Urogenitalsystem
ZHAW, BsC Pflege, 1.HS
ZHAW, BsC Pflege, 1.HS
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Cartes-fiches
Kalzitrol
- Vitamin D Hormons
- Niere ist an der Bildung beteiligt
Urinbestandteile
- 95% Wasser
- Harnstoff
- Wichtigster Bestandteil
- Aus der Leber
- Endprodukt des Proteinstoffwechsels
- Harnsäure
- Schwer wasserlöslich
- Kreatinin
- Aus dem Muskelstoffwechsel und dem Fleisch
- Salze
- Organische und anorganische
- NaCl, KCl und Kalkzalze
- NaCl Unterliegt der Kontrolle von Aldosteron
- Phosphate
- Organische Säuren
- Zitronensäure oder Oxalsäzure
- Protein und Zellen
- Nur in sehr kleinen Mengen
Färbung des Urins
- Urochrome
- Stickstoffhaltige gelbe Farbstoffe aus dem Proteinabbau
- Urobilin
- Aus dem Bilirubinabbau
- Urobilinogen: farblose Zwischenstufen
Veränderung der Urinfarbe
- Hämaturie: Nieren oder Harnwegsblutung
- Schmutzig- brauner oder rötlicher Urin
- Leukozyturie
- Trüber oder gar weisslich- cremiger Urin
- Infektion mit massiver Beimengung von LC
Nierensteinerkrankung (Nephrolithiasis)
- Auslöser: kleine Nierensteine
- Bildung von Kristallen im Harn die immer grösser werden
- Z.B bei hoher Harnkonzentration und Stoffwechselstörungen
- Der Nierenstein behindert den Abfluss
- Heftige Kontraktionen der glatten Muskulatur des Urethers àNierenkolik
- Ausgusstein
- Maximalfall: füllt das ganze Nierenbecken aus
- Theapie: heisse Kompressen, Analgetika, krampflösende Medis, Viel Flüssigkeit und Bewegung
- Extrakorporale Stosswellenlithripsie (EWS)
- Zertrümmerung des Steines durch starke Schallwellen
Bakterien im Urin
- Normalerweise Keimfrei
- Bakteriurie: Urin enhält Bakterien
- Harnwegsinfekt:
- Nakteriurie, vermehrte Ausscheidung, LC mit dem Urin oder Fieber
- Diagnose: durch Nachweis von Nitrit
- Hinweis auf harnwegspathogene Keime
- Urinkultur:
- Bebrütung von bakterienhaltigen Urin
- Nachweis vom Bakterientyp für die gezielte Antibiose
- Mittelstrahlurin
Nierenbecken
- Sammelrohr vereinigen sich zu Papillengängen àMünden auf den Nierenpapillen
- Urin fliesst in einen Nierenkelch und weiter ins Nierenbecken
- Übergangsepithel
- Kleidet den ganzen Harntrakt aus
- Mit mehrschichtigenm Übergangsepithel ausgekleidet
- Glatte Muskelfasern
- In der Wand
- Fördern den Abtransport des Urins in den Harnleiter
Harnleiter Ureter
- Nierenbecken verengt sich um Harnleiter
- Retroperitonal
- Münden in die Harnblase
- Mündungsstelle wirkt als Ventil: kein Rückfluss möglich
- Vesikoureteralen Reflux
- Blasenurin tritt in den Harnleiter und das Nierenbecken über
- Krankheitserreger gelangen in die Niere
Physiolotische Harnleiterengen
- Am Abgang aus dem Nierenbecken
- An der Kreuzung des Harnleiters mit der A. und V. iliaca communis
- Letztes Stück durch die Harnblasenwand
