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B. H.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Themen auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf verschiedene Blutkrankheiten wie Anämie, Leukämie und das Hodgkin-Syndrom. Sie beleuchten Symptome, Therapien und diagnostische Verfahren, darunter spezifische Tests und Behandlungsansätze. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über hämatologische Erkrankungen vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
14.03.2018 / 14.04.2018

Cartes-fiches

Dauer der Antikoagulation bei Phlebothrombose 

Dauer der Antikoagulation bei Phlebothrombose

  • Die Behandlungsdauer richtet sich nach Genese, Anzahl der vorherigen Thrombosen, Risikofaktoren und Komorbidität 
  • Nach erstmalig aufgetretener Thrombose
    • Grundregel: Grundsätzlich mindestens drei Monate, bei hohem Risiko eines postthrombotischen Syndroms(Thrombosen der Vena poplitea und oberhalb davon) eher sechs Monate 
      • Drei Monate i.d.R. ausreichend 
      •  
  • Bei rezidivierender Thrombose/Lungenembolie unkl.Ätiologie etc
  • Malignomerkrankung 
    • Verlängerte Erhaltungstherapie über 3–6 Monate hinaus bei fortbestehenden Risikofaktoren

Sekundärprophylaxe der Phlebothromobse

Die initiale Antikoagulation wird so lange aufrechterhalten, bis durch eine orale Behandlung mit Cumarinen (in Deutschland ist Phenprocoumon üblich) ein über 24 h konstanter INR >2 erreicht werden konnte. Malignome etc Ziel INR 2-3

Medizinische Kompressionsstrümpfe vs. medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe

1. Bei mobilen Pat. ( Entfalten einen von distal nach proximal abnehmenden Druck bei Bewegung der Beine)

2. bei Bettlägrigen

Kontraindikationen für physikalische Maßnahmen

Thromboseprophylaxe

Heparine: Breitestes Zulassungsspektrum, i.d.R. sowohl für chirurgische als auch für nicht-operative Patienten mit erhöhtem Thromboserisiko zugelassen.

Direkte orale Antikoagulantien (DOAK: mögliche Alternative nach elektiven Hüft und Kniegelenk-OP

Infarktpneumonie im Röntgen Bild

Hamptons Hump: Keilartige Verschattung

Leriche Syndrom/Aortenbifurkations-Syndrom

Aortenbifurkations-Syndrom

Stadien der pAVK

Stadien der pAVK nach Fontaine 

Stadien der pAVK nach Fontaine

Stadium I

  • Beschwerdefreiheit

Stadium II

  • Belastungsschmerz
    • IIa: Schmerzfreie Gehstrecke >200 m 
    • IIb: Schmerzfreie Gehstrecke <200 m 

Stadium III

  • Ischämischer Ruheschmerz

Stadium IV

Ratschow Lagerungsprobe

2 Minuten im Liegen Beine in 90 Grad hoch, dann aufsetzen --> Normal: schnelle Rötung, venenfüllung innerhalb von 20s.

PAVK -->Alles verzögert

ABI für PAVK

Knöchel-Arm-IndexInterpretation

  • >0,9–1,2
  • Normwert
  • 0,75–0,9
  • Leichte pAVK
  • 0,5–0,75
  • Mittelschwere pAVK
  • <0,5
  • Schwere pAVK
  • >1,3
  • Kann auf eine Mediasklerose mit starrer Gefäßwand hinweisen

Bei Diabetikern zeigen sich aufgrund einer Mönckeberg-Mediasklerose in 10–30% der Fälle falsch hohe ABI-Werte![2]

Abklärung Bildgebung PAVK

farbkodierte Duplexsonographie

Wenn nicht sicher: MR-Angiographie/CT-Angiographie

Digitale Substraktionsangiographie bei Interventionsbereitschaft und pos. FKDS

Therapie und Medikamente PAVK

  • Alle Stadien
    • Nikotinverzicht
  • Im Stadium II
    • Regelmäßiges Gehtraining 
  • Im Stadium IV

Alle Stadien: Statine, BD-Einstellung ( ACE-Hemmer oder Ca-Antagonisten)

Ab Stadium II: ASS oder Clodipogrel

Interventionelle oder operative Revaskularisationen Stadium (II), III, IV

Stadium IV evtl systemische antibiose bei Bedarf nötig

MEN1-Syndrom Krankheiten

MEN 1: 3 „P“ = Parathyroid, Pancreas, Pituitary gland , Verändertes Menin-Protein

Leitsymptom: 

Weitere Manifestationen:

Endokrine Pankreastumoren wie Gastrinom, Insulinom (ca. 50–80%)

Hypophysenadenom (ca. 30–50%)

Gaenslen-Zeichen

Der schmerzhafte Händedruck ist ein Frühzeichen der rheumatoiden Arthritis und auch unter dem Synonym Gaenslen-Zeichen bekannt. Er beruht auf der Kompression der entzündeten Gelenkschleimhäute (Synovialitis), die pathophysiologisch den Ausgangspunkt des destruktiven Geschehens der rheumatoiden Arthritis darstellen.

