1. HS ZHAW
-
- 1 / 216
-
Lernkarten
Staphylokokken Eigenschaften
- grampositiv
- sporenlos
- unbeweglich
- fakultativ anaerobe
- Haufenkokken
- gehören zur normalen Körperflora und teilweise pathogen
Unterscheidund pathogene und fakultativ pathogene Staphylokokken
- Nachweis des Enzxms Koagulase
Staphylococcus aureus vorkommen
- bei gesunden menschen in:
- vorderen Nasenbereich
- selten in der Rachenflora
- bestimmte Bereiche der Hautflora
- Perineum
- sporadisch in der Darmflora
Eigenschaften von Staphylococcus aureus
- keine besonderen Nährstoffansprüche
- Kolonien meist gelb pigmentiert, tlw auch weiss
- auf Blutagar eine Hämolyse
- Clumpingfaktor
- in der Zellwand
- führt über Fibrinogen zur Verklumpung des Plasmas
- Protein A
- Zellwandoberfläche
- schützt vor Phagozytose
Koagulase
- Exoenzym wirkt auf das Prothrombin
- bildet Staphlothrombin --> bewirkt Plasmakoagultion
- ähnlich der Blutgerinnung
- können dadurch eine schützende Fibrinwall gegen die Abwehrmechanismen bilden
- Grund für die Abszessbildung
Hämolysine
- es gibt 4 Hämolysinen (Alpha, Beta, Gamma, Delta)
- a Hämolyse ist am wichtigsten
- Aktivitätszusammenbruch von Organzellen
- besonders Ganglien
- Aktivitätszusammenbruch von Organzellen
Leukocidin
- schädigt spezifisch die Leukozyten
- stört die Phagozytose
Fibrinolysin
- aktiviert Plasminogen, bildet Plasmin
- zur fibrinauflösung
- zur Aursbreitung
Hyaluronidase
- löst Hyaluonsäue auf
- intrazellulär
- begünstigt die Ausbreitung
Proteasen
- zum Eiweissabbau
- zur Nutzung im eigenen Stoffwechsel
- teilweise Protease zur aktivierung von Hämaglutinin
- entscheident für Influenzaviren
- fördern das Ausmass der Infektion
Lipasen
- Zersetzung von Lipoide
- verwendung im eigenen Stoffwechsel
Enterotoxine
- 1/3 der Staphylokokken kann Enterotoxine bilden
- Wirkung und Umstände ungeklärt
Exfoliativtoxine
- verursachen eine intraepidermale Spaltbildung
- bewirkt da Staphylococcal Scalded Skin Syndrom (SSSS)
- Toxic shock Syndrom Toxin
- bewirkt TSST
Pathogenese der Staphylokokken
- grosse Unterschiede in der Virulenz
- auf Haut und Schleimhautoberfläche nur eine Infektion bei einer Vorschädigung und lokalen Resistenzminderung
- häufig Eiterbildung
Epidemiologi der Staphyloccocus Aureus
- Erregerresorvoir ist der Mensch
- Vermehrung nur im Körper oder bestimmten Lebensmitteln (Milchprodukten, Fleischwaren ua)
Ursachen für Nosokomiale Staphylococcus aureus Infektionen
- menschliche Träger
- Katheter
Krankheitsbilder durch Staphylococcus aureus
- Lokalinfektion
- Wundinfektionen, Furunkel, Karbunkel
- Systemische Erkrankungen
- Mastitis puerperalis, Osteomyelitis
- Staphylogene Lyell Syndromm und toxisches Schocksyndrom
Behandlungsstrategie von Staphylococcen
- Staphylokokkenpenicilline
- staphylokokkengeeignete Cephalosporine
- chirurgische Drainage der Abkapselung
Resistenz der Staphyloccocus aureus
- Ersatzpräparat für Antibiotika: Vancomycin
- Massnamen zur Ausbreitungsverhinderung
- Isolation
- Schutzkleidung, Handschuhe, Mundschutz
- penible Händehygiene
- tägliche Desinfektion patientennaher Flächen
- Haut und Haare mit speziellen Präparaten waschen
- Gebrauchsgegenstände desinfizieren
Lyell Syndrom
