QM

Einführung

Einführung


A. A.
Diese Lernkarten decken Qualitätsmanagement (QM) auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Fehler, Prüfungen, Stichproben und Qualitätsmerkmale, die für die Qualitätskontrolle und -verbesserung in Prozessen und Produkten relevant sind. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachkräfte, die sich mit Qualitätsregelkarten, Audits und statistischen Methoden zur Fehleranalyse vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
123
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.03.2018 / 07.04.2023

Cartes-fiches

Normalverteilung

  • abhängig von Mittelwert und der Streuung
  • die Fläche unter der Kurve ist gleich 1 bzw. 100%
  • Normalverteilung ist symmetrisch um den Mittelwert
  • Wendepunkte der Verteilung liegen jeweils eine Standardabweichung vom Mittelwert entfernt

  1. Korrelation
  2. Voraussetzungen Korrelationsanalyse

  1. bezeichnet eine Wechselbeziehung zwischen 2 oder mehr Variablen in Form einer je..., desto... Aussage
  2. mindestens eine ordinal skalierte Variable. Besser sind kontinuirliche  Messergebnisse

Korrelationskoeffizient

  • Zur Berechnung der Stärke einer Korrelation (geringe/große Streuung) und seiner Richtung (fallend/steigend)  im Wechselbereich von +1 bis -1
  • r= Kovarianz/Standardabweichung von x und y

Interpretaton Korrelationskoeffizient

Karte 92

Arten von Prüfung von Qualität

  1. 100%-Prüfung
    • Prüfung sämtlich erzeugter Einheiten
  2. Stichprobenprüfung/Statische Qualitätsprüfung
    • Prüfung eines Teils der Grundgesamtheit

Gegenüberstellung  100%-Prüfung und statistische Qualitätsprüfung

Karte 94

  1. OC mit Skizze
  2. Was is aufgetragen

  • Karte 95-97
  • „x-Achse“: der tatsächliche Fehleranteil p in Prozent, der sich im Prüflos befindet
  •  „y-Achse“: die Annahmewahrscheinlichkeit pa in Prozent, mit der ein Prüflos in Abhängigkeit, vom tatsächlichen Fehleranteil p, der Annahmezahl c und dem Stichprobenumfang n, angenommen wird
  •  n und c werden zusammen als festgelegte Stichprobenanweisung bezeichnet

OC-Annahmekennlinie

  • Erhöhung von c bei konst. p führt zu einer Zunahme der Annamahewahrscheinlichkeit
  • Erhöhung von n führt zu einer Abhnahme der Annahmewarscheinlichkeit
  • Je genauer geprüft wird, desto steiler wird  die Annahmekennlinie

Voraussetzungen CSP

  • der zu regelnde Prozess ist unter statistischer Kontrolle
  • Prüfdauer kleiner als Fertigungszeit
  • vorhandene Kapazitäten (personell oder maschinell)  für 100%-Prüfung

Kennwerte CSP

  • i: berechnee Anzahl der Gutteile bei der 100%-Prüfung
  • k: Abstand zwischen der Entnahme von Teilen bei Stichprobenprüfung
  • f: Anzahl der geprüften Teile während der Stichprobenphase

Vorgehen CSP

  1. In Anlaufphase wird 100%-Prüfung durchgeführt, solange bis eine festgelegte Anzahl i-Proben/Teile nicht fehlerhat war
  2. Dann  Wechsel Stichprobenprüfung bei der alle k-Proben geprüft werden, solange bis ein fehlerhaftes Teil entdeckt wurde. Dann wieder 100%-Prüfung usw.

Aufbau einer QRK

  • QRK ist Diagramm, auf dessen horizontale Achse die Zeit bzw. fortlaufend die Stichproben aufgetragen werden
  • vertikale Achse skaliert die Stichprobenergebnisse (Urwerte, Mittelwerte, usw.)
  • Horizontale Hilfslinien
    • Mittellinie M
    • Eingriffs- und Warngrenzen (ausschlaggebend sind EG)
    • zusätlich Toleranzgrenzen
  • i.d.R. je Merkmal eine Lage- und eine Streeungskarte, um sowohl Veränderungen der Lage als auch der Streeung zu erkennen

