Notizen
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Cartes-fiches
Dauer der Antikoagulation bei Phlebothrombose
Dauer der Antikoagulation bei Phlebothrombose
- Die Behandlungsdauer richtet sich nach Genese, Anzahl der vorherigen Thrombosen, Risikofaktoren und Komorbidität
- Nach erstmalig aufgetretener Thrombose
- Grundregel: Grundsätzlich mindestens drei Monate, bei hohem Risiko eines postthrombotischen Syndroms(Thrombosen der Vena poplitea und oberhalb davon) eher sechs Monate
- Drei Monate i.d.R. ausreichend
- Grundregel: Grundsätzlich mindestens drei Monate, bei hohem Risiko eines postthrombotischen Syndroms(Thrombosen der Vena poplitea und oberhalb davon) eher sechs Monate
- Bei rezidivierender Thrombose/Lungenembolie unkl.Ätiologie etc
- Malignomerkrankung
- Verlängerte Erhaltungstherapie über 3–6 Monate hinaus bei fortbestehenden Risikofaktoren
Sekundärprophylaxe der Phlebothromobse
Die initiale Antikoagulation wird so lange aufrechterhalten, bis durch eine orale Behandlung mit Cumarinen (in Deutschland ist Phenprocoumon üblich) ein über 24 h konstanter INR >2 erreicht werden konnte. Malignome etc Ziel INR 2-3
Medizinische Kompressionsstrümpfe vs. medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe
1. Bei mobilen Pat. ( Entfalten einen von distal nach proximal abnehmenden Druck bei Bewegung der Beine)
2. bei Bettlägrigen
Kontraindikationen für physikalische Maßnahmen
- Absolut
- Relativ
- Fortgeschrittene periphere Neuropathie (z.B. bei Diabetes mellitus)
- Nässende Wunden bzw. Infektionen der Haut
Thromboseprophylaxe
Heparine: Breitestes Zulassungsspektrum, i.d.R. sowohl für chirurgische als auch für nicht-operative Patienten mit erhöhtem Thromboserisiko zugelassen.
- Unfraktioniertes Heparin (UFH)
- Niedermolekulares Heparin (NMH): Wegen des günstigeren Nebenwirkungsprofils und der längeren Halbwertszeit sind niedermolekulare Heparine wenn möglich den unfraktionierten Heparinen vorzuziehen
Direkte orale Antikoagulantien (DOAK: mögliche Alternative nach elektiven Hüft und Kniegelenk-OP
Infarktpneumonie im Röntgen Bild
Hamptons Hump: Keilartige Verschattung
Leriche Syndrom/Aortenbifurkations-Syndrom
Aortenbifurkations-Syndrom
- Verschluss auf Höhe der Aortenbifurkation mit oder ohne Einbezug der Iliakalgefäße : Gesäß- und Beckenregion, Oberschenkel, Impotenz (Erektionsschwäche, Impotentia coeundi
