Anatomie Blut und Immunsystem

ZHAW BsC Pflege 1. HS 2018 basierend auf dem MKK

ZHAW BsC Pflege 1. HS 2018 basierend auf dem MKK


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie des Blutes und des Immunsystems. Sie decken Themen wie die Bildung von Lymphozyten im Knochenmark, die Rolle der Leber bei der Blutbildung und die Funktion von Antikörpern ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Biologen, die sich mit den komplexen Prozessen der Immunabwehr und Blutgerinnung vertraut machen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
24.09.2018 / 30.08.2025

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Zusammensetzung des Blutes 

  • Blutkörperchen
    • Zelluläre (feste) Bestandteil 
    • 40 – 50% des Gesamtblutvolumens 
  • Blutplasma 
    • Flüssige Fraktion des Blutes 
    • Plasma= Serum plus Gerinnungsfaktoren
  • Blutserum
    • Plasma nach Entfernung der Gerinnungsfaktoren
  • Blutmenge bei Menschen ca 7% der Körperflüssigkeiten

Aufgaben des Blutes 

  • Transportfunktion:
    • Befördert Sauerstoff und Nährstoffe 
    • Hormone, Kohlendioxid und Stoffwechselprodukte
  • Abwehrfunktionen
  • Wärmeregulationsfunktion
  • Abdichtung 
    • Von Gefässwanddefekten durch die Fähigkeit der Gerinnung 
  • Pufferfunktionen

Zelluläre Blutbestandetile 

Unterteilung 

  • Erythtrozyten: transportieren Sauerstoff und Kohlendioxid 
    • 99% des Blutkörpervolumen
  • Leukozyten:  Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Stoffen
    • Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten
  • Thrombozyten beteiligt an der Hämostase

Überblick über die Hämatopoese 

  • Hämatopoese = Blutbildung im roten knochenmark
  • Pluripotente Stammzellen bilden identische Tochterzellen
  • Tochterzellen werden zu spezialisierten Vorläuferzellen
    • Eingeschränkte Entwicklungsmöglchkeiten 
    • Colony Forming Units (CFUs)
  • Weitere Zellteilungen werden die CFUs zu Endstuffen
  • Steuerung der Teilung und Differenzierung zu Wachstumsfaktoren
    • Interleukine
    • Hämotopoetine (z.B Erythropoetin, Thrombopoetin) 
    • Kolonienstimulierende Faktoren (CSF)
  • Vor der Geburt Bildung in Stammzellen in Dottersack, Leber, Milz, Markhöhlen der Knochen
  • Nach der Geburt: roten Knochenmark der kurzen und platten Knochen des Schädels, der Rippen, des Brustbeines, der Wirbelkörper, des Beckens und den porx. Abschnitte der Oberarm und Oberschenkelknochen

Plasma 

  • Klare gelbe Flüssigkeit
  • Bestandteile
    • 90% Wasser
    • 8% Proteine
    • 2% weiteres: Hormone, Vitamine Harnstoff, Kretinin, Stoffwechselprodukte etc

Plasmaproteine 

  • 100 verschiedene Proteine
  • Aufteilung in elektrischen Gleichstorm (Eiweisselektrophorese)
  • 5 Eiweissfraktionen
    • Albumin
    • a1 Globulin
    • a2 Globulin
    • b- Glubulin
    • y- Globuln

Funktionen der Plasmaproteinen 

  • Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Druck
    • hpts Albumin
    • grossen Einfluss auf Stoffaustausch und Wasserverteilung 
  • Transportvehikel
  • Pufferfunktion
    • Bindung von H+ und OH- 
  • Blutgerinnung durch Gerinnungsfaktoren
  • Abwehrfunktion: y- Globulinfraktion
  • Proteinreservoir

Erythrozyten

  • In der Mitte eingedellte Scheiben
  • Durchmesser von 7,5um
  • Zellmembran semipermeabel
  • Stark Verformbar: können Kapillaren passieren die halb so Gross sind wie Sie 

Hämoblobin 

  • Funktionsbestandteil der EC
  • Roter Blutfabstoff
  • Eiweissmolekül
  • Macht 1/3 der Gesamtmasse des EC aus 

Funktion des Hämobglobin 

Funktion

  • Sauerstoff und Kohlendioxid Transport
  • Pufferwirkung
  • Verleiht dem Blut die rote Farbe

Sauerstoffbindungskurve 

  • Hpt Aufgabe des Hb ist der Transport von Sauerstoff in das Gewebe und die Abgabe in die Zelle 
  • Oxygenation: Sauerstoff lagert sich in den Lungen an das Hb an
  • Desoxygenation: Abgabe des Sauerstoff im Gewebe 
  • Sauerstoffbindungskurve zeigt wie gut das Hb die Funktion erfüllt 
    • Darstellung der Sauerstoffsättigung in Abhängigkeit vom Sauerstoffpartialdruck
    • In der Lunge hoher Partialdruck àhohe Sauerstoffsättigung 
    • Im Gewebe niedriger Partialdruck àkleine Sauerstoffsättigung ¨

