E-Business FHNW WIBB 4.Sem

E-Business FHNW WIBB 4.Sem

E-Business FHNW WIBB 4.Sem


J. H.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen und Anwendungen von E-Business im universitären Kontext. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Software, Systeme und Prozesse, sowie deren Integration in Unternehmen. Die Karteikarten erläutern die Unterschiede zwischen Standard- und Individualsoftware, die Architektur von Internetanwendungen und die Nutzung von ERP-Systemen. Besonders hilfreich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Implementierung von Business-Software beschäftigen.
Karten
68
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.06.2018 / 31.01.2021

Lernkarten

Durch das Punch-out-Verfahren* können die Nachteile von Buy-Side-Lösungen weitgehend überwunden werden. Bitte erklären Sie dieses Verfahren!

Die Nachteile einer Buy-Side-Lösung können weitgehend durch einen PunchOut*-Zugriff auf einen oder mehrere Verkäuferkataloge beseitigt werden.
Dabei wird der Warenkorb (oder ein Teil davon) nicht aus dem selbst geführten Multilieferantenkatalog befüllt, sondern zunächst als Warenkorb im Fremdsystem angelegt
Der im Fremdsystem angelegte Warenkorb kann anschliessend in die anzulegende Bestellung in der Buy-Side-Lösung übernommen werden
Der anschliessende Bestellprozess läuft anschliessend in der Buy-Side-Lösung weiter, auch die definitive Bestellung erfolgt durch die Buy-Side-Lösung
Schindler lässt seinen ganzen Multilieferantenkatalog vom Dienstleister jCatalog bereiben und greift über das PunchOut*-Verfahren auf ihn zu

Was ist unter Electronic Data Interchange (EDI) zu verstehen?

Electronic Data Intercharge

EDI ist der von Medienbrüchen und menschlichen Eingriffen freie, asynchrone elektronische Austausch von strukturierten Daten zwischen den Anwendungssystemen von
Geschäftspartnern
Klassisches EDI erfolgt über proprietäre, untereinander inkompatible Netzwerke von Netzwerk-Betreibern (so genannte VAN-Anbieter – Value Added Network);
> das ist mit hohen Kosten verbunden
Klassisches EDI wurde in den vergangenen Jahren um anbieterunabhängige Technologien erweitert (u.a. XML) und nutzt zunehmend auch das Internet zur Übertragung
 

Was beinhaltet Supply Chain Management?

Supply Chain:
Ein Logistiknetzwerk bzw. eine Supply Chain ist eine Zusammenfassung der Logistiken mehrerer Mithersteller zu einer umfassenden Logistik.

Supply Chain Management (SCM):
SCM (Management eines Wertschöpfungsnetzwerks) ist die Koordination einer strategischen und langfristigen Zusammenarbeit von Ko-Herstellern im gesamten
Logistiknetzwerk für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten. Dies beinhaltet sowohl Produktion und Beschaffung als auch Produkt- und Prozessinnovationen.

Bitte beschreiben Sie, welche Arten von ITAnwendungen in Unternehmen typischerweise
anzutreffen sind!

Persönliche IT-Endgeräte der einzelnen Mitarbeitenden
Zentral betriebene IT-Systeme
Basisinfrastruktur: Netzwerke mit Authentisierung, gemeinsamen Laufwerken, externen Verbindungen
Business Software
Fachspezifische Anwendungen

In welchen IT-Systemen werden die Arbeitsergebnisse überwiegend in Form stark strukturierter Daten gespeichert?

In Business Software, z.B.
ERP-Systeme
E-Business-Systeme wie
E-Shop oder Desktop Purchasing Systeme
CRM-Systeme
SCM-Systeme
Business Intelligence Systeme

Definition E-Government

E-Government ist die Unterstützung der Beziehungen, Prozesse und politischen Partizipation
zwischen staatlichen Stellen untereinander sowie zwischen ihnen und ihren Anspruchsgruppen durch vernetzte Informationstechnologie.

Welche Besonderheiten unterscheiden E-Government von E-Business?

