ZZ ISME Geschichte 2
ISME Vorkurs PH (Sommer 2017) 7 Der Weg zur Gegenwart + Unterrichtsnotizen
ISME Vorkurs PH (Sommer 2017) 7 Der Weg zur Gegenwart + Unterrichtsnotizen
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Flashcards
Was spricht dafür und was dagegen, dass Asylbewerber arbeiten sollten?
Pro: Staat spart Geld ein.
Contra: Schweizer Arbeitsplätze gefährdet.
Was war der Landesring der Unabhängigen?
Oppositionspartei.
- Vorkämpfer für liberale Demokratie
- gegen Protektionismus und Lobbyismus
- Unterstützt von der Migros
-> Erfolg anderer Oppositionsgruppen führte zum Niedergang.
War war die Montanunion 1950?
Ein Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft zur Vereinheitlichung der Stahl- und Kohleförderung (= Rüstungsgüter)
Mitglieder: DE, IT, FR, BE, NE; LUX
Ziel 1: Wirtschaftlich zusammenwachsen
Ziel 2: Politisch zusammenwachsen
Was führte zur starken Konzentration der Bevölkerung in und um die Städte?
Einwanderung, Bevölkerungswachstum und Binnenwanderung.
Wieso kam es zu Anti-Überfremdungsparteien?
Wegen der zunehmenden Einwanderung welche viele Bürger verunsicherte.
Was wurde in den Römischen Verträgen 1957 beschlossen?
Bilden eines wirtschaftlichen Einheitsraums
- z.B. Zollunion (nur noch Zoll um Union)
- Vereinheitlichung (z.B. Kühlschubladen)
Was war der Grund für die Entvölkerung der Alpen- und Voralpengebiete?
Der Übergang von der Landwirtschafts- zur Industrie- und vor allem zur Dienstleistungsgesellschaft.
Mittel der Anti-Überfremdungsparteien:
- Teilnahme an Wahlen -> Achtungserfolg 1971 mit 11 Nationalratssitzen
- Initiativrecht
Was wurde in den Maastrichter Verträgen 1992 beschlossen?
Bilden eines politischen Einheitsraums
- EU-Parlaments
- Einheitsliche Währung (Euro 2002 eingeführt)
Wohin zog die Bevölkerung?
Zunächst in die Grossstädte, danach in die Gemeinden im Umkreis der Städte
-> Agglomerationsbildung, Gemeindegrenzen kaum mehr sichtbar.
Welches war der Höhepunkt der Anti-Überfremdungsparteien?
Schwarzenbach-Initiative, die verlangte, dass die Zahl der Ausländer in keinem Kanton über 10% sein dürfe.
- Rekordstimmbeteiligung von 74%
- 46% Ja
Unterschied EFTA/EU
EFTA nur einheitlicher Wirtschaftsraum, keine politische Einheit
Beschreiben Sie die Funktionsteilung von Städten und Gemeinden:
Städte= Arbeitsorte (vor allem in Dienstleistungssektor)
Gemeinden= Wohn- und Schlaforte
Was waren die Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH)?
- eine marxistisch-sozialistische nicht auf die UdSSR hin orientierte Bewegung
- Einsatz für Minderheiten aller Art und konsequente Frauenförderung
- intellektuelle Kleingruppe ohne Massenbasis.
Vorteile der EU:
- Wirtschaftlicher Fortschritt
- Zusammenhalt
- Kein Krieg (ausser Balkan) seit 80 Jahren in Europa
Welche Vorteile boten die Agglomerationen den Unternehmen und der Bevölkerung im Gegensatz zu Kleinstädten und Dörfern?
- bessere Verkehrsverhältnisse
- bessere Absatzmärkte
- reichhaltiges wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Angebot.
Wozu führte die zunehmende Besorgnis über die Entwicklung der Umwelt?
- Zunächst zu überparteilichen Verbenden
- Ende der 70er zur Bildung von grünen Gruppen mit raschem Anfangserfolg
- 1983: Zusammenschluss auf schweizerischer Ebene
- 1886: Grüne Partei der Schweiz -> rasch stärkste Oppositionspartei mit 14 Nationalratsmandaten.
Nachteil der EU:
Nationalstaat verliert an Entscheidungsmacht
Beschreiben Sie das Verkehrs- und Finanzproblem welches die Agglomerationsbildung förderte?
Einkommen wurde in der Wohngemeinde versteuert, die Infrastruktur nutzte man jedoch in der Stadt.
Aus welchen 5 Gründen gelang es keiner der oppositionellen Gruppen den vier Regierungsparteien an Stimmen und Mandaten nahe zu kommen?
- Bei Nationalratswahlen haben neue Parteien kaum Chancen in kleinen Kantonen wegen den wenigen zu vergebenden Sitzen.
- Ständerat noch schwerer wegen den wenigen Sitzen.