- Staphylokokkeninfektion
- Grossflächig blasige Abhebung der Epidermis
- schmerzhafte Erosionen
- Lebensbedrohlich
- SSS Syndrom bei Säuglinen und Kleinkinder
Streptokokken Aufbau
- grampositive Kugelbakterien
- oft kettenförmig aneinander gereiht
- sporenlos
- fakulativ anaerob
- Erreger eitriger Infektionen
- flächenhafte Ausbreitung
Einteilung der Streptokokken nach:
- Fähigkeit den roten blutstoff aufzulösen
- nicht, teilweise und vollständig hämolysierend (alpha, beta, gamma)
- antigenen Eigenschaften
- Gruppe A- Q
Alpha Hämolyse
- Blutfarbstoff wird bei erhaltenem EC zum Methämoglobin umgewandelt
Beta Hämolyse
- hämolysierende Streptokokken
- EC und Blutfarbstoff werden völlig zerstört
gamma Hämolyse
- anhämolysierende Streptokokken
- EC und roter Blutfarbstoff werden nicht abgebaut
Antigene Substanzen der Streptokokken
- C substanz
- Kohlenhydrat
- ermöglicht die Unterteilung in serologischen Gruppen (A- U)
- T Substanz
- Antigen der Zellwandproteine
- zur serologischen Typenbestimmung
- M Substanz
- Eiweiss
- an der Zelloberfläche lokalisiert
- pathogene Bedeutung; hemmen die Phagozytose
- unterteilt serologische Gruppe A in 10 Untergruppen
Eigenschaften der Streptokokken
- biologisch sehr aktiv
- geben viele Exoenzyme und Toxine ab
Streptolysine
- erytrosytenauflösende Enzyme der Streptokokken
- Streptolysin S
- Streptokinas
- Hyaluronidase
- Desoxyribonuclease
- Erytrhogene Toxine
- Proteasen
Streptolysin S
- Sauerstoffstabil
- nicht anigen
- Bedeutung unklar
Streptokinase
- Fibrionlysin
- löst Fibrin auf
- evt mitverantwortlich für die grosse Ausbreitungstendens
- abgegeben von den Stämmen A, G und C
Streptolysin O
- starke Atigenität
- bewirkt die bildung von Antigenen die serologisch nachweisebar sind
- gebildet von Gruppen A, G und C
Hyaluronidase
- spreading factor
Desosyribonuclease
- DNase, Streprodornase
- baut DNS ab
- antigen, zur Diagnose benutzt
Erythrogene Toxine
- Scharlach oder Dicktoxine
- von fast allen Stämmen der Gruppe A gebildet
- pyrogen
- Ursache für Scharlachexanthems
Wichtige Streptokokken mit Gruppenantigen
- Streptococcus pygoenes (Gruppe A)
- Streptococcus agalictia (Gruppe B)
- Gruppe C und G
- Streptokokken ohne Gruppenantigen
Streptococcus pyogenes
- Gruppe A
- meisten und gefährlichsten Streptokokkeninfektionen
- b- hämolysierende Streptokokken
- vorkommen fast nur beim Mensch
- Bestandteil der Mund- Rachen- Flora gesunder Menschen
- hohe biologische Aktivität
- bilden Phlegmone
Streptococcus pyogenes Infektionen
- Phlegmone
- Erysipel
- Impetigo
- Streptokokkenangina
- Scharlaach
- Puerpalsis
- Folgeerscheinunen: Glomerulonephritis, akutes rheumatisches Fieber, Myokarditis, Chorera minor
- Schädigung der Gelenke, Myokard, Nierengewebe
- Autoimmungeschehen
Streptococcus agalactiae
- Gruppe B
- vorkommen hpts beim Rind
- Neugeborenen und Säuglinen Sepsis und/oder Meningitis
- nach Problemgeburten
- Wundinfektionen und HWI
Gruppe C und G
- beta- hämolysierende Streptokokken
- Bedeutung geringer
Streptokokken ohne Gruppenantigen
- vergrünenden und nichthämolysierende Streptokokken
- hpts bewohner der Mundhöhle
- Einzelne Vertreter sind als Infektionserreger bekannt