Atmungssystem Anatomie

ZHAW BsC Pflege 1. HS

ZHAW BsC Pflege 1. HS


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie des Atmungssystems, geeignet für medizinische und biologische Studien. Sie behandeln zentrale Themen wie die Funktion der Lunge, den Gasaustausch, die Rolle von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) sowie die Regulation der Atmung durch das Zwerchfell und die Atemwege. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Atemphysiologie vertiefen möchten, um Krankheiten und Störungen des Atmungssystems besser zu verstehen und zu behandeln.
Karten
107
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
23.10.2018 / 19.10.2025

Lernkarten

Aufbau der Lungen 

  • Lungenbasis:
    • Teil der Lunge der dem Zwerchfell aufliegt 
  • Lungenspitze (Apex)
    • Oberer Teil
  • Lungen Lappen
    • Linke Lunge: oberer und unterer Lungenlappen 
    • Rechte Lunge: Ober-, Mittel und Unterlappen 
  • Lungensegmente 
    • Rechts 10 
    • Links 9 
    • Werden vom Segementbronchus versorgt 

Lungenhilum 

  • Hauptbronchien und Lungengefässe treten medial in die Lunge ein 
  • Lymphknoten um Hilum 
    • Bei vielen Erkrankungen vergrössert 
  • Alveolarmakrophagen 
    • In den Lymphgefässen der Lunge 
    • Phagozytose von Fremdkörper und Giften 

Blutversorgung der Lungen 

  • Lungenkreislauf zur oxidation des Blutes 
  • Eigenversorgung über die Bronchialarterien des Körperkreislaufes 

Untersuchung der Lunge 

  • Perkusion: 
  • Auskultation der Atemgeräusche 
  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT 
  • Sonographie 

Pleura 

  • Lungenfell (pleura visceralis)
    • Um die Lunge herum 
  • Rippenfell (pleura parietalis) 
    • An der Brustwand, Zwerchfell und Mediastinum 
    • Sensibel innerviert 
  • Pleura (Brustfell)
    • Lungenfell und Rippenfell 
  • Pleuraspalt: zwischen den beiden Blättern 
    • Flüssgikeitsgefüllt 

Unterdruck zwischen den Pelurablättern 

  • Unterdruck im Pleuraspalt 
  • Erweiterung des Brustkorbes durch Einatmung --> Ausdehnung des Lungengewebes 
  • Pleuraflüssigket
    • Zwischen den Blättern
    • Verhindert die Reibung der Blätter aneinander 

Pneumothorax 

  • Luft im Pleuraspalt 
  • Unterdruck ist zerstört --> Lunge dehnt sich nicht mehr aus --> kein Gasaustausch mehr 

 

Pleuritis 

  • Entzündung der Pleurablätter 
  • Pleurablätter reiben schmerzhaft aneinander 
  • Meistens eine Folge einer Lungenentzündung 

Pleuraerguss 

  • Ansammlung von Flüssigkeit im Pleruaspalt 
  • Z.B durch eine Entzündung, Linksherzinsuffizienz, Tumorbedingt 
  • Lunge kann sich nicht mehr ausreichend entfalten 

Atemmechanik 

  • Lungen sind elastisch und nicht aktiv beweglich
    • die Lunge folgt den Atembewegungen des Brustkorbs und Zwerchfells 
  • Weite des Brustraums wird durch die Rippenstellung und den Zwerchfellstand bestimmt 

Zwerchfell 

  • Breite, gewölbte Muskelplatte 
  • Trennt Brust und Bauchhöhle voneinander 
  • Sehnenplatte (Centrum tendineum)
    • In der Mitte des Zwerchfells 
    • Ansatz für die Muskelfasern des Zwerchfells 

Inspiration 

  • Zwerchfell spannt sich an --> flacht ab --> Lunge dehnt sich aus
  • Unterstützung durch die äusseren Zwischenrippenmuskeln (Mm intercostales externi)
    • Erweitert den Thorax nach vorne 

Atemhilfsmuskulatur 

  • Bei vertiefter Atmung 
  • Zwerchfell und äussere Zwischenrippenmuskulatur 

Exspiration 

  • Überwiegend passiv 
  • Erschlaffung der Mm intercostales externi und des Zwerchfells --> Brustkorb verengt sich 
  • Hilfsausatmger
    • Unterstützung durch Mm. Intercostales interni 
      • Brustkorb wird abgesenkt 
    • Bauchmuskel 

Bauchpresse 

  • Atembewegung wird angehalten 
  • Stimmbänder verschliessen sich 
  • Bauchmuskulatur kontrahiert willkürlich
  • Druck im Bauchraum steigt an 

Funktioneller Totraum 

  • Anatomischer Totraum: nimmt nicht an Gasaustausch teil 
    • 1/3 der Luft in Kehlkopf, Trachea und Bronchien 
  • Alveolarer Totraum: zerstörte Alveolen 

Atemfrequenz, Atemzugvolumen und Atemzeitvolumen 

  • Atemfrequenz 14 – 16/min
  • Atemzugvolumen ca 500ml 
  • Atemzeitvolumen ungefähr 7,5l/min

Inspiratorisches und Exspiratorisches Reservevolumen 

  • Inspiratorisches Reservevolumen 
    • Durch die verstärkte Inspiration 
  • Expiratorisches Reservevolumen
    • Durch die verstärkte Ausatmung 

