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Schulmathematik

Schulmathematik


N. S.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Mathematik auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Funktionen, Ableitungen und Integrale. Sie behandeln die Ableitung von Funktionen, Extremwertaufgaben, Integrationsregeln und deren didaktische Vermittlung im Unterricht. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Lehrkräfte, die sich mit der Analysis vertiefen oder diese effektiv vermitteln möchten.
Karten
179
Lernende
17
Sprache
Deutsch
Kategorie
Mathematik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.02.2018 / 13.11.2022

Lernkarten

41) Gegeben ist die Familie von Fkt. Jede Fkt besitzt (genau) einen Hochpunkt. Bestimmen Sie die zugehörige Ortskurve, d.H. die Menge aller dieser Hochpunkte! Um welchen kurventyp handelt es sich?

42) Geben Sie ein Beispiel für die Parameterdarstellung einer Kurve (die keine Gerade ist), und skizzieren Sie die Kurve!

43) Worin besteht die "Gewohnheit des funktionalen Denkens"?

In den "Meaner Vorschlägen" sind Leitlinien für den Mathematikunterricht formuliert. Zwei Ziele sind ebsonders wichtig:

die Stärke der räumlichen Anschauung
die Erziehung zur Gewohnheit des funktionalen Denkens

Def. "funktionales Denken": Funktionales Denken ist eine Denkweise, die typisch für den Umgang mit Funktionen ist. -> funktionales Denken wird an mathematischen Begriff der Funktion gekoppelt und wird somit fassbar Funktionales Denken bedeutet: 

Phänomene funktionaler Zusammenhänge erfassen
GV zu Funktonen angemessen nutzen
Darstellungsformen aäquat und verständig einsetzen

44) ????

45) Geben Sie ein Argument, das dafür spricht, im Analysisunterricht manchmal eine "Monsterfunktion" vorzustellen!

Um SuS deutlich zu machen welche "kuriosen" und unvermuteten Funktionen es gibt.
und

Wenn man sich mit der Stätigkeit und Differenzierbarkeit beschäftigt. Es gibt Fkt, die an jeder Stelle des Definitionsbereiches stetig sind, aber an keiner differnzierbar. So kann man den SuS plausibel machen, dass die Umkehrung des Satzes "Diffbarkeit impliziert Stetigkeit" nicht gilt. Am BSP von Monsterfunktionen kann man SuS auch erklären, dass die Diffbarkeit einer Fkt alles andere als selbstverständlich ist und es sehr wohl angebracht ist, sich damit auch im Unterricht zu beschäftigen.

46) Geben Sie ein BSP für eine Fkt, die mit Hilfe des Termns sin(1/x) konstruiert ist! Geben Sie ein didaktisches Argument, das dafür spricht, diese Fkt im Unterricht (kurz) vorzustellen.

47) Geben Sie eine (exakte) Definition der Stetigkeit einer Funktion an einer Stelle!

???

48) Formulieren sie (exakt) die epsilon-delta - Charakterisierung der Stetigkeit einer Funktion an einer Stelle.

49) Formulieren Sie (exakt), was mit der Bezeichung "Umgebungsstetigkeit" gemeint ist!

???

50) Nennen Sie die in der VO besprochenen GV zur Stetigkeit und beschreiben Sie eine kurz!

Sprungfreiheit: Der Graph einer stetigen Fkt hat keine Sprünge. Sprungstellen sind Unstetigkeitsstellen.

Vorhersagbarkeit: Kleine Änderungen der unabhängigen Werte haben nur kleine Änderungen der abhängigen (Funktions-)Werte zur Folge.

Darstellbarkeit: Der Funktionsgraph lässt sich in einem Zug ohne absetzen zeichnen.

51) Definieren Sie (exakt) den Begriff "Tangentenfunktion"!

52) Formulieren Sie (exakt) die epsilon-delta-Charakterisierung der Differenzierbarkeit einer Fkt an einer Stelle!

53) Fomrulieren Sie (exakt) die Charakterisierung der Differenzierbarkeit einer Funktion an einer Stelle als Ausdruck ihrer "lokalen Linearität" (Approximation durch eine Lineare Fkt)!

54) In welchem Sinn kann eine Differenzierbare Fkt durch eine lineare Fkt approximiert werden?