Eisen

  • Eisen ist ein Notwendiger Bestandteil des Hb
  • Eisen wird per Nahrung aufgenommen
  • Resorption im Plasma 
  • Bindung an Eisentransportprotein Transferin
  • Transport ins Gewebe 

Funktion des Eisen

  • Hämoglobinsynthese
  • Speicherung zunächst als Ferritin, dan als Hämosiderin

Physiologischer Eiweissverlust 

  • Mann ca 1mg, Frau 1,5-2mg
  • Im Gleichgewicht mit der Aufnahme
  • Frauen durch Menstruation und Schwangerschaft die Gefahr eines Eisenmangels 

Hämochromatose 

  • Einer der häufigsten genetischen Erkrankungen
  • Eisenaufnahme im Darm erhöht
  • Körper kann das überschüssige Eisen nicht ausscheiden
  • Lagerung des Eisens in Leber und Pankreas
  • Folge: Leberschäden und Diabetes mellitus 

Erythropoese 

Bildung der roten Blutkörperchen 

  1. Entwicklung von Proerythroblasten: 1. Vorstufe
  2. Erthroblasten: etwas reifer
  • Beginnen mit der Hämoglobinsynthese
  • Normal geformter Zellkern
  1. Normoblasten
  • Zellkern verdichtet sich und Schrumpft
  1. Zellkern geht ganz verloren vor dem Austritt in Gefässsystem
  2. Retikulozyten
    • Noch netzartige Strukturen des restlichen ribosomaler RNS
  3. Reifer Erythorzyt
    • Netzstruktur ganz verloren

Regulation der Erythropoese 

  • Die Erythropoese muss ständig stimuliert werden
  • Sauerstoffmangel:
    • : starker Reiz für Erytropoese
    • Bewirkt vorallem in der Niere die Ausschüttung von Erythropoetin (Epo=
  • Weitere Reize: Hämoglobinmangel, Atemwegserkrankungen, Aufenthalt in grossen Höhen

Erythrozytenabbau 

  • EC zirkulieren ca 120d
  • Alte Ec sind starrer, zerreisen beim Wiedereintritt in die Gefässe 

Milz

  • EC passieren regelmässig die Milz
  • Reinigenden Blutmauserung: Entfernung von alten und funktionsuntüchtigen ECs
  • EC verlassen das Kapillarnetz und gelangen in die rote Pulpa (maschenartiges Parenchym)
  • In der Pulpa erkennen Makrophagen und Retikulumzellen alte EC àbauen sie ab
  • Intakte EC zurück in den Kreislauf 

Wiederverwertung des Hämoglobins 

  • Aufspaltung in Häm und Globin
  • Freisetzung des Eisen aus Hämmolekühl, Bindung an Tansportprotein
    • Wiederverwertung des Häm zur Neubildung von Hämoglobin
  • Eisenfreier rest des Häm wird zu Bilirubin abgebaut
    • Aussscheidung über Leber und Gallenwege
    • Urobilinogen über den Urin
    • Bei Ausscheidungsstörungen kommt es zum Ikterus 

das rote Blutbild

  • HB
  • Erythrozytenzahl
  • Hämatokrit
  • Retikulozyten

Hämoblobinkonzenration im Blut Hb

  • Menge des roten Blutfarbstoffes in g/l
  • Normalwerte
    • Mann: 140-180g/l
    • Frau: 120- 160g/l
  • Erniedrigt bei Anämieformen

Erythroztenzahl (erys)

  • Normalwerte
    • Mann: 4,6 – 5,9 106/ul
    • Frau: 4,2 – 5.4 106/ul
  • Veränderungen häufig gleich wie Hb

Hämatokrit Hk, Hkt

  • Volumenanteil der Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen
  • Hpts durch EC bestimmt 
  • Angabe in Prozent oder Dezimalbruch
  • Normalwerte
    • Mann: 0,4- 0.54
    • Frau: 0,37- 0,47l
    • Schwankt mit dem Lebensalter
  • Erhöhung bei Polyglobulien und Exsikkose
  • Erniedrigt bei Anämien und Überwässerung 

Retikulozyten

  • 0,5 – 2% der EC sind Retikulozyten
  • Erhöhung bei massiven EC neubildungen z.B nach Blutverlust oder Hämolyse

Anämien

  • Erythrozytenzahl, Hämoglobin und / oder Hämatokrit vermindert 
  • Symptome
    • Müdigkeit, Blässe
    • Starke Anämie: schon bei geringer körperlicher Belastung unter Atemnot, Tachykardie 

Anämien durch Erythropoesestörung 

  • Eisenmangelanämien
  • Vitamin B12 und Folsäuremangelanämien
  • anämien durch Niereninsuffizienz 
  • Aplastische Anämien 

Eisenmangelanämien 

  • Häufige Ursache
  • Bewirkt eine Hämoglobinstörung und dadurch ein Hämoglobinmangel
  • Ec sind verkleinert (mykrozytar)
  • Hb gehalt jedes EC ist vermindert (hypochrom)
  • Durch:
    • Vermehrter Eisenverlust durch Blutungen

