Versicherungswirtschaft Block 4
Strategische Führung eines Versicherungsunternehmens
Strategische Führung eines Versicherungsunternehmens
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Cartes-fiches
Erarbeitung einer Positionierungsstrategie
Schritt 1 ?
Schritt 1 Analyse der Ausgangssituation
Analyse der Einflusskräfte der Umwelt
Die Umweltanalyse zeigt künftige Marktchancen und -risiken.
Branchenanalyse
Erfassung der relevanten materiellen und immateriellen Ressourcen
Beurteilung der eigenen Stärken und Schwächen
Stärken -Schwächen Checkliste
Erfassung der relevatnen materiellen und immateriellen Ressourcen
Erarbeitung einer Positionierungsstrategie
Schritt 2 ?
Schritt 2 Integration der Einflusskräfte
- SWOT-Analyse
- Entwicklung strat. Optionen
Erarbeitung einer Positionierungsstrategie
Schritt 3 ?
Schritt 3: Strategieformulierung
- Entscheid, welche strategischen Optionen verfolgt werden sollen
- Einzelne Geschäftsfelder sind nicht völlig frei in der Wahl ihrer Strategie
- Strategien müssen kompatibel sein zu der übergeordneten Unternehmensvision
Erarbeitung einer Positionierungsstrategie
Schritt 4 ?
4 Schritt Umsetzung der Strategie
strategische Prinzipien, die bei der Evaluation hilfreich sind:
- Fokussierung auf Stärken
- Konzentration der Kräfte
- Realisierung von Innovationen
- Nutzung von Synergien
- Risikogerecht: Sind Risiken verkraftbar?
- Ressourcenadäquat: Stehen notwendige Ressourcen zur Verfügung?
- Prinzip der Einfachheit: KISS (Keep it simple and stimulating)
Weitere wichtige Punkte:
Anspruchsvollster Teil ist die erfolgreiche Umsetzung
Change-Management-Kompetenzen wichtig
Laufende Strategiekontrolle (BalancedScorecard)
Was bedeutet genau Positionierung und ist das Ziel der strategischen Positionierung?
Strategische Positionierung: Begriff und Funktion
Positionierung
… bedeutet Beziehungen zu den Anspruchsgruppen (Stakeholder) so zu gestalten, dass sie langfristig überdurchschnittlich erfolgreich sein können.
Ziel der strategischen Positionierung
… ist es das eigene Angebot systematisch von den Wettbewerbern zu unterscheiden.
Strategische Wertschöpfung
Schritt 1
Schritt 1 --> Welche Aktivitäten gehören zur Wertschöpfung der Branche
Es wird zwischen primären Aktivitäten und den sekundären bzw.
Unterstützungsaktivitäten unterschieden:
- Primäraktivitäten liefern einen direkten wertschöpfenden Beitrag zur Erstellung eines Produktes oder einer DL
- Sekundäraktivitäten sind eine wichtige Voraussetzung für die Ausübung der primären Aktivitäten
Strategische Wertschöfpung
Schritt 2?
Strategische Wertschöpfung
Schritt 3
Schritt 3: Welche Entwicklungen, Trends sind in Zukunft zu erwarten?
- Regulatorische Veränderungen
- Technologische Innovationen
- Neue Konkurrenten oder Substitutionsangebote
- Verändertes Kundenverhalten
Bsp.:
Welche Entwicklungen und Trends sind auf dem Motorfahrzeugmarkt mittel-und längerfristig zu erwarten, welche die «Spielregeln» des Marktes bzw. Logik der Wertschöpfung spürbar verändern können?
Strategische Wertschöpfung
Schritt 4?
Schritt 4: Analyse der eigenen Wertkette: Wo liegen unsere Stärken, wo unsere Schwächen?
- Was ist prägend für die einzelnen Wertschöpfungsschritte?
- Was unterscheidet unsere Wertschöpfung von derjenigen unserer Konkurrenten? Wo sind grössere Differenzen erkennbar? Weshalb?
- Was sind die Stärken unseres Wertschöpfungssystems? Wo liegen die Schwächen?
- Welche strategische Bedeutung messen wir den einzelnen Wertschöpfungsaktivitäten bei? Welche Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich dadurch?
- Welche Kosten fallen bei den einzelnen Schritten an? Wie wird das Budget verteilt?
Strategische Wertschöpfung
Schritt 5
Schritt 5: Welche Schritte der Wertschöpfung machen wir selbst? Was kaufen wir ein?
Analyse der Kernkompetenzen
Fähigkeit die ein Unternehmen besser kann als seine Mitbewerber.
Merkmale der Kernkompetenz
Bringt dem Kunden einen spürbaren Mehrwert
Ist schwierig zu kopieren
Öffnet den Zugang zu den «Märkten von morgen»
Ist häufig eine Kombination von speziellen Fähigkeiten (Wissen, Verhalten) und zukunftsgerichteten Technologien
Führt zu einem (nachhaltigen) Wettbewerbsvorteil
. Festlegung der Wertschöpfungstiefe
Versicherungsbranche: Hohe Wertschöpfungstiefe (70-90%)
Reduktion erfolgt mit Outsourcing
3. Überlegungen zur Wertschöpfungsarchitektur
Integratoren halten die Wertkette weitgehend unter eigener Kontrolle.
Orchestoren konzentrieren sich auf einzelne Elemente und sourcen andere Aktivitäten aus.
Layer-Player konzentrieren sich auf eine oder wenige Elemente der Wertkette und bieten nur Produkte und Dienstleistungen dieser Elemente an.
Market Marker versuchen, neue Wertschöpfungsschritte in bestehende Wertketten einzufügen und so mithilfe eines von ihnen geprägten Standards einen neuen Markt zu schaffen.
Strategische Wertschöpfung
Schritt 6?
Schritt 6: Worauf fokussieren wir unsere Wertschöpfung? Wie konsistent ist unser System?
- Aufbau von speziellen Ressourcen und Fähigkeiten ist meist mit hohen Investitionen verbunden
- Vorteilhaft, die aufgebauten Kernkompetenzen auch in anderen Geschäftseinheiten zu nutzen
Nenne die Entwicklungstendenzen der Wertschöpfung in der Versicherungswirtschaft
Prozesse von Versicherungsunternehmen werden industrialisiert
Standardisierung
Messen mit Kennzahlen
Produktmodularisierung
Konsolidierung/ Integration
Outsourcing
Der Trend zur Auflösung der integrierten Wertkette verstärkt sich
Layer Player
Orchestratoren
Neue Konkurrenten sind zunehmend keine Versicherungsgesellschaften
Regulatorische Anforderungen gefährden das Wertschöpfungs-modell der Versicherer
Aufsichtsrechtliche Bestimmungen, Wettbewerbsdruck und technologische Innovationen fördern neue Geschäftsmodelle