Medikamente im Rettungsdienst
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
Wirkstoff, Pharmakodynamik, Indikation, Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum, Wirkungsdauer, Kontraindikation, Nebenwirkung, Anwendung und Dosierung von Medikamenten im Rettungsdienst.
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Lernkarten
Adenosin
Ampulle?
6mg/2ml
Krenosin
Wirkstoff
Adenosin
Amiodaron
Kontraindikation?
Bradykardie, Hypotonie, Schilddrüsenfunktionsstörung, QT-Verlängerung, Jod-Allergie, u.a. Interaktionen: wenn möglich keine Kombination mit QT-verlängernden Medikamenten (Ondansetron)
Amiodaron
Nebenwirkung?
Hypotonie, Bradykardie, AV-Blockierung, viele NW bei Langzeitanwendung
Amiodaron
Wirkung?
Wirkung auf Natrium-, Kalium-, Kalziumkanäle sowie Rezeptoren. Verlängerung der Repolarisationsphase. Ausschliesslich auf Phase 3 beschränkte Verlängerung des Aktionspotentials (Kaliumausstrom wird verlangsamt). Bradykardie-auslösende Wirkung durch Verlangsamung der Sinusknoten-Automatie (durch Atropin nicht antagonisierbar), nicht kompetitive alpha- und Beta-antiadrenergische Effekte, Verlangsamung der sinuatrialen und atrio-ventrikulären Überleitungszeiten, Bremsung der Überleitung und Verlängerung der Refraktärphase in den akzessorischen atrioventrikulären Reizleitungsbahnen.
Amiodaron
Dosierung, HWZ?
vorhandener Kreislauf: 300 mg i.v. über 20-60 Minuten (ERC) in 100 ml Glucose 5%, 150 mg i.v. Über 10 Minuten (AHA), bei REA: 300 mg i.v. gemäss Algorithmus (ERC, AHA)
Amiodaron
Indikation?
hämodinamisch stabile supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien, Rea: (VF/VT)
Cordarone
Ampulle
150 mg/3 ml
Cordarone
Wirkstoff
Amiodaron
Tranexamsäure
Kontraindikation?
akute venöse oder arterielle Thrombosen, Vorsicht bei Thrombosen in Anamnese, schwere Nierenfunktionsstörung. Inkompatibilitäten: darf nicht mit Blutkonserven oder penicillinhaltigenLösungen gemischt werden.
Tranexamsäure
Nebenwirkung
häufig gastrointestinale NW (Diarrhoe, Nausea, Emesis), arterielle oder venöse Embolien, Krampfanfälle (insb. bei inkorrekter Anwendung), Sehstörungen, Hypotonie
Tranexamsäure
Wirkung?
Hemmung der Umwandlung von Plasminogen in Plasmin, welches Fibrin spaltet : somit antihämorrhagische Wirkung
Tranexamsäure
Dosierung
1g i.v. in Kurzinfusion über 10 Minuten als Loadind-Dose, gefolgt von einer Infusion von 1g über 8 Stunden, bei postpartaler Blutung 1-2 g über 10 Minuten i.v.
Tranexamsäure
Indikation?
Schwere unstillbare Blutungen (z.B. Traumapatienten), Blutungen im Rahmen von Operationen an Harnewegen/HNO-Bereich, Hypermenorrhö, gynäkologische Blutungen (Geburtshilfe)
Tranexamsäure
Ampulle
1g/10ml Ampulle
Cyklokapron
Wirkstoff?
Tranexamsäure
Metamizol
Kontraindikation?
- bei Hypothonie oder instabilem Kreislauf nicht parenteral,
- Bronchospasmus oder sonstige anaphylaktische Reaktionen nach Einnahme von Analgetika (z.B. Salicylaten, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indomethacin, Naproxen)
Metamizol
Nebenwirkung?
Hypotonie möglich, selten Leukopenie, selten Agranulozytose, selten anaphylaktische/anphylaktoide Reaktionen, v.a. bei vorbestehender Nierenerkrankung kann Nierenversagen auftreten (beeinflusst Nierenfunktion weniger als NSAR,
Metamizol
Wirkung?
Metamizol besitzt die höchste analgetische Wirkung und antipyretische Potenz der nicht-opioiden Analgetika. Metamizol ist analgetisch gleich wirksam wie die NSAR, führt aber zu weniger gastrointestinalen Blutungen.
Metamizol
Dosierung? WE/WD?
0.5-1 g in Kurzinfusion i.v. (oder unverdünnt max. 500 mg/Minute), WE nach 20-30 Minuten/ WD 4 Stunden
Metamizol
Indikation?
starke Schmerzen, (insbesondere Kolikschmerzen), hohes Fieber
Novalgin
Ampulle?
1g/2ml
Novalgin
Wirkstoff?
Metamizol
Phetidin
Kontraindikation?
Hypotonie, Bradypnoe, Einnahme von MAO-Hemmern
Phetidin
Nebenwirkung?
Atemdepression, Nausea, Miosis, BD-Abfall, Tachykardie, Sedation, Exanthem, Juckreiz, Quaddlen, Erythem und Reizung der Aplikationsstelle
Phetidin
Wirkung?
Zentrale Analgesie (Mü-Agonist; Pethidin entfaltet seine ausgeprägte analgetische Wirkung sowohl über die auf verschiedenen Ebenen des im ZNS liegenden Rezeptoren, als auch über die an verschiedenen peripheren Organen lokalisierten Opiat-Rezeptoren.
Phetidin
Dosierung? WE/WD?
12.2- 25-50 mg i.v./ WE 2-5 Minuten/ WD 2-4 h
Phetidin
Indikation?
Mittelstarke bis starke Schmerzzustände, schmerzhafte Spasmen der glatten Muskulatur
Phetidin
Ampulle?
100 mg/2 ml
Phetidin
Wirkstoff?
Phetidini hydrochloridum
Morphin
Kontraindikation?
Hypotonie (durch eine Dämpfung der Vasomotorenzentren in der Medullaoblongata kommt es zu einer Dilatation der Arteriolen. Morphin und auch Pethidin setzen Histamin frei. Vermutlich ist die Histaminfreisetzung dosisabhängig und kann zur Vasodilatation und Blutdruckabfall führen.), Ateminsuffizienz, Vorsicht bei obstruktiven Darmerkrankungen und Gallenwegserkrankung , relative KI: Asthma bronchiale
Morphin
Nebenwirkung?
Atemdepression (i.v. nach 7 Minuten max., i.m. nach 30 Minuten max., s.c. nach 90 Minuten max. Normalisierung nach 2-3 Stunden), Nausea, Miosis, BD-Abfall, Histaminfreisetzung, Bradykardie, spasmogen
Morphin
Wirkung?
zentrale Analgesie (Mü-Agonist, hemmt nozizeptive Reflexe), Euphorie, Schläfrigkeit, Narkose, senkt LVED und Sauerstoffverbrauch des Herzens
Morphin
Dosierung? WM/WD?
verdünnen in 9ml NaCl, 2.5-10 (20) mg i.v. fraktioniert /WM nach 15-20 Minuten/ WD 3-5 h
Morphin
Indikation?
Starke Schmerzzustände, Lungenödem
Morphin
Ampulle?
10mg/ml
Morphin
Wirkstoff?
Morphium hydrochloridum
Fentanyl
KI?
Ateminsuffizienz, Hypotonie (abhängig von der Ursache)
Fentanyl
NW?
Atemdepression, Miosis, Nausea, Thoraxrigidität, Bradykardie, Hypothonie
Fentanyl
Wirkung?
Zentrale Analgesie (Mü-Agonist) 100fach stärker als Morphin