Leistungen werden auf dem Gesetzweg definiert
Gesetze und Verordnungen beinhalten häufig Merkmale papierbasierter /
präsenzbasierter Verfahren
(z.B. wird eine Unterschrift auf ein bestimmtes Formular verlangt)
Versorgungspflicht und Gleichbehandlungspflicht der Ämter
Hohe Sorgfaltspflicht führt zu hohen Sicherheitsanforderungen
(Identität, Integrität)
Hohe Dokumentationspflicht (Anfechtungen/Rekurse)
Rigider Datenschutz, gilt auch zwischen den Ämtern
Unzählige IT-Systeme mit eigenen Datenbanken, in denen gleiche Informationsobjekte (z.B. Bürger) in unterschiedlichen Strukturen verwaltet werden, erschweren die Integration im E-Government (Ein Pendant zum ERP-System in Unternehmen fehlt)
Die föderalistische Struktur der Schweiz erschwert eine (einheitliche) E-Government-Entwicklung

Was versteht man unter einer «Notation»?

Systematiken für grafische Darstellungen, ermöglichen eine eindeutige Beschreibung von Sachverhalten mit Hilfe von definierten Symbolen und Regeln für deren Anwendung

Welche Aufgabe hat die Prozesssicht in der Beschreibung eines E-Business nutzenden
Geschäftskonzepts?

Die Prozesssicht liefert vertiefte Informationen zu den Prozessen und Aufgaben/Funktionen, die im Kontext des Projekts von
Bedeutung sind.
Die eEPK unterstützt die Beschreibung der Prozesssicht.
Neben der Abfolge der Aufgaben/Funktionen soll deutlich werden, wie die Prozesse in den IT-Systemen repräsentiert werden resp. wie genau die eingesetzte IT die Prozesse unterstützt.
Von grosser Bedeutung sind Prozessübergänge, insbesondere zwischen den Beteiligten. Bei der Definition von Prozessübergängen sind genaue Beschreibungen der Prozesszustände erforderlich.
Wünschenswert sind Angaben dazu, worauf es bei der Ausführung
ankommt und wie die Prozessqualität gemessen wird.

Was unterscheidet sich die erweiterte Ereignisgesteuerten Prozesskette eEPK von anderen Ablaufdiagrammen?

Die EPK unterscheidet sich von anderen Flussdiagrammen dadurch, dass sie neben Aktivitäten auch Zustände abbildet.

Welche Modellelemente enthält die Notation der EPK?

Welche Modellelemente enthält die Notation der eEPK?

Was zeigt die Anwendungssicht in einem E-Business nutzenden Geschäftskonzepts?

Die Anwendungssicht zeigt die Verteilung der Geschäftslogik (in Form von Funktionen und Daten) auf die beteiligten Anwendungsprogramme (Anwendungssoftware, Applikationen) .
Sie ordnet die beteiligten Anwendungsprogramme den beteiligten Rollen zu. Verbindungen zwischen den Anwendungen erlauben Rückschlüsse auf Zugriffsmöglichkeiten und Integrationen.
Die Anwendungssicht zeigt dadurch die Verteilung der wichtigsten Funktionen und Daten auf die beteiligten Anwendungen. Das ist für das Verständnis der Verantwortungsbereiche,
Abhängigkeiten und Risiken nützlich.
Eine Anwendung wird als eine logische Einheit im Sinne des Anwenders verstanden. Die Darstellung zeigt die Applikationsschicht, ggf. zusätzlich die Datenschicht und Client-Schicht.
Eine denkbare Verteilung der Anwendung auf mehrere technische Systeme wird in der Anwendungssicht nicht dargestellt.

Welche Modellelemente werden in Grafiken zur Anwendungssicht verwendet?

Warum ist eine Unterscheidung der Anwendungssicht und der Technischen Sicht erforderlich?

