1. HS ZHAW


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bakteriologie, einschließlich der Diagnose und Behandlung von Infektionen. Sie decken Themen wie Hautinfektionen, Bakterienarten, Antibiotika und Prophylaxe ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über bakterielle Erkrankungen und deren Management vertiefen möchten.
Karten
216
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.09.2018 / 19.09.2018

Lernkarten

Yersinien

  • Enterobakterien
  • Diarrhoe
  • Lymphknotenentzündung im Bauchraum
  • Pest 

klinisches Bild der Enterobakterien

  • sehr vielgestaltig
  • je nach gewichtung Gallenwegsinfektionen, Wundinfektionen, Pneumonien und Meningitis
  • im schlimmsten fall kommt es zur gramnegativen Sepsis mit nachfolgendem Schock

Antibiotikaauswahl bei Enterokoken

  • erregernachweis Wichtig, aber schwierig 
  • meistens kalkulierte Therapie
  • meistens Penicilinne, neue Cephalosporine, Aminoglykoside oder Gyrasehemmer

Definition infektiöse Diarrhoe

ansteckende Durchfallerkrankung , verursacht durch eine Vielzahl bakterielle und virale Erreger sowie Pilze, Protozoen und Parasiten. Jahreszeitlicher gipfel in den Sommermonaten. Häufig bei Reisen in warmen Ländern

  • teilweise Meldepflichtig

Salmonellen

  • unterteilbar in 2 Gruppen
  • Typhus- Paratyphus Grupe
    • Salmonella typhi,Salmonella parathyphie A, B, C
    • systemische Erkrankung bei Menschen
  • Gastroentetitisgruppe
    • Mensch und Tier
    • Gastroenteritis
  • mikroskobisch und kulturell nicht unterscheidbar von Salmonellen oder Enterobakterien
    • Differenzierung seerologisch duch verschiedene Antigene
  • Übertragung über verschlucken

Typhus und Paratyphus Gruppe 

  • Typhus Abodminalis
    • Bauchtyphus
    • durch Salmonella typhi 
  • Paratyphus
    • durch Salmonella paratyphi A, B, und C

Verbreitung Salmonella Typhi und Parathyphus 

  • Salmonella Typhie und parathypus B
    • Weltweit verbreitet 
  • Salmonella Paratyphus A
    • nur in trophischen und suptrophischen Landern
  • Salmonella Paratyphus C
    • östlicher Mittelmeerraum, Afrika, Südostasien und Südamerika 

Pathogenese und Klinik von Parathypus und Thyphus 

  • keine entscheidende unterschiede
  • Typhus schwerer als Paratyphus 
  • Erreger über den Mund aufgenommen, Aufnahme in Blutbahn über Dünndarmschleimhaut
  • Verbreitung der Ereger im Körper und Ansiedlung im Dünndarm in den Peyerschen Plaques 
  • Tlw Befall von Milz, Leber und Gallenwegen, Knochenmark, Haut und Lunge 

Krankheitsverlauf von Typhus und Paratyphus 

  • ersten Krankheitswoche: markige Schwellung
  • 2. Woche Verschorfung 
  • 3. Woche Geschwürsbildung 
  • Inkubationszeit von 1- 3 Wochen
  • 4 Wochen andauerndes Kranheitsbild
    • Fieberanstieg auf 39-41°, Fieber bleibt erhalten, sinkt in der 4. Woche
    • Kopfschmerzen, Bradykardie, Leukopenie, Roseolen auf der Bauchhaut, Darmblutungen, Perforationsperitonitis
  • Spätfolge Typhusosteomyelitis
  • Dauerausscheider: 2- 5%, hpts Frauen
    • Bakterien in Gallenblase und Wege 
  • Erwerbung von Immunität 

 

Epidemiologie von Typhus und Paratyphus 

  • Mensch ist der einzige Eregerreservoir
  • Über Ausscheidungen ins Freie, dann Infektion durch Schmutz- und Schmierinfektion oder durch Lebensmittel
  • Vermeidung von Epidemien
    • die Kranken und Erregungsauscheider lückenlos erfasst und geheilt werden
    • hygienische Massnahmen zur Vermeidung von Konamination von Lebensmitteln

Diagnose von Typhus und Paratyphus 

  • charakteristische Symptome
  • Erregernachweis
    • 1. Krankheitswoche in Blut und Sternalmark
    • 2. Woche im Stuhl und Urin 

Gastroenteritisgruppe 

  • nicht alle Sallmonellentypen bewirken eine Gastroenteritis 
  • Bei Aufnahme von grossen Erregernmengen
  • Patohogenitätsmechanismen noch unbekannt 
  • Meistens lokal auf Darmschleimhaut beschränkt, selten kommt es zur Generalisierung 

