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B. H.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Themen auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf verschiedene Blutkrankheiten wie Anämie, Leukämie und das Hodgkin-Syndrom. Sie beleuchten Symptome, Therapien und diagnostische Verfahren, darunter spezifische Tests und Behandlungsansätze. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über hämatologische Erkrankungen vertiefen möchten.
Flashcards
161
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
14.03.2018 / 14.04.2018

Flashcards

Unterscheidung Lymphom und Leukämie. Wieviel Blasten?

Die Unterscheidung erfolgt je nach Blastenanteil im Knochenmark: <25% Lymphom, >25% Leukämie.

Symptome der ALL

- B-Symptome, viszerale Schmerzen, Hodenschmerzen/Schwellung

- Knochenbefall mi ossären Sz (Kinder laufen nicht mehr)

- indolente Lymphknoten-Schwellungen

- Meningeosis leucaemica (durch Absiedlung der unreifen Zellen in den Hirnhäuten)

- Sicca-Syndrom (trockener Mund, trockene Augen - als Hauptsymptom des Sjögren-Syndroms bekannt)

Symptome der AML

Meningeosis Leucaemica

Vermehrt Infekte!

Promyelozytenleukämie -->Blutungsneigung

Leukostase-Syndorm (>100'000)

Gingiva Hyperplasie

Diagnose AL

Blutausstrich: Vermehrte Blasten! Hiatus leucaemicus. Oft muss KM-Biopsie durchgeführt werden, wenn n. genügend Zellen

Auer-Stäbchen (typisch für AML)

Hinweise: Hoch LDH Zellzerfall), Hoch Harnsäure 

Leukozytenanzahl: Kein gutes Kriterium! Kann hoch, niedrig etc sein!

Bei ALL: Standard Liquorpunktion, bei AML nur wenn ZNS-Symptome

Mögliche Mediastinalverbreiterung im Röntgen-Throax bei Thymusinfiltration

Histopathologischer Befund ALL

  • Hyperzelluläres Knochenmark, monomorphes Zellbild mit überwiegend Blasten
    • ALL: >25% Blasten. wen <25% lymphoblastisches Lymphom (wird anders therapiert)
    • AML: >20% Blasten
  • Bei symptomatischen Patienten mit unauffälligem Blutbild, aber Blasten im Knochenmark, spricht man von einem aleukämischen Verlauf

Grundlegendes Therapieschema der AL

1. Induktionstherapie: Erreichen der kompletten Remission. Meist 4-6 Wochen

2. Postremissionstherapie (Erhalt Remission): Monate bis Jahre

Chemo (anhängig vom Subtyp)

Stamzelltransplantation: Bei Hochrisikopatienten nach Induktion mit Remission  (Vorhandensein Philadelphia-Chrom., B-ALL mit >30'000)

- Bestrahlung: Zur Prophylaxe eines ZNS-Rezidiv bei ALL

Bestrahlung: B

Induktionstherapie bei ALL

Zytostatika: Vincristin, Anthrazyklin, Asparaginase

Dexamethason (ZNS-gängigkeit besser)

Reife B-ALL: Rituximab (CD-20-AK)

Bei Philadelphia-Translokation: Imatinib

 

postremissionstherapie bei ALL

ZNS-Prophylaxe und Therapie bei ALL

ZNS-Prophylaxe und Therapie[4]

  • Indikation: Fester Bestandteil der Therapie der ALL
  • Möglichkeiten:
  • Ablauf: Keine standardisierten Protokolle, oft Kombination aller Modalitäten

[4][17][18]

Grundsätzlich keine Schädelbestrahlung bei Kindern im 1. Lebensjahr!