- Oppositionelle stellten häufig ein drängendes Thema in den Mittelpunkt und wurden so als fachlich nicht breit genug aufgefächert betrachtet.
- Etablierte Parteien reagierten flexibel auf neue Trends.
- Wirklichen Einfluss hat nur die Exekutive die für neue Parteien kaum zu erreichen ist.
Was war die Folge der Schweiz auf das Nein zum EU-Beitritt?
Bilaterale I 1999 (7 Verträge)
1) Forschungsabkommen
2) Personenfreizügigkeit
+ 5 weitere
Bilaterale II 2006 (3 Verträge)
Schengen-Dublin-Abkommen:
Schengen: 1. Ankunftsland nimmt alle Flüchtlinge
Dublin: keine Passkontrollen
Wie versuchte man das Verkehrs- und Finanzproblem der Agglomerationsbildung zu lösen?
Woraus bestand der Kanton Bern seit 1815?
Aus dem alten Kantonsteil und sieben jurassischen Bezirken, welche sich in Sprache (6x Fr, 1x De), Tradition und Konfession unterschieden, was zu Spannungen führte.
Was soll passieren wenn einer der Bilateralen fällt?
Dann fallen alle (Guillotine-Klausel)
Was entwickelte sich nach dem 2. Weltkrieg im Jura?
die Bewegung des „Rassemblement jurassien“ welche einen selbständigen Kanton Jura forderten.
Wer wurde wann zuletzt in den Bundesrat gewählt?
Guy Parmelin 2015
Wie sahen die Volksabstimmungen zur Unabhängigkeit des Kantons Jura 1974/75 aus?
1. knappe Mehrheit des Juras für die Gründung eines eigenen Kantons.
2. 3 südliche Bezirke blieben bei Bern, Laufental 199 zu Basel-Landschaft
3. Eidgenössische Abstimmung 1978 bestätigte die Existenz des Juras rechtskräftig.
Wieso gab es anfangs 7 Freisinnige Bundesräte?
Weil die Freisinnigen den Bundesstaat wollten.
Wieso wählt man 1929 die BGB (=SVP) und nicht die SP in den Bundesrat?
1.) SVP steht den Parteien näher als die radikale Linke -> SP hat es schwerer erfolgreich Referendum
2. SVP konservativ
Wie lautete die Zauberformel?
2 SP - 2 CVP - 2 FDP und 1 SVP
Was ist Populismus?
Vereinfachte Darstellung politisch schwieriger Prozesse
Wieso schafft es die SP 1943 in den Bundesrat?
- Entsagung der Revolution (Ja zum Bundesstaat)
- Burgfrieden
- Zustimmung zur Armee
- Gefahr von Rechts (Frontenbewegung)
Wieso kommen die Katholisch-Konservativen 1891 erstmals in den Bundesrat?
- Freisinn erkennt, dass Abstimmungen nicht mehr alleine zu gewinnen sind.
- Mässigung der KK
- Neue Generation ohne Sonderbundstrauma
Wieso schafft es die SP 1959 zum zweiten Bundesratssitz?
Da das Volk zuletzt entscheidet müssen Veränderungen politisch breit abgestützt sein (Konkordanzpolitik)
Was wurde im Wirtschaftsartikel 1947 geregelt?
Staat kann:
- notleidenden Wirtschaftszweigen beistehen (z.B. UBS, Landwirtschaft)
- wirtschaftlich bedrohte Landesteile unterstützen (Eidg. Finanzausgleich - Berggebiete ohne Industrie)
- missbräuchliche Kartelle untersagen
- für künftige Kriegs- und Krisenzeiten vorsorgliche Massnahmen treffen (z.B. Rationierung)
Gründe für die Hochkonjunktur nach dem 2. WK:
1.) Marshallplan: wirtschaftlich-finanzielle Hilfe der USA an Europa (CH als Exportland profitiert)
2.) Koreakrieg: Kriegswirtschaft
3.) Baby-Boom bis 1964 (höhere Nachfrage)
4.) Intakter Produktionsabbarat
5.) Billiger Franken gegenüber dem Dollar (Export profitiert)
6.) Tradition der Qualitätsarbeit (System der Berufslehre)
7.) Arbeitsfriede
Folgen der Schweizer Hochkonjunktur nach dem 2. Weltkrieg:
- Umweltverschmutzung -> grüne Partei wird gegründet
- Überfremdung
Gründe für die Rezession 1974/76:
1.) Starker Schweizer Franken aufgrund von Fixierung von Wechselkursen der USA
2.) Erdöl wird massiv teurer (Israel-Arabischer Krieg)
3.) Deindustrialisierung (3. Sektor wird wichtiger) -> Outsourcing
Wieso ist der wirtschaftliche Aufstieg 1976 bis 1991 langsam?
- Exportabhängigkeit zu Europa, welches gegenüber Asien an Wirtschaftskraft verliert
- Hohes Preisniveau der Schweiz