Medikamente im Rettungsdienst
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
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Cartes-fiches
Dormicum
Ampulle?
5mg/5ml o.ä.
Dormicum
Wirkstoff?
Midazolam
Heparin
Kontraindikation?
- bekannte allergisch bedingte Thrombozytopenie auf Heparin (Heparin-induzierte Thrombozytopenie)
- hämmorhagische Diathese, Mängel an Gerinnungsfaktoren (Ausnahme: Verbrauchskoagulopathie in der hyperkoagulatorischen Phase)
- schwere Leber-, Nieren-, oder Pankreaserkrankungen, schwere Thrombozytopenie
- Läsionen des Gefässsystems (z.B. Ulzera und Karzinome im Magen- und oder Darmtrakt.
- Hypertonie (über 105 mm Hg diastolisch),
- Hirnblutung,
- Traumata
Heparin
Nebenwirkung?
- Dosisabhängige Blutungen, insbesondere Blutungen an der Applikationsstelle, in die Haut und Subkutis (an Druckstellen) sowie Schleimhaut, gastrointestinale Blutungen.
- Thrombozytopenie
- selten allergische Reaktionen
- lokale Gewebsreaktionen (Verhärtung, Rötungen)
Heparin
Wirkungsweise?
Unfraktioniertes Heparin (höhere Molekülmasse als fraktioniertes Heparin). Aktivierung von Antithrombin III: Heparin bildet aufgrund seiner starken negativen Ladung mit bestimmten Proteinen Komplexe und verändert so deren biologische Eigenschaften. Dies trifft v.a. für das Antithrombin III (AT III) zu, das durch seine Komplexbildung mit Heparin aktiviert wird.
Aktiviertes Antithrombin III bewirkt eine Hemmung der Gerinnungsfaktoren 12a, 11a, 10a, 9a und 2a (Thrombin).
Heparin
Wirkung?
Antithrombin - Antikoagulatien
Heparin
Dosierung?
Die Dosierung von Heparin ist in jedem Fall den vorliegenden Verhältnissen (Art und Verlauf der Krankheit, Körpergewicht und Alter des Patienten, Nebenerscheinungen, u.s.w.) anzupassen. I.d.R. 5000 I.E. i.v. Bolus, bzw. 70-100 I.E./kg i.v.
Heparin
Indikation?
Therapie und Prophylaxe thromboembolischer Krankheiten aller Ätiologien und Lokalisationen, z.B. bei Myokardinfarkt.
Liquemin
Ampulle
25000 I.E./5ml
Liquemin
Wirkstoff
Heparin
Urapidil
Wirkung
Antihypertensiva-Alpharezeptorenblocker
Esmolol
Kontraindikation?
Bradykardie, Hypotonie, AV-Blockierung, dekompensierte Herzinsuffizienz. Esmolol/Brevibloc darf erst 48 Stunden nach Absetzen von Verapamil (Isoptin) angewendet werden. Kann sonst zu Herzstillstand kommen.
Esmolol
Nebenwirkung?
Bradykardie, Hypotonie, Nausea, Emesis. In therapeutischer Dosierung kommt es nicht zur Bronchokonstriktion, eine Beta-2-Wirkung ist erst in hoher Dosierung zu erwarten.
Esmolol
Wirkungsweise?
Beta-1-selektiver Betablocker (Betasympatholytikum) Wirkung am Herzen: Senkung der HF= negativ chronotrop, Verminderung der Kontraktilität= negativ inotrop, Herabsetzung der Erregbarkeit = negativ bathmotrop, Verlangsamung der Erregungsleitung= negativ dromotrop, Senkung des systolischen BD, Reduktion des myokardialen Sauerstoffverbrauches
Esmolol
Wirkung?
Antihypertensiva-Betarezeptorenblocker
Esmolol
Dosierung, WE/HWZ?
5-20 mg-weise i.v.
WE: nach 2 Minuten
HWZ ca. 9 Minuten
Esmolol
Indikation?
- hämodynamische stabiles Vorhofflimmern/-flattern zur Frequenzkontrolle ,
- stabile supraventrikuläre Tachykardien,
- Hypertonie
Brevibloc
Ampulle?
100 mg/10 ml
Brevibloc
Wirkstoff?
