1. HS ZHAW
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Lernkarten
Diagnose der Streptokokkeninfektion
- Erregernachweis
- typische Symptome (z.B Scharlach, Erysipel)
- Unterteilung in Arten und Typen durch ihr kulturverhalten, biochemisch und serologisch
Lokalinfektionen durch Streptokokken
- Wundinfektionen
- Impetigo contagiose
- Erysipel
- Phlegmone (Eitrige Entzündung)
Bakterielle bedingte Hauterkrankungen
- flächenhafte Ausbreitung
- Streptokokken
- abgekapselt
- Staphylokokken
- Pyodermie: Hautinfektion mit Eiter
Impetigo contagiose
- oberflächliche Infektion
- hpts Kinder, selten Erwachsene
- sehr ansteckend
- kleinblasigen Impetigo contagiose
- Streptokokken
- kleine oberflächliche Blasen
- können zu Pusteln werden und platzen
- häufig Gesicht und Extremitäten
- grossblasigen Impetigo ontagiose
- staphylokokken
- Blasen grössr und stabiler
Behandlung von Impetigo contagiose
- aufweichen der Kruste mit Salben
- lokal desinfiziert oder Antibiotika
- tlw systemische Gabe
Hauptkomplikationen bei Impetigo contagiosa
- grossblasig: staphylogenes Lyell Syndrom
- kleinblassig: Streptokokkenzweiterkrankung
Allgemeintherapie bei Hautinfektionen
- Therapiepflege
- desinfizierende Zubereitung oder saure Syndets zur Reinigung der Haut
- Bettwäsche und Kleidung häufig gewechselt
- Fingernägel kürzen und evt Handschuhe
- grosser Juckreiz
Follikulitis
oberflächliche Entzündung des Haarbalges, meist durch Staphylococcus aureus
Furuniel
Tiefe Entzündung des Haarbalges mit Abszessbildung
Furunkulose
Rezidivierendes oder kontinuierliches Auftreten mehrere Furunkel an verschiedenen Körperteilen über Jahre hinweg
Karbunkel
Flächenhafte, eitrige Entzündung durch Verschmelzung mehrerer Furunkel
Behandlungsstrategie bei Furunkeln
- Follikulitis
- keine Behandlung notwendig
- Rivanol- oder Alkoholumschläge
- Furunkel oder Karbunkel
- Arzt eröffnet, ausgeräumt,
- Mullstreifen eingelegt, mit Betaisodona getränkt
- tgl Verband und Mullstreifen wechsel
- Bei Lokalisation im Gesichtsbereich
- systemische Antibiose
- Kau und Sprechverbot
Erysipel
- Flächenhafte Entzündung der Haut und Unterhaut
- meistens durch Streptokokken bedingt
- Erreger dringen über kleine Wunden ein und breiten sich aus
Symptome Befund und Diagnostik der Erysipel
- Inkubationszeit 1-3 d
- hohes Fieber, Haut flammend gerötet, geschwollen, schmerzhaft, scharfe Abgrenzung der Rötung
- Diagnose anhand der typischen Klinik
Behandlung von Erysipel
- systematische Penicilingabe (i.v, 10- 14d)
- Bettruhe
- Prophylaxen
- Bein hochlagern
- Gesichterysipel: flüssige Kost, Sprechbedarf, feuchte umschläge, kühlend und desinfizierend
Prognosen bei Erysipel
- prognose Gut
- Neigung zu Rezidiven
- weniger dramatisch
- Lymphstau durch schädigung der Lymphgefässe möglich
- Neigung zu Rezidiven
Streptokokken Zweiterkrankung
- durch die Antigen- Antikörper Reaktionen
- 1- 4 Wochen nach Abklingen der Infektion
- Diagnose: Antistreptolysin Titer, (AST) erhöht
- akutes rheumatisches Fieber
- schädigung der Herzklappen und Herzuskeln
- akute Glomerulonephritis
Behandlung von Streptokokken
- Penicillin
- Enterokokkeninfektionen mit Amoicillin
Streptococcus pneumoniae
- grampositiv
- lanzettförmige Diplokokken
- Schleimkapsel
- Unterteilung in 80 Typen durch Polysaccharide
- bestandteil der Mund- Rachen- Flora
- Erkrankungen: Pneumonie, Bronchopneumonie, Sinusitis, Otitis media, Empyeme, eitrige Meningits
- Übertragung durch Tröpfcheninfektion
- Risiko: Alkohol, Tumorkranke, Pat. ohne Milz (Impfung möglich)
Enterokokken
- mitglieder der normalen Darmflora (besonders Dünndarm)
- viele Gemeinsamkeiten mit Streptokokken
- Enterococcus faecium: hps in Darmflora, kaum bei Infektionen
