Prozessmodul Vertrieb und Support_Fokusthema_Kapitel 6
Prozessmodul Vertrieb und Support_Fokusthema_Kapitel 6
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Lernkarten
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.1 Kommunikationsprozess
Sender: Absender einer Nachricht, Ausgangspunkt, Informationsquelle
Empfänger: Adressat der Nachricht, Zielpunkt
Codierung: Die Nachricht wird in Signale verschlüsselt.
Signale: Signale sind codierte Nachrichten in Form von Zeichen, Worten, Symbolen. Die Wahrnehmung der Signale erfolgt über die Sinnesorgane.
Kanal: Mit dem Kanal wird das Medium bezeichnet, mit dem die Übermittlung der Signale erfolgt, wie ein Inserat, ein Fernseher, ein Bild, ein Buch etc. In der sozialen Interaktion übermitteln wir Signale meist über den Körper (verbal und non-verbal).
Decodierung: Die verschlüsselten Signale werden vom Empfänger wieder in eine Nachricht ent-schlüsselt
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.1 Kommunikationsprozess
Damit sich beide Kommunikationspartner sinnvoll miteinander austauschen können, müssen Sender und Empfänger über gemeinsame Codes verfügen. Dies veranschaulicht das erweiterte Kommunikationsmodell.
Die Codierung und Decodierung erfolgt im eigenen Bezugsrahmen, in der eigenen Kultur. Missverständnissen kommen, wenn Signale unterschiedlich interpretiert werden. eingeschränkte Wahrnehmung durch z.B. Stress, persönliche Erfahrung kann zu Fehlinterpretationen führen.
Die Qualität der Verständigung kann mittels Rückmeldungen /Feedbacks verbessert werden.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.1 Kommunikationsprozess
,
Im Kommunikationsprozess soll unterschieden werden zwischen dem,
Was ich sagen will,
Was ich wirklich sage,
Was die andere Person hört,
Was die andere Person gehört zu haben glaubt,
Was die andere Person sagen will,
Was die andere Person wirklich sagt und dem,
Was ich glaube, dass die andere Person gesagt hat.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.2 Kommunikationsgrundsätze
1. Man kann nicht nicht-kommunizieren.
2. Jede Kommunikation hat eine Sach- und eine Beziehungsebene.
3. Jeder Kommunikationsprozess unterliegt einer gewissen Struktur.
4. Menschliche Kommunikation besteht aus digitalen und analogen Bestandteilen.
5. Kommunikation erfolgt symmetrisch oder komplementär.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.2 Kommunikationsgrundsätze
1. Man kann nicht nicht-kommunizieren.
Reden, Gesten, Mimik, selbst der Versuch nicht zu kommunizieren = Botschaft ich will nicht kommunizieren
2. Jede Kommunikation hat eine Sach- und eine Beziehungsebene.
In einem erfolgreichen Gespräch stehen die Sach- und die Beziehungsebene in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Eisberg. Der Inhalt der Nachricht, die Sachebene, schaut aus dem Wasser, was verborgen ist, ist die Beziehungsebene, die Art und Weise wie die Kommunikation verbal und nonverbal vollzogen wird.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.2 Kommunikationsgrundsätze
3. Jeder Kommunikationsprozess unterliegt einer gewissen Struktur.
Jeder Gesprächspartner gibt Dialog seine eigene Struktur und Wirklichkeit.
Bsp. sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Ein Mitarbeiter reagiert gereizt auf die Frage des Chefs, weil er sich kontrolliert fühlt. Er gibt eine knappe Antwort, worauf der Chef nochmals nachfragt, weil die Antwort zu knapp war und der Arbeitnehmer fühlt sich in seiner Wahrnehmung bestätigt.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.2 Kommunikationsgrundsätze
4. Menschliche Kommunikation besteht aus digitalen und analogen Bestandteilen.
Die digitale Kommunikation ist genau, diie analoge Kommunikation ungenauer.
