OL NBW


M. B.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Organisationslehre für Mittelschüler. Sie behandeln Themen wie Regelungen, Stellen, Mitarbeiter und Systeme, sowie verschiedene Formen der Spezialisierung und Projektmanagement. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Schüler, die sich auf Prüfungen im Bereich Betriebswirtschaftslehre vorbereiten und ein besseres Verständnis für die Organisation und Struktur von Unternehmen erlangen möchten.
Karten
15
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
04.06.2018 / 22.09.2020

Lernkarten

Die Beziehungen aufzählen

  • Aufbaubeziehungen (statisch) in Ruhezustand
  • Ablaufbeziehungen (dynamisch), Prozesse

Definition der Organisation

Organisation ist die dauerhaft gültige Ordnung von zielorientierten sozio-technischen Systemen. Die Elemente Aufgabe, Aufgabenträger, Sachmittel und Informationen werden durch statische (aufbauorganisatorische) und dynamische (Prozessorganisatorische) Beziehungen miteinenader verbunden. Dabei werden die Dimenssionen festgelegt: zeitliche, räumliche und mengenmässigen Regelungen getroffen.

Organisatisonsgard aufzählen

  • organisiert: dauerhaft gültige Regelung. Viele Regelungen sind vorhanden (Richtlinien, Vorschriften) werden täglich angewendet.
  • improvisiert: vorläufig gültige Regelung. Regelungen mit vorläufigem oder zeitlich befristetem Charakter. Sie werden nach Ablauf der Frist überprüft und allenfalls in eine definitive Regelung überführt.
  • dispositiv: einmal gültige Regelung. Regelenung für Einzelfälle. Unglück/Verbrechen.

Ziele der Organisation

  • Effektivität "doing the right things"
  • Wirtschaftlichkeit/Effizienz "doing the thing right"
  • Arbeitszufriedenheit und Motivation
  • Flexibiltät/Elastizität
    • Elasitizität ist eine nachhaltige Fähigkeit eines Systems, auf unterschiedliche Impulse auch differenziert reagieren zu können
  • Stabilität durch klare Fixierung
    • Stabilität ist die nachhaltige Fähigkeit eines Systems, auf gleichartige Impule standartisiert zu reagieren und damit die Vorteile organisatorischer Regelungen zu nutzen

 

Gesamtzusmmenhang der Organisation

  • Strategie ist die Gesamtheit aller Entscheidungen über wichtige Erfolgsfaktoren einer Unternehmung
  • Kultur ist die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter auf allen Stufen der Hierarchie prägen
  • Struktur ist ein Sammelbegriff für aufbau- und ablauforganistorischen Regelungen
  • Technik ist ein Sammelbegriff von Sachmittel, die im Rahmen organisatorischer Lösungen eingesetzt werden

Auslöser organisatorischer Vorhaben

  • Reaktiv: Vorgänge umsetzen, externe Forderungen erfüllen, auf Störungen und Probleme reagieren
  • Proaktiv: systematische Soll-Ist Vergleich, Marktforschung, Benchmarking (lernen von den besten), aktives Reklamationsmanagement

Was ist ein Projekt

Als ein Projekt wird ein abgegrentzes Vorhaben bezeichnet, das in dieser Form einmalig ist, ein Start- und Enddatum hat

Kriterien für ein formelles Projekt

  • hohe Bedeutung, grosse Auswirkung
  • übergreifende Wirkung
  • hoher finanzieller Aufwand
  • grosser Zeitbedarf

Bedeutung organisatorische Regelungen in einer dynamischer Welt

Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:

  • Aufgaben wiederholen sich in gleicher oder ähnlicher Form
  • Aufgaben müssen zwingend in einer bestimmter Weise erledigt werden (gesetzliche Vorgaben)
  • Menschen arbeiten zusammen
  • die Aufgabenerfüllung stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit
  • die Aufgabenerfüllung muss nachvollziehbar sein

Aufgaben Aufbauorganisation

  • widerspiegelt eine hierarchische Betrachtung der Organisation (z.B. Organigramm)
  • regelt unter anderem die Kompetenzen der verschiedenen Stellen, insbesondere das Verhältnis zwischen über- und untergeordneter Stelle (z.B. Stellenbeschreibung)

Aufgaben Ablauforganistation (Prozessorganisation)

  • prozessuale Betrachtung der Organisation
  • dynamische (zeitliche) Komponente
  • regelt u.a. die Funktionen der verschiedenen Stellen in den verschiedenen Unternehmensprozessen

Formen der Spezialisierung

  • Zentralisation (Zusammenfassen gleicher Aufgaben an zentraler Stelle), z.B. Zentraler Einkauf, Finanzcontrolling
  • Dezentralisation (Verteilung gleicher Aufgaben an verschiedenen Stellen), z.B. Verkauf, Entwicklung
  • Job Rotation (bei der Job Rotation wechseln die Mitarbeiter den Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich innerhalb ihrer Arbeitsgruppe untereinander)
  • Job Enlargement (beim Job Enlargement wird der Tätigkeitsbereich der betroffenen Mitarbeiter um Tätigkeiten mit gleichem Anforderungsnivueau erweitert)
  • Job Enrichment (bei Job Enrichment wird der Aufgabenbereich um höherwertige Tätigkeiten erweitert. Das heisst, der Mitarbeiter übernimmt neue (artfremde) Tätigkeiten

Leitungssystem flache Hierarchie Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Kurze Dienstwege
  • das Management ist an der Front
  • weniger Lohnkosten im mittlerem Kader

Nachteile:

  • Grosse Kontrollspanne der Führungskräften (Überbelastung)
  • Fehlende Kontrolle und Koordination
  • Mögliche Doppelspurigkeiten

Ansätze aus Sicht der Palastorganisation

  • Unternehmensgrösse ist ein Wert an sich (big is beautiful)
  • Alle "wichtigen" Entscheidungen müssen der Gesamtleitung Vorbehalten bleiben
  • Unternehmensweite Koordination bringt viele Vorteile (Einkauf, Standardisierung)
  • Arbeitsteilung bringt Spezialisierungsvorteile
  • Regelungen müssen eindeutig, umfassend und gut dokumentiert sein

Annahmen aus Sicht der Zeltorganisation

  • Grösse macht inflexibel
  • Entscheidungen sollen vor Ort gefällt werden
  • Zentrale Koordination bringt zentrale Wasserköpfe hervor, die ihre Existenznotwendigkeit beweisen müssen
  • Arbeitsteilung führt zu vielen Schnittstellen
  • Regelungen sind ein notwendiges Übel und sind soweit möglich zu reduzieren

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