Embryologie
Embryologie Lernkarten Celio FS18 Med1 UniFr
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Cartes-fiches
Was ist die Hauptfunktion der Zona pellucida?
- Schützen der empfindlichen Vorgänge innerhalb
- Vereinfachen des Transportes
- Immunologische BArriere für das Embryo in der Tube
- Prävention einer verfrühten Implantation in der Tube.
Wie lange dauert die Empfängnisbereitschaft des Endometriums und wann ist sie?
Dauert vom 20. - 23. Tag des Zyklus. Also 4 Tage
Wie lange dauert die Implantation und welche Schritte durchläuft sie?
Die Implantation dauert von Tag 5/6 bis zu Tag 11/12, also eine Woche. Die Schritte sind:
- Adhäsion der Blastozyste am Endometrium
- Durchbrechen des Epithels
- Invasion in das Bindegewebe
- Synzytiotrophoblast umgibt Embryo
- Vollständige Implantation
Wie differenzieren sich die embryonalen und extraembryonalen Anlagen?
Blastozyste differenziert sich in den Trophoblast (äussere Zellen) und Embryoblast (innere Zellen). Der Trophoblast differenziert sich ind Zytotrophoblast und Synzitiotrophoblast (Zytotrohpoblast differenziert sich auch in Synzitiotrophoblast). Der Embryoblast differenziert sich in den Epiblast und den Hypoblast.
Welche Rolle spielt der Synzytiotrophoblast?
- Ermöglicht das Einnisten durch invasives Wachstum ins Endometrium
- Synthetisiert Immunsuppresiva
- Mutter-Embryo-Stoffaustausch
- Sekretion von Hormonen (hCG für corpus luteum
Im Synzytiotrophoblast bilden sich ausserdem zahlreiche Lakunen.
Was sind Lakunen?
Zusammenschluss von extra-zytoplasmatischen Vakuolen. Ursprünglich mit embryotropher (nahrungsreicher) Flüssigkeit gefüllt.
Die Verbindung von Lakunen und mütterlichen Kapillaren ermöglichen den Stoffaustausch.
Aus welchen Strukturen besteht die zweiblättrige Keimscheibe?
Aus dem Epiblast und dem Hypoblast. Der Hypoblast bildet die Heuser'sche Membran
Was geschieht mit auswandernden Zellen der Heuser'schen Membran?
Sie bilden das extraembryonale Retikulum (Mesoderm)
Wie differenzieren sich Epiblast und Hypoblast weiter?
Epiblast:
- Embryonaler Epiblast
- Amnioblast
Hypoblast:
- Hypoblast
- Heuser'sche Membran und extraembryonales Retikulum
Hypoblast wie auch Embryonaler Epiblast differenzieren sich weiter:
- Extraembryonales Mesoderm (differenziert nachher zur Chorionhöhle)
Ausserdem wird aus dem embryonalen Epiblasten die Embryonalscheibe und aus dem Hypoblast der sekundäre Dottersack
Wann ist die Blastozyste vollständig im Endometrium eingebettet?
Am 12. Tag
Wie wird die Chorionhöhle gebildet?
Zusammenschnüren des primären Dottersacks führt zum Volumenverlust. Die Chorionhöhle bildet sich.
Was sind die Merkmale einer vollständigen Einnistung der Blastozyste im Endometrium am 12. Tag nach Befruchtung?
- Lücke im endometrialen Epithel verschwunden
- Lakunen stehen in Verbindung mit endometrialen Kapillaren
- Lakunäres Netzwerk ist gefüllt mit Embryotrophe und sorgt für embryo-maternalen Stoffaustausch (Vorläufer der Plazenta)
- Primärer Dottersack hat sich eingeschnürt. Kleinerer sekundärer Dottersack wird sich bilden.
- Chorionhöhle (extraembryonales Zölom) umgibt Dottersack und Amnion
- Chorionhöhle teilt extraembryonales Mesoderm in zwei Schichten
- Parietales Mesoderm (liegt dem Zytotrophoblast innen an)
- Viszerales Mesoderm (liegt Amnion und Dottersack aussen auf)
Was ist der Haftstiel?
Der Haftstiel ist die Nabelschnuranlage. Er verbindet Chorion mit Keimscheibe. Hier entstehen erste Blutgefässe, die vom Chorion aufgenommene Nährstoffe zur Keimscheibe transportieren.
