1. HS ZHAW
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Lernkarten
Yersinien
- Enterobakterien
- Diarrhoe
- Lymphknotenentzündung im Bauchraum
- Pest
klinisches Bild der Enterobakterien
- sehr vielgestaltig
- je nach gewichtung Gallenwegsinfektionen, Wundinfektionen, Pneumonien und Meningitis
- im schlimmsten fall kommt es zur gramnegativen Sepsis mit nachfolgendem Schock
Antibiotikaauswahl bei Enterokoken
- erregernachweis Wichtig, aber schwierig
- meistens kalkulierte Therapie
- meistens Penicilinne, neue Cephalosporine, Aminoglykoside oder Gyrasehemmer
Definition infektiöse Diarrhoe
ansteckende Durchfallerkrankung , verursacht durch eine Vielzahl bakterielle und virale Erreger sowie Pilze, Protozoen und Parasiten. Jahreszeitlicher gipfel in den Sommermonaten. Häufig bei Reisen in warmen Ländern
- teilweise Meldepflichtig
Salmonellen
- unterteilbar in 2 Gruppen
- Typhus- Paratyphus Grupe
- Salmonella typhi,Salmonella parathyphie A, B, C
- systemische Erkrankung bei Menschen
- Gastroentetitisgruppe
- Mensch und Tier
- Gastroenteritis
- mikroskobisch und kulturell nicht unterscheidbar von Salmonellen oder Enterobakterien
- Differenzierung seerologisch duch verschiedene Antigene
- Übertragung über verschlucken
Typhus und Paratyphus Gruppe
- Typhus Abodminalis
- Bauchtyphus
- durch Salmonella typhi
- Paratyphus
- durch Salmonella paratyphi A, B, und C
Verbreitung Salmonella Typhi und Parathyphus
- Salmonella Typhie und parathypus B
- Weltweit verbreitet
- Salmonella Paratyphus A
- nur in trophischen und suptrophischen Landern
- Salmonella Paratyphus C
- östlicher Mittelmeerraum, Afrika, Südostasien und Südamerika
Pathogenese und Klinik von Parathypus und Thyphus
- keine entscheidende unterschiede
- Typhus schwerer als Paratyphus
- Erreger über den Mund aufgenommen, Aufnahme in Blutbahn über Dünndarmschleimhaut
- Verbreitung der Ereger im Körper und Ansiedlung im Dünndarm in den Peyerschen Plaques
- Tlw Befall von Milz, Leber und Gallenwegen, Knochenmark, Haut und Lunge
Krankheitsverlauf von Typhus und Paratyphus
- ersten Krankheitswoche: markige Schwellung
- 2. Woche Verschorfung
- 3. Woche Geschwürsbildung
- Inkubationszeit von 1- 3 Wochen
- 4 Wochen andauerndes Kranheitsbild
- Fieberanstieg auf 39-41°, Fieber bleibt erhalten, sinkt in der 4. Woche
- Kopfschmerzen, Bradykardie, Leukopenie, Roseolen auf der Bauchhaut, Darmblutungen, Perforationsperitonitis
- Spätfolge Typhusosteomyelitis
- Dauerausscheider: 2- 5%, hpts Frauen
- Bakterien in Gallenblase und Wege
- Erwerbung von Immunität
Epidemiologie von Typhus und Paratyphus
- Mensch ist der einzige Eregerreservoir
- Über Ausscheidungen ins Freie, dann Infektion durch Schmutz- und Schmierinfektion oder durch Lebensmittel
- Vermeidung von Epidemien
- die Kranken und Erregungsauscheider lückenlos erfasst und geheilt werden
- hygienische Massnahmen zur Vermeidung von Konamination von Lebensmitteln
Diagnose von Typhus und Paratyphus
- charakteristische Symptome
- Erregernachweis
- 1. Krankheitswoche in Blut und Sternalmark
- 2. Woche im Stuhl und Urin
Gastroenteritisgruppe
