Organisationslehre eigene
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Lernkarten
Die Beziehungen aufzählen
- Aufbaubeziehungen (statisch) in Ruhezustand
- Ablaufbeziehungen (dynamisch), Prozesse
Definition der Organisation
Organisation ist die dauerhaft gültige Ordnung von zielorientierten sozio-technischen Systemen. Die Elemente Aufgabe, Aufgabenträger, Sachmittel und Informationen werden durch statische (aufbauorganisatorische) und dynamische (Prozessorganisatorische) Beziehungen miteinenader verbunden. Dabei werden die Dimenssionen festgelegt: zeitliche, räumliche und mengenmässigen Regelungen getroffen.
Organisatisonsgard aufzählen
- organisiert: dauerhaft gültige Regelung. Viele Regelungen sind vorhanden (Richtlinien, Vorschriften) werden täglich angewendet.
- improvisiert: vorläufig gültige Regelung. Regelungen mit vorläufigem oder zeitlich befristetem Charakter. Sie werden nach Ablauf der Frist überprüft und allenfalls in eine definitive Regelung überführt.
- dispositiv: einmal gültige Regelung. Regelenung für Einzelfälle. Unglück/Verbrechen.
Ziele der Organisation
- Effektivität "doing the right things"
- Wirtschaftlichkeit/Effizienz "doing the thing right"
- Arbeitszufriedenheit und Motivation
- Flexibiltät/Elastizität
- Elasitizität ist eine nachhaltige Fähigkeit eines Systems, auf unterschiedliche Impulse auch differenziert reagieren zu können
- Stabilität durch klare Fixierung
- Stabilität ist die nachhaltige Fähigkeit eines Systems, auf gleichartige Impule standartisiert zu reagieren und damit die Vorteile organisatorischer Regelungen zu nutzen
Gesamtzusmmenhang der Organisation
- Strategie ist die Gesamtheit aller Entscheidungen über wichtige Erfolgsfaktoren einer Unternehmung
- Kultur ist die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter auf allen Stufen der Hierarchie prägen
- Struktur ist ein Sammelbegriff für aufbau- und ablauforganistorischen Regelungen
- Technik ist ein Sammelbegriff von Sachmittel, die im Rahmen organisatorischer Lösungen eingesetzt werden
Auslöser organisatorischer Vorhaben
- Reaktiv: Vorgänge umsetzen, externe Forderungen erfüllen, auf Störungen und Probleme reagieren
- Proaktiv: systematische Soll-Ist Vergleich, Marktforschung, Benchmarking (lernen von den besten), aktives Reklamationsmanagement
Was ist ein Projekt
Als ein Projekt wird ein abgegrentzes Vorhaben bezeichnet, das in dieser Form einmalig ist, ein Start- und Enddatum hat
Kriterien für ein formelles Projekt
- hohe Bedeutung, grosse Auswirkung
- übergreifende Wirkung
- hoher finanzieller Aufwand
- grosser Zeitbedarf
Bedeutung organisatorische Regelungen in einer dynamischer Welt
Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:
- Aufgaben wiederholen sich in gleicher oder ähnlicher Form
- Aufgaben müssen zwingend in einer bestimmter Weise erledigt werden (gesetzliche Vorgaben)
- Menschen arbeiten zusammen
- die Aufgabenerfüllung stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit
- die Aufgabenerfüllung muss nachvollziehbar sein
Aufgaben Aufbauorganisation
- widerspiegelt eine hierarchische Betrachtung der Organisation (z.B. Organigramm)
- regelt unter anderem die Kompetenzen der verschiedenen Stellen, insbesondere das Verhältnis zwischen über- und untergeordneter Stelle (z.B. Stellenbeschreibung)
Aufgaben Ablauforganistation (Prozessorganisation)
- prozessuale Betrachtung der Organisation
- dynamische (zeitliche) Komponente
- regelt u.a. die Funktionen der verschiedenen Stellen in den verschiedenen Unternehmensprozessen
Formen der Spezialisierung
- Zentralisation (Zusammenfassen gleicher Aufgaben an zentraler Stelle), z.B. Zentraler Einkauf, Finanzcontrolling
- Dezentralisation (Verteilung gleicher Aufgaben an verschiedenen Stellen), z.B. Verkauf, Entwicklung
- Job Rotation (bei der Job Rotation wechseln die Mitarbeiter den Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich innerhalb ihrer Arbeitsgruppe untereinander)
- Job Enlargement (beim Job Enlargement wird der Tätigkeitsbereich der betroffenen Mitarbeiter um Tätigkeiten mit gleichem Anforderungsnivueau erweitert)
- Job Enrichment (bei Job Enrichment wird der Aufgabenbereich um höherwertige Tätigkeiten erweitert. Das heisst, der Mitarbeiter übernimmt neue (artfremde) Tätigkeiten
Leitungssystem flache Hierarchie Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Kurze Dienstwege
- das Management ist an der Front
- weniger Lohnkosten im mittlerem Kader
Nachteile:
- Grosse Kontrollspanne der Führungskräften (Überbelastung)
- Fehlende Kontrolle und Koordination
- Mögliche Doppelspurigkeiten
Ansätze aus Sicht der Palastorganisation
- Unternehmensgrösse ist ein Wert an sich (big is beautiful)
- Alle "wichtigen" Entscheidungen müssen der Gesamtleitung Vorbehalten bleiben
- Unternehmensweite Koordination bringt viele Vorteile (Einkauf, Standardisierung)
- Arbeitsteilung bringt Spezialisierungsvorteile
- Regelungen müssen eindeutig, umfassend und gut dokumentiert sein
Annahmen aus Sicht der Zeltorganisation
- Grösse macht inflexibel
- Entscheidungen sollen vor Ort gefällt werden
- Zentrale Koordination bringt zentrale Wasserköpfe hervor, die ihre Existenznotwendigkeit beweisen müssen
- Arbeitsteilung führt zu vielen Schnittstellen
- Regelungen sind ein notwendiges Übel und sind soweit möglich zu reduzieren