SKL-Neurologie

Fragenkatalog

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J. B.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über neurologische Erkrankungen und Symptome auf Berufslehre-Niveau. Sie behandeln verschiedene Syndrome wie das Guillain-Barre-Syndrom, Parkinson und Myasthenia gravis, sowie spezifische Nervenschäden und deren Diagnosen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Berufsleute in der Neurologie, da sie detaillierte Beschreibungen von Symptomen, Therapien und Differentialdiagnosen liefern.
Flashcards
121
Students
7
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
26.03.2018 / 22.08.2018

Flashcards

63. Nennen Sie 2 Hirnstammreflexe, die bei bewusstlosen geprüft werden können.

  • Pupillenreaktion
  • Cornealreflex
  • oculocephaler Reflex (Puppenkopfphänomen)
  • Würgereflex
  • Hustenreflex

64. Nennen Sie die klassische Symptomtrias bei Meningitis.

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Meningismus

65. Welche sind die häufigsten Erreger der bakteriellen Meningitis?

  • Pneumokokken
  • Meningokokken

66. Nennen Sie den jeweils typischen Infektionsweg für Pneumokokken und Meningokokken

Pneumokokken: Durchwanderung aus den Nasennebenhöhlen und Mittelohr.

Meningokokken: Schmier-/Tröpfcheninfektion aus Nasen-/Rachenraum.

67. Wie verläuft eine bakterielle Meningitis ohne Behandlung?

Tödlich

68. Wie wird eine bakterielle Meningitis behandelt?

Mit intravenöser Antibiose

69. Was ist bei Meningokokkenmeningitis außer der Behandlung des Patienten zu bedenken?

Expositionsprophylaxe bei Kontaktperson (Antibiotikum).

70. Welche Komplikationen können bei bakterieller Meningitis auftreten? Nennen Sie mind. 3.

  • Hirnödem
  • zerebrale Vaskulitis
  • Hydrocephalus malresorptivus
  • Sinusvenenthrombose
  • Hirnnervenentzündung (v.a. Hörnerv)
  • septischer Schock

71. Welche Symptome treten bei einer Meningoenzephalitis auf?

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Meningismus
  • fokale neurologische Defizite (Hemiparese, Aphasie etc.)
  • Psychose

72. Nennen Sie typische Symptome einer Migräne.

  • Einseitiger pulsierender Kopfschmerz
  • verstärkung bei Belastung
  • Photophobie
  • Übelkeit/Erbrechen

73. Was versteht man unter Migräneaura? Nennen sie 2 Beispiele.

Ausfall-/Reizerscheinungen vor oder während der Kopfschmerzattacke.

Beispiele:

  • Sehstörung (Skotome, Fortifikationen)
  • Hemiparese
  • Doppelbilder
  • Ataxie

74. Nennen Sie eine nicht medikamentöse Prophylaxemöglichkeit bei Migräne.

  • PMR nach Jacobson
  • Akkupunktur

75. Beschreiben Sie die typischen Beschwerden bei Spannungskopfschmerz

  • Dumpfe, drückende, holocephale Schmerzen
  • keine Verstärkung durch Anstrengung
  • mäßige Ausprägung

76. Beschreiben Sie die typischen Beschwerden bei Trigeminusneuralgie. Wodurch können diese Schmerzattacken getriggert werden?

Einseitige blitzartige Schmerzen im Versorgungsgebiet eines Trigeminusastes über wenige Sekunden.

Triggerung durch:

  • Rasieren
  • Kauen
  • Kämmen
  • Luftzug

77. was liegt einem epileptischen Anfall zugrunde?

Plötzliche synchrone elektrische Entladung eines neuronalen Zellverbandes (maximal des gesamten Gehirns)

78. Wodurch können epileptische Anfälle provoziert werden? (2 Antworten)

  • Schlafmangel
  • Fieber
  • Alkoholentzug
  • Hypoglykämie

79. Nennen Sie 5 Hauptformen von fokalen epileptischen Anfällen.

  • motorisch (Zuckungen, Lähmungen)
  • sensibel (Kribbeln, Hypästhesie)
  • sensorisch (Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Spüren)
  • vegetativ (Piloarrektion, Schweißausbruch, Gesichtsrötung, Tränenfluss)
  • psychisch (z.B. Angst)

80. Beschreiben Sie den Ablauf eines Grand mal.

  1. Plötzlicher Bewusstseinsverlust
  2. Versteifung des ganzen Körpers (tonische Phase)
  3. rhythmische Zuckungen des ganzen Körpers (klonische Phase)
  4. allgemeine Muskelerschlaffung mit langsamen Wiedererlangen des Bewusstseins.

