Medikamente im Rettungsdienst
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
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Lernkarten
Urapidil
WE?
nach 2-5 Minuten
Urapidil
Dosierung?
5-10 mg Weise langsam i.v.
Urapidil
Indikation?
Arterielle. Hypertonie (hypertensiver Notfall; Endorganstörung), Hypertonie bei Phäochromozytom
Ebrantil
Ampullengrösse?
50 mg/10ml
Ebrantil
Wirkstoff?
Urapidil
Ketamin
Kontraindikation?
Hypertonie (>180/100), SHT unter Spontanatmung, Präeklampsie und Eklampsie, perforierte Augenverletzungen, Vorsicht bei: koronarer Herzerkrankungen, Glaukom
Ketamin
Nebenwirkung
Blutdruckanstieg, Tachykardie, Hypersalivation (ggf. Atropin verabreichen), gesteigerte Abwehrreflexe im Pharynx- und Larynxbereich (Cave: Laryngospasmus bei Absaugen/Intubation, Albträume, Hyperakusis
Ketamin
Wirkung
Starke Analgesie, Sedation, -Narkose durch Bindung an NMDA-und Opiatrezeptoren- dissoziative Anästhesie (nicht-kompetitive Hemmung). NMDA-Rezeptor ist Subtyp des Glutamatrezeptors (Glutamat ist Neurotransmitter bei der Schmerzweiterleitung).
Ketamin WD Analgesie?
ca. 10 Minuten
Ketamin
WE Analgesie
nach 30-60 Sekunden
Ketamin
Dosierung?
Analgesie: 0.25-0.5 mg/kgKG i.v. Langsam verabreichen ( über 60‘‘), 2mg/kgKG i.m. Nicht beherrschbarer Asthmaanfall: 1mg/kgKG i.v. (ggf. Kompetenz: max. 0.25 mg/kgKG i.v.). Narkose: 1-2mg/kgKG i.v. Erhalt der Schutzreflexe. Obligante Kombination mit Benzodiazepine.
Ketamin
Indikation?
Starke Schmerzen (z.B. Frakturen, eingeklemmte Pat., Verbrennungen), Kurznarkose (z.B.Repositionen), Bronchodilatation bei nicht beherrschbarem Asthmaanfall, Narkoseeinleitung bei kreislaufinstabilen Patienten, bei Asthma bronchiale
Ketalar
Ampullengrösse.
200mg/20ml oder 500mg/10ml
Ketalar
Wirkstoff.
Ketamin
Acetysalicylsäure
Kontraindikation.
Allergie auf ASS, Kinder unter 12 Jahren, angeborene oder erworbene Störung der Blutgerinnung, Magen- oder Duodenalulkus, Leber-/Niereninsuffizienz, letzte 3 Monate der Schwangerschaft
Acetysalicylsäure
Nebenwirkung.
Verstärkte Blutungsneigung, Asthma/Hautreaktion
Acetysalicylsäure
Wirkungsweise „antipyretisch“
Der antipyretisch Effekt rührt aus der unmittelbaren Einwirkung auf das Temperaturregulationszentrum im Hypothalamus, die eine Weitung der Gefässe mit Schweissbildung und damit einen Wärmeverlust nach sich zieht. Zugleich wird wahrscheinlich auch die Synthese von Prostaglandin eingeschränkt, das als Transmitter für die endogen fieberverursachenden Prozesse im Hypothalamus fungiert.
Acetysalicylsäure
Wirkungsweise Hemmung „Thrombozytenaggregation“
ASS hemmt die Thrombozytenaggregation, indem die Thromboxan-A2-Synthese in den Thrombozyten blockiert wird. Thromboxan wird unter anderem in Thrombozyten gebildet und ist dort das hauptsächlich gebildete Prostaglandin. Es aktiviert die Thrombozytenaggregation über die Thromboxan-Rezeptoren auf den Thrombozyten. Die Thrombozyten enthalten ausschliesslich Cyclooxygenase-1 zur Prostaglandinbildung. Diese wird durch Acetylsalicylsäure unwiederbringlich funktionsunfähig gemacht und kann dann in ebendiesen Thrombozyten nicht neu gebildet werden.
Acetysalicylsäure
Wirkungsweise „Analgesie“
Irreversible Inhibitition der Cyclooxygenase, die eine Hemmung der Prostaglandinsynthese zur Folge hat, die bei der Entstehung von Schmerzen eine Rolle spielt.
Acetysalicylsäure
Wirkung?
Hemmt Thrombozytenaggregation, Analgesie, Antipyretikum
Acetysalicylsäure
Dosierung Thrombozytenaggregation?
250 mg i.v., 150-300 mg oral
Acetysalicylsäure
Dosierung Analgesie?
500-1000 mg i.v.
Acetysalicylsäure
Indikation?
Akuter Myokardinfarkt, Status febriles, (leichte Schmerzen)
Acetysalicylsäure
Ampulle?
0.5 g Trockensubstanz, mit 5 ml Na Cl auflösen
Aspegic
Wirkstoff?
Acetysalicylsäure
N-Butylscopolaminiumbromid
KI?
Unbehandeltes Engwinkelglaukom, Prostatahyperplasie mit Harnretention, mechanische Stenosen im Magendarmtrakt, Tachykardie, Myasthenia gravis
N-Butyscopolaminiumbromid
NW?
Tachykardie, Mydriasis, Mundtrockenheit, Hypotonie wurde beschrieben
N-Butylscopolaminiumbromid
Wirkungsweise?
Butylscopolamin gehört zu den peripher wirksamen Parasympatholytika. Es blockiert die muscarinischen cholinergen Rezetoren. Durch die Blockierung des Parasympathikus nimmt der Tonus der glatten Muskulatur im Bereich der abdominalen Hohlorgane ab -> erwünschter Effekt = Spasmolyse. Butylscopolamid ist hydrophil, passiert die BHS also nicht und hat keine zentralnervösen Nebenwirkungen.
N-Butylscopolaminiumbromid
Wirkung?
peripher wirksames Parasympatholytika, resp. Spasmolytika
N-Butylscopolaminiumbromid
WD?
mehrere Stunden (nicht mehr als 100 mg/d verabreichen)
N-Butylscopolaminiumbromid
WE?
nach 2-4 Minuten
N-Butylscopolaminiumbromid
Dosierung
20 mg langsam i.v.
N-Butylscopaminiumbromid
Indikation?
Krämpfe und Motilitätsstörungen des Magendarmtraktes, Krämpfe der Gallen- und Harnwege
Buscopan
Ampullengrösse?
20 mg/ml
Buscopan
Wirkstoff?
N-Butylscopolaminiumbromid
Metoclopramid
KI?
Obstruktiver Ileus, Parkinson, Epilepsie, Kinder, Magen-Darm-Blutungen
Metoclopramid
WD?
am Darm: 20-40 Minuten, Magenentleerung 3 Stunden,antiemetische Wirkung noch länger
Metoclopramid
WE?
1-3 Minuten
Metoclopramid
NW?
Extrapyramidale Bewegungsstörungen, Dyskinesien, v.a. bei Kindern, Erhöhung der Krampfneigung
Metoclopramid
Wirkungsweise?
Zentrale Blockade dopaminerger Rezeptoren, Erhöhung der gastralen Peristaltik