Mittelwertkarte und Median/Spannwertkarte

Karte 104, Karte 113

Regeln zur Auswertung einer QRK

  • Überschreitung der Warngrenzen
    • Stichprobenwegebnis außerhalb der Warngrenzen, so könnte Prozess gestört sein
    • weitere Stichproben ziehen, um Schwankungen auszuschließen
  • Überschreitung der Eingriffsgrenzen
    • Stichprobenergebniss außerhalb  der Eingriffsgrenzen, so ist der Prozess höchstwahrscheinlich gestört
    • erfordert sofortiges Handeln, dh. Ursache suchen und beseitigen
    • neue Stichprobe ziehen
  • Trend
    • bilden mehr als 7 Prozesswerte eine monotone Steigung oder Gefälle, liegt ein außergewöhnliches, d.h. sehr unwahrscheinliches Muster vor
    • Eingriff in den Prozess
  • Run
    • liegen mehr als 7 Prozesswerte in Folge nur oberhalb/unterhalb der Mittellinie, liegt auch ein außergewöhnliches, d.h sehr unwahrscheinliches Muster vor
    • Eingriff in den Prozess

Diagramm Auswertung QRK

Karte 108

Arten von QRK

  • QRK für stetige Merkmale
    1. als Shewhart-karte (ohne Grenzwerte)
    2. als Annahmekarte mit Grenzwerten
      • Urwert/-Mittelwert/-Mediankarte (Lage eines Prozesses)
      • Mittelwert-Spannweiten-Karte
      • Mittelwert-SA-Karte
      • Median-Spannweite-Karte
  • QRK für diskrete Merkmale
    • p-Karte: Anteil fehlerhafter Einheiten
    • np-Karte: Anzahl fehlerhafter Einheiten
    • u-Karte
    • c-Karte

Beispiel Zuordnung QRK:

  • Bauteil mit 3 wichtigen Qualitätsmerkmalen
  • 3 Variationen
  • auf 2 alternativen Maschinen

3*3*2*2=36 Regelkarten

Zertifizierung mit Vor-und Nachteilen

Zertifizierung ist eine Auditierung durch eine unabhängige, akkredierte Organisation (Drittpartei), z.B. TÜV

  • +: objektive Schwachstellenanalyse
  • +: aufdecken von Verbesserungspotenzialen
  • +: Vertrauen der Kunden schaffen
  • +: Standardisierung
  • -: Offenlegung von Betriebsgeheimnissen
  • -: Bürokratie
  • -: Geld

Fehler- und Güteschlupf

  • aufgrund fehlerhafter Prüfverfahren, kann es sein, dass
  1. fehlerhafte Teile übersehen werden
    • Fehlerschlupf
  2. fehlerfreie Teile aussortiert werden
    • Güteschlupf

Fehlerbaum Symbole und primäre und sekundäre Fehler

Karte 126

Qualitätskosten

  • Fehlerkosten (z.B. Ausschuss, Nacharbeit)
  • Prüfkosten (Eingangs-, Fertigungs-, Endprüfung)
  • Fehlerverhütungskosten (Schulung, Prüfplanung)

Worauf kann sich QM beziehen

  • Produkt: Qualitätskontrolle
  • Prozess: QS
  • System: QM
  • Unternehmen: QM, TQM

Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung (KVP/KAIZEN)

  • Qualitätsorientierte Ziele (Steigerung der Kundenzufriedenheit)
  • Produktivitäsorientierte Ziele (Steigerung der Produktivität)
  • Mitarbeiterorientierte Ziele (Steigerung der Leistungsbereitschaft)

  1. Additive Fertigung
  2. Verfahren

  1. Bauteile entstehen durch das Fügen von Schichten auf Basis von 3D-Konstruktionsdaten
  2. Selektives Lasersintern (SLS), Selektives Laserschmelzen (SLM), Fused Deposition Modeling (FDM)

STL mit Vorteilen

  • Austauschformat für die additive Fertigung (Standard Triangulation Language)
  •  STL-Dateiformat beschreibt das Modell über die Triangulation, woebi die Modelloberflächen durch kleine Dreiecke modelliert und so beliebig genau angenähert werden können
  • +:unabhängig vom CAD-Programm
  • -: nur Geometrieinformationen

