Notizen
-
-
-
- 1 / 161
-
Flashcards
Unterscheidung Lymphom und Leukämie. Wieviel Blasten?
Die Unterscheidung erfolgt je nach Blastenanteil im Knochenmark: <25% Lymphom, >25% Leukämie.
Symptome der ALL
- B-Symptome, viszerale Schmerzen, Hodenschmerzen/Schwellung
- Knochenbefall mi ossären Sz (Kinder laufen nicht mehr)
- indolente Lymphknoten-Schwellungen
- Meningeosis leucaemica (durch Absiedlung der unreifen Zellen in den Hirnhäuten)
- Sicca-Syndrom (trockener Mund, trockene Augen - als Hauptsymptom des Sjögren-Syndroms bekannt)
Symptome der AML
Meningeosis Leucaemica
Vermehrt Infekte!
Promyelozytenleukämie -->Blutungsneigung
Leukostase-Syndorm (>100'000)
Gingiva Hyperplasie
Diagnose AL
Blutausstrich: Vermehrte Blasten! Hiatus leucaemicus. Oft muss KM-Biopsie durchgeführt werden, wenn n. genügend Zellen
Auer-Stäbchen (typisch für AML)
Hinweise: Hoch LDH Zellzerfall), Hoch Harnsäure
Leukozytenanzahl: Kein gutes Kriterium! Kann hoch, niedrig etc sein!
Bei ALL: Standard Liquorpunktion, bei AML nur wenn ZNS-Symptome
Mögliche Mediastinalverbreiterung im Röntgen-Throax bei Thymusinfiltration
Histopathologischer Befund ALL
- Hyperzelluläres Knochenmark, monomorphes Zellbild mit überwiegend Blasten
- ALL: >25% Blasten. wen <25% lymphoblastisches Lymphom (wird anders therapiert)
- AML: >20% Blasten
- Bei symptomatischen Patienten mit unauffälligem Blutbild, aber Blasten im Knochenmark, spricht man von einem aleukämischen Verlauf
Grundlegendes Therapieschema der AL
1. Induktionstherapie: Erreichen der kompletten Remission. Meist 4-6 Wochen
2. Postremissionstherapie (Erhalt Remission): Monate bis Jahre
Chemo (anhängig vom Subtyp)
Stamzelltransplantation: Bei Hochrisikopatienten nach Induktion mit Remission (Vorhandensein Philadelphia-Chrom., B-ALL mit >30'000)
- Bestrahlung: Zur Prophylaxe eines ZNS-Rezidiv bei ALL
Bestrahlung: B
Induktionstherapie bei ALL
Zytostatika: Vincristin, Anthrazyklin, Asparaginase
Dexamethason (ZNS-gängigkeit besser)
Reife B-ALL: Rituximab (CD-20-AK)
Bei Philadelphia-Translokation: Imatinib
postremissionstherapie bei ALL
- Ablauf: Wiederholte Gabe und/oder Kombinationstherapie der Chemotherapeutika in hoher Dosierung oder alternativ Stammzelltransplantation
- Zytostatika:
- Methotrexat
- Cytarabin
- Asparaginase
- Ggf. Reinduktionstherapie
- Stammzelltransplantation: Bspw. bei Hochrisikopatienten in erster Remission[16]
- Hochrisikopatienten: Stammzelltransplantation nach der ersten Konsolidierungstherapie
- Standardrisikopatienten: Zyklische Chemotherapie mit den oben aufgeführten Medikamenten
ZNS-Prophylaxe und Therapie bei ALL
ZNS-Prophylaxe und Therapie[4]
- Indikation: Fester Bestandteil der Therapie der ALL
- Möglichkeiten:
- Chemotherapie entweder nur mit Methotrexat oder in Kombination mit Cytarabin und ggf. einem Steroid
- Schädelbestrahlung (24 Gy)
- Ablauf: Keine standardisierten Protokolle, oft Kombination aller Modalitäten
[4][17][18]
Grundsätzlich keine Schädelbestrahlung bei Kindern im 1. Lebensjahr!
