ETH Boes


A. K.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen des Wasserbaus, mit Fokus auf Murgänge, Hochwasser, Flussbau und Talsperren. Sie decken Themen wie Schutzmassnahmen, Gefahrenstufen, Erosionsformen und die Auswirkungen von Wehranlagen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute im Bereich Wasserbau, die ein tiefes Verständnis der hydraulischen Prozesse und Schutzmassnahmen erlangen möchten.
Karten
55
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.03.2018 / 21.08.2023

Lernkarten

Entstehung von Schwall und Sunk

Schliessen:

Oberwasser: Absperr- o Stauschwall

Unterwasser: Absperrsunk

Öffnen:

Oberwasser: Entnahmesunk

Unterwasser: Füllschwall

Bestandteile wasserbaulicher Systeme

Entnahmen

Leitungen

Speicher

verschiedene Elemente an einem Energieniveau-Sprung bzw. an der Rückgabe

Eigenschaften von Fliessgewässern

Beanspruchung variiert stark

Mittransport von Feststoffen(Schwimm-, Schwebestoffe und Geschiebe) und gelösten Stoffen

Änderung der Gestalt

vielfältige Nutung, ölologisches System

Feststoffe

Schwimmstoffe, Schwebstoffe und Geschiebe

Messung von Gescheibe

Geschiebefangkorb

Geophonen (Kalibrierung nötig)

Eigenschaften Nieder- und Hochdruckanlagen

Niderdruck: -> meist als Laufkraftwerk

Fallhöhe <30m

Grosse Durchflüsse

keine, unbedeutende Speicher

Hochdruck:

Fallhöhe >200m

Francais- oder Peltonturbine

Vergrösserung der Fallhöhe

Stau mit Hilfe eines Wehres

Ausbaggerung im Unterwasser

Ausleitungskanal (Reduktion der Verlusthöhe)

 

Reduktion des Druckstosses

Einbau eines Wasserschlosses

Paralell- und Serienschaltung

Seriens.: Addition der Pumpencharakteristiken in H-> grössere Förderhöhe

Paralells.: Addition der Pumpencharakteristiken in Q -> grössere Förderstrom

Gründe für Wehre

Energieerzeugung

Wasserversorgung

Bewässerung, Brauchwasser, Kühlwasser

Binnenschifffahrt

Hochwasserschutz

Weitere Zwecke

Negative Auswirkungen von Wehranlagen

Anhebung des GWS

Wegfall der Überflutungsgebiete, Vorländer, Auenlandschaften

Stärung des Feststofftransports

Änderung der Flusscharakteristik

Störung der Fischwanderung

Kolmatierung

Reduktion der Abbauvorgänge organischer Stoffe durch Feduktion der Turbulenz, verminderten Saurerstoffeinrtag und erhöhten Wärmeeintrag

Wehrarten

unterströmbar: Hubschütz, Drucksegment, Zugsegment

überströmbar: Klappe, Sektor, Dachwehr

beides: Hub-Senkschütz, Hackenschütz, Doppelschütz

Bedingung unvollkommener Abfluss

Wechslesprung erreicht den engsten QS des ausströmenden Strahls

Stabilisierung des Wechslesprungs

Absenken der Tosbeckensohle

Verbreitern des Wehrs -> Verkleinerung des Oberwasserseitigen Stützkraft pro Meter

Ausbilden eines räumlichen Tosbeckens

Anordnen von Störkörper

Anordnung einer Endschwelle

Feststoffe in Fliessgewässern

Geschiebe, Schwebstoffe, Geschwemsel, ev. Eis

Grenzkorn bei Kraftwerken

0.2-0.3mm

Umlenkeffekt

Innenseite: Geschiebebank -> Auflandung

Aussenseite: Kurvenkolk und Prallufer -> Erosion

Anordnung der Entnahme

An Aussenseite einer Flusskrümmung, Umlekeffekt nach Krümmunssscheitel am stärksten

Fallrechenfassung (Tirolerwehr)

5-10% Gefälle

oberhanlb von Steilstrecken - Geschiebe kann Fassung nicht von unten her verlegen

bei hochgelegenen Wildbächen

sehr Robust, manueller Reinigungsunterhalt

Ausbildung Rechen (Erfahrungswerte)

Neigung: 20-30%

Stabweite: 12-15cm

Anströmgeschwindigkeit im Rechen

0.8 - 1.2 m/s

Grenzkorndurchmesser

= kleinste Korn das gerade noch abgesetzt wird

i.d.R. 0.3mm

Sandfang

Zulufkanal: v= 2.5m/s, Beruhigung der Strömungsverhältnisse

 

Verbesserung des Strömungbildes

Wirbelströmung oder Totwasserzone abraugen, z.B. Injektorschacht

Zirkulation stören oder bremsen, vert. Wände, Pfeiler, Tauchbalken,...