- nicht alle Sallmonellentypen bewirken eine Gastroenteritis
- Bei Aufnahme von grossen Erregernmengen
- Patohogenitätsmechanismen noch unbekannt
- Meistens lokal auf Darmschleimhaut beschränkt, selten kommt es zur Generalisierung
Symptome der Gasterenteritis
- Inkubationszeit von h bis wenigen Tagen
- evt Fieber und Kreislaufbeteiligung
- von Leicht bis Schwer
- Erkankung geht meistens nur wenige Tage
- Klinisches Bild ist nicht symptomatisch
- Ausscheidung von Salmonellen noch Wochen bis Monate, selten Dauerausscheider
Epidemiologie der Salmonellen
- primären Standort im Tierreich
- über Lebensmittelinfektionen können sich Menschen anstecken
- Mensch ist meistens das Endglied
- selten Mensch, Mensch übertragung, Teilweise Mensch, Lebensmittel, Mensch
- weltweit verbreitet
- Zunahmen
- Futterimporte
- Massentierhaltung
- Verunreinigung von Fischgebieten
- Prophylaxe durch hygienische Massnahmen und Lebensmittelhygienekontolle
Diagonose der Gastroenteritis durch Salmonellen
Erregernachweis im Patientenstuhl
Shigellen
- Ruhrbakterien
- Aufnahme durch verschlucken
Eigenschaften von Shigellen
- unbeweglich
- gramnegative Stäbchen
- Differenzierung mit der "Bunten Reihe" und serologisch
- empfindlich gegen Austrocknung, Abkühlung, und Umwelteinflüsse (überleben nicht lange in der Aussenwelt)
Arten der Shigellen
- Shigella dysenteriea:
- wichtigste und gefährlichste Ruhrbakterien
- bilden ein Neurotoxin
- besonders in tropischen und suptropischen Gebieten
- Shigella boydii:
- hpts in Vorderasien und Nordafrika
- Shigellaflexneri
- Weltweit verbreitet
- Shigella sonnei
- weltweit verbreitet
- meist nur milde Erkankungen
Pathogenese und Klinik der Shigellen
- perorale Aufnahme, danach katarrhalische Entzündungen des Dickdarmes
- schwere Fälle Epithelnekrosen mit Geschwürbildung
- Darmblutung und Perforation möglich
- keine Generalisierung
- typische lokale Dickdarminfektion
- von leichten Durfällen bis zu schwer toxisch und tödlich
- Keine Immunität
- Keimträger möglich, selten Dauerausscheider
Symptome der Shigellen
- Inkubationszeit 2- 7d
- Durchfälle, teils massiv. Beimengung von Blut Eiter und Schleim
- Toxische Kreislaufsymtpome
- viele schmerzhafte Stuhelentleerung
- Fieber nicht immer
Epidemiologie der Shigellen
- weltweit verbreitet
- typische Krankheit der Unhygiene und Ressistenzminderung (Krieg und Notzeit)
- Bei uns nur Flexner und Sonnei Arten
- Übertragung
- von Mensch zu Mensch durch Schmutz und Schmierinfektion
- Lebensmittelinfektion, Fliegen als Überträger
- in warmen Jahreszeiten
- Bekämpfung durch Hygienmassnahmen
- Fliegenbekämpfung, Aborthygiene, Abwasserbeseitigung, Händedesinfektion
Diagnose der Shigellen
- Erregernachweis durch Kultur
- material direkt verimpft oder verschicken mit Transportmittel (Umweltempfindlich)
- Rektalabstrich, bessere Überlebenschance der Shigellen
- Wichtig Abgrenzung zur Amöbenruhr
Escherichla coli
- Kolikbakterien
- Bewohner des Dickdarmes
- für Menschen fakultativ pathogen
- nur im Dickdarm sind sich die Menschen gewohnt
- Verursachen HWI, Peritonitis, Wundinfektionen, Atemwegsinfekte, Gallenwege, Meningits etc.