Stadien der pAVK
Stadien der pAVK nach Fontaine
Stadien der pAVK nach Fontaine
Stadium I
- Beschwerdefreiheit
Stadium II
- Belastungsschmerz
- IIa: Schmerzfreie Gehstrecke >200 m
- IIb: Schmerzfreie Gehstrecke <200 m
Stadium III
- Ischämischer Ruheschmerz
Stadium IV
- Trophische Störungen: Nekrosen/Gangrän/Ulkus (Ulcus cruris arteriosum
Ratschow Lagerungsprobe
2 Minuten im Liegen Beine in 90 Grad hoch, dann aufsetzen --> Normal: schnelle Rötung, venenfüllung innerhalb von 20s.
PAVK -->Alles verzögert
ABI für PAVK
Knöchel-Arm-IndexInterpretation
- >0,9–1,2
- Normwert
- 0,75–0,9
- Leichte pAVK
- 0,5–0,75
- Mittelschwere pAVK
- <0,5
- Schwere pAVK
- >1,3
- Kann auf eine Mediasklerose mit starrer Gefäßwand hinweisen
Bei Diabetikern zeigen sich aufgrund einer Mönckeberg-Mediasklerose in 10–30% der Fälle falsch hohe ABI-Werte![2]
Abklärung Bildgebung PAVK
farbkodierte Duplexsonographie
Wenn nicht sicher: MR-Angiographie/CT-Angiographie
Digitale Substraktionsangiographie bei Interventionsbereitschaft und pos. FKDS
Therapie und Medikamente PAVK
- Alle Stadien
- Nikotinverzicht
- Im Stadium II
- Regelmäßiges Gehtraining
- Im Stadium IV
- Strukturierte Wundbehandlung und Druckentlastung
Alle Stadien: Statine, BD-Einstellung ( ACE-Hemmer oder Ca-Antagonisten)
Ab Stadium II: ASS oder Clodipogrel
Interventionelle oder operative Revaskularisationen Stadium (II), III, IV
Stadium IV evtl systemische antibiose bei Bedarf nötig
MEN1-Syndrom Krankheiten
MEN 1: 3 „P“ = Parathyroid, Pancreas, Pituitary gland , Verändertes Menin-Protein
- Primärer Hyperparathyreoidismus(in ca. 95%)
Weitere Manifestationen:
Endokrine Pankreastumoren wie Gastrinom, Insulinom (ca. 50–80%)
Hypophysenadenom (ca. 30–50%)
Gaenslen-Zeichen
Der schmerzhafte Händedruck ist ein Frühzeichen der rheumatoiden Arthritis und auch unter dem Synonym Gaenslen-Zeichen bekannt. Er beruht auf der Kompression der entzündeten Gelenkschleimhäute (Synovialitis), die pathophysiologisch den Ausgangspunkt des destruktiven Geschehens der rheumatoiden Arthritis darstellen.
Sjögren-Syndrom
Das Sjögren-Syndrom ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Tränen- und Speicheldrüsen und würde zu einem trockenen Mund (Xerostomie) und trockenen Augen (Xerophtalmie) führen. Die Patientin gibt aber in der Anamnese an, nicht an Mundtrockenheit zu leiden. Auch die Messung der Tränenflüssigkeit (Schirmer-Test) ist unauffällig.
Teleskopfinger
mutilierende ossäre Destruktion der Phalangen durch erosive Arthritis
Teleskopfinger sind die Manifestation einer schweren Form der Psoriasisarthritis. Mutilierende (lat. mutilare: verstümmeln) ossäre Destruktionen der Phalangen durch erosive Arthritis sind die Ursache.
Heinz-Innenkörperchen
- Histomorphologisches Korrelat: Denaturiertes Hämoglobin
- Vorkommen
Basophile Tüpfelung
Reste nicht abgebaueter RNA - Zeichen für Zellunreife (Anämie etc)
Howel-Jolly Körperchen
DNA-Reste, die normalerweise in der Milz abgebaut werden. Kommen bei Asplenie vor
Methämoglobinämie
Methämoglobin enthält III-wertiges Eisen, welches keinen Sauerstff binden kann.
- <1,5% des Gesamthämoglobins physiologisch
- >10% sichtbar durch Methämoglobinzyanose (schiefergraue/blaugraue Hautfarbe)
- Ab >30% Symptome des Sauerstoffmangels, braunes Blut
- Ab 60–70% tödlich
Diagnostik: Dunkelbraune Hautfarbe, Heinz-Innenkörperchen
Therapie: Methylenblau, ultimaratio: Austauschtransfusion
Labor megaloblastäre Anämie
Ursache: Folsäure und Vit. B12 sind wichtig für Zellteilung, Mangel von Folsäure ab n. Einnahme für 3 Monate, B12 hält 2-3 Jahre.
hb tief, MCV und MCH hoch, Retikulozyten tief, Eisen hoch (ohne Terapie)
Knochenmark: Erythropoetische Hyperplasie
Labor Anämie bei Blutverlust
Inital noch normochrom und normozytär, im Verlauf durch massiven Eisenverlust dann mikrozytär hypochrom
Aplastische Anämie
Panzytopenie bei Insuffizienz des KM.
>50% idiopathisch, ansonsten oft auch toxisch ( NSAR, Sulfonamide, Thyreostatika!, Zytostatika!)
