Versicherungswirtschaft Block 4

Strategische Führung eines Versicherungsunternehmens

Strategische Führung eines Versicherungsunternehmens


J. K.
Diese Lernkarten bieten einen tiefen Einblick in die strategische Wertschöpfung und Positionierung in der Versicherungswirtschaft. Sie behandeln die Analyse der Wertkette, die Identifikation von Erfolgsfaktoren und die Entwicklung von Trends. Die Lernkarten helfen dabei, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und eine erfolgreiche Positionierung zu entwickeln. Ideal für Studierende und Fachleute, die ihre strategischen Fähigkeiten in der Versicherungsbranche vertiefen möchten.
Karten
12
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.08.2018 / 07.07.2025

Lernkarten

Erarbeitung einer Positionierungsstrategie

Schritt 1 ?

Schritt 1  Analyse der Ausgangssituation

  1. Analyse der Einflusskräfte der Umwelt

    • Die Umweltanalyse zeigt künftige Marktchancen und -risiken.

    • Branchenanalyse

  2. Erfassung der relevanten materiellen und immateriellen Ressourcen

    • Beurteilung der eigenen Stärken und Schwächen

    • Stärken -Schwächen Checkliste

    • Erfassung der relevatnen materiellen und immateriellen Ressourcen

Erarbeitung einer Positionierungsstrategie

Schritt 2 ?

Schritt 2 Integration der Einflusskräfte

  • SWOT-Analyse
  • Entwicklung strat. Optionen

Erarbeitung einer Positionierungsstrategie

Schritt 3 ?

Schritt 3: Strategieformulierung

  • Entscheid, welche strategischen Optionen verfolgt werden sollen

 

  • Einzelne Geschäftsfelder sind nicht völlig frei in der Wahl ihrer Strategie

 

  • Strategien müssen kompatibel sein zu der übergeordneten Unternehmensvision

Erarbeitung einer Positionierungsstrategie

Schritt 4 ?

4 Schritt Umsetzung der Strategie

strategische Prinzipien, die bei der Evaluation hilfreich sind:

  • Fokussierung auf Stärken
  • Konzentration der Kräfte
  • Realisierung von Innovationen
  • Nutzung von Synergien
  • Risikogerecht: Sind Risiken verkraftbar?
  • Ressourcenadäquat: Stehen notwendige Ressourcen zur Verfügung?
  • Prinzip der Einfachheit: KISS (Keep it simple and stimulating)

 

Weitere wichtige Punkte:

 

  • Anspruchsvollster Teil ist die erfolgreiche Umsetzung

  • Change-Management-Kompetenzen wichtig

  • Laufende Strategiekontrolle (BalancedScorecard)

Was bedeutet genau Positionierung und ist das Ziel der strategischen Positionierung?

Strategische Positionierung: Begriff und Funktion

Positionierung

… bedeutet Beziehungen zu den Anspruchsgruppen (Stakeholder) so zu gestalten, dass sie langfristig überdurchschnittlich erfolgreich sein können.

Ziel der strategischen Positionierung

… ist es das eigene Angebot systematisch von den Wettbewerbern zu unterscheiden.

Strategische Wertschöpfung

Schritt 1

Schritt 1 --> Welche Aktivitäten gehören zur Wertschöpfung der Branche

Es wird zwischen primären Aktivitäten und den sekundären bzw.

Unterstützungsaktivitäten unterschieden:

  • Primäraktivitäten liefern einen direkten wertschöpfenden Beitrag zur Erstellung eines Produktes oder einer DL
  • Sekundäraktivitäten sind eine wichtige Voraussetzung für die Ausübung der primären Aktivitäten

Strategische Wertschöfpung

Schritt 2?

Schritt 2: Welches sind die kritischen Erfolgsfaktoren?

  • Wettbewerbsneutrale Erfolgsfaktoren müssen durch jeden Wettbewerber erfüllt werden, sonst fällt er aus dem Markt.

  • Wettbewerbsentscheidende Erfolgsfaktoren bringen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten.

