Medikamente im Rettungsdienst

Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.

Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.


S. M.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über Medikamente im Rettungsdienst für Berufsausbildungen. Sie konzentrieren sich auf Wirkungen, Dosierungen und Indikationen von Medikamenten wie Etomidat, Oxytocin und Clopidogrel, sowie deren Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Besonders relevant sind die Wirkstoffe Atropin und Noradrenalin, die in verschiedenen Situationen eingesetzt werden. Diese Karteikarten sind ideal für Rettungssanitäter und medizinisches Personal, die schnell und präzise über die Anwendung und Dosierung von Notfallmedikamenten informiert sein müssen.
Cartes-fiches
390
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
16.10.2018 / 30.07.2024

Cartes-fiches

Dimetinden 

Wirkung 

Antihistaminika

Dimetinden 

Dosierung/WE/WD

4 mg i.v. langsam, WE: nach 15-20 Minuten, WD: 12 Stunden

Dimetinden

Indikation 

allergische Reaktionen

Feniallerg

Ampulle?

4mg/4ml

Feniallerg 

Wirkstoff?

Dimetinden

Natriumhydrogencarbonat 

Kontraindikation?

Hypokaliämie, metabolische- und respiratorische Alkalose, Hypoventilation, Hypernatriämie

Natriumhydrogencarbonat 

Wechselwirkung?

NaBic darf nicht mit Kalzium injiziert werden, da es ausfällt (kompatibel mit Glucose Lösungen, NaCl 0.9%, GlucoSaline Lösuungen)

Natriumhydrogencarbonat 

Nebenwirkung?

bei extravasalen Injektion von NaBic kann es zu schweren Weichteilnekrosen kommen! Alkalose, Hypernatriämie, wenn eine Azidose zu rasch korrigiert wird, insbesondere bei Anwesenheit ventilatorischer Störungen, kann die Freisetzung von Kohlendioxid vorübergehend eine zerebrale Azidose verschlimmern.

Natriumhydrogencarbonat 

Wirkung?

Antidote

Natriumhydrogencarbonat 

Wirkungsweise

Die pharmakologischen Eigenschaften von NaBic ergeben sich aus dessen physiologischer Rolle im HCO3-/CO2 Puffersystem. Natriumhydrogencarbonat nimmt schnell Wasserstoffionen (H+) aus dem extrazellulären Raum auf und führt so zu einem schnellen Anstieg des pH-Wertes im Organismus (H+ plus HCO3- = H2O und CO2). Durch die Pufferung wird also Kohlendioxid erzeugt (CO2), das anschliessend über die Lunge abtransportiert werden muss (Cave: Hypoventilation). Weiter wird der Elektrolythaushalt beeinflusst: Kalium strömt in die Zellen hinein (im Gegenzug H+ hinaus) was eine Hypokaliämie bewirken oder eine bestehende Hypokaliämie verschlimmern kann. Die Wirkung bei der Intoxikation mit trizyklischen Antidepressiva ist komplex: Trizyklische Antidepressiva bewirken eine Hemmung der schnellen Natriumkanälen, was zu einer Verlangsamung der Depolarisation führt. Dieser Effekt wird unter einem tiefen pH-Wert verstärkt. Es kommt zu einer QRS-Verbreiterung, der mit der Gabe von NaBic als Antidot entgegen gewirkt werden kann. Weiter wird unter NaBic eine vermehrte Bindung der Antidepressiva an Proteine beschrieben.

Natriumhydrogencarbonat

Dosierung 

50mmol (50 ml einer 8.4% Lösung) i.v., ggf. Wiederholung nach 10‘ von erneuten 50mmol i.v.

Natriumhydrogencarbonat

Indikation?

Intoxikation mit Salicilaten (z.B. Acetylsalicylsäure, Aspirin)/ Rückksprache Toxinfo, Intoxikation mit trizyklischen Antidepressiva, lebensgefährliche Hyperkaliämie (innerklinisch), Korrektur der metabolischen Azidose (im RD keine Blindpufferung ohne ABGA)

Natriumhydrogencarbonat

Ampulle

Kurzinfision 8.4% 100 ml

Natrium Bicarbonat

Wirkstoff 

Natriumhydrrogencarbonat

Flumazenil 

Dosierung/WE/WM/WD

initial 0.2 mg i.v., dann nach 60 Sekunden 0.1 mg weise auftitrieren, Gesamtdosis bis 1mg. WE: nach 1-2 Minuten/ WM: nach 6-10 Minuten/WD: dosisabhängig 1-2 Stunden

Naloxonhydrochlorid 

Kontraindikation 

Naloxonüberempfindlichkeit. Da die Wirkungsdauer einiger Opioide die von Naloxonhydrochlorid übertrifft, sollte der Patient, auch wenn er zunächst zufriedenstellend auf Naloxon ansprach, ständig beobachtet werden, damit bei Bedarf die Naloxonapplikation wiederholt werden kann.

Naloxonhydrochlorid 

Nebenwirkung?

akutes Entzugssyndrom bei Opioidabhängigen, Hypertonie, Nausea, Emesis, selten Tachykardie

Naloxonhydrochlorid 

Wirkung /WE/W

reiner Opiatantagonist (wirkt kompetitiv antagonistisch an allen Opiatrezeptoren), WE: nach 1-2 Minuten, WD: 45-60 Minuten

Naloxonhydrochlorid

Dosierung 

0,4-2mg i.v. (0.4 mg/ml verdünnen mit 3 ml NaCl) (i.m. oder s.c.), auftitrieren alle 2-3 Minuten bis max. 10 mg (wenn kein Wirkung erkennbar= Atemdepression resp. Bewusstseinsstörung höchstwahrscheinlich nicht opiatinduziert).

