1. HS ZHAW


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bakteriologie, einschließlich der Diagnose und Behandlung von Infektionen. Sie decken Themen wie Hautinfektionen, Bakterienarten, Antibiotika und Prophylaxe ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über bakterielle Erkrankungen und deren Management vertiefen möchten.
Karten
216
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.09.2018 / 19.09.2018

Lernkarten

Diagnose der Streptokokkeninfektion

  • Erregernachweis 
  • typische Symptome (z.B Scharlach, Erysipel)
  • Unterteilung in Arten und Typen durch ihr kulturverhalten, biochemisch und serologisch

Lokalinfektionen durch Streptokokken

  • Wundinfektionen
  • Impetigo contagiose
  • Erysipel
  • Phlegmone (Eitrige Entzündung)

Bakterielle bedingte Hauterkrankungen

  • flächenhafte Ausbreitung 
    • Streptokokken
  • abgekapselt 
    • Staphylokokken
  • Pyodermie: Hautinfektion mit Eiter 

Impetigo contagiose 

  • oberflächliche Infektion 
  • hpts Kinder, selten Erwachsene 
  • sehr ansteckend
  • kleinblasigen Impetigo contagiose
    • Streptokokken
    • kleine oberflächliche Blasen
    • können zu Pusteln werden und platzen 
    • häufig Gesicht und Extremitäten 
  • grossblasigen Impetigo ontagiose
    • staphylokokken
    • Blasen grössr und stabiler 

Behandlung von Impetigo contagiose 

  • aufweichen der Kruste mit Salben
  • lokal desinfiziert oder Antibiotika 
  • tlw systemische Gabe 

Hauptkomplikationen bei Impetigo contagiosa 

  • grossblasig: staphylogenes Lyell Syndrom
  • kleinblassig: Streptokokkenzweiterkrankung 

Allgemeintherapie bei Hautinfektionen

  • Therapiepflege 
  • desinfizierende Zubereitung oder saure Syndets zur Reinigung der Haut 
  • Bettwäsche und Kleidung häufig gewechselt 
  • Fingernägel kürzen und evt Handschuhe 
    • grosser Juckreiz 

Follikulitis 

oberflächliche Entzündung des Haarbalges, meist durch Staphylococcus aureus 

Furuniel

Tiefe Entzündung des Haarbalges mit Abszessbildung 

Furunkulose

Rezidivierendes oder kontinuierliches Auftreten mehrere Furunkel an verschiedenen Körperteilen über Jahre hinweg

Karbunkel

Flächenhafte, eitrige Entzündung durch Verschmelzung mehrerer Furunkel

Behandlungsstrategie bei Furunkeln

  • Follikulitis
    • keine Behandlung notwendig
    • Rivanol- oder Alkoholumschläge
  • Furunkel oder Karbunkel
    • Arzt eröffnet, ausgeräumt,
    • Mullstreifen eingelegt, mit Betaisodona getränkt
    • tgl Verband und Mullstreifen wechsel
  • Bei Lokalisation im Gesichtsbereich
    • systemische Antibiose
    • Kau und Sprechverbot 

Erysipel

  • Flächenhafte Entzündung der Haut und Unterhaut
  • meistens durch Streptokokken bedingt 
  • Erreger dringen über kleine Wunden ein und breiten sich aus 

Symptome Befund und Diagnostik der Erysipel

  • Inkubationszeit 1-3 d
  • hohes Fieber, Haut flammend gerötet, geschwollen, schmerzhaft, scharfe Abgrenzung der Rötung 
  • Diagnose anhand der typischen Klinik

Behandlung von Erysipel

  • systematische Penicilingabe (i.v, 10- 14d)
  • Bettruhe
    • Prophylaxen
    • Bein hochlagern
    • Gesichterysipel: flüssige Kost, Sprechbedarf, feuchte umschläge, kühlend und desinfizierend 

Prognosen bei Erysipel

  • prognose Gut 
    • Neigung zu Rezidiven
      • weniger dramatisch
      • Lymphstau durch schädigung der Lymphgefässe möglich 

Streptokokken Zweiterkrankung 

  • durch die Antigen- Antikörper Reaktionen
  • 1- 4 Wochen nach Abklingen der Infektion
  • Diagnose: Antistreptolysin Titer, (AST) erhöht 
  • akutes rheumatisches Fieber
    • schädigung der Herzklappen und Herzuskeln
  • akute Glomerulonephritis 

Behandlung von Streptokokken

  • Penicillin
  • Enterokokkeninfektionen mit Amoicillin 

Streptococcus pneumoniae 

  • grampositiv
  • lanzettförmige Diplokokken
  • Schleimkapsel
    • Unterteilung in 80 Typen durch Polysaccharide 
  • bestandteil der Mund- Rachen- Flora 
  • Erkrankungen: Pneumonie, Bronchopneumonie, Sinusitis, Otitis media, Empyeme, eitrige Meningits 
  • Übertragung durch Tröpfcheninfektion
  • Risiko: Alkohol, Tumorkranke, Pat. ohne Milz (Impfung möglich)