Vitalkapazität 

  • Atemzugvolumen und inspiratorisches Reservevolumen 

Residualvolumen 

  • Luft die auch bei verstärkter Ausatmung in der Lunge bleibt ¨

Totalkapazität 

Vitalkapazität + Residualvolumen 

Funktionelle Resudualkapazität FCR 

  • = exspiratorisches Reservevolumen + Residualvolumen 

Spirometrie 

  • Atmungskurve als Volumen Zeit Diagramm oder Fluss Volumen Kurve 
  • Messung der Vitalkapazität; maximale Inspiration möglichst viel Luft ausatmen 
  • Messung der Einsekundenkapazität 
    • Maximale Einatumng 
    • Möglichst kraftvoll ausatmen 
    • Normalerweis 75- 85% der Vitalkapazität 

Ventilation 

  • Ein und ausgeatmete Lungenvolumina bestimmt in welchem Masse die Lunge ventriliert wird 
  • Mass der Ventilation
    • Atemminutenvolumen: bestimmt durch Atemfrequenz und Atemtiefe 

Hypoventilation 

  • Verminderte Ventilation 
  • Antstieg des CO2 und Abfall der O2 Konzentration --> Azidose 
  • Erhöht CO2 Konzentration stimuliert das Atemzentrum --> steigert die Ventilation
  • Bei chronischer Hypoventilation wird das Atemzentrum unsensibel gegen den erhöhten CO2 Wert  

Hyperventialtion 

  • Abfall der CO2 Konzentration im Blut 
  • Psychisch, Schwangerschaft oder grosse Höhen 
  • Abgabe von H+ Ionen in Form von Kohlensäure 

Gasaustausch 

  • In den Alveolen 
  • Diffusion von CO2 aus den Kapillaren und Diffusion von O2 ins Blut 
  • Oberflächenvergrösserung der Alveolen
    • Bläschenartiger Aufbau 
    • Gasaustauschfläche 
  • Alveolarmakrophagen 
    • Phagozytose von Fremdkörpern 
  • Kapillaren des Lungenkreislaufs überziehen die Alveolen 
    • Zuführende CO2 reich
    • Abführende O2 reich 
  • Kontaktzeit von 0,8s in Ruhe und 0,3s bei Schwerarbeit 
  • Diffundieren durch die Blut Luft Schranke 

Blut Luft Schranke 

  • Das Alveolarepithel
  • Die Basalmembran 
  • Das Kapillarendothel 

Ein und Ausatemluft im Vergleich 

Komponenten des Gasaustausches 

  1. Aussenluft muss die Gasaustauschfläche erreichen --> Ventilation 
  2. Luftgase müssen vom Alveolarraum ins Blut gelangen
    1. Diffusion über die Blut- Luft Schranke 
  3. Bindung der Luftgase an Hämoglobin und transport --> Gastransport 
  4. Lungendurchblutung (Perfusion)
    1. Wichtige Komponente des Gasaustausches 
    2. Durchblutung muss auf die Ventilation abgestimmt sein 

Partialdrücke 

  • Übertritt von O2 aus den Alveolarraum in die Kapilaren passiv durch Diffusion 
  • Partialdrücke der einzelnen Gase ist entscheidend 
    • Entlang des Druckgefälles 
  • Schlechte Abstimmung von Ventilation und Perfusion = Schlechte Effektivität des Gasaustausches 

Diffusionskapazität 

  • Mass für die Gasaustauschfähgkeit der Lunge 
  • Volumen oder Teilchenzahl eines Gases das pro Minute von den Alveolen ins Blut diffundiert 
  • Je grösser die Alveolaroberfläche und je kleiner die Blut- Luft Schanke, desto grösser die Diffusionskapazität 

O2 Gehalt im Blut ist abhängig von 

  • Anzahl von Hämoglobin 
  • O2 Sättigung des HB 

O2 Angebot im Gewebe  ist abhängig von 

  • O2 Gehalt des Blutes 
  • Herzminutenvolumen
  • Lokaler Durchblutung 

Partialdruck und Diffusion 

  • Partialdruck ist verantwortlich für die Diffusion des O2 in das Körpergewebe 

Sauerstoffausschöpfung 

  • Anteil des O2 das vom Blut ins Körpergewebe übergetreten ist 
  • In Ruhe durchschnittlich 25% 
  • Steigt bei Belastung, Anämie und Zyanose 

Hypoxämie 

  • Sauerstoffgehalt des Blutes fällt unter den Normwert 
    • In ruhe wird nur ¼ des Sauerstoffs verwertet , darum bedeutet  eine Hypoxämie keine Einschränkungen 

Hypoxie

  • Sauerstoffgehalt des Blutes ist so niedrig, dass die Versorgung der Zellen eingeschränkt ist 
    • Verminderte Leistung der Zelle

CO2 Transport im Blut 

  • 10% physikalisch gelöst 
  • 80% in Form von Bikarbonat
    • CO2 + H2O àH2CO3 àHCO3- + H+
    • Reaktion im Plasma sehr langsam 
    • Im EC durch Barboanhydrase beschleunigt 
    • Aufnahme des Bikarbonat im EC oder ins Plasma 
  • Anlagerung an das Hämoglobin 

Hyperknapie 

  • CO2 Überladung 
    • Bei vielen Lungen- und Kreislauferkrankungen 
    • pH Wert sinkt ab  

Lernen