analysis
Schulmathematik
Schulmathematik
-
- 1 / 179
-
Lernkarten
81) Sei c>0. Berechnen Sie die Ableitung der Funktion! (Die Kenntnis der Ableitung des natürlichen Logarithmus und der Kettenregel dürfen Sie voraussetzen)
f(x)=ln(cx)
(ln(cx))' = (1/(cx))*c = 1/x
86) Begründen Sie die Formel für die Ableitung der Cosinusfunktion unter der Voraussetzung, dass die grundlegenden Eigenschaften der Winkelfunktion, die Ableitung der Sinusfunktion und die Kettenregel bereits bekannt sind!
???
88) Formulieren Sie das Prinzip von Cavalieri für Flächeninhalte ebener Figuren!
In einer Ebene werden zwei Figuren und die Schar aller zu einer Geraden parallelen Geraden betrachtet. Wenn für jede Gerade der Schar die beiden Schnitte mit den zwei Figuren gleich lang sind, so sind die beiden Figuren flächengleich.
89) Formulieren Sie das Prinzip von Cavalieri für Volumsinhalte von Körpern!
Im Raum werden zwei Körper und die Schar aller zu einer Ebene parallelen Ebenen betrachtet. Wenn für jede Ebene der Schar die beiden Schnittflächen mit den zwei Körpern den gleichen Flächeninhalt besitzt, so haben die beiden Körper gleich große Volumina.
92) Was ist eine Riemannsche Summe (Zwischensumme)? Geben Sie eine fachliche korrekte Definition!
101) Nennen Sie die in der Vorlesung besprochenen "Aspekte" zum Integralbegriff und beschreiben Sie sie kurz!
Die drei Teilbereiche des Integralbegriffs
Der Produktsummenaspekt betont die Definition/Deutung/Berechnung von Integralen über Riemannsche Summen (Integral als Grenzwert einer Summe bzw. Produktsumme)
Der Stammfunktionsaspekt betont die Deutung/Berechnung von Integralen über den Hauptsatz
Der Maßaspekt betont die Verwendung des Integrals zum "Messen".
104) Aus welchem Grund wird in der didaktischen Literatur vielfach davon abgeraten, das Integral im Unterricht über die Stammfunktion einzuführen?
1. Das wäre ein Musterbeispiel für eine antididaktische Inversion (= hier wird etwas, das eigentlich ein tiefliegender Satz ist zur Definition degradiert)
2. Auch mathematisch problematisch, denn "integrierbar sein" und "eine Stammfunktion besitzen" sind versch Eigenschaften einer Funktion und sollten nicht gleichgesetzt werden.
109) Formulieren Sie ein einfache Aufgabe, die SuS hilft, die Rekonstruktionsgrundvorstellung zum Integralbegriff auszubilden!
Badewanne mit zeitlich variierendem Zufluss:
Flussgröße: Zuflussrate (Liter/Sekunde)
Bestandgröße: Wassermenge (Liter)
Beispiele dieser Art erlauben eine intuitive Erfassung des Hauptstzes und des Stammfunktionsaspekts, durchaus auch ohne Formeln(!), gestützt auf die Realsituation und die Verwendung von Einheiten, die es erleichtern, den Größen eine inhaltliche Bedeutung zu geben. Hier zeigt sich wieder die Schlüsselfunktion des Wortes "pro" (in den Einheiten).
Nachteil: Negative Werte der Bestandsgröße haben keine inhaltliche Bedeutung.
110) Beschreiben Sie die Mittelwertsgrundvorstellung zum Integralbegriff!
Der Mittelwert bzw der Mittelwertsatz der Integralrechnung dient nicht der Definition des Integrals. Daher handelt es sich hier nicht um einen Aspekt als Teilbereich des Integralbegriffs, sondern um eine inhaltliche Deutung, die dem Integralbegriff Sinn gibt. Die Mittelwertsvorstellung des Integrals kann als schrittweise Verallgemeinerung des arithmetischen Mittels interpretiert werden. Hier wird der Zusammenhang zum Produktsummenaspekt deutlich.
118) Geben Sie ein BSP für einen Anwendungskontext, in dem der Zusammenhang zwischen Bestandsgröße(=Integral der Flussgröße) und Flussgröße (=lokale/momentane Änderungsrate der Bestandsgröße) unter Verwendung sinnvoll gewählter Physikalischer Einheiten deutlich wird!
Badewanne mit zeitlich variierendem Zufluss:
Flussgröße: Zuflussrate (Liter/Sekunde)
Bestandgröße: Wassermenge(Liter)
oder
Flussgröße Geschwindigkeit (km/h)
Bestandgröße: zurückgelegte Wegstrecke (km)
Hier funkt die Vorstellung der "Ortsänderung" dazwischen. "Ort" entspricht einem Punkt im Raum und ist schwieriger als "Bestandgröße" zu verstehen, da 3Meter schlechter als Bestandgröße zu denken sind als 3 Liter.