- Klinische Bedeutung: Nierensteine bleiben hier hängen
Harnblase
Vesica Urinaria
- Aus glatter Muskulatur gebildetes Hohlorgan
- Dach vom Peritoneum bedeckt
- Dorsaler Teil grenzt an die Vagina und Uterus/ Mann ans Rektum
- Schleimhaut
- Deutlich gefaltet
- Blasendreieck (Trigonum vesicae): völlig glatt
- Mündungsstelle der Harnleiter
- Austrittsstelle der Urethra
Harnröhre der Frau
Urethra
- Frau: 4cm lang
- Verläuft fast gerade
- Mündet in den Scheidenvorhof
Harnröhre des Mannes
- Mann: 20cm
- Mehrere Biegungen, Engstellen und Erweiterungen
- Vorsteherdrüsenteil
- Verläuft durch die Prostata
- Einmündung der Samenwege
- Membranöser Teil
- Verläuft durch den Beckenboden
- Schwellkörperteil
- Verläuft im Penisschwellkörper
- Mündet auf der Eichel
- Harnsamenröhre: ab Einmündung der Samenwege
Harnblasenentleerung
- Maximales Fassungsvermögen ca 800ml
- Miktionsdrang ab ca 350ml
- Miktion ist willkürlich auslösbar, dann reflektorisch Ablaufender Prozess
- 4 Komponenten der Miktion
- 1. Kontraktion des Dutrusor vesicae:
- Glatte Muskulatur der Blasenwand
- 2. Erweiterung der Harnröhre im Bereich des inneren Sphincters
- 3. Erschlaffung des äusseren Sphincter
- 4. Abfluss des Urin
- Unterstützung der Entleerung durch Kontraktion der Bauch und Beckenbodenmuskulatur
- 1. Kontraktion des Dutrusor vesicae:
Reflexbogen der Miktion
- Registration des Füllungsgrads der Blase durch Dehnungsrezeptoren
- Über afferente Nervenfasern ins Stammhirn
- Ab 350ml Harndrang: Zahl der Impulse nehmen zu
- Miktionszentrum: in Pons
- Leitet die Infos ans Sakralmark weiter
- Parasympathische Nervenfasern bewirken die Kontraktion des M. detrus vesicae und die Erschlaffung des M. spincter Externus
- Kontinenz
- Auch im Miktionszentrum
- Sympathische Nervenfasern aus de Lumbalmark hemmt den M. detrusor vesicae und den inneren Sphincter erregt.
- Somatomotorisches Nervensyste bewirkt die Kontraktion des äusseren Schliessmuskels
Formen der Harninkontinenz
- Stressinkontinenz: bei Erhöhung des Druckes im Bauchinnenraum
- Husten, Lachen bewirkt den Harnverlust
- Meist Frauen über 50
- Ursache häufig Östrogenmangel oder Gebärmuttersenkung
- Männer: selten
- Ursache: oft Prostataoperationen
- Urge- Inkontinenz: attackenartige, heftigen Harndrang
- Ursachen: Störungen der Innervation. Ungleichgewicht zwischen stimmulierenden und hemmenden Impulsen
- MS oder Rückenmarksschädungen
- Ursachen: Störungen der Innervation. Ungleichgewicht zwischen stimmulierenden und hemmenden Impulsen
- Reflexionsinkontinenz : spüren die Blasenfüllung nicht mehr,
- keine willkürliche Entleerung mehr, nur noch reflektorisch
- Ursache: Unterbrechung der Verbindung zwischen Gehirn und Sakralmark
- Überlaufinkontinenz:
- Blase dehnt sich aus und kann sich nicht mehr zusammenziehen.
