16. Schaltgeräte und Schutzorgane

16. Schaltgeräte und Schutzorgane

16. Schaltgeräte und Schutzorgane


J. L.
Diese Lernkarten behandeln auf Berufslehre-Niveau die Funktionsweise und Anwendung von Schaltgeräten und Schutzorganen in der Elektrotechnik. Sie erklären die Eigenschaften von Schaltern, Relais und verschiedenen Schmelzsicherungen wie NH-Sicherungen, deren Aufbau, Funktion und Einsatzbereiche. Die Karteikarten vermitteln auch das Wissen über Überstromschutzorgane, deren Selektivität und die Unterschiede zwischen Erd- und Kurzschlüssen. Elektriker und Elektrotechnik-Interessierte profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Schutzeinrichtungen und deren korrekter Anwendung.
Karten
68
Lernende
19
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
24.09.2018 / 19.12.2023

Lernkarten

16.5.1 Schmelzsicherungen

Aus was bestehen Schraubsicherungssysteme?

  • Sicherungssockel
  • Passeinsatz
  • Schmelzeinsatz
  • Schraubkappe

16.5.1 Schmelzsicherungen

Was sind Schmelzeinsätze?

Sind Zylindrische Hohlkörper aus Porzellan, die mit Quarzsand zur Funkenlöschung gefüllt sind. Durch den Quarzsand führen ein odr mehrere Schmelzleiter, die den Fusskontakt mit dem Kopfkontalt verbinden.  Neben dem Schmelzleiter wird vom Fusskontakt auf ein Haltedraht.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Aus welchem Grund werden Überstrom-Schutzeinrichtungen eingesetzt?

  • Leitungsschutz
  • Personenschutz
  • Brandschutz
  • Apparatenschutz

16.5.1 Schmelzsicherungen

  1. Wann spricht man von Überstrom?
  2. Welche Überströme unterschiedet man aufgrund ihrer Ursache?

  1. Wenn der Betriebsstrom grösser als der Bemessungsstrom (Nennstrom) ist.
  2. ÜBERLASTstrom, KURZSCHLUSSstrom, ERDSCHLUSSstrom

16.5.1 Schmelzsicherungen

Erkläre anhand einer Skizze den a.) Erdschluss b.) 1-poliger Kurzschlusstrom c) 2-poliger Kurzschlusstrom  d.) 3-poliger Kurzschlusstrom 

Siehe Skizze

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wie gross können Kutzschlusströme in Hausinstallationen etwa sein?

Einige 100A, in Ausnahmefällen bis zu 1000A

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wie werden Kurzschlusströme berechnet?

Ik= U0/Rschlaufe

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wodurch unterscheidet sich ein Erschlusstrom von einem Kurzschlusstrom grössenmässig?

Ein Erdschlusstrom kann z.B infolge eines schlechten Isolierwiderstandes nur wenige mA betragen

16.5.1 Schmelzsicherungen

Womit können Erdschlusströme begrenzt werden?

Mit Überstromunterbrecher oder Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD/FI)

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Überstromschutzorgane können überströme rechtzeitig abschalten a.) in Leitungen b.) in Appaaraten , Motoren oder Geräten

a.) Schmelzsicherungen, LS, Motorschutzschalter, Leistungsschalter

b.) Apparate und Motorschutzschalter mit thermischer Auslösung (Bimetall), Geräteschutzeinrichtungen= Feinsicherungen

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Überstromunterbrecher können Kurzschlusströme rechtzeitig abschalten?

  • Hochleistungs-schmelzsicherung
  • Normalleistungs-Schmelzsicherung
  • Kleinleistungssicherungen  (bis zu 1.5kA)
  • Leitungsschutzschalter LS
  • elektromagnetische Schnellauslösung von Motorschutzschalter

16.5.1 Schmelzsicherungen

Warum kann eine Schmelzsicherung oder ein LS eine Motorenwicklung nicht schützen?

Ein Motor nimmt Schaden bei kleinen Überströmen die länger dauern (einige Minuten). Nei kurzzeitigen Überströmen (Anlaufstrom) darf das Schutzorgan nicht auslösen.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Was versteht man unter Selekivität bei Übertstromschutzorgane?

Es soll immer das Schutzorgan ansprechen, welches and der Fehlerquelle am nächsten liegt ( unmittelbar vorgeschaltet ist)

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Schmelzsicherungen unterscheidet man Aufgrund ihres Schaltvermögens?

  • Geräteschutzsicherung
  • Kleinleistungssicherung (KLS)
  • Normalleistungssicherungn (NLS) 
  • Hochleistungssicherung (NHS)

16.5.1 Schmelzsicherungen

Warum hat der Schmelzsicherung in der Mitte eine Verengung?

Für eine klar definierte Abschmelzstelle innerhalb des Quarzsandes.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Aus welchen Materialien bestehen Schmelzleiter?

 

Silber, bei grossen Überstromunterbrecher aus Kupfer.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wodurch kann der Schmelzpunkt des Schmelzleiters verändert werden?

  • Löcher anbringen
  • Durch Anbringen chemischer Substanzen 
  • Durch Anbringen metallischer Lote

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Aufgabe hat der Quarzsand bei einer Schmelzsicherung?

Es löscht den Lichtbogen

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wie sieht eine Geräteschutzsicherung aus?

Glasröhrchen ohne Quarzsand

16.5.1 Schmelzsicherungen

Was vermag eine Geräteschutzsicherung auszuschalten b.) was nicht? c.) Wieso nicht?

a.) Überlast b.) Kurzschlüsse c.) Sie hat keinne  Quarzsand um den Lichtbogen zu löschen.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wie kann verhindert werden , dass aus Versehen eine zu grosse Sicherung eingesetzt wird?

Passeinsätze, Beschriftung mit max. NEnnstrom und Trägheitsgrad

16.5.1 Schmelzsicherungen

Was heisst KLS?

Kleinleistungssicherung

16.5.1 Schmelzsicherungen

Wo werden Kleinleistungssicherungen (KLS) eingesätzt?

  • In Steuerungen zum Schutze der Steuerleitungen
  • Bei Niedervolttransformatoren

16.5.1 Schmelzsicherungen

Worin unterscheiden sich KLS und Geräteschutzsicherungen?

KLS hat ein Porzellanröhrchen, welches mit Quarzsand gefüllt ist. Damit kann ein Ik von bis 1500A geschaltet werden.

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Grössen unterscheidet man bei Diazed.Sicherungselementen? b.) Welche Nennströme können die einsetzbaren Schmelzsicherungen maximal haben.? 

a.) DI, DII, DIII

b.) DI=bis zu 16A

DII= bis zu 25A

DII= bis zu 63A

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welchen Kurzschlusstrom könne DIAZED Sicherungssysteme schalten

DI = 10kA

DII = 50kA

DIII = 50kA

16.5.1 Schmelzsicherungen

Welche Vorschriften bestehen betreffs Zugänglichkeit von NHS? Wie wird die Vorschrift erfüllt?

NHS dürfen nur für instruirte Personen zugänglich sein.

Zugang mit Werkzeug oder Schlüssel

16.5.2 NH-Schmelzsicherungen

Was sind Vorteile von NH Schmelzsicherungen?

  • Sehr hohes Schaltvermögen bei kleinen Abmessungen
  • Fein gestaffelte Selektivität
  • Geringe Verlustleistung
  • Zuverlässigkeit und Altersbeständigkeit sehr hoch
  • Einfache Handhabung
  • Kontaktdruck ist nicht vom Bediener abhängig.

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