Therapie der AML

- Induktion: Cytarabin, Anthrazyklin (7+3-Schema)

- Postremission; Mehrere Gaben Cytarabin, bei erhöhtem Risiko Stammzelltransplantation, evtl targeted Therapie

- Erhaltung: Chemo und Zytostatika (Cytarabin)

APL - Akute promyelozytische Leukämie

Günstigste Form der AL bei Erwachsenen

- Kombination aus TRA+ATO oder ATRA + Chemo

ATRA (all-trans-retininsäure) ->Macht Ausdifferenzierung, da verhindert (Genet. Defekt meist t15,17)

ATO: Arsentrioxid: Differenzierung und Apoptose der Promyelozytne (Wenn therapierefraktär)

APL-Differenzierungssyndrom

Dyspnoe, Fieber unklarer Ätiologie, Ödeme/Gewichtszunahme, Lungeninfiltrate ohne Hinweis auf Infektion, Pleura-Perikarderguss

Therapie: Gluccocorticoide (Dexamethason)

->Hohe Remissionsrate

Suuportive Therapie bei AL

- Hygiene

- Soorprphylaxe (lokal)

Bei Infektverdacht, Fieber und/oder Neutropenie --> Breitband-AB

Lymphozytopenue ggf Cotrimaxol zur Pneumozystis Jirovecii Prophylaxe

- Harnsteinprophylaxe: Aufrgund des erhöhten Zellzerfalls: Allpurinol und Rasburicase

Tumorlyse Syndrom

Aufgrund massiven Zellzerfalls kann es zur Akkumulation von Zellbestandteilen kommen. V.a. Schädigung der Niere.

Hyperphosphat-, Hyperkali- und Hyperurikämie mit akuter Uratnephropathie -> Akutes NIerenversagen

Prophylaxe: hohe Flüssigkeitszufuhr, Alkalisierung des Harns, Allopurinol, Rasburicase ->Entstehung von Allantoin (einfacherer renaler Abbau), Verzicht NSAR-Einnahme

 

Leukostase-Syndrom

Infolge einer Hyperleukozytose kommt es zu Adhäsionen von Leukozyten and der Gefässwand. ->Mikrozirkulationsstörungen -> Hämatologischer Notfall!

Insbesondere Kapillaren in Gehirn und Lunge.

Symptome:

Hypoxie, Retinaeinblutungen, Priapismus, Thrombosen.

Therapie Systemische Chemotherapie evtl Leukapharese

Positiv prognostische Faktoren der AL

Alter 2-10 (80% 5-Jahres Überleben bei Kindern)

Kein ZNS Befall

Leukozytenbefall <30'000

Akute lymphatische Leukämie: Insg. gut

AML: ca 20% 5 Jahres Überleben

Myeloproliferative Gruppe. Was zählt dazu? Welche Mutation oft Grund?

Chron. myeloische Leukämie

Polyzthämia vera: alle Zellreihen

Chron. Eosinophilenleukämie

Osteomyelofibrose langjährig hyperproliferativ, dann Pannzytopenie

Essentielle Thrombozythämie

Mutation: JAK 2 -> Diagnost. Marker

Osteomyelofibrose

Myeloproliferative Erkrankungen, die zu Knochenmarkfibrose, extramedullärer Blutbildung und Milzvergrößerung führen

Häufigkeitsgipfel zw. 60 und 70J

- Oft nach myeloproliferativer Erkrankung (Polyzythämia vera, Essentielle Thrombozythämie)

JAK2-Mutation

- Klinik: Unspezifische Allgemeinsymptome, Linksseitiger Oberbauchschmerz durch Splenomegalie.

Frühphase: Hyperproliferativ: Thromnotische Ereignisse ->ASS

Spätphase: Panzytopenie: Infekte, Anämie, Blutstillungsprobleme -->Thalidomit + Gluccocroticoide

Essentielle Thrombozythämie, wichtige DD

>600'000

Parallel petechiale Blutungen, da meist n. funktionell

Therapie: ASS, Hydroxyurea, 

DD: Reaktive Thrombozytose bei Kindern nach Infekt, Eisenmangel, Blutverlust etc.

Hypereosinophiles Syndrom

Verdrängung aller anderer Zellreihen

-->Anämie, Gerinnungsstörung

Hepatosplenomegalie, Befall Niere, ZNS etc

CML Pathophysiologie, Phasen, Diagnostik und Therapie

Ungehemmte myeloische Proliferation (insb. Granulozyten).

