Pathologie Verdauungssystem

1. HS ZHAW BsC Pflege

1. HS ZHAW BsC Pflege


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pathologie des Verdauungssystems, geeignet für Fortgeschrittene. Sie behandeln Erkrankungen wie Leberzirrhose, Pankreatitis und Gallensteine, wobei Ursachen, Symptome und Therapien im Fokus stehen. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich auf die Diagnostik und Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen spezialisieren.
Flashcards
90
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
30.09.2018 / 06.11.2022

Flashcards

Symptome bei Magen Darm Erkankungen

  • Nausea (Übelkeit)
  • Emesis, Vomitus (Erbrechen)
  • Hämatemesis (Bluterbrechen)
  • Mysere: Koterbrechen
  • Dyspahgie: Schluckbeschwerden, behinderung
  • Gastroösphagealer Reflux: Rüchfluss von Mageninhalt in den Ösophagus
  • Meteorismus: Blähungen
  • Flatulenzen
  • Meläna: Teerstuhl
  • Hämatochezie: Blutstuhl

Ursachen für Erbrechen 

Endoskopische Verfahren im Magen Darm Trakt 

  • Ösophaguskopie: Speiseröhre Untersuchung
  • Gastro- und Duodenoskopie: Magen, Duodenum
  • Koloskopie: Dickdarm
  • Rektoskopie: Raktum
  • Protoskopie: Untersuchung des analnahen Darmabschnitt
  • zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken

Stuhlarten 

Stuhluntersuchung  

Obstipation

  • Verzögerte Darmelntleerung 
  • geringe stuhlfrequenzen (alle 3 -4d)
  • harte Stuhlkonsistenz

Organische Ursacahen der Obstipation 

Funktionelle Ursachen der Obstipation

  • atonie: Erschlaffung der Muskulatur 

Abdominelle Scherzen und ihre Ursachen 

Abdominelle Schmerzen rechter Oberbauch mögliche Ursachen 

  • akuter Zystikusverschluss
  • akute Cholezystis
  • Choleliathiasis
  • Duodenalulkus
  • Magenulkus
  • akute Pankreatits
  • Nieren - Utorkonremente
  • akute Appendizitis
  • Pleuritis, Pneumonie
  • Leberabszess

Abdominalle Schmerzen linker oberbauch, mögliche Ursachen

  • Magenulkus
  • akute Pankreatitis
  • links- subphrenischer Abszess
  • Milzinfarkt /ruptur
  • Herzinfarkt
  • Pleurtitis, Pneumonie
  • inkarzerierte Hiatushernie
  • linksseitige Nierenerkrankung, Harnleiterkonkement

Abdominelle Schmerzen im rechten Unterbauch und ihre Lokalisation

  • akute Appendizitis
  • Lymphadenitis mesenterialis
  • meckel- Divertikulitis
  • enteritis regionalis (M. Crohn)
  • Divertikulitis 
  • senosierendes Zökumkarzinom
  • Nieren- Ureterkonkrement rechts 
  • rechtseitiger Adnexprozess
  • akuter Harnverhalt und Zystitis 

Abdominalle Schmerzen im linken Unterbauch mögliche Ursache

  • Simadivertikulitis, Divertikelperforation
  • Sigmakarzinom
  • linksseitig akuter Adnexprozess
  • Nieren Uretherkonrement Links
  • akuter Harnverhalt 

Reflusösophagitis 

Entzündung der Ösophagusschleimhaut infolge eines gastroösophagealen Refluxes

  • Krankheitsentstehung:
    • Kardialinsuffiziens
    • Reflux
    • chronische Entzündung

Symptome Reflusösophagitis 

  • Sodbrennen
  • sauers Aufstossen beim Bücken, im Liegen nach de Essen
  • Schmerzen hinter dem Sternum

Kompliationen bei Reflusösophagitis 

  • Blutungen aus Ulzera
  • narbige strikturen des Ösophagus
  • maligne Entartung

Hernie 

Eingeweide- oder Weichteilbruch, oft mit sackartiger Ausstülpung des Peritoneums (Bruchsack) durch eine Bauchwandlücke (Bruchpforte, Bruchring) und Hervortreten von Eingeweiden oder Organteilen (Bruchinhalt, Bruchsackinhalt) in den Bruchsack.