Sjögren-Syndrom

Das Sjögren-Syndrom ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Tränen- und Speicheldrüsen und würde zu einem trockenen Mund (Xerostomie) und trockenen Augen (Xerophtalmie) führen. Die Patientin gibt aber in der Anamnese an, nicht an Mundtrockenheit zu leiden. Auch die Messung der Tränenflüssigkeit (Schirmer-Test) ist unauffällig.

Teleskopfinger

 

mutilierende ossäre Destruktion der Phalangen durch erosive Arthritis

 

Teleskopfinger sind die Manifestation einer schweren Form der Psoriasisarthritis. Mutilierende (lat. mutilare: verstümmeln) ossäre Destruktionen der Phalangen durch erosive Arthritis sind die Ursache.

Heinz-Innenkörperchen

Basophile Tüpfelung

Reste nicht abgebaueter RNA - Zeichen für Zellunreife (Anämie etc)

Howel-Jolly Körperchen

DNA-Reste, die normalerweise in der Milz abgebaut werden. Kommen bei Asplenie vor

Methämoglobinämie

Methämoglobin enthält III-wertiges Eisen, welches keinen Sauerstff binden kann.

  • <1,5% des Gesamthämoglobins physiologisch
  • >10% sichtbar durch Methämoglobinzyanose (schiefergraue/blaugraue Hautfarbe)
  • Ab >30% Symptome des Sauerstoffmangels, braunes Blut
  • Ab 60–70% tödlich

Diagnostik: Dunkelbraune Hautfarbe, Heinz-Innenkörperchen

Therapie: Methylenblau, ultimaratio: Austauschtransfusion

Labor megaloblastäre Anämie

Ursache: Folsäure und Vit. B12 sind wichtig für Zellteilung, Mangel von Folsäure ab n. Einnahme für 3 Monate, B12 hält 2-3 Jahre.

hb tief, MCV und MCH hoch, Retikulozyten tief, Eisen hoch (ohne Terapie)

Knochenmark: Erythropoetische Hyperplasie

Labor Anämie bei Blutverlust

Inital noch normochrom und normozytär, im Verlauf durch massiven Eisenverlust dann mikrozytär hypochrom

Aplastische Anämie

Panzytopenie bei Insuffizienz des KM.

>50% idiopathisch, ansonsten oft auch toxisch ( NSAR, Sulfonamide, Thyreostatika!, Zytostatika!)

- Parainfektiös: Parvovirus, Hepatitis B, EBV

Welches Herzgeräusch kann es bei Anämie geben

Funktionelles Systolikum (erhöhter Durchfluss bei erhöhter Herzarbeit)

Gründe für mangelne Eisenaufnahme

Acholrhydrie nach Magenresektion, atrophischer Gastritis, Vagotomie, fortwährend hochdosierte PPI Therapie

Ausschaltung/Umgehung des Duodenums bzw Teilen des Jejunums (Y-Roux Rekonstruktionen, Billroth II)

- Malabsorption: Zöliakie, M. Crohn

 

hereditäre Sphärozytose/Kugelzellanämie

Häufigste genetische Anämie. Kommt aut. dominant, rezessiv und als Neumutation vor.

Genetischer Membrandefekt der Erythrozyten. Anämisymptome, prähepatischer (indirekt. Bili) Ikterus, Hämolysezeichen. Gehäuftes Auftreten von Gallensteinen aufgrund des hohen Bilirubins.

Da der Abbau vor allem in der Milz stattfinet, sollte an eine Splenektomie gedacht werden. Splenomegalie mit mögl. linksseitigem Oberbauch-Sz.

- Hämolysezeichen: Erhöhtes indirektes Bili, erhöhte LDH.

Diagnostik: Verminderte osmotische Resistenz (in Salzwasser), Blutausstrich: Charakt. Kugelzellen

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

Störung des GPI-Ankers, weniger OF-Proteine ->Komplement vermittele Hämolyse der Erythrozyten.

- Hämolytische Krisen, brauner Urin

- Thromboembolien, Kopfschmerzen, Hypertonie

Therapie: Eculizumab (Anti C-5 AK, verhindert C5-C9 gesteuerte Hämolyse)

Glukose-6 Phosphat Dehydrogenase Mangel

x-chromosomaler Defekt. weltweit häufigster Enzymdefekt.

Prädisposition einer Schädigung der Erythrozytenoberfläche durch reaktive Sauerstoffspezies.

Geringeres Risiko an Malaria zu erkranken! Deshalb Verbreitung in Malariagebieten durch Selektionsvorteil.

Oft lebenslang asymptomatisch, bei erhöhtem Verzehr von oxidativem Stress auslösenden Agenzien (historisch Saubohnen ->Favismus, heute eher Medikamente) kommt es zu hämolytischen Krisen. Keine kausale Therapie. Neugeborneneikterus

Pyruvatkinasemangel

Autoimmunhämolytische Anämie/Kälte-Agglutinie

-Medikamenteninduziert: NSAR, Penicillin,a-Methyldopa

-Kälteantikörper, meist AK vom IGM Typ, welche sowohl intra- und extravaskuläre Hämolyse verursachen, Akrozyanose im Rahmen eines sekundären Raynaud-Phänomen. Coombstest positiv! BSG bei Raumtemperatur massiv erhöht, bei Körpertemperatur normal. Sphärozyten, Polychromasie

oft nach Mykoplasmen, EBV-Infektion. 