AM-Potentiale und Nachteile

  • +: weniger Montage (technisch)
  • +: Gitterstrukturen fertigbar (Gestaltungsfreiheit)
  • +: innenliegende Strukturen möglich
  • -: Oberflächengüte
  • -: Reproduzierbarkeit

CoA²MPLy- 5 Hauptkostentreiber

  • Produktkomplexität
  • Teile-Design/-Orientierung
  • Produktbedarf
  • Prozessänderung
  • Maschinenkosten/Maschinenlaufzeit

QM-Maßnahmen in der additiven Fertigung

  • Planung der Produktrealisierung
    • QFD
    • UWD
  • Entwicklung
    • FMEA
      • z.B. Qualität der STL-Datei zu niedrig
    • Fehlerbaumanalyse
    • Fehlerfortpflanzungsrechnung
  • Qualitätslenkung
    • QRK
    • Automatisierung
    • Prüfkörperbau

  1. primärer Ausfall
  2. sekundärer Ausfall

  • Komponentenausfall unter normalen Bedingungen druch einen impliziten Fehler
    • Primärausfall wird durch einen systemimmanenten Fehler verursacht
  • Sekundärausfall resulitiert aus externen Einflüssen ( Umgebungseinflüssen, Zulieferteilen)

Ausfallwahrscheinlichkeit

  • Lebensdauer: 10.000 h
  • tägliche Nutzungsdauer: 2h/Tag
  • betrachteter Ausfallzeitraum: 2 Jahre
  • gesucht: Ausfallwarscheinlochkeit

  1. Nutzungsdauer über betrachteten Zeitraum
    • 2h/Tag*(2*365 Tage)= 1460h
  2. Ausfallwahrscheinlichkeit: ND/LD
    • 1460h/10000h=0,146=14,6%

  1. UND-Verknüpfung Formel
  2. ODER-Verknüpfung Formel

  1. p(1und2) = p(1) · p(2)

  2. p(1oder2) = p(1) + p(2) - p(1) · p(2)

Nutzwertanalyse Lieferantenauswahl pro Lieferant

  • jeder Lieferant einzeln bewertet.
  • Die Gewichtung bleibt für alle gleich.
  • Durch die unterschiedlichen Bewertungen errechnet sich für jeden Lieferanten ein spezifischer Nutzwert.
  • Lieferant mit der höchsten Punktzahl erhält den Auftrag.

Struktur von Klassifizierungssystemen

  • Klassifizierungssysteme lassen sich parallel, verzweigt oder als Kombination von beiden Arten aufbauen

  • Parallele System: jedes Nummerungsobjekt die gleichen Beschreibungsmerkmale

  • Verzweigten System: Bedeutung eines Merkmals hängt von der vorangehenden Stelle (Merkmal) in der Klassifizierungsnummer ab.

  • Bsp. Übung 7 alt

Histogramm

Darstellung der Verteilung von Messdaten und deren Streuung

Korrelations-Diagramm

Untersuchung auf Abhängigkeit zweier Größen (Zusammenhang erkennen)

Qualitätsregelkarte

  • Instrument der Statistischen Prozessregelung,
  • Visualisierung des Prozessverlaufs über die Zeit

Vor- und Nachteile der statistischen Qualitätsprüfung

  • +: geringere Untersuchungskosten
  • +: geringere Auswertungsaufwand
  • +: häufig einzige Prüfungsmöglichkeit
  •  -: hörere Auswertungskosten durch besser geschultes Personal
  •  -: unschärfere Aussagen durch ungenauere Ergebnisse

doppelte Stichprobenprüfung

  • Karte 125
  • Wenn die Anzahl der fehlerhaften Teile zwischen c 1 und d 1 liegt, wird eine zweite Stichprobe vom Umfang n 2 gezogen und geprüft, ob die Fehleranzahl beider Stichproben kleiner, gleich oder größer der Annahmezahl c2 ist.
  • Bei kleiner oder gleich wird das Los angenommen, bei größer zurückgewiesen.

Ablauf eines Lieferantenaudits

Karte 127

Sankey Diagramm

  • Darstellung vom FLuss von Gut- und Fehlteilen über den gesamten Fertigungsprozess
  • grafische Darstellung von Mengenflüssen
  • We --> 0% Fehler und GA=100%
  • ZP --> gefundene Fehler werden aussortiert, aber auch Gutteile dabei

Étudier