Bsp. „Es regnet draussen". Digitale Form = es regnet draussen. Analoge Form Bsp. Aussage mit traurigem Gesicht Bedeutung = Der "Sender" ist vom vielen Regen genervt, weil sein Freizeitprogramm nicht stattfinden kann, etc. Erfolgreich ist die Kommunikation, wenn analoge und digitale Modalität übereinstimmen.
5. Kommunikation erfolgt symmetrisch oder komplementär.
Symmetrischen Beziehungen: Verhalten der Interaktionspartner gleichberechtigt, ebenbürtig.
Komplementären Beziehungen: ergänzt das Verhalten des einen Partners das des anderen, wie Dominanz und Unterwürfigkeit.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.3 Die vier Seiten einer Nachricht
Sachebene / Sachinhalt
Sprecher: übermittelt Daten, Fakten und Sachverhalte (Aufgaben des Sprechers sind Klarheit und Verständlichkeit des Ausdrucks)
Hörer: prüft mit dem „Sach-Ohr" die Nachricht mit den Kriterien: Wahrheit (wahr/unwahr), der Relevanz (von Belang/belanglos) und der Hinlänglichkeit (ausreichend/ergänzungsbedürftig).
Selbstoffenbarung
Sender: Jede Äusserung ist eine teilweise bewusste und beabsichtigte Selbstdarstellung und unbewusste, unfreiwillige Selbstenthüllung.
Hörer: „Selbstoffenbarungs-Ohr" lauscht darauf, was in der Nachricht über den Sprecher (ICH-Botschaften) enthalten ist.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.3 Die vier Seiten einer Nachricht
Beziehungsebene
wie Sprecher und Hörer sich zueinander verhalten, und wie sie sich einschätzen
Sender: kann durch die Art der Formulierung, seine Körpersprache, Tonfall und anderes – Wertschätzung, Respekt, Wohlwollen, Gleichgültigkeit, Verachtung in Bezug auf den Anderen zeigen.
Hörer: Abhängig davon, was der Hörer im „Beziehungs-Ohr" wahrnimmt, fühlt er sich entweder akzeptiert oder herabgesetzt, respektiert oder bevormundet.
Appell
Sender: Mit dem Appell will der Sprecher den Hörer veranlassen, etwas zu tun oder zu unterlassen. Der Versuch, Einfluss zu nehmen, kann offen oder verdeckt sein. Offen sind Bitten und Aufforderungen. Verdeckte Veranlassungen werden als Manipulation bezeichnet.
Hörer: Auf dem „Appell-Ohr" fragt sich der Empfänger: „Was soll ich jetzt denken, machen oder fühlen?"
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.3 Die vier Seiten einer Nachricht
Beziehungsebene
wie Sprecher und Hörer sich zueinander verhalten, und wie sie sich einschätzen
Sender: kann durch die Art der Formulierung, seine Körpersprache, Tonfall und anderes – Wertschätzung, Respekt, Wohlwollen, Gleichgültigkeit, Verachtung in Bezug auf den Anderen zeigen.
Appell
Sender: Mit dem Appell will der Sprecher den Hörer veranlassen, etwas zu tun oder zu unterlassen. Der Versuch, Einfluss zu nehmen, kann offen oder verdeckt sein. Offen sind Bitten und Aufforderungen. Verdeckte Veranlassungen werden als Manipulation bezeichnet.
Hörer: Auf dem „Appell-Ohr" fragt sich der Empfänger: „Was soll ich jetzt denken, machen oder fühlen?"
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.3 Die vier Seiten einer Nachricht
Beispiel gestörte Kommunikation; Mann und Frau sitzen beim Abendessen. Mann sieht Kapern in der Sauce und fragt: „Was ist das Grüne in der Sauce?" Er meint damit auf den verschiedenen Ebenen:
Mann
Sachebene: Da ist was Grünes.
Selbstoffenbarungsebene: Ich weiss nicht, was es ist.
