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ISME Vorkurs PH (Sommer 2017) 7 Der Weg zur Gegenwart + Unterrichtsnotizen
ISME Vorkurs PH (Sommer 2017) 7 Der Weg zur Gegenwart + Unterrichtsnotizen
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Lernkarten
Welche Gefahren bargen der vorherrschende Antikommunismus und die Furcht vor der UdSSR?
1. Politische Horizontverengung
2. Nichtauseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im 2. WK
3. „Moskau einfach“: Politische Kritik und unkonventionelle Vorschläge wurden abgeschmettert
Welche drei Kategorien von Ausländern unterschied man in der Einwanderungspolitik?
Saisonniers, Jahresaufenthalter und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung
Was war die geistige Landesverteidigung?
Betonung der Eigenständigkeit, Besonderheit und Selbständigkeit
Wie reagierte die Schweiz auf den Einmarsch der UdSSR in Ungarn?
Westlicher als der Westen:
1. Solidaritätsdemonstrationen und Hilfsaktionen
2. Die Schweizer Delegation blieb den Olympischen Spielen in Melbourne 1956 fern
3. Auftrittsverbote für sowjetische Künstler.
Saisonniers:
- 9 Monate arbeiten, min. 3 Monate in Heimat
- Familiennachzug nicht gestattet
Welche Besonderheiten unterstrich die geistige Landesverteidigung im 2. WK?
- Föderalismus (Gemeinde, Kanton, Bund)
- Demokratie (seit langem/ anstatt Monarchie)
- Bauerntum
- Bergwelt
- Mehrsprachigkeit (und streitloses Zusammenleben)
- Freiheitlicher Gedanke des Bundesstaates
- Geschichte (Wilhelm Tell der uns einte)
Beschreiben Sie den Generationenkonflikt der 1960er Jahre:
- Unbehagen vieler Jugendlicher gegenüber der Wohlstandsgesellschaft
- zum Entsetzen der älteren Schweizer welche die Arbeitslosigkeit der 30er, die Bedrohung im 2. WK und die Unsicherheit der Nachkriegszeit erlebt hatten und nun froh über die politische Harmonie und den wirtschaftlichen Aufstieg waren.
Jahresaufenthalter:
- einjährige Aufenthaltsbewilligung, Verlängerung bei Beibehaltung der Arbeitsstelle möglich
- Familiennachzug gestattet wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse dies erlauben
- nach sechs Jahren um Niederlassungsbewilligung ersuchen
Wie wurde die Geistige Landesverteidigung umgesetzt?
- Landesausstellung 1939
- Réduit
- Plan Wahlen
Welche Punkte der gesellschaftlichen Ordnung wurden von der Jugend der 60er kritisiert?
- die Konsumgesellschaft
- die Wirtschaftsordnung
- die Staatsordnung
- die „freie Welt“
- die „herrschende Moral“
Ausländer mit Niederlassungsbewilligung:
- Arbeitsrechtlich dem Schweizer gleichgestellt
- nach 6 Jahren Möglichkeit sich für das schweizerische Bürgerrecht zu bewerben
Was war Ursache für die Weltwirtschaftskrise 1929?
- Überproduktion von langlebigen Gütern (z.B. Kühlschränke) und in der Landwirtschaft
- Spekulationslust
Inhalt der Kritik der Konsumgesellschaft:
Man soll immer noch mehr Waren produzieren, kaufen und verbrauchen. Der Sinn des Lebens und Arbeitens scheint egal zu sein.
Weshalb wurde in den 50er und 60er-Jahren von Seiten der Arbeitgeber auf eine lockere Einwanderungspraxis gedrängt?
Knappheit an Arbeitskräften
Inhalt der Kritik der Wirtschaftsordnung:
- Kapitalistische Wirtschaftsordnung ist undemokratisch da Arbeiter und Angestellte nichts mitzureden haben.
- Westliche Länder erhalten zwar Wohlstand, die Dritte Welt verarmt jedoch.
Wie konnte in den Jahren der Rezession nach 1973 eine grössere Arbeitslosigkeit in der Schweiz verhindert werden?
Durch die Nichtwiederanstellung von Saisonniers und Jahresaufenthaltern.
Wie reagierte die USA 2008 auf die Weltwirtschaftskrise?
mit 800 Milliarden Wirtschaftshilfe.
Inhalt der Kritik der Staatsordnung:
- Wahl- und Abstimmungsresultate durch Werbung manipulierbar.
- Wahre Macht liegt bei den Bankiers.
Wann erfolgte die nächste Einwanderungswelle nach der Rezession von 1973?
Nach dem erneuten Wirtschaftswachstum der Achtzigerjahre.