Therapie: wenn ausgeprägt, EC, Vermeidung von Kälte, Ggf. Immunsuppression/Chemo. 1. Wahl: Rituximab

Wärmeantikörper

IgG-gesteuert, bei Körpertemperatur, nur extravasal in Milz und Leber

idiopathisch, Coombs-Test positiv

Therapie: Prednisolon

Hämolysezeichen

- freies Hapotoglobin tief, da Hapotoglobin frei gewordenes Hämoglobin bindet. idR nur bei intravasaler Hämolyse (also n. Wärmeantikörper)

- LDH, unspezifisch für erhöhten Zelluntergang

- Indirektes Bilirubin

- Retikulozyten

Sichelzellkrankheit

Autosomal Co-Dominant übertragene Krankheit

- Humangenetisches Korrelat: Punktmutation Glutamat -> Valin -> Defekte B-Ketten

- Unter Sauerstoffmangel ändern die Erythrozyten ihre Form (heterozygot, bei homozygot auch ohne Mangel/geringer Mangel) ->Hämolytische Krisen und Gefässokklusion (Infarkte Milz, Niere, ZNS, Knochen etc). MILZ VERKLEINERT DURCH INFARKTE!!

Bildung von fetalem Hämoglobin

Diagnostik: Nachweis von Sichelzellen im Mikroskop unter Luftausschluss (mind 24h) /Elektrophorese oder HPLC.

Target-Cells (unspezifisch) und Drepanozyten im Mikroskop (Sichelzellen)

Therapie: Allogene Stammzelltransplantation

Bürstenschädel

Röntgenologischer Hinweis auf eine chronisch hämolytische Anämie z.B. im Rahmen einer Sichelzellanämie oder Thalassämie.

Schädelkalotte erscheint streifig durch Hyperplasie.

Thalassämie

Ineffektive Eryhropoese durch gestörte Bildung  von A (v.a. Südostasien) und B-Globinketten (Mittelmeerraum).

- Heterozygot: Kaum Hämolysen, nur Splenomegalie

- Monozygot: Schwere transfusionsnötige hämolytische Anämie, mit sekundärer Eisenüberladung (EC), Wachstumsstörung,

Hepatosplenomegalie bereits im Kindesalter, Bürstenschädel

Diagnose: Elektrophorese: Nachweis von vermehrten Y und G-Globinketten

Therapie:

idR nur bei Majorformen: EC alle 3 Wochen bei Hb <8 oder ausgeprägte Symptome. Eisenchelatbinder bei Ferritin >1000.

Kurativ: allogene Stammzelltransplantation

Facies thalassämica

  • Hohe Stirn, Prominenz von Jochbein und Oberkiefer → Facies thalassaemica
  • Durch Hyperplasie des Knochenmarks

Myelodysplastisches Syndrom

- Schädigung der pluripotenten Stammzellen im Knochenmark

>90%primär idiopathisch mit dem Alter

- 10% skundär (Medis, Strahlen etc)

Symptome:

Meist Anämie, vermehrte petechiale Blutungen, evtl extramedulläre Blutbildung mit Hepatosplenomegalie

- Refraktäre Anämie meist normo- bis makrozytär: (Aufgrund der Therapieresistenz bei B12 und Folsäuretherapie

Ggf. Leukozytopenie/Thrombozytopenie

Diagnose: Zellreiches, dysplastisches Knochenmark, mind. 10% Dysplastisch, ggf. Nachweis von Ringsideroblasten (Dysmorphe Erythrozyten-Vorstufe ringförmige Eisengrabulaablagerung. Zeichen eine ineffektiven Erythropoese).

Bei >50% finden sich Chromosomenabberationen!

Therapie: Nicht kurativ. Bei schwerer Form evtl. Polychemotherapie zur Verhinderung eines grossen Zelluntergangs und Senkung des Risikos einer Entwicklung einer AML, mit einem Blastenanteil von >20%!

Häufigste maligne Tumorerkrankung im Kindesalter und welche adult? Assoziation mit welcher Krankheit?

ALL

Trisomie 21

80% der AL sind lymphatisch im Kindesalter

80% der AL sind myeloisch im Erwachsenenalter

Hiatus leukämikus

Bei akuten Leukämien finden sich viele unreife Blasten, jedoch keine mittelreifen Formen der Granulopoese

Burkitt-Lymphom

Aggressives B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom mit sehr hoher Proliferationsrate, das sporadisch, endemisch (Häufung in Äquatorialafrika und Südamerika; zudem mit EBV assoziiert) oder HIV-assoziiert auftritt. Genetisch findet sich bei mehr als ¾ der Patienten die Translokation t(8;14). Die Therapie ähnelt der Behandlung bei einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL).

Subtyp L3 der Akute lymphatische Leukämie 

Étudier