Therapie der AML
- Induktion: Cytarabin, Anthrazyklin (7+3-Schema)
- Postremission; Mehrere Gaben Cytarabin, bei erhöhtem Risiko Stammzelltransplantation, evtl targeted Therapie
- Erhaltung: Chemo und Zytostatika (Cytarabin)
APL - Akute promyelozytische Leukämie
Günstigste Form der AL bei Erwachsenen
- Kombination aus TRA+ATO oder ATRA + Chemo
ATRA (all-trans-retininsäure) ->Macht Ausdifferenzierung, da verhindert (Genet. Defekt meist t15,17)
ATO: Arsentrioxid: Differenzierung und Apoptose der Promyelozytne (Wenn therapierefraktär)
APL-Differenzierungssyndrom
Dyspnoe, Fieber unklarer Ätiologie, Ödeme/Gewichtszunahme, Lungeninfiltrate ohne Hinweis auf Infektion, Pleura-Perikarderguss
Therapie: Gluccocorticoide (Dexamethason)
->Hohe Remissionsrate
Suuportive Therapie bei AL
- Hygiene
- Soorprphylaxe (lokal)
Bei Infektverdacht, Fieber und/oder Neutropenie --> Breitband-AB
Lymphozytopenue ggf Cotrimaxol zur Pneumozystis Jirovecii Prophylaxe
- Harnsteinprophylaxe: Aufrgund des erhöhten Zellzerfalls: Allpurinol und Rasburicase
Tumorlyse Syndrom
Aufgrund massiven Zellzerfalls kann es zur Akkumulation von Zellbestandteilen kommen. V.a. Schädigung der Niere.
Hyperphosphat-, Hyperkali- und Hyperurikämie mit akuter Uratnephropathie -> Akutes NIerenversagen
Prophylaxe: hohe Flüssigkeitszufuhr, Alkalisierung des Harns, Allopurinol, Rasburicase ->Entstehung von Allantoin (einfacherer renaler Abbau), Verzicht NSAR-Einnahme
Leukostase-Syndrom
Infolge einer Hyperleukozytose kommt es zu Adhäsionen von Leukozyten and der Gefässwand. ->Mikrozirkulationsstörungen -> Hämatologischer Notfall!
Insbesondere Kapillaren in Gehirn und Lunge.
Symptome:
Hypoxie, Retinaeinblutungen, Priapismus, Thrombosen.
Therapie Systemische Chemotherapie evtl Leukapharese
Positiv prognostische Faktoren der AL
Alter 2-10 (80% 5-Jahres Überleben bei Kindern)
Kein ZNS Befall
Leukozytenbefall <30'000
Akute lymphatische Leukämie: Insg. gut
AML: ca 20% 5 Jahres Überleben
Myeloproliferative Gruppe. Was zählt dazu? Welche Mutation oft Grund?
Chron. myeloische Leukämie
Polyzthämia vera: alle Zellreihen
Chron. Eosinophilenleukämie
Osteomyelofibrose langjährig hyperproliferativ, dann Pannzytopenie
Essentielle Thrombozythämie
Mutation: JAK 2 -> Diagnost. Marker
Osteomyelofibrose
Myeloproliferative Erkrankungen, die zu Knochenmarkfibrose, extramedullärer Blutbildung und Milzvergrößerung führen
Häufigkeitsgipfel zw. 60 und 70J
- Oft nach myeloproliferativer Erkrankung (Polyzythämia vera, Essentielle Thrombozythämie)
JAK2-Mutation
- Klinik: Unspezifische Allgemeinsymptome, Linksseitiger Oberbauchschmerz durch Splenomegalie.
Frühphase: Hyperproliferativ: Thromnotische Ereignisse ->ASS
Spätphase: Panzytopenie: Infekte, Anämie, Blutstillungsprobleme -->Thalidomit + Gluccocroticoide
- Diagnostik:
- Alkalische Leukozytenphosphatase↑
- Blutbild: Dakryozyten
- Knochenmarkaspiration bzw. Knochenmarkstanzbiopsie bei Punctio sicca
- Histopathologische Untersuchung der Knochenmarkszellen
- Sonographie: Massive Splenomegalie mit Organgewicht von >1000
Essentielle Thrombozythämie, wichtige DD
>600'000
Parallel petechiale Blutungen, da meist n. funktionell
Therapie: ASS, Hydroxyurea,
DD: Reaktive Thrombozytose bei Kindern nach Infekt, Eisenmangel, Blutverlust etc.
Hypereosinophiles Syndrom
Verdrängung aller anderer Zellreihen
-->Anämie, Gerinnungsstörung
Hepatosplenomegalie, Befall Niere, ZNS etc
CML Pathophysiologie, Phasen, Diagnostik und Therapie
Ungehemmte myeloische Proliferation (insb. Granulozyten).
