Anatomie Blut und Immunsystem

ZHAW BsC Pflege 1. HS 2018 basierend auf dem MKK

ZHAW BsC Pflege 1. HS 2018 basierend auf dem MKK


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie des Blutes und des Immunsystems. Sie decken Themen wie die Bildung von Lymphozyten im Knochenmark, die Rolle der Leber bei der Blutbildung und die Funktion von Antikörpern ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Biologen, die sich mit den komplexen Prozessen der Immunabwehr und Blutgerinnung vertraut machen möchten.
Flashcards
117
Students
21
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
24.09.2018 / 30.08.2025

Flashcards

Fibrinogenkonzentration

  • Zur Diagnostik einer erhöhten Blutungsneigung 
  • Normwert 4,4 – 10,3 umol/l

Virchow Trias 

  • Stase: Blutungsströmungsverlangsamung 
  • Hyper Koagulation:  erhöhte Gerinnungsbereitschaft 
  • Gefässwandschaden (arteriosklerose) 

Tiefe (Bein) Venenthrombose 

  • 60% linkes Bein
  • Symptome:
    •  einseitiges Schwere und Spannungsgefühl
    • Ödem
    • Lokale Überwärmung 

Embolus 

  • Wenn der Thrombus sich löst und mit dem Blutstrom wandert 
  • Aus Becken- oder tiefer Beinvenen àLungenembolie
  • Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose
    • Vollheparinisierung
    • Straffer Kompressionsverband 
    • Evt Bettruhe (flottierender Thrombus)
    • Evt versuch der therapeutischen Fibrinolyse 
    • Langfristige Kompressionstherapie 

Artherielle Thombuse und Embolien 

  • Embolus aus arteriellen Gefässystemen àakute Durchblutungsstörung einer Beinarterie
  • Symptome
    • Weissliche Verfärbung der Haut 
    • Starke Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit
    • Beinarterien: keine Fusspulse mehr
    • Distal des Verschlusses zuerst bläuliche Verfäbung 
  • Behandlung:
    • Chirurgische Entfernung des Embolus, Fibrinolyse oder Heparinisierung 

Heparin 

  • Verhindert die Bildung von Fibrin
    • Durch Bildung eines Komplex mit Antithrombin III und Hemmung der aktivierung der Faktoren II und X
  • Low Dose Heparinisierung 
    • Verhütung von Thrombosen
    • Meist 1 Mal täglich eine subkutane Injetion
  • High Dose Heparinsierung 
    • Indikation
      • Verhinderung weiterer Thrombusbildungen 
      • Künstlichen Herzklappen in der Schwangerschaft 
      • Arteriellen Gefässverschlüssen
    • Intravenös oder subkutane Injektionen 

Cumarinderivate 

  • Langzeitantikoagulation
  • Z.B Marcoumar 
    • Wirkt sehr langsam, dadurch schlecht steuerbar 
    • Kontrolle der Dossierung über Quick und INR 
  • In Tablettenform
  • Wirkung: greifen in die Bildung der Gerinnungsfaktoren in der Leber ein
    • Antagonisten des Vitamin K 
    • Hemmt die Bildung der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X

Acetylsalizylsäure 

  • Aspirin 
  • Hemmt die Thrombozytenaggregation 
  • Vorbeugung von Thrombenbildugen in der Arterie
    • Herzinfarkt und Schlaganfall

erhöhte Bltungsneigungen (hämorrhagishe Diathese)

  • Symptome: vermehrtes Nasenbluten, gehäufte Hämatome, schlimmsten Fall tödliche Blutungen

Thrombozytenstörungen

  • Thrombozytopenie: verminderte TC Zahl
    • Symptome: Petechien, Purpura (kleinflächige Blutungen)

Koagulopathien

  • Durch Mangel oder Funktionsstörungen der Gerinnungsfaktoren bedingt 
  • Hämophilie A und B 

Vasopathien

  • Gefässerkrankungen können eine erhöhte Blutungsneigung bewirken 

das lymphatische System 

  • lymphatisches System: alle Lymphbanen und lymphatische Organe 
  • lymphatische Organe:
    • Milz
    • Thymus 
    • Lymphatischer Rachenring mit Rachen- , Zunge- und Gaumenmandeln
    • Lymphknoten
    • Lymphatisches Gewebe des Darmes 
    • Aufgebaut aus retikularem Bindegewebe im dem Lymphozyten enthalten sind 
  • Funktion
    • Mitarbeit bei der Immunabwehr 
    • Transport von Nahrungsfetten aus dem Darm