Hiatushernie

Zwerchfellbruch mit teilweiser oder kompletter Verlagerung des Magens in den Thorax ohne Einstülpung der Speiseröhre. Ursache ist meist eine erworbene Erweiterung des Hiatus oesophageus .

Krankheitsenstehung und Einteilung der Hiatushernie

  • axiale Hernie (Gleithernie, gastroösphageale Hernie)
    • 80% häufigste Form
    • Kardia und Fundus des Magens zeitweise oder ständig oberhalb des Diaphgrama 
  • paraäsophageale Hernie
    • Ösophagus und Kardia an normaler Stelle
    • Magenfundus neben der Speiseröhre im Brustraum 
    • tlw auch Kolon, Milz und Dünndarm im Thoraxraum
  • upside down MAgen
    • gesamter Magen im Thorx
    • steht durch die Fixierung am Zwerchfell Kopf
    • Begünstigt durch Bindegewebselastiziet und erhöhter Druck im Bauchraum

Ösphagusdivertikel

  • Ausstülpungen der Ösophaguswand
  • Pulsionsdivertikel: enstehen durch den Druck von Innen
  • Traktionsdivertikel: entstehen durch Zug von aussen
    • z.B Narben nach Entzündungen 

Zenker Divertikel

  • Zenker Pulsionsdivertikel im Halsbeeich
    • am häufsten
  • Symptome: 
    • Dysphagie (Schluckbeschwerden) und Fremdkörpergefühl im Hals
    • Regurgitieren (zurückströmen) von unverdauten Speiseresten in der Nacht
    • fauliger Mundgeruch durch bakteriele Besiedlung der Speisereste im Divertikel

Gastritis 

  • akute oder chronische Mangenschleimhautentzündungen
  • führt oft zu Erosionen

akute Gastritis 

  • ensteht meist durch übermässigen Alkohol- und Nikotingenuss, virale und bakterielle Infektionen, bakterielle Toxine oder stressbedingt 

Symptome Befund und Diagnostik bei Gastritis 

  • Symptome
    • Druckgefühl in der Magengegend
    • Appetitlosigkeit
    • Übelkeit und Erbrechen 
    • evt gatrointestinale Blutungen mit Teerstuhl oder Hämatemesis
  • Diagnose
    • klinisch oder durch Gastroskopie mit Biopsie

Chronische Gastrits 

  • relativ häufig
  • Einteilung nach Ursachen (ABC Klassifikation)
  • Typ A Autoimmungastritis
    • seltene Erkankungsform
    • Autoantikörperbildung gegen die Salzsäure produzierende Zellen und Intrinsic Factor
    • Durch Salzsäuremangel und perniziöse Anänmie erhöhtes Magenkarzinom
  • Typ B bakterielle Gastritis
    • Besiedelung des Magens mit Helicobacter poly
  • Typ C chemisch- Toxische Gastritis
    • durch den Gallenrefluxes oder Einnahme nichtsteroidaler Antiphogistika

Test zum Nachweis von Helicobacter pylori

  • Uraseschnelltest aus Magenbiopsaten
    • erstdiagnostik
    • Hystologische Sicherung aus Biopsaten 
  • Kultur
    • aus Spezialnährboden
  • 13c oder 14c Atemtest
    • hpts zur Erfolgskontrolle nach ERadikationstherapie
  • serologische Untersucheung
    • epidemiologische Zwecke
  • Helicobacter Stuhl Antigen Test

 

Magenulkus

  • Schleimhautdefekt: durch Verdauungssäfte entstanden
  • Unterschied zur Erosion: bricht auf die Muscularis mucosae und Schleimhaut durch
  • Häufisten Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni, selten im Ösophagus
  • Diagnostik
    • Ösophago- Gastro- Duodenoskopie mit Biopsie

Ulkusentstehung 

Ulcus ventriculi und duodeni

  • ulcus ventriculi
    • häufiste Lokalisation im Antrum und kleiner Kurvatur
    • 75% der Betroffenen mit Helicobacter pylori Status
  • Ulcus duodeni
    • 2 -3 Mal häufiger als Magenulkus
    • meist jüngere Menschen
    • Vermehrte Produktion von Magensäure
    • positiver Helicobacter plyori Status 
    • hohe Rezidivneigung