Die Anwendungssicht betrachtet eine Anwendungsprogramme als eine logische Einheit im Sinne desAnwenders (z.B. das ERP-System).
In der Praxis ist der Betrieb vieler Anwendungsprogramme auf mehrere technische Plattformen verteilt.
Die Technische Sicht beschreibt die Verteilung der Anwendungen auf technische Plattformen*, deren physische Standorte sowie Einbindung in ein Netzwerk resp. in einen Verbund von Netzwerken.

Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen „Business Software“ und „ERP-System“?

Business Software:
Überbegriff für betrieblich und unternehmensübergreifend genutzte Software für
betriebswirtschaftliche Anwendungen mit überwiegend strukturierten Daten. Dazu gehören ERP-Systeme, E-Business-Software und Lösungen für einzelne Funktionsbereiche, z.B. Buchhaltungssoftware, Lohn-/Personalprogramme, CRMSysteme. Auch auf Basis von Office-Tools können rudimentäre, isolierte Business- Software-Lösungen realisiert werden.

Als ERP-System bezeichnet man integrierte betriebliche Standard-software, die auf
einer gemeinsamen Datenbasis Funktionen für mehrere Fachbereiche eines Unternehmens/Konzerns bereit stellt.
Zu den Fachbereichen gehören klassisch das Rechnungswesen, die
Finanzwirtschaft, das Personalwesen, die Materialwirtschaft und der Vertrieb. Ein
ERP-Modul enthält die Funktionalität eines einzelnen Fachbereiches. Klassische
ERP-Systeme stehen für die unternehmensinterne resp. konzerninterne Integration.$


E-Business-Software unterstützt primär unternehmensübergreifende
Geschäftsprozesse (z.B. E-Shop, E-Purchasing System)


Moderne ERP-Systeme integrieren auch E-Business-Software und machen sich
Vorteile von Internetanwendungen zu Nutze. Die Gartner Group prägte in diesem
Zusammenhang den Begriff ERP II.

Nennen Sie wie wichtigsten Vor- und Nachteile von Individualsoftware!

Vorteile von Individualsoftware
Kann Bedürfnisse exakt abdecken
Ist der Konkurrenz nicht zugänglich

Nachteile von Individualsoftware
Hohe Kompetenz erforderlich
Permanenter Pflegeaufwand muss individuell geleistet werden

Nennen Sie wie wichtigsten Vor- und Nachteile von Standardsoftware!

Vorteile von Standardsoftware
Schnell verfügbar
Know-how Import

Nachteile von Standardsoftware
Anforderungen evtl. suboptimal abgedeckt
Fremdbestimmte Weiterentwicklung

Unter welchen Umständen sollte ein Unternehmen seine Geschäftsprozesse nicht an die Möglichkeiten von Standardsoftware anpassen?

Contra: 
USP* ist Grundlage desUnternehmenserfolgsund –werts
Strategische Differenzierung
Bedürfnis an Geheimhaltung

Pro:
Geringere Kosten und höhere Verfügbarkeit
erhöhte Transparenzanforderungen als Basis für Kreditvergabe
Höhere Investitionssicherheit, da Überlebensfähigkeit mit der Anzahl Installation steigt

Welche Charakteristika weist Standardsoftware auf?

Grundannahmen von Standardsoftware
Geschäftsprozesse laufen bei Wiederholung gleich ab
Auch in unterschiedlichen Unternehmen haben viele Geschäftsprozesse viele Gemeinsamkeiten

Standardsoftware beinhaltet ein Datenmodell und einen Funktionsvorrat, der die Summe der in allen Anwenderunternehmen erwarteten Anforderungen abdeckt.
Bei Systemen mit langen Nutzungsdauern, wie z.B. ERP-Systeme (diese sind häufig 8 Jahre und länger im Einsatz), vertrauen die Kunden darauf, dass der Anbieter branchentypische neue Anforderungen im Rahmen von Updates/neuen Releases abdeckt.

„Integrierte Standardsoftware“ deckt mehrere Fach-/ Anwendungsbereiche einer Organisation ab und benutzt dazu eine gemeinsame Datenbasis.

Bitte erklären sie die Integration operativer und finanzieller Vorgänge in ERP-Systemen!