Naloxon

Ampulle?

 

0.4 mg/ml

Naloxon

Wirkstoff?

Naloxonhydrochlorid

Flumazenil 

Kontraindikation?

 

Vorsicht bei Mischintokikation mit zyklischen Antidepressiva (erhöhen die Krampfbereitschaft). Diese wird durch die Benzodiazepine unterdrückt. Eine Aufhebung der Benzodiazepinwirkung kann zu Krämpfen führen! Bei vegetativen (anticholonergen), motorischen, Kardinälen Anzeichen einer schweren Vergiftung mit Trizyklika/Tetrazyklika sollte daher die Benzodiazepinewirkung mit Anexate nicht aufgehoben werden. Epilepsie unter Benzodiazepinetherapie (auslösen von Krämpfen).

Flumazenil 

Kontraindikation 

Vorsicht bei Mischintox mit zyklischen Antidepressiva (erhöhen die  Krampfbereitschaft)

Flumazenil 

Nebenwirkung

Schmerzen an der Injektionsstelle, Entzugssymptomatik bei Benzodiazepindauertherapie, selten Flush, Nausea, Emesis.

Flumazenil 

Wirkungsweise?

WE/WD?

Kompetitive Hemmung der GABAa-Rezeptoren, WE: 1-2 Minuten, WD je nach Halbwertszeit und Dosisverhältnis zwischen Agonist und Antagonist

Flumazenil

Indikation?

Benzodiazepinintoxikation, Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführte Sedation

Anexate 

Ampulle?

0.5 mg/5 ml

Anexate 

Wirkstoff?

Flumazenil

Magnesiumsulfat Kontraindikation?

Myasthenia gravis, Bradykardie, AV-Blockierungen

Magnesiumsulfat 

Nebenwirkung 

Bradykardie (bei zu rascher Applikation), AV-Blockierungen, Wärmegefühl (häufig), Flush

Magnesiumsulfat 

Wirkung 

physiologischer Calciumantagonist und Herabsetzung der Acetylcholinausschüttung . Magnesium senkt den Tonus der glatten und quer gestreiften Muskulatur. Es wirkt beruhigend, antietantisch und krampflösend. Am Herzen wirkt Magnesium ebenfalls dämpfend, die Überleitungszeit wird verlängert, und die Reizbarkeit des Herzmuskels wird verlängert.

Magnesiumsulfat 

Dosierung/WD?

1-2 g i.v. in Kurzinfusion (Glucoselösung 5% oder calciumfreie Elektrolytlösung) über 5-60 Minuten. Magnesiumampullen 50% dürfen nur verdünnt angewendet werden. WD: 4-6 Stunden. Bei Torsades de pointes 2 g über 10 Minuten i.v. Bei schwerer Präeklampsie mit fixiertem Hochdruck: - ohne eklamptischem Anfall: initial 2-4 g über 10 Minuten i.v. - mit eklamptischem Anfall: initial 4-6 g über 10 Minuten i.v. Akuter Asthmaanfall ohne Wirkung von Brochodilatation: 2 g über 20 Minuten i.v.

Magnesiumsulfat 

Indikation?

Tachykardie Rhythmusstörungen unterschiedlichster Genese (u.a. auch nach Digitalistherapie), Torsades de pointes, Hypertensive Krise bei Eklampsie, schwerer Asthmaanfall

Magnesiumsulfat 

Ampulle?

50% 2ml/1g

Magnesium

Wirkstoff?

Magnesiumsulfat

Adenosin 

Kontraindikation 

AV-Blockierung, Sick-Sinus Syndrom, Asthma bronchiale, Manifestes WPW-Syndrom. Adenosin wird nur unter laufendem Monitoring und unter Reanimationsbereitschaft und gegebener spezieller Kompetenz verabreicht.

Adenosin 

Nebenwirkung 

Flush, pektanginöse Beschwerden, Unwohlsein für ca. 1 Minute (Pat. informieren), Bradykardie, Hypotonie (anhaltend, falls angestrebte Rhythmuskonversion ausbleibt)

Adenosin 

Wirkungsweise?

Adenosin verlangsamt die Überleitung im AV-Knoten. Falls der Arrhythmie kein Reentry-Mechanismus zugrunde liegt, ist Adenosin nicht in der Lage die Arrhythmie zu beenden. Adenosin weist negativ-dromotrope Wirkung am AV-Knoten auf, verursacht einen transistiorischen Block im AV-Knoten.

Adenosin 

Dosierung 

6 mg als Bolus rasch i.v. , sofort Nachspülen mit Flüssigkeitsbolus , Wiederholen nach 1-2 Minuten mit 12 mg wenn erfolglos (Venflon möglichst cubital, da HWZ sehr kurz <10 Sekunden/WD 15-30 Sekunden)

Adenosin 

Indikation?

Paroxysmale regelmässige supraventrikuläre Tachykardien (Reentry), falls vagales Manöver erfolglos, hämodynamisch stabile regelmässige Breitkomplextachykardie (z.B. AV-Knoten-Reentrytachykardie mit Schenkelblock zur Demaskierung supraventrikulär-ventrikulär)

Étudier