1. HS ZHAW


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bakteriologie, einschließlich der Diagnose und Behandlung von Infektionen. Sie decken Themen wie Hautinfektionen, Bakterienarten, Antibiotika und Prophylaxe ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über bakterielle Erkrankungen und deren Management vertiefen möchten.
Karten
216
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.09.2018 / 19.09.2018

Lernkarten

Staphylokokken Eigenschaften

  • grampositiv
  • sporenlos
  • unbeweglich
  • fakultativ anaerobe 
  • Haufenkokken
  • gehören zur normalen Körperflora und teilweise pathogen

Unterscheidund pathogene und fakultativ pathogene Staphylokokken

  • Nachweis des Enzxms Koagulase

Staphylococcus aureus vorkommen

  • bei gesunden menschen in:
    • vorderen Nasenbereich
    • selten in der Rachenflora
    • bestimmte Bereiche der Hautflora
      • Perineum
    • sporadisch in der Darmflora 

Eigenschaften von Staphylococcus aureus 

  • keine besonderen Nährstoffansprüche
  • Kolonien meist gelb pigmentiert, tlw auch weiss
  • auf Blutagar eine Hämolyse
  • Clumpingfaktor
    • in der Zellwand 
    • führt über Fibrinogen zur Verklumpung des Plasmas 
  • Protein A
    • Zellwandoberfläche 
    • schützt vor Phagozytose 

Koagulase

  • Exoenzym wirkt auf das Prothrombin
  • bildet Staphlothrombin --> bewirkt Plasmakoagultion
    • ähnlich der Blutgerinnung 
  • können dadurch eine schützende Fibrinwall gegen die Abwehrmechanismen bilden
    • Grund für die Abszessbildung 

Hämolysine 

  • es gibt 4 Hämolysinen (Alpha, Beta, Gamma, Delta)
  • a Hämolyse ist am wichtigsten
    • Aktivitätszusammenbruch von Organzellen
      • besonders Ganglien

Leukocidin

  • schädigt spezifisch die Leukozyten
  • stört die Phagozytose 

Fibrinolysin

  • aktiviert Plasminogen, bildet Plasmin
  • zur fibrinauflösung 
    • zur Aursbreitung 

Hyaluronidase

  • löst Hyaluonsäue auf 
    • intrazellulär
  • begünstigt die Ausbreitung 

Proteasen

  • zum Eiweissabbau
  • zur Nutzung im eigenen Stoffwechsel
  • teilweise Protease zur aktivierung von Hämaglutinin
    • entscheident für Influenzaviren
    • fördern das Ausmass der Infektion

Lipasen

  • Zersetzung von Lipoide
    • verwendung im eigenen Stoffwechsel

Enterotoxine 

  • 1/3 der Staphylokokken kann Enterotoxine bilden
  • Wirkung und Umstände ungeklärt

Exfoliativtoxine 

  • verursachen eine intraepidermale Spaltbildung 
  • bewirkt da Staphylococcal Scalded Skin Syndrom (SSSS)
  • Toxic shock Syndrom Toxin 
    • bewirkt TSST 

Pathogenese der Staphylokokken

  • grosse Unterschiede in der Virulenz
  • auf Haut und Schleimhautoberfläche nur eine Infektion bei einer Vorschädigung und lokalen Resistenzminderung 
  • häufig Eiterbildung 

Epidemiologi der Staphyloccocus Aureus 

  • Erregerresorvoir ist der Mensch
  • Vermehrung nur im Körper oder bestimmten Lebensmitteln (Milchprodukten, Fleischwaren ua)

Ursachen für Nosokomiale Staphylococcus aureus Infektionen

  • menschliche Träger 
  • Katheter 

Krankheitsbilder durch Staphylococcus aureus 

  • Lokalinfektion
    • Wundinfektionen, Furunkel, Karbunkel
  • Systemische Erkrankungen
    • Mastitis puerperalis, Osteomyelitis 
  • Staphylogene Lyell Syndromm und toxisches Schocksyndrom 

Behandlungsstrategie von Staphylococcen

  • Staphylokokkenpenicilline 
  • staphylokokkengeeignete Cephalosporine
  • chirurgische Drainage der Abkapselung 

Resistenz der Staphyloccocus aureus 

  • Ersatzpräparat für Antibiotika: Vancomycin
  • Massnamen zur Ausbreitungsverhinderung
    • Isolation
    • Schutzkleidung, Handschuhe, Mundschutz
    • penible Händehygiene
    • tägliche Desinfektion patientennaher Flächen
    • Haut und Haare mit speziellen Präparaten waschen
    • Gebrauchsgegenstände desinfizieren 