ERP-Systeme können Werteflüsse und Veränderungen bei Beständen, Kosten und Erträgen zeitnah erfassen. Dies geschieht durch Buchungen, die parallel zu den operativen Vorgängen automatisch ausgeführt werden.
Voraussetzung dafür ist, dass zu den operativen Tätigkeiten Buchungssätze hinterlegt werden (z.B. zum Erzeugen einer Rechnung). Die Buchungssätze erfordern hinterlegte Kontenpläne.
Soll eine mehrgliedrige Organisation abgebildet werden (z.B. verschiedene rechtliche Einheiten, Standorte, Sparten, Profitcenter, Einkaufsorganisationen etc.), muss die Organisationsstruktur ebenfalls hinterlegt werden.
Die Anforderungen an den Informationsgehalt der Buchungen kommen

Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Konzepte für Betrieb und Nutzung von Business Software ?

Sie unterscheiden sich dadurch, dass verschiedene Softwarekomponenten auf unterschiedliche Weise auf eine oder mehrere technische Plattformen verteilt sind.

Definition Architektur

Aufbau eines komplexen Systems aus Komponenten sowie deren Zusammenspiel

beschreibt grundlegende konzeptionelle Enscheidungen zum Aufbau der Software

Vorteile Nutzung Internet-Technologien für Business-Software?

Datenhaltung und Applikaion liegen vollumfänglich auf zentralem Server

Arbeit mit universellen Client-Software (Browser), die keine spezifische Businesslogik enthält

aufgrund offenen Standard grosse Verbreitung, anbieterunabhängig, lizenzfrei

Ziel: Konzepte zur Nutzung der Internet Technologie für Business Anwendungen bei gleichzeitige Kompensation derer Mängel

Welche Vor- und Nachteile hat die Architektur von Internetanwendungen für Business Software?

Vorteile:
Alle Beteiligten arbeiten mit der gleichenAnwendung und den gleichen Daten
Vollständig zentrale Betriebsform, diese macht schnelle Anpassungen möglich (keine Updates/Releasewechsel)
Geringe Startvoraussetzungen für neue Nutzer


Nachteile:
Server muss auf hohe Spitzenlasten ausgelegt werden
Hohe Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Netzwerks
Reduzierte Freiheitsgrade bei den einzelnen Nutzern

Was ist beim Konzept «Software as a Service» grundsätzlich anders als bei den bisher vorgestellten Nutzungskonzepten?

Allen bisherigen Konzepte gingen davon aus, dass die Organisation, die Business Software nutzen will, diese auch besitzt.
Das Konzept „Software as a Service“ stellt das in Frage und stellt fertige Software zur Nutzung über das Internet bereit. Sie wird von den Anwenderorganisationen nicht gekauft, sondern nutzungsabhängig bezahlt, z.B. nach Benutzer und Monat, beanspruchtem Datenvolumen etc.


Die Software kann in einem vom Anbieter definierten Mass an eigene Anforderungen angepasst werden (Customizing).


Software as a Service ist eine Form so genannter „Cloud“-Dienste

Was ist der Unterschied zwischen einer Mobile App und eine mobilen Website?

Mobile App
Anwendungen, die für Betriebssysteme von mobilen Geräten entwickelt wurden
muss für jedes Betriebssystem einzeln entwickelt werden
kann auch offline genutzt werden
kann Funktionen von Drittplattformen einbinden (wenn online)
kann Hardware oder andere installierte Apps des mobilen Gerätes vollumfänglich nutzen
Daten werden auf dem mobilen Gerät gespeichert

Mobile Website
Website oder Webanwendung,die auf die Benutzung mit einem Browser auf mobilen Gerätenangepasst wurde
muss i.d.R. nur einmal entwickelt werden.
Internetzugang ist notwendig
kann nur sehr beschränkt Hardware und Software des mobilen Gerätes nutzen
nur wenige Daten werden auf dem mobilen Gerät gespeichert

Mit welchem zentralen Kriterium lässt sich die Qualität der Informationsverwaltung
beurteilen?

Handlungsvermögen

Lernen