Erhöhten Eisenbedarf (zB Schwangerschaft) ohne ausgleichende 

Vitamin B12 und Folsäuremanggelanämien

  • Beide wichtig für die DNS- Synthese und Zellteilung
  • Unbehandelt schlechte Prognosen (perniziöse Anämie)

Symptome

  • Makrozytorae, hyperchrome Anämien
  • Megoblasten im Knochenmark: abnorme Vorstufen
  • Neurologische Störung 

Ursachen

  • Fehlen des notwendigen Intrinsi Factors zur Resorption
  • Fehlernährung

Anämien durch Niereninsuffizenz

  • Nieren bilden kaum noch Erythropoetin
  • Behandlung mit genetisch hergestelltem EPO

Aplastische Anämien

  • Teilung der Stammzellen im Knochenmark gestört

Ursachen

  • Autoimmunerkrankunen
  • Reaktionen auf Medikamente
  • Direkte Schädigung durch Toxine oder Medis 

Hämolytische Anämien

  • Erythrozyten gehen massenweise vorzeitig zu Grunde
  • Gesteigerte EC Bidlung 
  • Mangel an funktionsfähigen EC
  • Folge Gelbsucht: übersteigt die Abbau Kapazität der Leber 

Ursachen

  • Erbkrankheiten
  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Allergische Reaktionen auf Medis 

Polyglobulie 

  • Übermässige verdickung des Blutes durch zu hohen Anteil der EC an Gesamtblutvolumen
  • Durchblutungsstörungen durch Verstopfung begünstigt (Mikrozirkulationsstörung)

Ursache

  • Sekundäre Polyglobulie: Unzureichende Sauerstoffversorgung durch schlechte Lungenfunktionen 
  • Primäre Polyglobulie (Polycythamie vera): Blutbildende Knochenmark bösartig verändert 

Leukozyten 

  • Weisse Blutkörperchen weil sie nach Zentrifugation als weissliche schmale Schicht (buffy coat) oberhalb der EC zu erkennen sind 
  • Keine einheitliche Gruppe

Gemeinsamkeiten

  • Kernhaltig
  • Beweglich
  • An der Abwehr und Entzündugsprozessen beteiligt 

Vorkommen

  • Im Blut 4 -9/nl (10%)
  • Im Knochenmarkt und Geweben

3 Hauptgruppen der Leukozyten

  • Granulozyten
  • Monozyten
  • Lymphozyten

Granulozyten 

  • häufigste Vertreter der Leukozyten (60%)
  • benannt nach der Granula (körnchen) im Zytoplasma 
    • Einteilung nach Färbung der Granula
  • Zelldurchmesser 10 – 17um 

Neutrophile Granulozyten 

  • 95% der Granulozyten
  • Feine, nur schwach anfärbbare Granula
  • Nur 6 – 8 h im Knochenmark danach in den Geweben
    • Hpts in Schleimhäuten 

Funktion:

  • Bakterien und körpereigene tote Zellen phagozytieren
  • Granulozyten sterben danach selbst ab àBildung von Eiter (Granulozytenreste und andere Gewebstrümmer)

Eosinophile Granulozyten

  • Granula durch Eosin rot anfärbbar 
  • Zunahme bei allergischen Reaktionen, Parasitenerkrankung und Autoimmunerkrankung  àEosinophilie

Basophile Granulozyten

  • Granula basophil, blau Anäfbbar
  • Granula enthält Heparin und Histaminverbindungen 

Funktion

  • Reaktionen vom Soforttyp bei Asthma und anaphylaktischem Schock
  • Freisetzung der Stoffe im Granula 

Gewebs Mastzellen

  • Enthalten auch basophile Granula 
  • Nehmen an allergischen Reaktionen teil 

Monozyten 

  • grössten Zellen im Blut (12 -20um)
  • grossen, meist hufeisenförmig gebuchteten oder geklappten Kern
  • bläuliches Zytoplasma 
  • 1- 2d im Blutgefässystem, danach Auswanderung in Organe und Umwandlung in ortständige Makrophagen

Funktion

  • Phagozytose von Mikroorganismen
  • Atigenpräsentierende Zelle

Lymphozyten 

  • machen 1/3 der Blutleukozyten aus
  • kleine Zelle (Durchmesser 7- 12 um)
  • bläulich anfärbbarer, runder Kern

Bildung:

  • im Knochenmark
  • Lyphknoten, Thymus und Milz

Vorkommen

  • 4% im Blut
  • 70% in den lymphatischen System
  • 10% im Knochenmark
  • Rest in den Organen

Unterscheidung der Lymphozyten 

  • T- Lymphozyten: Prägung im Thymus
    • T- Helferellen
    • Zytotoyische T- Zellen
    •  T- Zellgedchtnis
  • B- Lymphozyten: Prägung im Knochenmark 
    • Können sich zu Plasmazellen weiterentwicklen (produzieren Antikörper)
  • Natürliche Killerzellen

Étudier