Lymphe und Lymphbahnen

  • Zusammensetzung der Lymphe entspricht dem Blutplasma mit 2/3 tieferen Eiweissgehalt 
  • Lyphkapillaren
    • Beginnen Blind
    • Nehmen die Lymphe auf 
    • Verlaufen ca Parralle zu den venösen Gefässen
  • Lymphbahnen
    • Vereinigung der Lymphkapillaren
  • Lymphknoten
    • Eingeschaltet in die Lymphbahnen
    • Stoffwechselprodukte, Zelltrümmer, Lymphozyten und Fremdkörper werden entfernt 

Ductus Thoracicus und Rechter Hauptlymphgang 

  • Ductus thoracicus
    • Vereinigung der grossen Lymphbanen der unteren Körperabschnitte 
    • Sammeln sich zuerst in der Cisterna chyli, mündet dann in der Ductus thoracicus 
    • Läuft durch das Zwerchfell ins Mediastinum
    • Zufluss der Hauptlymphbahnene des linken Armes und linken Körperhälfte
    • Mündet am linken Venenwinkel 
  • Rechter Hauptlymphgang
    • Zusammenschluss der Lymphbahnen der rechten oberen Körperseite
    • Münden direkt in den rechten Venenwinkel 

Lymphödem 

  • Entstehen durch die Unterbrechung des Lymphabflusses 
  • Führt zum Rückstau der Lymphe ins Gewebe 
    • Teigige Schwellung 
  • Entstauung beim Lymphödem
    • Lymphdrainage
    • Kompression der Extremität 
    • Hautpflege
    • Hochlagerung 

Die Lymphknoten 

  • Jede Körperregion hat eine eigener regionalen Lymphknoten
  • Funktion der Lymphknoten
    • Reinigung der Lymphe 
    • Vermehrung der Lymphozyten
    • Spezifische Abwehr 

Bau der Lymphknoten 

  • Bohnenförmiges Körperchen
  • Von Bindegewebe umschlossen 
  • Trabekel (Bindegewebsbälkchen) ziehen ins innere
    • Dazwischen phagozytierende Retikulumzelle (auch in lyphatischen Organen)
  • Lymphatisches Gewebe 
    • In den Zwischenräumen
    • Zur Vermehrung der Lyphozyten
  • Äusserer Rindenzone
    • Rindenfollikeln: kugelförmige Verdichtungszentren 
      • Hpts B Lymphozyten
  • T Lymphozyten: zwischen Rinden- und Markzone
  • Innere Markzone:
    • Strangförmig gruppioerte B- Lymphozyten und Plasmazellen
  • Zufuhr von Lymphe
    • Über mehrer Vasa afferentia
    • Auf der Konvexen Seite
    • Durchfliesst den Sinus 
  • Abfuhr der Lymphe 
    • Über ein oder zwei Vasa efferntia 
    • Auf der Konkaven seite 

Lymphknotenschwellung (Lymphome)

  • Bei krankhafter Veränderungen im Bereich des Zuflussgebietes 
  • Reagieren mit Schwellung, Verhärtung und/oder Schmerzhaftigkeit
    • Bei Entzündung Druckschmerzhaft und gut verschiebbar 
    • Tumorerkrankung: schmerzlos, typischerweise unverschiebbar, mit dem umgebenen Gewebe verbacken

die Milz 

  • 150 g
  • Im linken Oberbauch, unter dem Zwerchfell
  • Milzhilus
    • Eintrits- und Austrittsort der A. lienalis und V. lienalis 
  • Bindegewebe
    • Derbe Bindegewebshaut um die Niere
    • Trabekel ziehen in das Organinnere, bilden ein 3 dimensionales Netzwerk 
  • Pulpa
    • Von Netzwerkt umschlossen
    • Eigentliches Milzgewebe 
    • Rote Pulpa: ausgedehntes, dunkelrotes Gewebe 
      • Enthält die Weisse Pulpa: weisse Stippchen
      • Volumenverhältnis von 3:1 
      • Aus grossen Bluträumen (Sinus)
    • Weisse Pulpa
      • Aus lymphatischem Gewebe 
      • Kugelförmige Lymphfollikel

Funktion der Milz 

  • Gesicherte Funktionen
    • Identifizierung und Abbau von überalterten Blutzellen 
      • Zusammen mit dem Monozyten- Makrophagen System der Leber und im Knochenmark
    • Abfangen und Abbau von Gerinnungsprodukten
    • Vergeburtliche Hämatopoese (Blutbildung)
  • Die Milz ist nicht lebenswichtig für Erwachsene 
    • Übernahme der Funktionen durch die Leber, Knochenmark und andere lymphatische Organen 

Thymus (Bries) bau 

  • liegt im vorderen Mediastinum über dem Herzbeutel
  • Bei Kindern und Jugendliche voll ausgebildet, 40g schwer 