Beziehungsebene: Du wirst es wissen.
Appell: Sag mir, was es ist!
Frau
Sachebene: Da ist was Grünes.
Selbstoffenbarungsebene: Mir schmeckt das nicht.
Beziehungsebene: Du bist eine miese Köchin!
Appell: Lass nächstes Mal das Grüne weg!
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.4 Aktives Zuhören
einfühlsames Zuhören verstanden. Alle Mitteilungen des Gegenübers aufnehmen und seine Sicht verstehen. Verstehen heisst nicht, dass die Sichtweisen des Gegenübers übernommen oder gutgeheissen werden. Aktives Zuhören erfordert alle Sinne.
offenes Ohr, die Augen offen halten und nonverbale Signale wahrnehmen. Ungeteilte Aufmerksamkeit und das gehörte mit dem Herzen wahrgenommen werden.
Beim aktiven Zuhören klärt der Empfänger, ob er die Mitteilung im Sinne des Senders decodiert und interpretiert. Er filtert dabei für den Sender emotional wichtiges heraus und spiegelt es zurück. Mit diesem Vorgehen lässt sich ein Grossteil von Missverständnissen vermeiden.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgespräch
6.1.4 Aktives Zuhören
3 Stufen
Beziehungsebene definieren:
- Volle Aufmerksamkeit und volle Präsenz signalisieren, durch Blickkontakt, Nicken oder Gestik
Inhaltliches Verständnis signalisieren
- Versuch, die Kernaussage des Gegenübers zu erfassen. Dies kann mit Äusserungen wie „Ich verstehe Sie so, dass …".
Gefühle verbalisieren
- Wahrgenommene Gefühle werden angesprochen, wie „Ich sehe, dass sie darüber enttäuscht sind …".
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.1 Fragetechnik
- Bedürfnisse des Kunden zu erfahren
- Vertrauen aufzubauen
- Positive Grundstimmung aufzubauen
- Argumente auf Gegenargumente aufzubauen
- Den Gesprächsverlauf zu korrigieren und zu beeinflussen
- Zeit zu gewinnen, um das weitere Vorgehen zu planen
- Eine Übereinstimmung zwischen Bedarf und Angebot zu erzielen und daraus resultierend einen Abschluss
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.2 Offene und geschlossene Fragen
A. Geschlossene Frage beginnen mit einem Verb oder einem Hilfsverb
- Haben Sie schon gehört, dass die Arbeitszeiten verändert wurden?
B. Offene Frage (W-Fragen: Was, wie, wo, wann, warum, weshalb, wozu, womit, mit wem, etc.)
- Was halten Sie von der Einführung der neuen Arbeitszeit?
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.3 Fragearten
- Informationsfragen
- Suggestivfragen
- Konkretisierende Fragen
- Gegenfragen
- Kontrollfragen
- Rhetorische Fragen
- Fangfragen
- Richtungsweisende Fragen
- Alternativfragen
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.3 Fragearten
A. Informationsfragen
Informationen über die Ausgangslage und die Situation des Gesprächspartners in Erfahrung bringen.
Geschlossene Frage: Haben Sie von unserer Dienstleistung schon gehört?
Offene Frage: Was sind Ihre genauen Vorstellungen?
B. Suggestivfragen
Bei Suggestivfragen erhält man Antworten, die man gerne hören möchte. Können defensive, abwehrende Haltung
auslösen. Suggestivfragen enthalten oft Wörter wie „wie", „doch", „wohl", „auch", „bestimmt" oder „sicherlich".
Sie sind doch sicherlich auch der Meinung, dass Variante 1 die optimalere für ihre Situation ist?
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.3 Fragearten
C. Konkretisierende Fragen
Fragen zur Vertiefung. Durch gezieltes Nachfragen werden die Antworten immer informativer.
„Was genau …", „Können Sie mir das an einem Beispiel aufzeigen …", „Welche Resultate wollen Sie konkret erzielen …." etc.