55) Nennen Sie die in der VO besprochenen GV zum Ableitungsbegriff und beschreiben Sie sie kurz!

56) Beschreiben Sie die GV der Ableitung als lokale Änderungsrate!

57) Formulieren Sie eine einfache Aufgabe, die Sus hilft, die GV der Ableitung als lokaler Änderungsrate auszubilden.

58) Beschreiben Sie die GV der Ableitung als Tangentensteigung!

Eine wichtige GV, aber nur bedingt geeignet als Motivation zur Definition der Ableitung, denn: Der Tangentenbegriff muss erweitert werden (Unterstufe v.A. Kreistangente!)

Zu einer ausgeprägten GV der Tangentensteigung gehören insbesondere

Die Vorstellung von Tangenten als Schmieggeraden,
Die Vorstellung, dass die Tangente an eine Kurve in einem Punkt die gleiche Steigung wie die Kurve hat,
Die Vorstellung, dass die Tangente die lokale Richtung einer Kurve angibt

59) Formulieren Sie eine einfache Aufgabe, die SuS hilft, die GV der Ableitung als Tangentensteigung auszubilden!

60) Beschreiben Sie die GV der "lokalen Linearität"!

f ist "lokal linear", wenn delta f näherungsweise proportional zu delta x ist.

Wichtig für Anwendungen, aber als Anlass zur Definition der Differenzierbarkeit über das Verhalten des Fehlers, ungeeignet, da diese Bed. nicht offensichtlich ist.

Beim stark vergrößerten Blick auf die Umgebung eines Punktes des Graphen einer differenzierbaren Funktion sieht man nur ein geradliniges Kurvenstück.

Für kleine Änderungen der x-Werte ist die Funktion so gut wie linear, kann also näherungsweise in einer (kleinen) Umgebung von xi durch einen linearen Zusammenhang ersetzt werden. 

61) Formulieren Sie ein einfaches BSP, das den SuS hilft, die GV der "lokalen Linearität" auszubilden!

62) Beschreiben Sie die GV der Ableitung als Verstärkungsfaktor kleiner Änderungen!

63) Formulieren Sie eine einfache Aufgabe, die SuS hilft, die GV der Ableitung als Verstärkungsfaktor kleiner Änderungen auszubilden!

64) Geben Sie ein didaktisches Argument, das dagegen spricht, die Ableitung einer Funktion an einer Stelle als Steigung der Tangente an den Graphen einzuführen!

Die bekannte Vorstellung über Tangenten aus der Sekundarstufe 1, nämlich, dass Tangenten zb an einen Kreis, diesen nur in einem Punkt schneiden, muss erweitert werden. Besser ist die Vorstellung einer Schmieggerade, da zb Tangenten an den Graphen von einer Funktion mehrere Schnittpunkte mit dem Graphen haben können. Bei der Vorstellung einer Schmieggerade wird die Tangente als eine Gerade verstanden, die sich lokal dem Verlauf des Graphen anschmiegt. Sie können den Graph dabei berühren oder ihn schneiden. 

65) Beschreiben Sie einige unterrichtliche Zugänge zur Einführung des Ableitungsbegriffs!

Sekanten und Tangenten (geometrische Betrachtung am Graphen)

lokale lieare Approximation: Funktionenlupe

Beschreibung von Änderungsprozessen mit mittleren und lokalen Änderungsraen (numerisch/tabellarisch, symbolisch)

Verstärkungsfaktor: Vergleich des Zusammenhangs zwischen delta x und delta f bei verschiedenen Stellen. BSP: Nachfragefunktion (Frage: Wie wirkt sich die mäßige Preissteigerung auf die Nachfrage aus?

66) Geben Sie ein Argument, das dagegen spricht, die Ableitung als die Steigung der Tangente an den Graphen einzuführen!

Wenn die Ableitung so eingeführt und definiert wird, wird das Steigungsproblem auf den Begriff der Steigung einer Geraden zurückgespielt. Die Gefahr ist jedoch, dass bei diesem Definitionsversuch die entsceiende Frage an den Rand gerät: "Was ist eine Tangente?" 
Denn die übliche analytische Definition, eine Tangente sei eine Gerade, die sich dem Graphen lokal um den Berührpunkt anschmiegt geht weit über die GV der SuS zum Thema Tangente hinaus. (SuS haben bisher "nur" den geometrischen Tangentenbegriff im Kopf). Zwar hilft diese geometrische Sicht, aber bei manch analytischen Problemen (z.B.: Normalparabel) ist diese Sicht eine Sackgasse. Bei diesem Einstieg stehen die SuS vor der Schwierigkeit des Paradigmenwechsels von der globalen zur lokalen Sicht. 