Esmolol
Ranitidin
Kontraindikation
- Unverträglichkeit gegenüber Inhaltsstoffen
- keine Anwendung bei Kinder
Ranitidin
Nebenwirkung?
- gelegentlich Kopfschmerzen,
- Schwindel,
- Müdigkeit,
- Hypotonie.
H2-Rezeptorblocker sollten nur in Kombination mit einem (H1) Antihistaminikum verabreicht werden (keine Studien, die einen Effekt bei einer alleinigen Gabe von H2-Rezeptorblocker bei Anaphylaxie belegen). Bei alleiniger Gabe von H2-Blocker bei allergischer Reaktion können Bradykardien und Dyspnoe auftreten.
H2-Blocker sind bei schweren, therapieresistenten Anaphylaxien empfohlen.
Ranitidin
Wirkung
H2-Rezeptorenblocker, Hemmung der Magensaftsekretion.
Ranitidin
Dosierung/WE/WD?
50 mg i.v. in 20 ml NaCl oder Kurzinfusion, WE: nach wenigen Minuten, WD: 6-8 Stunden. Anaphylaxie fakultativ, insbesondere bei schweren Verläufen 50 mg (in Kombination mit H1-Blocker) i..v. verabreichen.
Ranitidin
Indikation
Duodenal- und Magenulzera, Prophylaxe von Blutungen aus Ulzerationen, allergische Reaktionen
Zantic
Ampulle?
50 mg/5ml
Zantic
Wirkstoff
Ranitidin
Intoxikation H1-Antihistaminika/Atropin-Intoxikation
Therapie?
- symptomatisch mit Diazepam, Beatmung,
- ggf. mit Physostigmin (ZNS-gängiges indirektes Parasympathomimetikum) als Antidot.
Intoxikation H1-Antihistaminika/Atropin-Intoxikation
Symptome?
Mundtrockenheit, Mydriasis, Tachykardie, zentrale Erregung bis Krampfanfälle, Koma, kardiorespiratorisches Versagen
Intoxikation mit ZNS-gängigen H1-Antihistaminika
Wirkungsweise
es dominieren die anticholinergen Wirkungen (ähnlich wie eine Atropin-Intoxikation)
Clemastin
Kontraindikation?
Kinder unter 1 Jahr.
Clemastin
Wirkung
Antihistaminika, H1-Rezeptorenblocker
Clemastin
Dosierung/WD
2-4 mg i.v. langsam, WD: 12 Stunden.
Clemastin
Indikation
allergische Reaktionen
Tavegyl
Ampulle?
2mg/2ml
Tavegyl
Wirkstoff
Clemastin
Dimetinden
Kontraindikation
Kinder unter 1 Jahr.
Clemastin
Nebenwirkung?
Sedation, Mundtrockenheit, Antihystaminika der ersten Generation sind lipophile (fettlösliche), ZNS-gängige Substanzen, die eine Se
Dimetinden
Nebenwirkung?
Sedation, Mundtrockenheit, Antihystaminika der ersten Generation sind lipophile (fettlösliche), ZNS-gängige Substanzen, die eine Sedierung hervorrufen. Hingegen zeigen insbesondere Kinder häufig eine paradoxe Reaktion in Form zentraler Erregung.
Clemastin
Wirkungsweise
Kompetitiver H1-Blocker:
- Hemmund der Konstriktion der glatten Muskulatur (Bronchokonstriktion),
-Hemmung der Permeabilitätserhöhung,
-Hemmung der Vasodilatation (partiell). Durch ein Antihistaminikum kann weder ein Bronchospasmus gelöst noch eine Normalisierung des Blutdrucks erreicht resp. ein anaphylaktischer Schock behoben werden.
Dimetinden
Wirkungsweise
H1-Rezeptorenblocker hemmen die H1-Rezeptoren kompetitiv: Hemmung der Konstriktion der glatten Muskulatur (Bronchokonstriktion), Hemmung der Permeabilitätserhöhung, Hemmung der Vasodilatation (partiell). Durch ein Antihistaminikum kann weder ein Bronchospasmus gelöst noch eine Normalisierung des Blutdrucks erreicht resp. ein anaphylaktischer Schock behoben werden.