Aufbau

  • Zarte Bindegewebskapsel
  • Besteht aus 2 Lappen die in glatte Läppchen unterteilt sind
  • Gewebsgerüst aus einem Netz von verzweigten, epithelialen Retikulumzellen. Unterscheidung:
    • Thymusrinde
      • Peripher
      • Enthält viele T-Lymphozyten und deren Vorläuger
      • Dunkel
    • Tymusmark
      • Zentral
      • Lymphzytenarm

Funktion des Thymus 

  • Im Kindesalter die Prägung der T- Lymphzyten
    • Vorläufer der T- Lymphozyten wandern in die Thymusrinde ein und vermehren sich dort
    • Nur T-Lymphozyten verlassen den Tyhmus die sich gegen körperfremde und nicht gegen körpereigene Substanzen richten
      • Dafür Kontakt der reifen Lymphozyten mit den Retikulumzellen von Bedeutung 
    • Sezernierung verschiedener Hormone
      • Wahrscheinlich Wachstumsfaktoren des Immunsystems 

Mobud Hodgkin 

  • Symptome: schmerzlose Lymphknotenvergösserung, Leistungsknick, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschweiss und unklares Fieber
  • Diagnose: Entfernung und feingewebliche Untersuchung verdächtiger Lymphknoten
  • Therapie: Bestrahlung und/ oder Chemotherapie
  • Gute Prognose

Non Hodgkin Lymphom 

  • Unterschiedliche Formen
  • Schlechtere Prognose 
  • Plasmozytom:
    • Eine Plasmazelle entartet und produziert eine Unmenge an Antikörpern
    • Symptome: Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Niereninsuffizienz und pathologische Frakturen (fressen sich in gesundes Knochengewebe)
    • Diagnose: Nachweis von Bence- Jones Proteine im Urin

Übersicht der Entwicklung der Blutzellen 

Albumin

  • Massenmässig das wichtigste Plasmaeiweiss 60% 
  • Verantwortlich für die Erhaltung des Plasmavolumens 
  • Konzentration im Blutplasma 35 – 50g/l
  • Mangel führt zu Ödembildungen 

Einteilungen von Abwehrmechanismen 

Mechanismen der unspezifischen äusseren Immunabwehr 

Einteilung der inneren Abwehr 

  • unspezifische Abwehrmechanismen
    • gegen viele Krankheitserreger mit gemeinsamen Merkmalen
  • Spezifische Immunität
    • gegen bestimmte Krankheitserreger mit spezif. Merkmalen
  • Humorlae Immunität
    • Bildung von Antikörpern durch die B- Lymphozyten
  • Zellvermittelnte Immunitot
    • von den T- Lymphozyten getragen
    • erkkenen körpereigenens und körperfremdes Material
  • HLA System: Humanes Leukozyten Antigen System
    • genetisches Kontrollsystem
    • Kooperation  für humorales und zellvermittelte Immunsysteme 

Übersicht über das Immunsystem 

die 3 Abwehrlinien

1. Abwehrlinien 

  • Intakte HAut oder Schleimhaut
  • Säuremantel der Haut
  • Antibakterielle Fettsäuren die Talgdrüsen bilden
  • Flüssigkeitsstrom der Schleimhäute 
  • Besiedlung der Körperoberfäche mit Bakterien (Standortflora)

Ablauf der Phagozytose 

Mikrophagen

  • neutrophile Granulozyten 

unspezifische zelluläre Abwehr durch Makrophagen

  • angeboren, keine Gedächtnisfunktion 

Makrophagen als antigenpräsentierende Zellen

  • Stimulierung der T Zelle durch antigenpräsentierende Zellen 

Stimulierung der B Zelle durch eine aktiver T Helferzelle 

  • T Helferzelle stimuliert eine B Zelle durch Botenstoffe
    • interleukine, Lymphokine
  • bewirkt die Bildung von Plasmazellen --> Produktion von Antikröpern
  • Aktivierung der Makrophagen durch Antigen- Antikörper Komplex auf der Bakterienoberfläche
    • Opsonierung 

Immunoglobuline des Blutplasmas 

  • Antikörper 

spezifische humorale Abwehr durch B- Lymphozyten 

  • Bildung von Antikörpern durch B - Lymphozyten 
  • 1. B gedächtniszellen speichern die Informaktionen über den Antigen- Antikörper Kontakt 
  • 2. Exposition: schnellere und verstärkte Antikörperbildung 

Antigen Antikörper Reaktion 

  • grosse IgM Antikörper mit mehreren Bindungsstellen für Antigene
    • Agglutinieren Fremdzellen
  • Aufnahme des Komplex durch pahgozytose 

Study