D. Gegenfragen
wenn Zeit zum Nachdenken gewinnen und gleichzeitig die Gesprächskontrolle zurückgewinnen.
Wie meinen Sie das? Wie darf ich das verstehen?
Kunde: „Der Preis ist mir zu hoch."
Berater: „Was wäre für sie ein tragbarer Preis?"
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.3 Fragearten
E. Kontrollfragen
Während Gespräches überprüft ob Übereinstimmung herrscht. Kontrollfragen sind meist kurze, geschlossene Fragen. Zustimmung: Gespräch kann in Richtung Abschlussphase gebracht werden. Keine Zustimmung muss dieser Punkt erst geklärt werden.
- „Ihr Budget beträgt also CHF 3‘000?"
- „Einverstanden?"
F. Rhetorische Fragen
Im Beratungsgespräch lässt sich dadurch vielfach die Aufmerksamkeit des Gegenübers gewinnen.
„Sie meinen also, der Preis ist zu hoch? Das ist er nicht, denn im Vergleich zur Konkurrenz …"
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.3 Fragearten
G. Fangfragen
Antworten auf Punkte, die diplomatisch gesehen, nicht immer direkt angesprochen werden können. Antworten für das Gespräch vielfach von grosser Wichtigkeit.
- In welchem Jahr haben sie die Matura / RS abgeschlossen?
- Wie viele Mitarbeitende beschäftigen Sie? (oftmals kann nicht direkt nach dem Umsatz gefragt werden, aber über die Anzahl der Mitarbeitenden kann auf den Umsatz geschlossen werden.
H. Richtungsweisende Fragen
Gespräch im Kreis dreht. Sie nehmen einen Schwerpunkt der Diskussion auf und führen einen Schritt weiter.
- Wie stellen Sie sich das weitere Vorgehen vor?
- „Wo sehen Sie konkret Probleme bei dieser Versicherungsvariante?"
I. Alternativfragen
Entscheidung herbeiführen. Eröffnen mögliche Optionen und bilden eine Denkhilfe für die befragte Person.
- Wollen Sie die gewünschte Lösung mit CHF 500 oder CHF 1000 Selbstbehalt?
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.4 Einwandbehandlung
Echte Einwände sind sachlich begründet.
Unechte Einwände sind oftmals Vorwände keine Zeit, kein Interesse, gut versichert, Wechsel kommt nicht in Frage, etc.
VERA-Formel bietet eine kleine Hilfe bei der Überwindung solcher Einwände:
V = Verständnis aufbringen
E = Einwand in Frage umwandeln
R = Repetition des Einwandes in Frageform
A = Antworten
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.5 Reklamtationsbehandlung
Eine Reklamation als Chance sehen. Reklamationen können im Rahmen Qualitätsmanagements für Verbesserungen genutzt werden.
In 5 Stufen kann eine Beschwerde erfolgreich behandelt werden:
1. Zuhören und Zeit nehmen
2. Verständnis zeigen und Schuld nicht beim Kunden suchen
3. Kundenerwartung abfragen
4. Konkrete Vereinbarung mit Kunden treffen
5. Entschuldigung und ev. Aufmerksamkeit
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.5 Reklamtationsbehandlung
1. Zuhören und Zeit nehmen
Grundsätzlich soll der Beschwerdeführer seinen gesamten Frust loswerden können und ihm sollte wirklich zugehört werden.
2. Verständnis zeigen und Schuld nicht beim Kunden suchen
Äusserungen wie „darüber hätte ich mich auch geärgert …" dämpfen vielfach die Vorwürfe ab. Der Kern der Beschwerde muss auf einer rein sachlichen Ebene herausgeschält werden.