Strategische Wertschöpfung

Schritt 3

Schritt 3: Welche Entwicklungen, Trends sind in Zukunft zu erwarten?

  • Regulatorische Veränderungen
  • Technologische Innovationen
  • Neue Konkurrenten oder Substitutionsangebote
  • Verändertes Kundenverhalten

Bsp.:

Welche Entwicklungen und Trends sind auf dem Motorfahrzeugmarkt mittel-und längerfristig zu erwarten, welche die «Spielregeln» des Marktes bzw. Logik der Wertschöpfung spürbar verändern können?

Strategische Wertschöpfung

Schritt 4?

Schritt 4: Analyse der eigenen Wertkette: Wo liegen unsere Stärken, wo unsere Schwächen?

  • Was ist prägend für die einzelnen Wertschöpfungsschritte?
  • Was unterscheidet unsere Wertschöpfung von derjenigen unserer Konkurrenten? Wo sind grössere Differenzen erkennbar? Weshalb?
  • Was sind die Stärken unseres Wertschöpfungssystems? Wo liegen die Schwächen?
  • Welche strategische Bedeutung messen wir den einzelnen Wertschöpfungsaktivitäten bei? Welche Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich dadurch?
  • Welche Kosten fallen bei den einzelnen Schritten an? Wie wird das Budget verteilt?

Strategische Wertschöpfung

Schritt 5

Schritt 5: Welche Schritte der Wertschöpfung machen wir selbst? Was kaufen wir ein?

 

  1. Analyse der Kernkompetenzen

    Fähigkeit die ein Unternehmen besser kann als seine Mitbewerber.

     Merkmale der Kernkompetenz

    • Bringt dem Kunden einen spürbaren Mehrwert

    • Ist schwierig zu kopieren

    • Öffnet den Zugang zu den «Märkten von morgen»

    • Ist häufig eine Kombination von speziellen Fähigkeiten (Wissen, Verhalten) und zukunftsgerichteten Technologien

    • Führt zu einem (nachhaltigen) Wettbewerbsvorteil

  2. . Festlegung der Wertschöpfungstiefe

  • Versicherungsbranche: Hohe Wertschöpfungstiefe (70-90%)

  • Reduktion erfolgt mit Outsourcing

 

3. Überlegungen zur Wertschöpfungsarchitektur

 

  1. Integratoren halten die Wertkette weitgehend unter eigener Kontrolle.

  2. Orchestoren konzentrieren sich auf einzelne Elemente und sourcen andere Aktivitäten aus.

  3. Layer-Player konzentrieren sich auf eine oder wenige Elemente der Wertkette und bieten nur Produkte und Dienstleistungen dieser Elemente an.

  4. Market Marker versuchen, neue Wertschöpfungsschritte in bestehende Wertketten einzufügen und so mithilfe eines von ihnen geprägten Standards einen neuen Markt zu schaffen.

Strategische Wertschöpfung

Schritt 6?

Schritt 6: Worauf fokussieren wir unsere Wertschöpfung? Wie konsistent ist unser System?

  • Aufbau von speziellen Ressourcen und Fähigkeiten ist meist mit hohen Investitionen verbunden
  • Vorteilhaft, die aufgebauten Kernkompetenzen auch in anderen Geschäftseinheiten zu nutzen

Nenne die Entwicklungstendenzen der Wertschöpfung in der Versicherungswirtschaft

  1. Prozesse von Versicherungsunternehmen werden industrialisiert

    • Standardisierung

    • Messen mit Kennzahlen

    • Produktmodularisierung

    • Konsolidierung/ Integration

    • Outsourcing

  2. Der Trend zur Auflösung der integrierten Wertkette verstärkt sich

    1. Layer Player

    2. Orchestratoren

  3. Neue Konkurrenten sind zunehmend keine Versicherungsgesellschaften

  4. Regulatorische Anforderungen gefährden das Wertschöpfungs-modell der Versicherer

  5. Aufsichtsrechtliche Bestimmungen, Wettbewerbsdruck und technologische Innovationen fördern neue Geschäftsmodelle

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