Zytogenetische Abberation (Philadelhpia Chromosom) mit Entstehung des BCR-Abl-Fusionsgen -> Mehr BCR-ABL Tyrosinkinase -> Ungehemmte Bildung von Granulozyten-Vorstufen, welche ausdifferenzieren

- 3 Phasen

Chronische Phase: unspezifische Symptome, kann bis 10J anhalten

Akzellerationsphase: Verdrängung der anderen Zellreihen (thrombozythämie, Anömie, Infektneigung)

Blastenkrise ->Ähnlich wie AML. Durch  Wegfall weiterer Regulationsmechanismen

- Diagnostik:  Typisch: extreme Leukozytose (>500'000), Basophilie und eine extreme Splenomegalie

Therapie: BCR ABL-AK Imatinib

Chronische Phase der CML, Symptome

Hochgradige Splenomegalie, linksseitige Oberbauchschmerzen, Gefahr der Milzruptur

Chronische Müdigkeit

B-Symptome

Vermehrte Infekte sind bei eienr CML nicht häufig, da die Granulozyten fkt-tüchtig sind (Nicht wie bei AML)

 

Was ist im Gegensatz zu allen anderen Leukämien bei der CML vermindert

Alkalische Phosphastase (ALP)

Therapie CML

Hydroyurea, bei BCR-ABL: Imatinib

Budd-Chiari Syndrom

Thrombose der Lebervenen, portale Hypertension

Aszites

Oberbauchbeschwerden

Caput medusae

Kompletter Verschluss -> Shunt

Inkomplett: Antikoagulative Therapie

Therapie Polyzythämia vera

Aderlasse 250-500ml in ca 3 tägigen Abständen bis Hk <0.45. Eisenmangel nicht substituieren!

Zytoreduktive Therapie (Hydroxyurea) bei stattgehabten Embolien, höheres Alter etc

Charakteristische Symptome bei M. Hodgkin

Alkoholschmerz

Pel-Ebstein-Fieber (Fieberschübe 3-7 Tage, Wechsel mit fieberfreien Intervallen)

Stadieneinteilung nach Ann Arbor für M. Hodgkin

1: Befall 1 LK-Region bzw. 1 extranodaler Herd

2: Befall von einer Seite des ZWerchfells (oben oder unten) / befall von 2 oder mehr LK-Regionen / extranodale Herde

3: Auf beiden Seiten des Zwerchfells

4: Disseminierter Befall eines oder mehrerer extralymphatischer Organe unabhängig vom LK-Befall

Primärer Befall: N = Nodal (LK, Milz), E: Extranodaler Befall

B-Symptomatik: A ohne B-Symptome, B: mit B-Symptomen -> Schlechtere Prognose

Prognostisch ungünstig bei M- Hodgkin

Hohe BSG!!!

3 oder mehr befallene LK-Regionen

Grosser Tumor im Mediastinum

Extranodaler Befall

Diagnose M.Hodgkin

-LK-Extirpation

- CD30 positive Hodgkin-Reed-Sternbergzelle

Einkernige Hodgkin-Zelle: Monoklonale B-Zellen

Mehrkernig Reed-Sternbergzelle: Fusion mehrerer Hodgkin-Zelln: Pathognomonisch!

Umgebende Schicht von CD3-Positiven T-Zellen

 

Histologische Klassifikation Hodgkin Lymphom

 

Noduläre Sklerose: Häufigster Typ: (>60%)

  • Starke Sklerosierung mit zahlreichen Kollagenfasern und Bildung von knotenförmigen (nodulären) Infiltraten aus Hodgkin- und Sternberg-Reed-Zellen. Die makroskopische Schnittfläche ist derb und knotig
  • Die Knoten sind lymphozytenreich

Mischtyp

  • Häufigkeit und Prognose: 30% der Fälle mit etwas schlechterer Prognose als die noduläre Sklerose
  • Lokalisation: Vor allem zervikal
  • Charakteristika: Ähnliche Knoten wie bei der nodulären Sklerose, nur ohne ausgeprägte Sklerosierung

Haarzelleukämie

- Indolentes B-Zell non-hodgkin Lymphom

- Typisch: veränderte B.-Zellen, mit Fransenartigen Ausläufern im Blutausstrich 

Typische Verdröngungssymptome...