67) Ist die Funktion f(x)=xIxI  an der Stelle 0 differenzierbar? Begründen Sie! FAlls ja, berechnen Sie die Ableitung!

68) Ist die Funktion f(x)=(x+1) IxI an der Stelle 0 differenzierbar? Begründen, berechnen!

Beidseitige Grenzwerte existieren aber sind ungleich. Damit ist f an der Stelle x=0 nicht differenzierbar.

69) Ist die Funktion f(x)=(IxI+1)x an der Stelle 0 differenzierbar? Begründen, berechnen!

70) Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einem Algorithmus und einem Kalkül!

Ein Kalkül besteht aus einer Sammlung von Regeln, enthält aber keine Vorschrift, in welcher Reihenfolge diese anzuwenden sind. Im Gegensatz dazu ist ein ALgorithmus eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Ausführung von klar definierten elementaren Schritten.

71) Es gibt versch. Möglichkeiten, SuS zu verdeutlichen, worin der Unterschied zwischen den Begriffen Stetigkeit und differenzierbarkeit liegt. Beschreiben Sie eine solche Möglichkeit.

???? Betragsfunktion bietet sich gut an.

72) Sei f eine in einem Intervall umkehrbare Funktion und f-1 ihre Umkehrfunktion. Argumentieren Sie in einer für den Matheunterricht geeignete Form, dass die Graphen von f und f-1 durch eine Spiegelung an der 1.Mediane auseinander hervorgehen!

73) Begründen Sie die Produktregel in einer für den Mathematikunterricht geeigneten Form!

74) Seien f, g und h auf ganz R definierte diffbare Fkt. Geben Sie eine Regel für die Berechnung der Ableitung der Funktion an!

75) Kann eine Funktion f: R->R, die an einer Stelle eine verschwindende Ableitung besitzt, umkehrbar sein? Bsp bzw Begründung!?

Ja, denn aus f'(x)=0 folgt nicht zwingend, dass f ein Extremum besitzt.

Hätte f an der Stelle, wo die Ableitung verschwindet, eine Extremstelle, so wäre sie nicht umkehrbar, da es sich sonst nicht mehr um eine bijektive Funktion handelt (es gäbe mind. zwei gleiche f(x) bei unterschiedlichen x).

BSP: f(x)=x3 und f-1(x)= x1/3
Hier ist bei x=0 die Ableitung f'(x)=0, jedoch handelt es sich hier nicht um ein Extremum, denn die Funktion ist weiterhin streng monoton wachsend und bleibt bijektiv, also umkehrbar.

76) Die Fkt f(x)=x3 -3x besitzt keine Umkehrfunktion, aber um zumindest eine lokale Umkehrfunktion in der Nähe der Stelle 0 zu bekommen, muss man anstelle von f eine umkehrbare Funktion der Form g:A->B, g(x) = x3 - x betrachten, wobei A und B Intervalle sind. Außerdem soll A so groß sein wie möglich.

i) Geben Sie A und B an!

ii) Ist die Umkehrfunktion g-1 an jeder Stelle Ihres Definitionsbereichs diffbar? (Beantworten ohne die Kenntnis eines geschlossenen Funktionterms für g-1 vorauszusetzen)

77) Beweisen Sie (ohne Umweg über die Exponentialfkt), dass gilt: 

78) Im Unterricht steht die Berechnung der Ableitung der Exponentialfunktion an. Angenommen, die Eulersche Zahl e ist bis dahin noch nicht vorgekommen. Wie kann sie nun eingeführt werden?

???

79) Im Unterricht steht die Berechnung der Ableitung der Exponentialfunktion an. Die eulersche Zahl e ist den Schülerinnen bereits als Grenzwert bekannt. Wie kann nun vorgegangen werden?

s. 78!!

80) Beweisen Sie die Formel für die Ableitungen der Funktionen f(x)= ax (für a >0)
Dass f(x)=ex seine eigene Ableitungsfunktion ist, dürfen Sie als bekannt voraussetzen.

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