Symptome der Gasterenteritis 

  • Inkubationszeit von h bis wenigen Tagen
  • evt Fieber und Kreislaufbeteiligung 
  • von Leicht bis Schwer
  • Erkankung geht meistens nur wenige Tage 
  • Klinisches Bild ist nicht symptomatisch
  • Ausscheidung von Salmonellen noch Wochen bis Monate, selten Dauerausscheider 

Epidemiologie der Salmonellen

  • primären Standort im Tierreich
  • über Lebensmittelinfektionen können sich Menschen anstecken
  • Mensch ist meistens das Endglied
    • selten Mensch, Mensch übertragung, Teilweise Mensch, Lebensmittel, Mensch
  • weltweit verbreitet
  • Zunahmen
    • Futterimporte
    • Massentierhaltung
    • Verunreinigung von Fischgebieten
  • Prophylaxe durch hygienische Massnahmen und Lebensmittelhygienekontolle 

Diagonose der Gastroenteritis durch Salmonellen

Erregernachweis im Patientenstuhl 

Shigellen

  • Ruhrbakterien
  • Aufnahme durch verschlucken

Eigenschaften von Shigellen

  • unbeweglich
  • gramnegative Stäbchen
  • Differenzierung mit der "Bunten Reihe" und serologisch
  • empfindlich gegen Austrocknung, Abkühlung, und Umwelteinflüsse (überleben nicht lange in der Aussenwelt)

Arten der Shigellen

  • Shigella dysenteriea: 
    • wichtigste und gefährlichste Ruhrbakterien
    • bilden ein Neurotoxin
    • besonders in tropischen und suptropischen Gebieten
  • Shigella boydii:
    • hpts in Vorderasien und Nordafrika 
  • Shigellaflexneri
    • Weltweit verbreitet
  • Shigella sonnei
    • weltweit verbreitet
    • meist nur milde Erkankungen

Pathogenese und Klinik der Shigellen

  • perorale Aufnahme, danach katarrhalische Entzündungen des Dickdarmes 
  • schwere Fälle Epithelnekrosen mit Geschwürbildung
  • Darmblutung und Perforation möglich
  • keine Generalisierung 
  • typische lokale Dickdarminfektion
  • von leichten Durfällen bis zu schwer toxisch und tödlich
  • Keine Immunität
  • Keimträger möglich, selten Dauerausscheider

Symptome der Shigellen

  • Inkubationszeit 2- 7d
  • Durchfälle, teils massiv. Beimengung von Blut Eiter und Schleim
  • Toxische Kreislaufsymtpome 
  • viele schmerzhafte Stuhelentleerung 
  • Fieber nicht immer 

Epidemiologie der Shigellen

  • weltweit verbreitet
  • typische Krankheit der Unhygiene und Ressistenzminderung (Krieg und Notzeit)
  • Bei uns nur Flexner und Sonnei Arten
  • Übertragung
    • von Mensch zu Mensch durch Schmutz und Schmierinfektion
    • Lebensmittelinfektion, Fliegen als Überträger
  • in warmen Jahreszeiten
  • Bekämpfung durch Hygienmassnahmen
    • Fliegenbekämpfung, Aborthygiene, Abwasserbeseitigung, Händedesinfektion

Diagnose der Shigellen

  • Erregernachweis durch Kultur
    • material direkt verimpft oder verschicken mit Transportmittel (Umweltempfindlich)
    • Rektalabstrich, bessere Überlebenschance der Shigellen
  • Wichtig Abgrenzung zur Amöbenruhr

Escherichla coli

  • Kolikbakterien
  • Bewohner des Dickdarmes 
  • für Menschen fakultativ pathogen
    • nur im Dickdarm sind sich die Menschen gewohnt
  • Verursachen HWI, Peritonitis, Wundinfektionen, Atemwegsinfekte, Gallenwege, Meningits etc.
  • Häufigster Erreger von den ableitenden Harnwegen
    • Infektion hämatogen oder über die äusseren Harnröhre
  • Übertragung von Mensch zu Mensch oder über Lebensmittel
  • Keimträger häufig
  • wichtigsten Verursacher von Reisediarrhoen

Differenzierung der Escherichla Coli

  • durch 170 O- Anitgenen in Serotypen und durch 80K und 56H Anitgenen
  • best. O Antigene verursachen vorwiegend HWI
    • 01, 02, 04, 06, 07, 016, 075
  • eneteropathogene Kolibakterien EPEC
    • 0127, 055, 086, 0111, 0142
    • bewirken im Darmtrakt infektiöse Krankheitsgeschehen
      • Durchfälle, evt Erbrechen, Fieber und Kreislaufbeteiligung 
    • können bei Kleinkindern Dyspepsien verursachen, heissen deshalb auch Dyspepsiekoh
  • Enterotoxische Kolibakterien ETEC
    • bilden ein hitzelabiles (LT) und/oder hitestabiles (ST) Enterotoxin
      • führt zu Durchfällen über choleraähnliche Mechanismen
    • 025, 078 und andere
  • enteroinvasive Kolibakterien EIEC
    • schleimhautdurchdringend 
    • ähnlich wie Shigellen
  • enterohämorrhagische E Coli EHEC
    • bildung von shigalike Toxinen
    • verursachen hämorrhagische Kolitis 