3. Kundenerwartung abfragen
Kunden sagen nicht immer rundheraus, was sie erwarten und andererseits können nicht alle Erwartungen erfüllt werden – suchen Sie gemeinsam mit dem Kunden eine faire Lösung für beide Seiten.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.2 Kommunikationstechniken
6.2.5 Reklamtationsbehandlung
4. Konkrete Vereinbarung mit Kunden treffen
Es müssen konkrete Abmachungen getroffen werden: Wer macht was, bis wann. Schnelles Handeln stellt den Kunden in der Regel zufrieden, langes Warten macht ihn noch unzufriedener.
5. Entschuldigung und ev. Aufmerksamkeit
Ein persönlicher Brief oder ein Anruf mit einer nochmaligen Entschuldigung und der Mitteilung, was neu unternommen wird, damit diese Reklamation nicht mehr vorkommt dient der Abrundung. Allenfalls können Sie dem Kunden noch eine kleine Aufmerksamkeit beilegen.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
- Vorbereitungsphase
- Eröffnungsphase
- Angebots- und Verhandlungsphase
- Abschlussphase
- Abschluss
- Verabschiedung
- Nachbearbeitung
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
Vorbereitungsphase
- Informationsbeschaffung
- Gesprächsziele
- Gesprächsstrategie und –verlauf
- Kundennutzen
- Einsatz von Hilfsmitteln
- Auftreten und Erscheinung
- Zeit- und Routenplanung
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
Eröffnungsphase
- Persönliche Begrüssung
- Atmosphäre schaffen
- Gesprächseinstieg
Angebots- und Verhandlungsphase
- Bedarfsanalyse
- Präsentation
- Einwandbehandlung
- Preisverhandlungen
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
Abschlussphase
- Kaufbereitschaft herbeiführen
- Abschluss
- Vereinbarung des weiteren Vorgehens
Verabschiedung
- Rekapitulation des weiteren Vorgehens
- Dank
Nachbearbeitung
- Nach dem Kauf ist vor dem Kauf
- Kontakte pflegen und nutzen
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
AIDA-Modell. Dieses Modell enthält vier Phasen, welche der Kunde durchlaufen soll und die letztendlich zur Kaufentscheidung des Kunden führen sollen.
Attention: Die Aufmerksamkeit des Kunden wird angereg
Interest: Der Kunde interessiert sich für das Produkt, die Dienstleistung.
Desire: Der Wunsch nach dem Produkt, der Dienstleistung wird geweckt.
Action: Der Kunde kauft das Produkt.
AIDA Modell wird dafür kritisiert, dass es für einen Käufermarkt zu wenig Kundenorientierung bietet
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
- Informationsbeschaffung
- Gesprächsziele
- Gesprächsstrategie und -verlauf
- Kundennutzen
- Einsatz von Hilfsmitteln
- Auftreten und Erscheinung
- Zeit- und Routenplanung
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
A. Informationsbeschaffung
- Kundengeschichte (Historie, Versicherungsportefeuille bei der eigenen Gesellschaft, Versicherungen bei der Konkurrenz, Zahlungsverhalten, Schadenfälle, Reklamationen, etc.)
- Unternehmen (Grösse, Branche, Organisation, Marktleistung, Historie, Versicherungsportefeuille bei der eigenen Gesellschaft, Konkurrenzverträge, Schadenfälle, etc.)
- Kontaktpersonen, weitere Ansprechpartner (Familienmitglieder, Partner im Unternehmen, etc.)
- Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden
- Mögliche Einwände – Liste erfassen
- Entscheider oder Entscheidungsgremium
- Kriterien für den Entscheid, welche Funktion muss erfüllt sein
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
B. Gesprächsziele
Jedes Beratungsgespräch sollte ein Ziel verfolgen. Abschluss oder Aufbau und die Pflege Kundenbeziehung
Qualitative Ziele:
- Kundenbindung
- Information über neue Versicherungsdienstleistungen
- Beschwerdebearbeitung, Vertrauen bilden
- Informationsbeschaffung
Quantitative Ziele:
- Umsatz
- Absatz
- Deckungsbeitrag
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
C. Gesprächsstrategie und -verlauf
Vor jedem Gespräch eine Strategie zurechtzulegen und sich den Verlauf vorzustellen. Dieser Ablauf soll vor dem geistigen Auge des Beraters entstehen. Er soll aber doch flexibel genug sein, dass in unerwarteten Situationen kreativ reagiert werden kann.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
D. Kundennutzen
Der Berater sollte aus Kundenperspektive ausgehen, welchen Nutzen er dem Kunden erbringen kann, welche Funktion er erfüllen kann. Dabei muss der Berater vom Drei-Ebenen-Modell ausgehen.