- Risiko von HWI erhöht durch den Restharn
Regulation des Wasserhaushaltes durch Hormone
- Beeinflussen den Tubulusapparat
- Vom Hypothalamus sezernierte (ADH)
- Erhöht die Wasserdurchlässigkeit in den Sammelrohren àWasserrückgewinnung +
- Aldosteron
- in der Nebennierenrinde gebildete
- Steigert die Resorption von Salz und Flüssigkeit im distalen Tubulus àWasserrückgewinnung +
- atriale natruretische Peptid (ANP)
- in den Herzvorhöfen produziert
- fördert die Natriumausscheidung und Harnbildung àWasserausscheidung +
- wichtiger Antagonist zu ADH und Aldosteron
Wasserein- und ausfuhr
- Aufnahme direkt (Getränke) oder indirekt (Nahrungsmittel)
- Oxidationswasser:
- Wird bei Nahrungsverstoffwechselung frei
- Ausscheidung
- Urin
- Stuhl
- Haut
- Atemluft
Volumenregulation
Volumenrezeptoren:
- Dehnungsrezeptoren an der Wand grosser intrathorakalen Venen und Herzvorhäfen
- Messen den Füllungszustand des Kreislaufsystems
- Henry Gauer Reflex
- Vermindert über die Dehnung die ADH Ausschüttung
- Volumenüberlastung
- Aldosteron Konzentration sinkt
- ANP Konzentration nimmt zu
- àvermehrte H2O Ausscheidung durch die Niere àNormalisierung des H2O Haushaltes
Osmosere- Regulation
- Registrieren die Plasmaosmolarität
- Osmolarität erhöht
- Bei starker Salzzufuhr
- Verstärkte Ausschüttung von ADH
- Wasser Resorption +
- Salzkonzentration im Urin +
- Durststeigerung und Trinken hypotoner Flüssigkeit àNormalisierung von Volumen und Osmolarität
- Beeinflussen den Tubulusapparat
Überwässerung (Hyperhydration)
- Durch übermässige Infusionsbehandlung
- Insbesonders bei älteren und herzinsuffiziente Patienten
- Rückstau des Blutes in den Gefässen àAuspressung des H2O ins Gewebe àÖdembildung
Dehydration
- Ursache: vermindertes Flüssigkeitsangebot
- Symptome:
- Trockene Schleimhäute (rissige Zunge)
- Stehende Hautfalten
- Allgemeine Schwäche
- Kreislaufsymptome (schneller flacher Puls, Hypoton, kollabierte Halsvenen)
- Produktion von wenig, aber dunklem Urin
- Bewusstseinstrübung
- Evt. Fieber
- Starkes Durstgefühl: ab ca 2l
- Komplikationen: Nierenversagen
- Therapie
- Abhängig vom Elektrolyt Verlust
Hypernatriämie
zu hoher Blut- Na- Spiegel)
- Folge einer Dehydratation
- Ursachen:
- Bei Diabetes inipidus, fehlender Durstreiz von Kleinkindern, älteren Menschen und Schwerkranken, starkem Schwitzen, falsche Medikation bzw Infusionstherapie
- Therapie
- Abhängig vom Befund der Wasserbilanz
- Hypertoner Dehydratation: gleichzeitige Dehydratation
- Auszureichende Wasserzufuhr
- Selten, meist durch ungünstige Infusionszufuhr
Hyponaträmie
- Echter Natriummangel
- Folge von: zu energische Diuratikagabe, Nierenerkrankungen, starkes Erbrechen, Hypoaldosteronismus (zu wenig Aldosteron)
- Renin- Angiotensin- Aldosteron System wird aktiviert
- Relativer Natriummangel
- Durch Wasserüberschuss (Hyperhydratation)
- Folge von: Überinfusion Na armer Elektrolytlosung oder zu viel Trinken
- Hypotonen Dehydratation: Pat Dehydriert
- Therapie: Isotone NaCl Lösung
- Hypotone Hyperhydration
- Folge von: zu geringe Urinproduktion bei Nierenversagen, mangelnde Ödem- o. Aszietesausscheidung
Hypokaliämie
(Kaliummangel)
- Symptom:
- Herz: Störung der Erregungsbildung und -ausbreitung àHerzrhythmusstörungen
- Skelett- und Darmmuskulatur
- Verminderet Erregbarkeit àSkelettmuskelschwäche (Adynamie)/ Darmträgheit bis zur Obstipation
- Ursachen
- Focierte Diurethikabehandlung
- Einnahme von Laxantien
- Laxantienabhängigkeit : Darmträgheit àVerstopfung àLaxantien àverstärkt den Ka Mangel àDarmtrögheit àVerstopfung àLaxantien