- Parainfektiös: Parvovirus, Hepatitis B, EBV
Welches Herzgeräusch kann es bei Anämie geben
Funktionelles Systolikum (erhöhter Durchfluss bei erhöhter Herzarbeit)
Gründe für mangelne Eisenaufnahme
Acholrhydrie nach Magenresektion, atrophischer Gastritis, Vagotomie, fortwährend hochdosierte PPI Therapie
Ausschaltung/Umgehung des Duodenums bzw Teilen des Jejunums (Y-Roux Rekonstruktionen, Billroth II)
- Malabsorption: Zöliakie, M. Crohn
hereditäre Sphärozytose/Kugelzellanämie
Häufigste genetische Anämie. Kommt aut. dominant, rezessiv und als Neumutation vor.
Genetischer Membrandefekt der Erythrozyten. Anämisymptome, prähepatischer (indirekt. Bili) Ikterus, Hämolysezeichen. Gehäuftes Auftreten von Gallensteinen aufgrund des hohen Bilirubins.
Da der Abbau vor allem in der Milz stattfinet, sollte an eine Splenektomie gedacht werden. Splenomegalie mit mögl. linksseitigem Oberbauch-Sz.
- Hämolysezeichen: Erhöhtes indirektes Bili, erhöhte LDH.
Diagnostik: Verminderte osmotische Resistenz (in Salzwasser), Blutausstrich: Charakt. Kugelzellen
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
Störung des GPI-Ankers, weniger OF-Proteine ->Komplement vermittele Hämolyse der Erythrozyten.
- Hämolytische Krisen, brauner Urin
- Thromboembolien, Kopfschmerzen, Hypertonie
Therapie: Eculizumab (Anti C-5 AK, verhindert C5-C9 gesteuerte Hämolyse)
Glukose-6 Phosphat Dehydrogenase Mangel
x-chromosomaler Defekt. weltweit häufigster Enzymdefekt.
Prädisposition einer Schädigung der Erythrozytenoberfläche durch reaktive Sauerstoffspezies.
Geringeres Risiko an Malaria zu erkranken! Deshalb Verbreitung in Malariagebieten durch Selektionsvorteil.
Oft lebenslang asymptomatisch, bei erhöhtem Verzehr von oxidativem Stress auslösenden Agenzien (historisch Saubohnen ->Favismus, heute eher Medikamente) kommt es zu hämolytischen Krisen. Keine kausale Therapie. Neugeborneneikterus
Pyruvatkinasemangel
- Klinik: Im Gegensatz zum G6PD-Mangel zeigt sich bei der Mehrzahl der Patienten mit Pyruvatkinasemangel eine klinisch manifeste hämolytische Anämie mit typischen Symptomen
- Splenomegalie
- Ikterus
- Blässe
- Diagnose
- Hämolysezeichen
- Messung der Enzymaktivität
- Nachweis der PKLR-Genmutation
- Therapie
- Transfusionen
- Evtl. Splenektomie
- Allogene Stammzelltransplantation
Autoimmunhämolytische Anämie/Kälte-Agglutinie
-Medikamenteninduziert: NSAR, Penicillin,a-Methyldopa
-Kälteantikörper, meist AK vom IGM Typ, welche sowohl intra- und extravaskuläre Hämolyse verursachen, Akrozyanose im Rahmen eines sekundären Raynaud-Phänomen. Coombstest positiv! BSG bei Raumtemperatur massiv erhöht, bei Körpertemperatur normal. Sphärozyten, Polychromasie
oft nach Mykoplasmen, EBV-Infektion.
Therapie: wenn ausgeprägt, EC, Vermeidung von Kälte, Ggf. Immunsuppression/Chemo. 1. Wahl: Rituximab
Wärmeantikörper
IgG-gesteuert, bei Körpertemperatur, nur extravasal in Milz und Leber
idiopathisch, Coombs-Test positiv
Therapie: Prednisolon
Hämolysezeichen
- freies Hapotoglobin tief, da Hapotoglobin frei gewordenes Hämoglobin bindet. idR nur bei intravasaler Hämolyse (also n. Wärmeantikörper)
- LDH, unspezifisch für erhöhten Zelluntergang
- Indirektes Bilirubin
- Retikulozyten
Sichelzellkrankheit
Autosomal Co-Dominant übertragene Krankheit
- Humangenetisches Korrelat: Punktmutation Glutamat -> Valin -> Defekte B-Ketten
- Unter Sauerstoffmangel ändern die Erythrozyten ihre Form (heterozygot, bei homozygot auch ohne Mangel/geringer Mangel) ->Hämolytische Krisen und Gefässokklusion (Infarkte Milz, Niere, ZNS, Knochen etc). MILZ VERKLEINERT DURCH INFARKTE!!
