Einführung in die Infektionslehre: wichtige Begriffe
BsC Pflege, ZHAW, 1. HS
BsC Pflege, ZHAW, 1. HS
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Lernkarten
Infektion im medizinischen Sprachgebrauch bezeichnet
- Die übertragung
- Das Haftenbleiben
- Das Eindringen und
- Die Vermehrung von Mikroorganismen im menschlichen Körper
obligat pathogene Keime
- stark krankmachendem Potential
- bei entsprechender Keizahl entsteht immer eine Infektion
Fakultativ pathogene Keime
- Führen abhängig vom Ort das Auftretens zu Krankheiten
Virulenz
- ausprägung krankmachender Eigenschaften eines Krankheitserregers
Oppertunisten
- Gelegenheitskeime
- können nur durch eine lokale oder allgemeine Abwehrschwäche, nicht jedoch bei Gesunden, zu einer Infektion führen
Nosokomiale Infektionen
im Krankenhaus erworbene Infektion
Epidemie
- in zeitlichen und örtlichen Zusammenhang gehäuft (mindestens 3 Fälle) auftretende Infektionskrankheit
Pandemie
- Weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit
Endemie
- Auftreten einer Infektionskrankheit in einem abgegrenzten Gebiet
Kontaktepidemie
- langsame aber stetige Zunahme von Krankheitsfällen durch Tröpfchen- oder Schmutz- Schmierinfektion
Explosionsepidemie
- plötzliches, massives Auftreten einer Infektionskrankheit, zB bei Lebensmittel oder Trinkwasservergiftung
Direkte Übertragung
- Übertragung von einer Infektionswuelle direkt auf den Empfänger
exogene Infektion
von ausserhalb des körpers kommende Infektion
Endogene Infektion
von innerhalb des Körpers kommende Infektion mit körpereigenen Keimen
Infektionskette
- Weg des Erregers einer Infektion nämlich;
- Infketionsquelle
- übertragungsweg
- Empänger, der wieder infektionswuelle sein kann
Homologe Infektionskette
- Übertargung innerhalb einer Spezies
Übertragungsmöglichkeiten
- Kontaktinfektion
- Schmierinfektion
- Tröpfcheninfektion
- Aerogene Infektion
- orale Infektion
- Übertagung durch Bisse oder Stiche
- parenterale Übertragung
- sexuelle Übertragung
Ablauf einer Infektionskrankheit
- Invasion (Ansteckung)
- Krankheitserreger dringt in den Organismus ein
- Prodromalstadium
- Vorstadium mit unspezifischen Symptomen
- Inkubationsphase
- nach Stunden oder Tagen
- Krankheitserreger beginnen sich zu vermehren
- Inkubationszeit
- zeitlicher Abstand zw Ansteckung und Kranheitsausbruch
- Krankheitsphase: manifeste Infektion
- Auftreten von leichten bis schweren Kranheitszeichen
- akut, subakut, chronisch oder rezidivierend
- überwindungsphase
- Krankheitserreger wird aus dem Körper entfernt
- Immunität
- spezifische Widerstandsfähigkeit
Massnahmen der Infektionsprophylaxe
- allgemeine Dispositionsprophylaxe
- generelle Stärkung des Immunsystems
- gesunde Lebensweise, Senkung der Krankheitsbereitschaft oder Impfung
- Spezifische Dispositionsprophylaxe/ Infektionsprophylaxe
- Spezifischer Schutz durch Impfungen
Spezifische Infektionsabwehr
- Impfungen
- aktive Immunisierung und passive Immuniserung
- Aktive Immunisierung (Schutzimpfung)
- Organismus erhält die Fähigkeit Antikörper selbst zu bilden
- Lebendimpfstoff, abgeschwächte Krankheitsereger
- Totimpfstoff abgetötete Krankheitserreger
- Toxoidimpfstoffe: Bestandteile von Toxinen
- Immunität kann Monate bis Jahre andauern
Einteilungen vom Impfungen
- Standardimpfungen
- empfohlene Impfungen
- Indikationsimpfungen
- werden unter bestimmten Umständen empfohlen
- Sonderimpfungen:
- für eine bestimmte Personenkreis empfohlene Imfpung
- Grippeimpfung, Tollwutimpfung
- Reiseimpfungen
passive Immunisierung
- Antikörper eines anderen Organismus werden verabreicht
- Infektionsschutz setzt nach wenigen Stunden ein, hält aber nur Wochen
- passive Immunisierung mit Standardimmunoglobulie (Gammaglobulinen)
- Werden aus Seeren gewohnen, enthält ein Spektrum von Immunoglobuline
- Anwendung
- Nach erfolgter Infektion
- prophylaktisch Anwendung bei angeborenem Antiklörpermangelsyndrom oder HIV infizierten
Primär und Sekundärantwort
- primärantwort:
- auf ein Impfstoff ist relativ schwach
- Sekundärantwort
- nach einer Zweitinjektion
- verläuft rascher, steiler und die Affinität der Antiköper nimmt zu
- vermehrte Bildung von IgG Antikörper
- Boosterung
- wenn nach einem Gewissen Zeitabstand eine 3 Inketion durchgeführt wid
- Immunität kann jahrelang andauern
Massnahmen der Infektionsprophylaxe
- Expostionsprophylaxe
- Vermeidung einer Antsteckung durch vermeiden des Kontaktes mit Krankheitserregern
- z.B Isolierung erkrankter Personen
- Chemoprophylaxe
- Einnahme von Medis die eine Krankheitsentstehung vermeiden können
- zB Malariaphrophylaxe
Abwehrlinien des Menschen
- 1. Abwehrlinien
- Inakter Haut oder Schleimhaut
- Säuremantel der Haut
- Antibakterielle Fettsäuren der Talgdrüsen
- Flüssigkeitsstrom nach aussen von Schleimhäuten und Flimmerepitheline
- Standortflora
- 2. Abwehrlinie
- unsüezische Abwehrfaktoren des Blutes wie Serumbakterizide und Phaogzytose
- Entzündungsreaktionen
- Begrenzung des Infkeitonsprozesses durch Eiter oder Fibrinbildung
- 3. Abwehrlinie
- spezifische, humorale und zelluläre Abwehrreaktion
Ursachen erworbener Abwehrdefekte
- Trauma, Verbrennungen
- Fremdkörper
- Katheter, Tubus, Prothesen, Steine,
- Protein und Kalorien Mangelernährung
- Massiver Immunglobulinverlust:
- exsudative Entheropathie, neprotisches Syndrom, exfoliative Dermatitis
- Alter:
- unreife Neugeborene, Greise, Schwangerschaft
- neoplastische Erkrankungen
- Infektionen:
- HIV, Masern, Mupmps, Röteln, Hepatitis etc
Diagnose erregerbedingter Erkrankugen umfasst
- klinische Diagnostik durch Anamnese und Befunderhebung
- Gewinnung geeingneter Untersuchungsmaterialien zum Erregernachweis
- Versand der Proben an ein mikrobiologisches Labor
- Mikrobiologische Analyse des Untersuchungsmaterials
- Interpretation des mikrobiologischen Befundes für das Krankheitsbild
Serumprotiene in der aktuten Phase
- Zusammensetzung der Serumproteine verändert sich durch:
- Infektion, Trauma, Herzinfarkt, operativer Eingriff, Marathon
- CRP
- steigt innerhalb weniger Stunden nach dem Entzündungreiz
- Abhängig vom Ausmass der Schädigung
- schnelle Absenkung
- BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
- erhöht sich erst Tage nach der Schädigung
- fällt erst spät wieder ab