Woraus setzt sich das Chorion zusammen?
Chorion = Synzytiotrophoblast + Zytotrophoblast + extraembryonales parietales Mesoderm
Carnegie Stadium 1 (Tag(e), Grösse, Beschreibung)
Tag 1, Grösse 0.1 - 0.15 mm, Befruchtung
Carnegie Stadium 2 (Tag(e), Grösse, Beschreibung)
Tage 2-3, 0.1 - 0.2 mm, Furchung der Zygote (Entstehung von Blastomeren)
Carnegie Stadium 3 (Tag(e), Grösse, Beschreibung)
Tage 4 - 5, 0.1 - 0.2 mm, Entstehung der Blastozyste
Carnegie Stadium 4 (Tag(e), Grösse, Beschreibung)
Tage 5 - 6, 0.1 - 0.2 mm, Hatching der Blastozyste
Carnegie Stadium 5 (Tag(e), Grösse, Beschreibung)
Tage 6 - 14, 0.1 - 0.2 mm, Implantation, Zweiblättrige Keimscheibe, Differenzierung Chorionhöhle und sekundärer Dottersack
Was ist die Gastrulation?
Einstülpung der Blastozyste und Bildung der 3 Keimblätter
Wie entsteht die kranio-kaudale Körperachse?
Durch Zellwanderung und Proliferation
Was geschieht mit den epithelialen Zellen beim Verlassen des epithelilaen Zellverbandes?
Ihre Zellform ändert sich zu polygonal und sie werden zu mesenchymalen Zellen. Diese ersetzen die Hypoblastenzellen.
Wie wandern entodermale und mesodermale Zellen in das Gewebe ein und woher stammen sie?
Sie wandern von der Primitivgrube durch die Primitivrinne in das Gewebe ein.
Wo treffen sich Ektoderm und Endoderm?
Bei der Rachenmembran und Kloakenmembran
Was bildet sich aus dem Primitivknoten?
Der Chordafortsatz, welches sich ins Endoderm einschleust und die Prächordalplatte bildet.
Was bildet sich aus dem Chordafortsatz?
Die Chorda dorsalis
Wie schliesst sich die Chordaplatte und zu was für einer Struktur wird sie?
Sie schliesst sich durch endodermale Kontraktionen zu einem Rohr. Dies beginnt kranial.
Welche Funktionen hat die Chorda dorsalis?
- Bestimmt die Longitudinalachse des Embryos
- Legt die zukünftige Bildung der Wirbelkörper fest
- Induziert die Differenzierung der Neuralplatte
Wie und woraus bildet sich die Chorda dorsalis?
Kraniale Migration der Zellen aus dem Primitivknoten und kaudale Regression des Primitivstreifens
Was ist die Neurulation?
Bildung des Neuralrohrs (ZNS)
Was ist die Somitogenese?
Bildung von Somiten
Wann bildet sich die Neuralplatte?
Im Gleichschritt mit der Chorda dorsalis
Welche Struktur induziert die Neurulation?
Die Chorda dorsalis
Welche Schritte durchläuft die Neurulation?
- Verdickung Ektoderm (17. Tag)
- Vertiefung Neuralrinne (17. Tag)
- Erhebung der Ränder der Neuralplatte (18. Tag)
- Verschmelzen der Ränder
- Schliessung des Neuralrohres (21. Tag)
Welche Eigenschaften haben Neuralleistenzellen?
Wandernde, pluripotente, mesenchymale Zellen
Wann und wie schliesst sich das Neuralrohr?
Vom 21. Tag bis zum 27. Tag. Die Schliessung beginnt an Halsregion und verläuft von dort kranial und kaudal.
Was geschieht in der primären und sekundären Neurulation?
Primäre Neurulation:
Bildung des primitiven Neuralrohres, induziert durch Mesoblasten, Chorda dorsalis, Prächordalplatte
Sekundäre Neurulation:
Betrifft die Entwicklung des caudalen Teiles des Neuralrohres. Beim Verschwinden des Primitivstreifens (29. Tag), bleibt eine mesodermale Struktur übrig (Eminentia caudalis), die bei Vereinigung das verlängerte Rückenmark bildet.