- Enterococcus faecalis: weniger häufig in Darm, häufiger bei Infektionen
- grosse Neigung zu Antibiotikaresistenz
- wichtiger Erreger von Urogenitalinfektionen
- häufig Mischinfektionen
NEisserien
- semmelförmige Gestalt
- sowohl kommensale als auch Parasiten
- Neisserla gonorrhoeasa (Gonokokken)
Neisserla gonorrhoeae
- Gonokokken
- Erreger der Gonorrhoe
- gramnegativ
- semmelförmig
- intrazellulärre Lagerung in Eiterzellen
- obligate Schleimhautparasiten
- nur Zylinder und Übergangsepithel, befallen kein Plattenepithel
- grosse Umweltempfindlichkeit
- Differenzierung anahnd biochemischer Reaktionen
- oxidasepositiv: spalten Glucose in verschiedene Zucker
Pathogenese und Klinik der Gonokokken
- Übertragung durch Geschlechtsverkehr
- Inkubationszeit von 2-5d
- Akut: Brennen beim Harnlassen und eitrigen Ausfluss
- Harnröhre, bei Frauen auch Zervix befallen. Tlw auch Rektalschleimhaut und Tonsillen
- Chronisch: Infektion steigt auf
- Mann; Prostata, Nebenhoden
- Frau, Uterus, Tubus, Ovar
- selten Fernkomplikationen, Monarthritis (häufig re Kniegelenk) und Endokarditis
- Folge: Sterilität
- Neugeborene; bei Geburt Infektion möglich
- eintrige Bindehautentzündung mit möglicher Erblindung
- Eindämmung durch Crede'sche Prophylaxe. (AT nach Geburt)
Epidemiologie der Gonorrhoe
- Verbreitung weltweit
- Häufigkeit und Vorkommen von sozialen und ethischen Faktoren abhängig
- Notzeiten, häufiger Parnterwechsel, Prostitution
- Gonkokkenkeimträger: nicht Erkrankt aber überträger
- Erkrankte sind verpflichtet sich zu behandeln, Ärzte verpflichtet die Erkrankung zu melden
Diagnose der Gonorrhoe
- Erregernachweis
- mikroskopisches Präparat (Methylenblau oder Gram Färbung) und Kultur
- chronische Gonorrhoe: spezifische Antikörper nachweisbar
Therapie von Gonorrhoe
- Penizilin G
- bei Therapieversagen ausweichen auf andere Antibiotika
Neissera meiningitidis
- Meningokokken
- verursachen eine eitrige Meningitis
Eigenschaften Meningokokken
- gleicht mikroskopisch und in Kultur den Gonokokken
- biochemische Differenzierung und Einteilung in Serotypen
Pathogenese und Klinik der Meningokokken
- kommen nur beim Menschen vor
- normalen Rachenflora bei 20%
- Wieso es zu Erkrankung kommt ist nich klar
- Anfangs; Angina, Pharyngitis
- Danach einbruch in Blutbahn.
- Meningen sind hpts Ansiedlungsstellen
- weitere Organe: Endokard, Lunge, grosse Gelenke, Haut, Nebenniere
Meningokokensepsis
- selten
- Waterhouse- Fridrichsen Syndrom
- innerhalb von stunden zum tod führen
- Blutungen in Nebenniere und Haut
- schlagartige Symptome
- Kopfschmerzen, Erbrechen, Fieber, Genickstarre, Bewustseinstrübung
Epidemiologie der Meinigokokkenmeningits
- Weltweit
- saisonale Häufung in den Frühjahresmonaten
- alle 7 - 12 Jahren epidemieartigen Ausbrüche
- verhältnis männlich: weiblich 5:1
Enterobakterien
- Enterobacteriaceae
- grosser Artenreichtumg
- Teil der Flora in Darm von Mensch und Tier
- die Meisten fakultativ pathogene Krankheitserregern
Citrobacter
- Harn- und Atemwegsinfektionen
- Wundinfektionen
Enterobacter
- Enterobakterium
- HWI
- Pneumonien
- Wundinfektionen
- Meningitis
Escherichia coli
- Enterobakterium
- Enteritis
- Harn- und Gallenwegsinfektion
- Wundinfektion
- Meningits
Hafnia
- Enterobakterium
- Wundinfektionen
- Pneumonien
- HWI
Klebsiellen
- Enterobakterium
- Atemwegsinfektionen (friedländer Pneumonien)
- Harn- und Gallenwegsinfektion
Proteus, Providentia, Morganella
- Enterobakterien
- Harn- und Atemwegsinfekte
- chronische Mittelohrentzündungen
- Meningitis
Salmonellen
- Enterobakterien
- Gastroenteritis
- Typhus
- Paratyphus
Serratia
- Enterobakterium
- Harn- und Gallenwegsinfektion
- Wundinfektion