Lyell Syndrom

  • Staphylokokkeninfektion
  • Grossflächig blasige Abhebung der Epidermis 
  • schmerzhafte Erosionen
  • Lebensbedrohlich
  • SSS Syndrom bei Säuglinen und Kleinkinder

Streptokokken Aufbau

  • grampositive Kugelbakterien
  • oft kettenförmig aneinander gereiht 
  • sporenlos
  • fakulativ anaerob
  • Erreger eitriger Infektionen
  • flächenhafte Ausbreitung 

Einteilung der Streptokokken nach:

 

  • Fähigkeit den roten blutstoff aufzulösen
    • nicht, teilweise und vollständig hämolysierend (alpha, beta, gamma)
  • antigenen Eigenschaften 
    • Gruppe A- Q

Alpha Hämolyse

  • Blutfarbstoff wird bei erhaltenem EC zum Methämoglobin umgewandelt 

Beta Hämolyse

  • hämolysierende Streptokokken
  • EC und Blutfarbstoff werden völlig zerstört 

gamma Hämolyse

  • anhämolysierende Streptokokken
  • EC und roter Blutfarbstoff werden nicht abgebaut 

Antigene Substanzen der Streptokokken

  • C substanz
    • Kohlenhydrat 
    • ermöglicht die Unterteilung in serologischen Gruppen (A- U)
  • T Substanz
    • Antigen der Zellwandproteine 
    • zur serologischen Typenbestimmung 
  • M Substanz
    • Eiweiss 
    • an der Zelloberfläche lokalisiert 
    • pathogene Bedeutung; hemmen die Phagozytose 
    • unterteilt serologische Gruppe A in 10 Untergruppen

Eigenschaften der Streptokokken

  • biologisch sehr aktiv
  • geben viele Exoenzyme und Toxine ab 

Streptolysine 

  • erytrosytenauflösende Enzyme der Streptokokken
  • Streptolysin S
  • Streptokinas 
  • Hyaluronidase
  • Desoxyribonuclease
  • Erytrhogene Toxine 
  • Proteasen

Streptolysin S

 

  • Sauerstoffstabil
  • nicht anigen
  • Bedeutung unklar 

Streptokinase

  • Fibrionlysin
  • löst Fibrin auf 
  • evt mitverantwortlich für die grosse Ausbreitungstendens
  • abgegeben von den Stämmen A, G und C

Streptolysin O

 

  • starke Atigenität 
  • bewirkt die bildung von Antigenen die serologisch nachweisebar sind 
  • gebildet von Gruppen A, G und C

Hyaluronidase 

  • spreading factor 

Desosyribonuclease 

  • DNase, Streprodornase 
  • baut DNS ab
  • antigen, zur Diagnose benutzt 

Erythrogene Toxine 

  • Scharlach oder Dicktoxine
  • von fast allen Stämmen der Gruppe A gebildet 
  • pyrogen
  • Ursache für Scharlachexanthems 

Wichtige Streptokokken mit Gruppenantigen

  • Streptococcus pygoenes (Gruppe A)
  • Streptococcus agalictia (Gruppe B)
  • Gruppe C und G
  • Streptokokken ohne Gruppenantigen

Streptococcus pyogenes 

  • Gruppe A 
  • meisten und gefährlichsten Streptokokkeninfektionen
  • b- hämolysierende Streptokokken 
  • vorkommen fast nur beim Mensch
  • Bestandteil der Mund- Rachen- Flora gesunder Menschen
  • hohe biologische Aktivität
  • bilden Phlegmone

Streptococcus pyogenes Infektionen

  • Phlegmone
  • Erysipel
  • Impetigo
  • Streptokokkenangina
  • Scharlaach
  • Puerpalsis
  • Folgeerscheinunen: Glomerulonephritis, akutes rheumatisches Fieber, Myokarditis, Chorera minor
    • Schädigung der Gelenke, Myokard, Nierengewebe
    • Autoimmungeschehen

Streptococcus agalactiae

  • Gruppe B
  • vorkommen hpts beim Rind 
  • Neugeborenen und Säuglinen Sepsis und/oder Meningitis 
    • nach Problemgeburten
  • Wundinfektionen und HWI

Gruppe C und G

  • beta- hämolysierende Streptokokken
  • Bedeutung geringer 

Streptokokken ohne Gruppenantigen

  • vergrünenden und nichthämolysierende Streptokokken
  • hpts bewohner der Mundhöhle 
  • Einzelne Vertreter sind als Infektionserreger bekannt 

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