Zytogenetische Abberation (Philadelhpia Chromosom) mit Entstehung des BCR-Abl-Fusionsgen -> Mehr BCR-ABL Tyrosinkinase -> Ungehemmte Bildung von Granulozyten-Vorstufen, welche ausdifferenzieren
- 3 Phasen
Chronische Phase: unspezifische Symptome, kann bis 10J anhalten
Akzellerationsphase: Verdrängung der anderen Zellreihen (thrombozythämie, Anömie, Infektneigung)
Blastenkrise ->Ähnlich wie AML. Durch Wegfall weiterer Regulationsmechanismen
- Diagnostik: Typisch: extreme Leukozytose (>500'000), Basophilie und eine extreme Splenomegalie
Therapie: BCR ABL-AK Imatinib
Chronische Phase der CML, Symptome
Hochgradige Splenomegalie, linksseitige Oberbauchschmerzen, Gefahr der Milzruptur
Chronische Müdigkeit
B-Symptome
Vermehrte Infekte sind bei eienr CML nicht häufig, da die Granulozyten fkt-tüchtig sind (Nicht wie bei AML)
Was ist im Gegensatz zu allen anderen Leukämien bei der CML vermindert
Alkalische Phosphastase (ALP)
Therapie CML
Hydroyurea, bei BCR-ABL: Imatinib
Budd-Chiari Syndrom
Thrombose der Lebervenen, portale Hypertension
Aszites
Oberbauchbeschwerden
Caput medusae
Kompletter Verschluss -> Shunt
Inkomplett: Antikoagulative Therapie
Therapie Polyzythämia vera
Aderlasse 250-500ml in ca 3 tägigen Abständen bis Hk <0.45. Eisenmangel nicht substituieren!
Zytoreduktive Therapie (Hydroxyurea) bei stattgehabten Embolien, höheres Alter etc
Charakteristische Symptome bei M. Hodgkin
Alkoholschmerz
Pel-Ebstein-Fieber (Fieberschübe 3-7 Tage, Wechsel mit fieberfreien Intervallen)
Stadieneinteilung nach Ann Arbor für M. Hodgkin
1: Befall 1 LK-Region bzw. 1 extranodaler Herd
2: Befall von einer Seite des ZWerchfells (oben oder unten) / befall von 2 oder mehr LK-Regionen / extranodale Herde
3: Auf beiden Seiten des Zwerchfells
4: Disseminierter Befall eines oder mehrerer extralymphatischer Organe unabhängig vom LK-Befall
Primärer Befall: N = Nodal (LK, Milz), E: Extranodaler Befall
B-Symptomatik: A ohne B-Symptome, B: mit B-Symptomen -> Schlechtere Prognose
Prognostisch ungünstig bei M- Hodgkin
Hohe BSG!!!
3 oder mehr befallene LK-Regionen
Grosser Tumor im Mediastinum
Extranodaler Befall
Diagnose M.Hodgkin
-LK-Extirpation
- CD30 positive Hodgkin-Reed-Sternbergzelle
Einkernige Hodgkin-Zelle: Monoklonale B-Zellen
Mehrkernig Reed-Sternbergzelle: Fusion mehrerer Hodgkin-Zelln: Pathognomonisch!
Umgebende Schicht von CD3-Positiven T-Zellen
Histologische Klassifikation Hodgkin Lymphom
Noduläre Sklerose: Häufigster Typ: (>60%)
- Starke Sklerosierung mit zahlreichen Kollagenfasern und Bildung von knotenförmigen (nodulären) Infiltraten aus Hodgkin- und Sternberg-Reed-Zellen. Die makroskopische Schnittfläche ist derb und knotig
- Die Knoten sind lymphozytenreich
Mischtyp
- Häufigkeit und Prognose: 30% der Fälle mit etwas schlechterer Prognose als die noduläre Sklerose
- Lokalisation: Vor allem zervikal
- Charakteristika: Ähnliche Knoten wie bei der nodulären Sklerose, nur ohne ausgeprägte Sklerosierung
Haarzelleukämie
- Indolentes B-Zell non-hodgkin Lymphom
- Typisch: veränderte B.-Zellen, mit Fransenartigen Ausläufern im Blutausstrich
Typische Verdröngungssymptome...