Bildung von fetalem Hämoglobin
Diagnostik: Nachweis von Sichelzellen im Mikroskop unter Luftausschluss (mind 24h) /Elektrophorese oder HPLC.
Target-Cells (unspezifisch) und Drepanozyten im Mikroskop (Sichelzellen)
Therapie: Allogene Stammzelltransplantation
Bürstenschädel
Röntgenologischer Hinweis auf eine chronisch hämolytische Anämie z.B. im Rahmen einer Sichelzellanämie oder Thalassämie.
Schädelkalotte erscheint streifig durch Hyperplasie.
Thalassämie
Ineffektive Eryhropoese durch gestörte Bildung von A (v.a. Südostasien) und B-Globinketten (Mittelmeerraum).
- Heterozygot: Kaum Hämolysen, nur Splenomegalie
- Monozygot: Schwere transfusionsnötige hämolytische Anämie, mit sekundärer Eisenüberladung (EC), Wachstumsstörung,
Hepatosplenomegalie bereits im Kindesalter, Bürstenschädel
Diagnose: Elektrophorese: Nachweis von vermehrten Y und G-Globinketten
Therapie:
idR nur bei Majorformen: EC alle 3 Wochen bei Hb <8 oder ausgeprägte Symptome. Eisenchelatbinder bei Ferritin >1000.
Kurativ: allogene Stammzelltransplantation
Facies thalassämica
- Hohe Stirn, Prominenz von Jochbein und Oberkiefer → Facies thalassaemica
- Durch Hyperplasie des Knochenmarks
Myelodysplastisches Syndrom
- Schädigung der pluripotenten Stammzellen im Knochenmark
>90%primär idiopathisch mit dem Alter
- 10% skundär (Medis, Strahlen etc)
Symptome:
Meist Anämie, vermehrte petechiale Blutungen, evtl extramedulläre Blutbildung mit Hepatosplenomegalie
- Refraktäre Anämie meist normo- bis makrozytär: (Aufgrund der Therapieresistenz bei B12 und Folsäuretherapie
Ggf. Leukozytopenie/Thrombozytopenie
Diagnose: Zellreiches, dysplastisches Knochenmark, mind. 10% Dysplastisch, ggf. Nachweis von Ringsideroblasten (Dysmorphe Erythrozyten-Vorstufe ringförmige Eisengrabulaablagerung. Zeichen eine ineffektiven Erythropoese).
Bei >50% finden sich Chromosomenabberationen!
Therapie: Nicht kurativ. Bei schwerer Form evtl. Polychemotherapie zur Verhinderung eines grossen Zelluntergangs und Senkung des Risikos einer Entwicklung einer AML, mit einem Blastenanteil von >20%!
Häufigste maligne Tumorerkrankung im Kindesalter und welche adult? Assoziation mit welcher Krankheit?
ALL
Trisomie 21
80% der AL sind lymphatisch im Kindesalter
80% der AL sind myeloisch im Erwachsenenalter
Hiatus leukämikus
Bei akuten Leukämien finden sich viele unreife Blasten, jedoch keine mittelreifen Formen der Granulopoese
Burkitt-Lymphom
Aggressives B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom mit sehr hoher Proliferationsrate, das sporadisch, endemisch (Häufung in Äquatorialafrika und Südamerika; zudem mit EBV assoziiert) oder HIV-assoziiert auftritt. Genetisch findet sich bei mehr als ¾ der Patienten die Translokation t(8;14). Die Therapie ähnelt der Behandlung bei einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL).
Subtyp L3 der Akute lymphatische Leukämie