Ultuskomplikationen

  • Blutung
  • Perforation (Durchbruch des Ulkus)
  • Penetration (Einbrechen es Ulkus in benachbare Organe)
  • Pylorusstenose: narbige Verengung des Mangenausgans
  • Maligne Entartung: va bei Helicobacter Besiedelung 

Therapie bei Ulcus 

  • Medikamentös 
    • positiver Hp Status: Helicobacter Eradikationstherapie
      • Protonenpumpenhemmer und 2 Antibiotika
    • negativer Hp Status: Protonenpumpenhemmer
  • ulkusbegünstigende Medikamente werden möglichst abgesezt

Appendicitis 

  • Wurmfortsatzentündung: akute (bakterlielle) Entzündung des Appendix vermiformis
  • Symptome
    • Appetitlosigkeit
    • Schmerzen:
      • anfangs ziehende, kolikartig in der Nabelgegend oder Epigastirum
      • nach Stunden Verlagerung im rechten Unterbauch
      • Dauerschmerzen
      • Verstärkung beim Gehen
      • Schmerzlinderung bei Beugung des rechten Beines
    • übelkeit und Erbrechen
    • mässiges Fieber 

Morbus Crohn

  • Lokalisation: Abschnittsweie Befall von terminalen Ileum und Kollen, selten gesamtes GIT
  • Symptome: 
    • 3 - 6 Durchfälle/d, selten Blutig
    • Darmkrämpe, Schleimabgang, Appendizitisähnliche Symotome
    • Schubweiser Verlauf ohne richtige Ausheilung
  • Komplikationen:
    • Stenosen, Fistelbildung, Abszesse, Malaabsorption mit Gewichtsverlust
    • selten Perforation und Entartung 
  • Theapie
    • Schub: parenterae Ernährung o Elementardiät (astoronautenkost), Arzneimittel
    • Koplikationen: chirurgisch
  • Weiteres
    • hohe Rezidivrate
    • meist keine Heilung

Coltits ulcerose 

  • Lokalisation: beginnt im Rektum. proximale Ausbreitung, selten bis in terminale Illeum
  • Symptome
    • bis zu 30 blutig- schleimige Durchfälle/d
    • darmkrämpfe, Leibschmerzen, Tepmeraturerhöhung
    • chronisch rezidivierender Verlauf, zwischenzeitliche Abheilung
  • Komplikationen
    • Ulzeration mit Blutungen, Abszesse, Toxisches Megakolon mit septischen Krankheitsbild,
    • stark erhöhtes Kolonkarzinomrisiko
  • Therapie:
    • Schub: parenterale Ernährung oder Elementardiät, Azeimittel
    • Komplikation o Versagen der konservativen Therappie chirurgisch
      • Proktokolektomie, möglichst kontinezerhaltent mit iloanalem Pouch

Diagnostik von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 

 

  • Anamnese und körperliche Untersuchung (Stuhlfrequenz? Blutauflagerung? Fisteln? Abszesse?)
  • Blut: BB (Anämie?), Entzündungsparameter (BSG, Leukozyten)
  • Stuhlkultur und Serologie (Ausschluss infektiöser Ursachen, z.B. Yersinien, Salmonellen)
  • Rekto-/Koloskopie mit Biopsie
  • Evtl. Kolonkontrasteinlauf
  • Bei Morbus Crohn Suche nach weiteren Herden durch Doppelkontrast-Röntgenuntersuchung nach Sellink und Ösophagoduodenoskopie 

Übersicht Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 

Intestinale Komplikationen bei entzündlichen Darmerkrankungen 

systemische Komplikationen bei chronisch Entzündlichen Darmerkrankungn 

Malassimilation

  • Verminderte Ausnutzung der in der Nahrung enthaltnen Nährstoffn
  • Ursachen
    • Maldigestion: Unzureichende Verdauung der Nahrung
      • durch Mangel an Verdauungsenzymen
    • Malabsorption: Resorptionsstörung der 
      • durch chronische Darmerkrankungen, Darmresektion oder angeborenen Enzymmangel 

Divertikel

  • angeboren oder erworben
  • sackartige Schleimhautausstülpungen im Ösophagus, Magen, Dünndarm oder Dickdarm
  • echte Divertikel: Ausstülpung der gesamten Darmwand
  • Pseudodivertikel: erworbene Schleimhauthernien,
    • ziehen durch Lücken in der Muskulatur z.B Durchtrittsstellen von Gefässen

Study