Therapie
- 1. Wahl: Chemotherapie mit Cladribin oder Pentostatin (Purinanaloga)
- 2. Wahl: Immuntherapie mit Rituximab oder Interferon-α
Burkitt-Lymphom
Aggressives non-hodgkin B-Zelllymphom mit hoher Proliferationsrate
- Tumorerkrankung des Kindesalters
- Sporadisch, endemisch (äquatorialafrika und Südamerika) und HIV-assoziiert (auch erwachsene)
- Bei 3/4 findet sich eine Translokation (8,14)
Befall: Endemisch v.a. Gesicht, sporadishc v.a. abdominell
Therapie: wie ALL
Zytostatika: Vincristin, Anthrazyklin, Asparaginase
Dexamethason (ZNS-gängigkeit besser)
Reife B-ALL: Rituximab (CD-20-AK)
multiples Myelom
Monoklonale Vermehrung von Plasmazellen im KM.
-> Produzieren abnorme monoklonale AK (IgA, IgM)
Klinik: B-Symptome, Osteolysen mit Knochenschmerzen, auch oft asymptomatisch. Durch Verdrängung: Anämie, Blutungsneigung und Infektneigung.
Cast-Nephropathie (Myelomniere): Nierenbefall im Rahmen einer AL-Amyloidose und einer Nephrokalzinose. Leichtkettenerkrankung
IgG und IgA. NICHT IgM (M. Waldenström)
Bence-Jones Proteine bei 20% -> Kann zu schäumendem Urin führen
- LK-Schwellung nicht typisch!
Multiples Myelom: Gilt als gesichert, wenn:?
Multiples Myelom: Gilt als gesichert, wenn alle drei Kriterien vorliegen
- Endorganschäden (siehe CRAB-Kriterien)
- ≥10% Plasmazellen im Knochenmarkausstrich
- Monoklonale Antikörper oder Bence-Jones-Leichtketten im Serum und/oder im Urin
Reife, kleine Lymphozyten, die beim Blutausstrich zerplatzen und als charakteristisches Artefakt bei chronisch lymphatischer Leukämie erscheinen. Nur Hinweis, kein Beweis
Rumpel-Leede-Test
- Durchführung: Anlage einer Blutdruckmanschette am Oberarm → Aufpumpen bis 10 mmHg über den diastolischen Blutdruck → Nach 5 Min: Manschette wieder entfernen → I.d.R. keine Petechien sichtbar
- Positives Testergebnis: Nachweis von Petechien distal der Stauung
- Interpretation: Hinweis auf eine Thrombozytenfunktionsstörung, Thrombozytopenie oder eine vaskuläre hämorrhagische Diathese (bspw. Morbus Osler, Purpura Schönlein-Henoch) oder erhöhte Kapillarfragilität (bspw. bei Scharlach)
Hämophilie A und B
Hämophilie A (F VIII,) + B (F IX) X-chromosomale Vererbung, -> Gerinnungsstörung (plasmatisch) -> Grossflächige Blutungen (erst bei stark reduzierter Restaktivität <15%), schwere Hämophilie (<1%) -> Substitution
IdR nur Männer betroffen, da X-chromosomal
- Grosse, späte Blutungen, Hämarthros, Muskelblutungen
Therapie: Bei ggf mittelschwer und bei schwerer Hämophilie: 3x wöchentlich iv Faktorenersatz
Nur bei Hämophilie A bei leichten Blutungen: Desmopressin -> setzt F VIII aus Endothel frei
Petechiale Blutungen sprechen gegen eine Hämophilie!
- Thrombozyten: Normal
- Blutungszeit: In der Regel normal
- INR: In der Regel normal
- aPTT: Verlängert
Anti-Phospholipid-Syndrom
AK gegen an Phospholipide gebundene Proteine -> Gerinnungsneigung -> Thrombosen
- Tritt bei ca 50% neben einer Erkrankung auf (z.B. Syst. Lupus erythematodes, Rheumatoide Arthriris, IV, Malignome)
Symptome: Aborte, Ulzera, Livedo, Ischämischer Schlaganfall, Amaurosis fugax, kardiale Thromben, Nierenarterienstenose, NNR: M. addison
Diagnose:
Je eins:
Probleme/Aborte in SS vermehrt
Serologischer NAchweis von APL-AK
verlängerte aPPT trotz Thromboseneigung (indirekt Lupus Antikoagulans)
Akutbehandlung: Heparin
Sekundärprophylaxe:
wenig risiko: ASS
hochrisiko: Vit.K Antagnoist
SS-Wunsch: niedermolekulare Heparine und ASS
Ab wieviel Thrombozyten treten spontane Blutungen auf? Was für Blutungen?
<30'000
Disseminierte Spontanblutungen an Haut und Schleimhäuten