81. Ab welcher Dauer eines Grand mal spricht man von einem Status epilepticus?

5 Minuten

82. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Epilepsie? (Nennen Sie 2)

  • Angemessene Lebensführung (Vermeidung von Provokation=
  • Antiepileptika
  • Epilepsiechirurgie
  • Vagus-Nerv-Stimulation

83. Welche Symptome können durch ein Hirnturmor bedingt sein?

  • Epileptische Anfälle
  • Hemiparese
  • Apraxie
  • Aphasie
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen

84. Woran sterben Patienten mit primären Hirntumor?

Erhöhter Hirndruck, Hirneinklemmung

85. Welche Therapieoptionen gibt es bei Hirntumoren?

  • Resektion
  • Chemotherapie
  • Bestrahlung

89. Nennen Sie Symptome bei Wurzelschaden C7 (Dermatom, Kennmuskel, Muskeleigenreflex).

Schmerz/Hypästhesie am Unterarm und in der Hand Richtung Finger 2,3,4

Kennmuskel: M. triceps brachii

Tricepssehnenreflex abgeschwächt/ausgefallen

1. Nennen Sie die 4 Karidnalsymptome eines Parkinsonsyndroms.

  1. Bradykinese
  2. Rigor
  3. Ruhetremor
  4. posturale Instabilität

2. Nennen Sie den wichtigsten pathogenetischen Aspekt für die Entstehung motorischer Symptome bei M.Parkinson.

Untergang dopaminerger Neurone in der substantia nigra

3. Im Spätstadium eines M.Parkinson treten Freezing und Festination auf. Was versteht man unter diesen Begriffen? Welche Konsequenz haben diese Symptome im Alltag?

  • Freezing: Startschwierigkeiten z.B. beim Aufstehen aus dem Sitzen, Steckbleiben in Türdurchgängen, an Fußüberwegen etc.
  • Festination: immer kleiner und schneller werdende Schritte mit stark nach vorne gebeugtem Körper. Erhöhte Sturzgefahr.

4. Nennen Sie nicht-motorische Symptome eines M.Parkinson (mind. 3)

  • Neuropsychiatrische Symptome
    • Depression
    • kognitive Defizite
  • Vegetative Symptome
    • Obstipation
    • Inkontinenz
    • Orthostatische Hypotension (starker Blutdruckabfall im Stehen)
  • Riechstörung

5. Levodopa und Dopaminagonisten sind die wichtigsten Medikamente zur Linderung motorischer Symptome bei M.Parkinson. Nennen Sie die 3 häufigsten Nebenwirkungen dieser Medikamente.

  • Übelkeit
  • Blutdruckabfall
  • Halluzinationen

6. Erklären Sie die Begriffte wearing-off und peak-dose-Dyskinesie.

  • wearing-off
    • Nachlassen der Wirkung dopaminerger Medikamente gegen Ende des Dosierungsintervalls.
  • peak-dose-Dyskinesie
    • Dyskinesien zu Zeiten des Wirkmaximums dopaminerger Medikation.

7. Nennen Sie die Hakim-Trias, die klinisch auf das Vorliegen eines Normaldruckhydrocephalus(NPH) hinweist.

  • Gangstörung
  • Inkontinenz
  • Demenz

8. Beschreiben Sie die für den Normaldruckhydrocephalus(NPH) typische Gangstörung.

Breitbasiger, kleinschrittiger Magnetgang.

9. Worin besteht der wesentliche Unterschied des akinetisch-rigiden Syndroms bei Normaldruckhydrocephalus(NPH) zu Bewegungseinschränkungen bei M.Parkinson?

Weitgehend normale Beweglichkeit der Arme.

10. Wie wird die Diagnose eines Normaldruckhydrocephalus gesichert?

Entnahme von 30-50ml Liquor führt mit einer Verzögerung von 1-7 Tagen zur Besserung des Gangbildes und der Kognition.

11. Welche Therapie wird bei Normaldruckhydrocephalus(NPH) i.d.R. durchgeführt?

Anlage eines ventrikuloperitonealen Shunts.

12. Neuroleptika werden zur Behandlung von psychotischen Symptomen eingesetzt (Halluzinationen, Wahn etc.). Nennen Sie die wichtigste motorische Nebenwirkung von Neuroleptika.

Parkinsonoid (Parkinson-Syndrom)

13. Geben Sie eine Kurzdefinition für M.Huntington.

Erbliche Chorea mit psychiatrischen und kognitiven Auffälligkeiten.

14. Was versteht man unter choreatiformen Bewegungen?

Rasche, unwillkürliche Bewegungen, die sowohl in Ruhe als auch bei Willkürbewegungen auftreten. Sie sistieren im Schlaf.

15. Nennen Sie eine géste antagoniste, die bei zervikaler Dystonie hilft, den Spasmus der Halsmuskulatur zu reduzieren.

  • Anlehnen an einer Wand
  • Anlegen eines Fingers an die Wange

16. Nennen Sie zwei Erkrankungen, die eine typische Indikation für tiefe Hirnstimulation darstellen.

  • M.Parkinson
  • generalisierte Dystonie
  • schwerer essentieller Tremor

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