Enterokokken

  • mitglieder der normalen Darmflora (besonders Dünndarm)
  • viele Gemeinsamkeiten mit Streptokokken
  • Enterococcus faecium: hps in Darmflora, kaum bei Infektionen
  • Enterococcus faecalis: weniger häufig in Darm, häufiger bei Infektionen
  • grosse Neigung zu Antibiotikaresistenz
  • wichtiger Erreger von Urogenitalinfektionen
    • häufig Mischinfektionen 

NEisserien

  • semmelförmige Gestalt 
  • sowohl kommensale als auch Parasiten
  • Neisserla gonorrhoeasa (Gonokokken)

Neisserla gonorrhoeae 

  • Gonokokken
  • Erreger der Gonorrhoe
  • gramnegativ
  • semmelförmig 
  • intrazellulärre Lagerung in Eiterzellen
  • obligate Schleimhautparasiten
    • nur Zylinder und Übergangsepithel, befallen kein Plattenepithel
  • grosse Umweltempfindlichkeit
  • Differenzierung anahnd biochemischer Reaktionen
  • oxidasepositiv: spalten Glucose in verschiedene Zucker 

Pathogenese und Klinik der Gonokokken

  • Übertragung durch Geschlechtsverkehr 
  • Inkubationszeit von 2-5d
  • Akut: Brennen beim Harnlassen und eitrigen Ausfluss
    • Harnröhre, bei Frauen auch Zervix befallen. Tlw auch Rektalschleimhaut und Tonsillen
  • Chronisch: Infektion steigt auf 
    • Mann; Prostata, Nebenhoden
    • Frau, Uterus, Tubus, Ovar
    • selten Fernkomplikationen, Monarthritis (häufig re Kniegelenk) und Endokarditis
    • Folge: Sterilität 
  • Neugeborene; bei Geburt Infektion möglich
    • eintrige Bindehautentzündung mit möglicher Erblindung 
    • Eindämmung durch Crede'sche Prophylaxe. (AT nach Geburt)

Epidemiologie der Gonorrhoe 

  • Verbreitung weltweit 
  • Häufigkeit und Vorkommen von sozialen und ethischen Faktoren abhängig
    • Notzeiten, häufiger Parnterwechsel, Prostitution
  • Gonkokkenkeimträger: nicht Erkrankt aber überträger 
  • Erkrankte sind verpflichtet sich zu behandeln, Ärzte verpflichtet die Erkrankung zu melden 

Diagnose der Gonorrhoe

  • Erregernachweis 
  • mikroskopisches Präparat (Methylenblau oder Gram Färbung) und Kultur 
  • chronische Gonorrhoe: spezifische Antikörper nachweisbar 

Therapie von Gonorrhoe

  • Penizilin G
  • bei Therapieversagen ausweichen auf andere Antibiotika 

Neissera meiningitidis 

  • Meningokokken
  • verursachen eine eitrige Meningitis 

Eigenschaften Meningokokken

  • gleicht mikroskopisch und in Kultur den Gonokokken
  • biochemische Differenzierung und Einteilung in Serotypen 

Pathogenese und Klinik der Meningokokken

  • kommen nur beim Menschen vor 
    • normalen Rachenflora bei 20%
  • Wieso es zu Erkrankung kommt ist nich klar 
  • Anfangs; Angina, Pharyngitis 
  • Danach einbruch in Blutbahn.
  • Meningen sind hpts Ansiedlungsstellen
    • weitere Organe: Endokard, Lunge, grosse Gelenke, Haut, Nebenniere 

Meningokokensepsis 

  • selten
  • Waterhouse- Fridrichsen Syndrom
    • innerhalb von stunden zum tod führen
    • Blutungen in Nebenniere und Haut 
  • schlagartige Symptome 
    • Kopfschmerzen, Erbrechen, Fieber, Genickstarre, Bewustseinstrübung 

Epidemiologie der Meinigokokkenmeningits 

  • Weltweit 
  • saisonale Häufung in den Frühjahresmonaten
  • alle 7 - 12 Jahren epidemieartigen Ausbrüche 
  • verhältnis männlich: weiblich 5:1 

Enterobakterien

  • Enterobacteriaceae 
  • grosser Artenreichtumg 
  • Teil der Flora in Darm von Mensch und Tier 
  • die Meisten fakultativ pathogene Krankheitserregern

Citrobacter 

  • Harn- und Atemwegsinfektionen
  • Wundinfektionen

Enterobacter 

  • Enterobakterium
  • HWI
  • Pneumonien
  • Wundinfektionen
  • Meningitis

Escherichia coli

  • Enterobakterium
  • Enteritis
  • Harn- und Gallenwegsinfektion
  • Wundinfektion
  • Meningits 

Hafnia 

  • Enterobakterium
  • Wundinfektionen
  • Pneumonien
  • HWI

Klebsiellen

  • Enterobakterium
  • Atemwegsinfektionen (friedländer Pneumonien)
  • Harn- und Gallenwegsinfektion 

Proteus, Providentia, Morganella 

  • Enterobakterien
  • Harn- und Atemwegsinfekte
  • chronische Mittelohrentzündungen
  • Meningitis 

Salmonellen

  • Enterobakterien
  • Gastroenteritis 
  • Typhus 
  • Paratyphus 

Serratia

  • Enterobakterium
  • Harn- und Gallenwegsinfektion
  • Wundinfektion

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