Ebene 1 – Kern-Produkt:
Eigentlicher Versicherungsschutz mit der Versicherungsdeckung und vom Vertrauen, welches der Gesellschaft, dem Berater entgegengebracht werden.
Ebene 2 – Kern-Marktleistung:
Beratung im Bereich Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Betreuung, Convenience (Annehmlichkeit), Schnelligkeit, Prozessabläufe z.B. im Schadenfall, etc. eine Rolle.
Ebene 3 – erweiterte Leistungen:
Kundenbeziehung als Ganzes gestaltet, indem ergänzende Funktionen rund um die Problemlösung erbracht werden. Wichtig ist, dass sie der Kundenbeziehung dienen und die Bedingungen der Dienstleistung besser sind, als jene der Mitbewerber.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.1 Vorbereitungsphase (Planungsphase des Kundengesprächs)
E. Einsatz von Hilfsmitteln
Überlegungen bezüglich des Einsatzes von Verkaufshilfsmitteln. Bewusste Wahl je Beratungsgespräch. Dabei sollten Nutzenüberlegungen im Vordergrund stehen.
F. Auftreten und Erscheinung
Erscheinungsbild wird durch Kleidung stark geprägt. Denken Sie daran: „For the first impression you will never get a second chance." gewisse Kleidungs- und Verhaltenskodexe gibt es aber bei den Gesellschaften immer noch!
G. Zeit- und Routenplanung
Diese Planung muss auf Einzelkundenbasis wie auch als Tages- und Wochenplanung des Beraters durchgeführt werden. Zeitliche Puffer müssen in jedem Schritt eingeplant werden
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.2 Eröffnungsphase
A. Persönliche Begrüssung
Kunde immer mit Name ansprechen und mit einem wohldosierten Händedruck begrüsst werden. Die Visitenkarte kann bei einem Erstkontakt auch schon zu Gesprächsbeginn überreicht werden.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.2 Eröffnungsphase
B. Atmosphäre schaffen
Der Berater achtet auf persönliche Eigenheiten des Gegenübers oder der Umgebung, da die Versicherungsberatung vielfach in den Räumlichkeiten des Versicherungsnehmers durchgeführt wird:
- Kleidung, Stimme, Stimmung
- Einrichtung der Räumlichkeiten
- Bilder, persönliche Dekorationsgegenstände
- Hobbies, Ferien
- Familiäre Situation, Kinder
Bei bestehenden Geschäftsbeziehungen können an vergangene Kontakte angeknüpft werden. In einer gut geführten Kundendokumentation sollten Eigenheiten, Spezialitäten, Anknüpfungspunkte aus früheren Gesprächen vermerkt sein.
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.2 Eröffnungsphase
C. Gesprächseinstieg
Nach einer kurzen Aufwärmphase sollte ins Beratungsgespräch übergeleitet werden. Möglichkeiten für diesen Übergang
- „Sie sagten mir am Telefon, dass…"
- „Sie haben sich auf unser Mailing gemeldet und interessieren sich für …"
- „Gerne bespreche ich mit Ihnen jetzt …"
Fokus 6 Kommunikation und Beratungsgepräch
6.3 Die sechs Phasen des Beratungsgesprächs
6.3.3 Angebots- und Verhandlungsphase
- Bedarfsanalyse
- Präsentation und Beratung
- Einwandbehandlung
- Preis-/Leistungsverhandlungen