- Häufigster Erreger von den ableitenden Harnwegen
- Infektion hämatogen oder über die äusseren Harnröhre
- Übertragung von Mensch zu Mensch oder über Lebensmittel
- Keimträger häufig
- wichtigsten Verursacher von Reisediarrhoen
Differenzierung der Escherichla Coli
- durch 170 O- Anitgenen in Serotypen und durch 80K und 56H Anitgenen
- best. O Antigene verursachen vorwiegend HWI
- 01, 02, 04, 06, 07, 016, 075
- eneteropathogene Kolibakterien EPEC
- 0127, 055, 086, 0111, 0142
- bewirken im Darmtrakt infektiöse Krankheitsgeschehen
- Durchfälle, evt Erbrechen, Fieber und Kreislaufbeteiligung
- können bei Kleinkindern Dyspepsien verursachen, heissen deshalb auch Dyspepsiekoh
- Enterotoxische Kolibakterien ETEC
- bilden ein hitzelabiles (LT) und/oder hitestabiles (ST) Enterotoxin
- führt zu Durchfällen über choleraähnliche Mechanismen
- 025, 078 und andere
- bilden ein hitzelabiles (LT) und/oder hitestabiles (ST) Enterotoxin
- enteroinvasive Kolibakterien EIEC
- schleimhautdurchdringend
- ähnlich wie Shigellen
- enterohämorrhagische E Coli EHEC
- bildung von shigalike Toxinen
- verursachen hämorrhagische Kolitis
Diagnose von Echerichia coli
- kulturell
- biochemisch und serologisch
Therapie von Echerichla coli
- Auswahl hängt häufig von Stammresistenzen ab
- Antibiogramm deshalb empfohlen
Gastroenteritis durch E. Coli Bakterien
- Reisediarrohe durch enterotoxische E.coli (ETEC)
- durch enteroincasive E coli (EIEC)
- shigellendurfall ähnlich
- Säuglingsenteritis durch enterophatogene E Coli (EPEC)
- hämorrhagische Dickdarmentzündung durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC)
- va bei Kindern und Älteren
- Komplikation das hämolytisch- urämisches Syndrum (HUS)
Gastroenteritis durch Campylobakter Bakterien
- gramnegativ, spiralförmige Stäbchen
- C. jejunu und C. coli
- lösen infektiöse Durchfalerkrankung aus
- hohes Fieber, schwere Allgemeinerschinung
- evt Hautausschläge, Gelenkentzündungen Guillan Barre Syndrom
- dauer ca 7d
- bestimmte Staphylokkoken
- Lebensmittelvergiftungen aufgrund ihrere Toxine
- massives Erbrechen und allgemeins Kranheitsgefühl
- Toxin ist hitzestabil
- 1-2d
- Clostriden Diarrhoe
- durch einige Stämme von Clostridium perfringens
- Erreger wird aufgenommen, Toxin bildet sich erst im Darm
- hpts über Fleisch aufgenommen
- Inkubationszeit 6-24h
- Krankheit 1-2d
- Yersinien
- Gastroenteritis bei Kindern
- 1-2s Krank
Imfektionen durch E. coli
- Infektöse Diarrhoen
- extra-intestinalen Infektionen
- meistens HWI
- meistens mit Breitspektrumpenicilline behandelbar
Infektionen durch Yersinien
- Y. enterocolitica
- meist harmlose, infektöse Diarrho
- Y. pseudotuberculosis
- Lymphknoten Entzündung im Bauchraum (Pseudotuberkolose)
- klinisch ähnlich wie Appendizitis, aber mit Durchfall
- Y. pestis
- Erreger der Perst (Beulen oder Lungenpest)
- heute noch in Afrika, Amerika und Asien
- Melde und Quarantäne-pflichtig
Pseudomonaden
- gramnegativ
- bewegliche Stäbchen
- wichtigster vertretter Pseudomonas aeruginosa
Pseudomonas Aeruginosa
- gefürchteter Krankenhauskeim
- kommt fast in allen Feuchträumen vor
- Wiederstandsfähig gegen Umwelteinflüsse
- Resistent gegen viele Antibiotika
Krankheitsbilder durch Pseudomonas aeruginosa
- gefährdung von schwer erkrankten Patienten und Pat. mit grossflächigen Hautwunden
- Wundinfektionen
- typisch blau grüner Eiter
- Meningitis
- HWI
- Infektionen der Atemorgane
- Übertragung häufig durch Instrumente und Apparaturen
Behandlungsstrategie bei Pseudomonas aeruginosa
- Antibiogramm wichtig, wegen den vielen Resistenzen
Prophylaxe con Pseudomonas aeruginosa
- hygienegrechtes Arbeiten
- Vermeidung von Kontamination
Vibrinoen
- gekrümmte, sehr bewegliche Stäbchen
- Vibrio cholerae
- Erreger der Cholera
Hämophilius Bakterien
- gramnegative Stäbchen
- Hämophilus influenza
- Hämophilus ducreyi
- Errecher weichen Schankers (seltene Geschlechtskrankheit)
Bordetellen
- gramnegative Stäbchen
- Bordetella pertussi
- Erreger des Keuchhusten
- zählten früher zu Hämophilus Bakterien
Gardnerella vaginalis
- Erreger unspezifischer Scheiden- und Harnröhrenentzündung
- zählte früher zu den Hämophilus Bakterien
Haemophilus influenza Typ B (HIB)
- Erwachsene
- sekundäre Infektion von Atemwegen verbreitet
- Hirnhaut und Lungenentzündung nur bei abwehgeschwächten Personen
- Kindern
- häufiger Meningitiserreger bei Säuglingen und Kleinkindern
- Epiglottitis
- aktive Schutzimpfung vorhanden
- Behandlung mit Ampicillin oder Cephalosporinen
- Nachweis in Liquor oder Blut Meldepflichtig