lang wirkende Präparate bevorzugt
- Individuelle Dosierung
- bei besonderen Schmerzypen modifizierte Schmerztherapie