Atmungssystem Anatomie
ZHAW BsC Pflege 1. HS
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M. V.
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Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie des Atmungssystems, geeignet für medizinische und biologische Studien. Sie behandeln zentrale Themen wie die Funktion der Lunge, den Gasaustausch, die Rolle von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) sowie die Regulation der Atmung durch das Zwerchfell und die Atemwege. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Atemphysiologie vertiefen möchten, um Krankheiten und Störungen des Atmungssystems besser zu verstehen und zu behandeln.
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Lernkarten
Zyanose
- Blauverfärbung von Haut oder Schleimhaut durch einen verminderten O2 Gehalts des Blutes
- Wenn mehr als 5g/dl Hämoglobin nicht mit O2 Beladen sind
- Zentrale Zyanose:
- Gesamtes Zirkulierendes Blut inst ungesättigt
- Erkennbar an den Lippen
- Bei Lungenerkrankungen oder bestimmten Herzfehlern
- Periphere Zyanose
- Blutfluss naturgemäss verlangsamt
- Finger und Zehennägel
- Ursache: erhöhte Sauerstoffausschöpfung im Gewebe, bei Kälte oder Herzerkrankungen
Steuerung der Atmung
- Atemzentrum in der Medulla oblongata
- Steuert die gesamte Atemmuskulatur
- Getrennte Inspirations- und Exspirationskernen
Ruheatmung
- Regelmässig
- Atemzüge etwa gleich Tief
- Ausatmung länger als Einatmung
Kussmaul Atmung
- Abnorm tiefe Atemzüge
- Bei Azidose
- Verstärkte Ventilation --> CO2 wird verstärkt abgeatmet --> kompensaiton
Cheyne- Stokes Atmung (periodische Atmung)
- Phasen zu- und abnehmender Frequenz und Tiefe wechseln sich mit Atempause ab
- Typisch für schwere Herzinusffizienz, Störungen des ZNS
Bio Atmung
- Von langen Atempausen unterbrochene rasche Atemzüge
- Bei schweren ZNS Störungen
Schappatmung
- präfinal
Atmungskontrolle über die Blutgase
- Chemische Atmungskontrolle wird ausgelöst durch
- Erhöhten CO2 Partialdruck
- Ausgeprägte Steigerung des Atemminutenvolumen
- Absinkender pH Wert
- Absinkender O2 Partialdruck
- Erhöhten CO2 Partialdruck
- Erhöhter O2 Bedarf --> O2 Partialdruck sinkt --> CO2 Partialdruck steigt durch vermehrter Zellstoffwechsel --> Bikarbonat und H+ im Blut steigt
Periphere Chemorezeptoren
- Messen den O2 und CO2 Partialdruck und den pH Wert
- Meldet die Informationen ans Atemzentrum
- Glomus caroticum
- In kleinen Geflechten des Parasympathikus an der Teilungsstell der A. carotis communis
- Glomus aorticum
- Zwischen Lungenarterie und Arotenbogen
Zentrale Chemorezeptoren
- Im verlängerten Mark des Gehirns
- Reagiert auf den pCO2 Abfall des pH Wertes
- pH und CO2 Antwort
- Steigerung des Atemvolumens àgesteigerte Abatmung von CO2 --> pH steigt
CO2 Narkose
- Wenn der pCO2 8,0 – 9,4 kPa übersteigt
- Nervenzellen können nicht mehr richtig funktionieren
- Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit
- Lähmung des Atemzentrums --> Abnahme des Atemzeitvolumen --> pCO2 steigt weiter
Möglicher Atemstillstand bei O2 Gabe
- Bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen
- Chemorezeptoren gewöhnen sich an den erhöhten pCO2, Atemantrieb nur noch über eine O2 Mangel Antwort
Blutgasanalyse
- Bei Lungenerkrankungen, Pat. Unter Beatmung und Störungen im Säure- Basen Haushalt
- Messung des pO2, pCO2, pH Wert
- Arteriell oder kapilläre Blutentnahme
Weitere Einflussfaktoren auf die Atumung
- Körperliche Arbeit
- Erhöhung des Atemzeitvolumen durch die zentrale und peripheren Chemorezeptroen und die motorischen Rindenfelder
- Atmung und Schmerz/Temperatur
- Starke kältereize reduzieren den Atemanreiz
- Atmung und Psyche
- Steigerung und unterdrückung des Atemantriebs
- Psychogene Hyperventilation
- Vermehrtes Abatmen von CO2 --> Senkung des pCO2 --> Alkalose
- Alkalose --> Senkung der Ca Konzentration --> Beeinträchtigt die Nervenleistungen --> neurologische Symptome
Höhenumstellung
- Kurzfristige Veränderungen und Gegenregulationen
- Herzfrequenz steigt, besonders bei körperlicher Arbeit
- Atemminutenvolumen nimmt zu
- In Ruhe nur leicht, bei Arbeit stark
- Respiratorische Alkalose
- Durch die gesteigerte Atmung
- Zwischen 2’000- 4’000m meist problemlos
- Ab 4’000m stufenweise Adaption
- Gefahr einer akuten Höhenkrankheit: Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, unruhiger Schlaf, Schwindel, Erbrechen
Höhenakklimatisation
- Bei längeren Höhenaufenthalten
- Stimulierung der Bildung von EPO
- Vermehrte Bildung von EC, Hämatokrit steigt
- Blut wird zäher
- Steigerung des Schlagvolumens für die Zunahme des Herzminutenvolumens
- Organismus reagierte empfindlicher auf O2 Mangel als auf erhöhten CO2 Gehalt
- Schnellere Reaktion auf O2 Unterversorgung
- Normalisierung des Säuren- Basen Haushalts durch vermehrte Bikarbonat Ausscheidung über die Niere
- Akklimatisation über Generation: Anpassung der Form des Brustkorbs, Lungenvolumen und Atemtypus
- O2 Diffusionskapazität ist grösser
Streckentauchen mit angehaltenter Atmung
- pCO2 steigt --> Gefühl der Atemnot
- Hyperventilation vor dem Abtauchen
- CO2 Gehalt sinkt ab, O2 Vorrat steigt
- Gefahr: zu spätes einleiten des Auftauchen und Bewusstlosigkeit vor dem Erreichen der Wasseroberfläche
Schnorchel
- Maximal 30cm langes Rohr
- Ein längerer Rohr würde den anatomischen Totraum vergrössern
- Brustkorb könnte sich gegen den Wasserdruck nicht mehr erweitern
Tiefentauchen mit angehaltener Atmung
- Mit zunehmender Tiefe nimmt der Wasserdruck zu
- Luftgefüllte Räume des Körpers werden komprimiert
- Barotraumen: druckbedingte Verletzungen
- Beim Aufsteigen verschwindet die Reserve an pO2 àGefahr der Bewusstlosigkeit und ertrinken
Tiefentauchen mit Geräten
- Pressluft Tauchgeräten: Passt den Druck der Einatemluft an den Wasserdruck an
- Tiefenrausch: in grösseren Tiefen
- Verstärkter übergang von Stickstoff ins Gewebe
- Euphore, Panik und Bewusstlosigkeit
- Taucherkrankhei (Caisson- Krankheit)
- Bei zu schnellem Auftauchen
- Stickstoff im Gewebe bildet Gasblasen
- Gasembolien möglich
- Deshalb braucht es eine Dekompressionszeit