Einlaufquerschnitt der Druckleitung vergrössern

Pfeiler,... stromlinienförmig ausbilden - Ablösungen vermeiden

Schützen teilweise schliessen

Zuströmgeschwindigkeit leicht beschleunigen

gleichmässige Geschwindigkeitsvert. mittels geeigneter Elemente

Massnahmen gegen Lufteintrag

Absenkziel anheben

Einbauten, z.B. horizontales Dach über Einlauföffnung

Wahl einer günstigeren Entnahmerichtung

mit schwimmenden Einrichtungen eine Einsenkung stören

bei ortsfesten Wirbeln: Kern verstopfen

Zwecke von Kanälen

Triebwasserführung zu Wasserkraftwerken

Wasserführung für Be- und Entwässerung

Trink- und Brauchwasserführung

Schifffahrt

Uferschutz

Lebendverbau

Blockwurf/-satz

Pflästerung

Verkleidung

Dichtungen eines Kanals

Lehmumschalg mit wasserseitigem Erosionsschutz

Betonplatte mit Netzarmierung

Bitumenlage

Kunststofffolie (nur wenn Abdichtung vom Kanal nach aussen)

Dichtungsschirm

Damm mit Kerndichtung

Zweck der Auskleidung eines Druckstollens

Dichtigkeit / Beschränkung der Wasserverluste

Erhaltung der hydrologischen Vrehältnisse im Gebirge

Verminderung der Energieverluste

Erhaltung der mechanischen und chemischen Festigkeit des Gebirges

Gewährleistung der Stabilität des Hohlraumes im Betrieb

Reduktion der Unterhaltsarbeiten

Stärke der Betonauskleidung in eines Stollens

0.05*Di

aber >25cm

aktive Vorspannung: Vor und Nachteile

Vorteile:

keine Gefahr des Beulens

einfacher Transport

Erholung von Überbelastung möglich

flexibel

variable Geometiren möglich

Nachteil:

Vorspannung kann nachlassen

Stahlpanzerung nötig bei:

zu hohen Innendruck

schlechte Gebirgseigenschaften oder geringe überdeckung

absolute dichtigkeit

Talsperren Nutzen

Energiegewinnung

Bereitstellung Trink- und Brauchwasser

Bewässerung

Hochwasserschutz

Niederwassererhöhung

Freizeit/Tourismus

Fischerei

Talsperren Nachteile

Überschwemmung von Talgebieten

Umsiedlung

Änderung des Abflussregimes

Temperaturschichtung

Sauerstoffgehalt, Schwefelwasserstoff

Unterbruch des Fliessgewässerkontinuums, Fischwanderung behindert

induzierte Seismik beim ersten Einstau

Zwecke Flussbau

Wasserkraft

Schifffahrt

Be- und Entwässerung

Erholungsraum

Hochwasserschutz

Transportbeginn in alpinen Flüssen

bei Sohlschubspannung nach Shields 0cr = 0.05

Sedimente

Schwimmstoffe: schwimmen auf

Schwebstoffe: durch Turbulenz in Schwebe gehaltenes Material, machen grössten Teil der Feststofffracht aus

Geschiebe: an Gewässersohle transportiertes Material

Geschiebequellen

Sohl-, Seitenerosion, Hangrutschung ins Flussbett, Zufuhr durch seitl. Zubringer

Erosionsformen

Tiefenerosion: Geschiebedefizit

Lokale Erosion: Kolk und Seinenerosion, durch Erosionsintensitäten (erhöhte Strömungsgeschwindigkeit, Turbulenz oder Sekundarströmung)

Kurvenkolk

Aussenufer: Prallufer - Erosion

Innenufer: Gleitufer - Ablagerung

Lernen