Hyperkaliämie
(Kalimüberschuss)
- Folge einer : akuten oder chronischen Niereninsuffizienz, Azidose, Gewebstraumen
- Symptome: Kirbbelgefühl, Lähmungen und Herzrhythmusstörung bis zum Herzstillstand
Kalzium und Phosphatausscheidung
- Rückresorption in den proximalen Tubuli der Niere
- Hormonell reguliert
- Parathormon:
- In Nebenschilddrüse gebildet
- Hemmt die Rückresorption von Phosphat àfördert die Ausscheidung
- Intensiviert die Ca Rückresorption àCa Spiegel steigt
- Kalzitonin
- In der Schidldrüse gebildet
- Hemmt die Ca- Rückresorption
- Parathormon:
Hypokalzämie
- Folge von:meistens medikamentos öder hormonell bedingt ( hormonellen Störungen oder hormaktive Tumoren, ) Hyperventilation
- Hyperventilation: zu viel CO2 wird abgeatmet àBlut pH stiegt (alkalose) àfreie Ca Ionen werden vermehrt an Plasmaproteine gebunden àManel an freien Ca Ionen àerhöhte Erregbarkeit der Skelettmuskulatur àMuskelkrämpfe (Hyperventilationstetanie)
- Therapie: Rückatmung von eigenem CO2, zB in Plastiktüten
- Hyperventilation: zu viel CO2 wird abgeatmet àBlut pH stiegt (alkalose) àfreie Ca Ionen werden vermehrt an Plasmaproteine gebunden àManel an freien Ca Ionen àerhöhte Erregbarkeit der Skelettmuskulatur àMuskelkrämpfe (Hyperventilationstetanie)
- Therapie: kalziumreiche Diät
- Komplikationen: Osteomalazie (Knochenerweichung mit Skelettdeformierung) durch den Abbau von Ca
Hyperkalzämie
- Folge von: Überfunktion der Nebenschilddrüse mit vermehrter Parathormonproduktion, Kalzinomen
- Symptome: vermehrte Urinproduktion, Eintrübung de Patienten, psychische Störungen und Herzrhythmusstörungen
- Therapie: Behandlung der Grunderkrankung u/o kalziumarme Diät
Hypomagnesiämie
Hypomagnesiämie
- Symptom: Neuromuskuläre Erregbarkeit steigt àKrämpfe, Herzrhythmusstörungen
- Folge von: Mangelernährung , Schwangerschaft
Hypermagnesiämie
- Bei unzureichender Ausscheidung (Niereninsuffizienz)
Chloridmangel
- Folge von: Chloridveruste bei massivem Erbrechen von Magensäure
Hypophospatämien
- Bei Nierenerkrankungen, fehlernährten Alkoholikern und Sepsis
Hyperphosphatämien
- Bei Niereninssufizinz, Hormonstörungen
H+ Ionen
- Entstehen tgl im Stoffwechsel
- Ausscheidung über die Niere
- Bindung an Puffersubstanzen, hpts NH3 und Phosphate
- àUrin pH dadurch 6.
Puffersystem des Blutes
- Verschiedene Puffersysteme: Eiweisspuffer, Hämoglobin, Plasmaptorien und Bikarbonatsystem
- Bikarbonatystem: CO2 +H2O ßàH2CO3 ßàH++ HCO3-
- Am wichtigsten
- Mit Niere und Lunge in Verbindung
metabolische Azidose
- Überschuss an H+ Ionen
- Metabilosch: Ursache liegt im Stoffwechsel
- Diabetische Ketoazidose:
- Häufigste Form
- Diabetiker: bei Insulinmagel verstärkte Lypolyse àBildung von Ketonkörpern àÜbersäuerung des Blutes
Gegenregulation bei der metabolischen Azidose
- Verstärkter Atemantrieb
- Pat atmet tief und schnell (Kussmaul Atmung)
- Verstärkte Abatmung: von CO2 und H+ Ionen
- Kompensierte Azidose:
- pH wert durch die verstärke Atmung wieder im Normbereich
- Niere:
- H+ Ionen im Tauch gegen Na und Ka ausscheiden
- Gesteigerte AS abbauàMehr NH3 zur Bindung von H+àAmmoniak NH4+ àAusscheidung über die Tubuli
- Pufferung durch Phosphationen
- Dekompensierte Azidose;
- Pufferung gelingt nicht.
Metabolische Alkalose
- Durch Erbrechen und Magendrainage: Verlust von Wasserstoff und Chloridionen der Magensäure
- Einschränkung der Atmung àzurückhaltung von Kohlensäure
- Niere:
- Verstärkte Ausscheidung von Bikarbonat und weniger H+