Diagnose von Echerichia coli

  • kulturell
  • biochemisch und serologisch

Therapie von Echerichla coli

  • Auswahl hängt häufig von Stammresistenzen ab
  • Antibiogramm deshalb empfohlen

Gastroenteritis durch E. Coli Bakterien

  • Reisediarrohe durch enterotoxische E.coli (ETEC)
  • durch enteroincasive E coli (EIEC)
    • shigellendurfall ähnlich
  • Säuglingsenteritis durch enterophatogene E Coli (EPEC)
  • hämorrhagische Dickdarmentzündung durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC)
    • va bei Kindern und Älteren
    • Komplikation das hämolytisch- urämisches Syndrum (HUS)

Gastroenteritis durch Campylobakter Bakterien

  • gramnegativ, spiralförmige Stäbchen
  • C. jejunu und C. coli
    • lösen infektiöse Durchfalerkrankung aus
    • hohes Fieber, schwere Allgemeinerschinung
    • evt Hautausschläge, Gelenkentzündungen Guillan Barre Syndrom
    • dauer ca 7d
  • bestimmte Staphylokkoken
    • Lebensmittelvergiftungen aufgrund ihrere Toxine 
    • massives Erbrechen und allgemeins Kranheitsgefühl
    • Toxin ist hitzestabil
    • 1-2d
  • Clostriden Diarrhoe
    • durch einige Stämme von Clostridium perfringens 
    • Erreger wird aufgenommen, Toxin bildet sich erst im Darm
    • hpts über Fleisch aufgenommen
    • Inkubationszeit 6-24h
    • Krankheit 1-2d
  • Yersinien
    • Gastroenteritis bei Kindern
    • 1-2s Krank

Imfektionen durch E. coli

  • Infektöse Diarrhoen
  • extra-intestinalen Infektionen
    • meistens HWI
  • meistens mit Breitspektrumpenicilline behandelbar

Infektionen durch Yersinien

  • Y. enterocolitica
    • meist harmlose, infektöse Diarrho
  • Y. pseudotuberculosis
    • Lymphknoten Entzündung im Bauchraum (Pseudotuberkolose)
    • klinisch ähnlich wie Appendizitis, aber mit Durchfall
  • Y. pestis
    • Erreger der Perst (Beulen oder Lungenpest)
    • heute noch in Afrika, Amerika und Asien
    • Melde und Quarantäne-pflichtig

Pseudomonaden

  • gramnegativ
  • bewegliche Stäbchen
  • wichtigster vertretter Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas Aeruginosa

  • gefürchteter Krankenhauskeim
  • kommt fast in allen Feuchträumen vor 
  • Wiederstandsfähig gegen Umwelteinflüsse
  • Resistent gegen viele Antibiotika 

Krankheitsbilder durch Pseudomonas aeruginosa 

  • gefährdung von schwer erkrankten Patienten und Pat. mit grossflächigen Hautwunden
  • Wundinfektionen
    • typisch blau grüner Eiter
  • Meningitis 
  • HWI
  • Infektionen der Atemorgane
  • Übertragung häufig durch Instrumente und Apparaturen

Behandlungsstrategie bei Pseudomonas aeruginosa

  • Antibiogramm wichtig, wegen den vielen Resistenzen

Prophylaxe con Pseudomonas aeruginosa 

  • hygienegrechtes Arbeiten
  • Vermeidung von Kontamination

Vibrinoen

  • gekrümmte, sehr bewegliche Stäbchen
  • Vibrio cholerae
    • Erreger der Cholera 

Hämophilius Bakterien

  • gramnegative Stäbchen
  • Hämophilus influenza 
  • Hämophilus ducreyi
    • Errecher weichen Schankers (seltene Geschlechtskrankheit)

Bordetellen

  • gramnegative Stäbchen
  • Bordetella pertussi
    • Erreger des Keuchhusten
  • zählten früher zu Hämophilus Bakterien

Gardnerella vaginalis

  • Erreger unspezifischer Scheiden- und Harnröhrenentzündung
  • zählte früher zu den Hämophilus Bakterien

Haemophilus influenza Typ B (HIB)

  • Erwachsene
    • sekundäre Infektion von Atemwegen verbreitet
    • Hirnhaut und Lungenentzündung nur bei abwehgeschwächten Personen
  • Kindern
    • häufiger Meningitiserreger bei Säuglingen und Kleinkindern
    • Epiglottitis
  • aktive Schutzimpfung vorhanden
  • Behandlung mit Ampicillin oder Cephalosporinen
  • Nachweis in Liquor oder Blut Meldepflichtig 

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