Therapie

Burkitt-Lymphom

Aggressives non-hodgkin B-Zelllymphom mit hoher Proliferationsrate

- Tumorerkrankung des Kindesalters

- Sporadisch, endemisch (äquatorialafrika und Südamerika) und HIV-assoziiert (auch erwachsene)

- Bei 3/4 findet sich eine Translokation (8,14)

Befall: Endemisch v.a. Gesicht, sporadishc v.a. abdominell

Therapie: wie ALL

Zytostatika: Vincristin, Anthrazyklin, Asparaginase

Dexamethason (ZNS-gängigkeit besser)

Reife B-ALL: Rituximab (CD-20-AK)

 

multiples Myelom

Monoklonale Vermehrung von Plasmazellen im KM.

-> Produzieren abnorme monoklonale AK (IgA, IgM)

Klinik: B-Symptome, Osteolysen mit Knochenschmerzen, auch oft asymptomatisch. Durch Verdrängung: Anämie, Blutungsneigung und Infektneigung.

Cast-Nephropathie (Myelomniere): Nierenbefall im Rahmen einer AL-Amyloidose und einer Nephrokalzinose. Leichtkettenerkrankung

IgG und IgA. NICHT IgM (M. Waldenström)

Bence-Jones Proteine bei 20% -> Kann zu schäumendem Urin führen

- LK-Schwellung nicht typisch!

Multiples Myelom: Gilt als gesichert, wenn:?

Multiples Myelom: Gilt als gesichert, wenn alle drei Kriterien vorliegen

  1. Endorganschäden (siehe CRAB-Kriterien)
  2. ≥10% Plasmazellen im Knochenmarkausstrich
  3. Monoklonale Antikörper oder Bence-Jones-Leichtketten im Serum und/oder im Urin

Gumprecht-Kernschatten 

Reife, kleine Lymphozyten, die beim Blutausstrich zerplatzen und als charakteristisches Artefakt bei chronisch lymphatischer Leukämie erscheinen. Nur Hinweis, kein Beweis

Rumpel-Leede-Test

Hämophilie A und B

Hämophilie A (F VIII,) + B (F IX) X-chromosomale Vererbung, -> Gerinnungsstörung (plasmatisch) -> Grossflächige Blutungen (erst bei stark reduzierter Restaktivität <15%), schwere Hämophilie (<1%) -> Substitution

IdR nur Männer betroffen, da X-chromosomal

- Grosse, späte Blutungen, Hämarthros, Muskelblutungen

Therapie: Bei ggf mittelschwer und bei schwerer Hämophilie: 3x wöchentlich iv Faktorenersatz

Nur bei Hämophilie A bei leichten Blutungen: Desmopressin -> setzt F VIII aus Endothel frei

Petechiale Blutungen sprechen gegen eine Hämophilie!

Anti-Phospholipid-Syndrom

AK gegen an Phospholipide gebundene Proteine -> Gerinnungsneigung -> Thrombosen

- Tritt bei ca 50% neben einer Erkrankung auf (z.B. Syst. Lupus erythematodes, Rheumatoide Arthriris, IV, Malignome)

Symptome: Aborte, Ulzera, Livedo, Ischämischer Schlaganfall, Amaurosis fugax, kardiale Thromben, Nierenarterienstenose, NNR: M. addison

Diagnose:

Je eins:

Probleme/Aborte in SS vermehrt

Serologischer NAchweis von APL-AK

verlängerte aPPT trotz Thromboseneigung (indirekt Lupus Antikoagulans)

Akutbehandlung: Heparin

Sekundärprophylaxe: 

wenig risiko: ASS 

hochrisiko: Vit.K Antagnoist

SS-Wunsch: niedermolekulare Heparine und ASS

 

Ab wieviel Thrombozyten treten spontane Blutungen auf? Was für Blutungen?

<30'000

Disseminierte Spontanblutungen an Haut und Schleimhäuten

Study