Inhalt der Kritik an der „freien Welt“:
- Die USA haben nur den eigenen Nutzen im Auge.
- Befreiungsbewegungen wie im Vietnam werden unterdrückt, mit Diktatoren verbündet man sich.
Wieso konnte die Schweiz ihrem Beschäftigungsproblem nach 1990 nicht wieder wie in den 70er-Jahren durch „Export“ der Arbeitskräfte entgegentreten?
Weil die Zahl der Ausländer mit Niederlassungsbewilligung (wegen langem Aufenthalt in der Schweiz) sich auf 58% der Ausländer erhöhte.
Weltwirtschaftskrise 1929 in der Schweiz:
- Rückgang der Exporte
- Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 8%
- Subventionen in der Landwirtschaft
- Ziel des Staates: Abbau und Sparen (Investition dort, wo starke Gruppen lobbiierten
Inhalt der Kritik an der „herrschenden Moral“:
- Ältere Generation führt ein spiessbürgerliches, unfreies Leben.
- dirigiert von Werbung, Massenmedien und Mode
Was ist und war eine grosse Schwierigkeit für die Ausländer?
Sich an die schweizerischen Sitten und Sprachen zu gewöhnen und gleichzeitig ein Stück der eigenen Kultur und Identität beizubehalten.
Chancen der Weltwirtschaftskrise 1929:
Innovationen: Produkte, Maschinen, Automatismen, Effizienz
Wie fand die fundamentale Kritik an der gesellschaftlichen Ordnung äusserlich Ausdruck?
- lange Haare
- Befreiung von sexuellen Tabus
- Hören von Rock- und Popmusik
- Umsteigen von Familie in WG’s
Warum gab es in der Schweiz nach der Weltwirtschaftskrise keine grosse gesellschaftliche Konflikte wie im Ausland?
- Verankerung der Demokratie in der Bevölkerung
- Demokratie als Auseinandersetzung des Bürgers mit Politik (Bürger wehren sich für die Demokratie)
- Direkte Demokratie (Ventil um Dampf abzulassen)
- Dezentrale Strukturen (Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene)
Dennoch: Bildung rechtsnationaler Bewegungen (Fronten)
Wozu führte die Masseneinwanderung in grossen Teilen der schweizerischen Bevölkerung?
Zu Abwehrreflexen und Ausländerfeindlichkeit
-> Initiativen zur Verhinderung der Überfremdung
-> Wachstum einwanderungsfeindlicher Parteien
Wie fand die fundamentale Kritik an der gesellschaftlichen Ordnung politisch Ausdruck?
Studentenbewegung, Opposition auf der Strasse, Neue politische Gruppen (Neue Linke)
- Demos verschiedener Art
integrale Neutralität=
wirtschaftliche, politische und militärische Neuralität
Was waren die Befürchtungen von Teilen der Schweizer Bevölkerung bezüglich der Masseneinwanderung?
Man befürchtete:
- die Infragestellung schweizerischer Werte
- Konkurrenz um den Arbeitsplatz
- Konkurrenz um den Wohnraum
Wer war Träger der 68er-Bewegung?
Studenten und Mittelschüler beider Geschlechter
Differentielle Neutralität der Schweiz:
Im supranationalen Völkerung war die Schweiz anfangs wirtschaftlich parteiisch
Welche Frage stellte sich betreffend der „Asylantenschwemme“ und was ist die Ausgangslage davon?
Ausgangslage: Schweizer Recht gewährt politisch Verfolgten Asyl und Sicherheit.
Frage: Waren die Asylanten aus armen Ländern aufgrund der Bedrohung geflüchtet oder waren sie Wirtschaftsflüchtlinge?
Worin gipfelte die Jugendbewegung 1968?
In den Globus Krawallen:
- Forderung nach autonomen Jugendzentren (u.a. im Globus-Provisorium an der Bahnhofstrasse) wurde vom Stadtrat abgelehnt.
-> Demonstrationszug
-> Aggressivität der Demonstranten und Brutalität der Polizei erschreckten.
Wie reagierte der Staat auf die Drogenproblem der 80er Jahre?
Mischung zwischen Repression, Aufklärung und Therapieangebote.
- Heroinabgabestellen zur Verhinderung der Beschaffungskriminalität.
Was war das Hauptziel der EU?
Der Frieden
Wie hoch war die Anerkennungsquote der Asylgesuche 1991 und zu welchem Problem führte dies?
Anerkennungsquote: 5%
Problem: 1.) Rückschaffung völkerrechtlich verboten, wenn der Abgewiesene mittlerweile wirklich bedroht wäre. 2.) Mittlerweile gut eingelebte Familien mussten fortgeschickt werden.