Volkswirtschaftslehre (Finanzwissenschaft/Wirtschaftspolitik)

Lehrgang Verwaltungsmanagement (LVM 1701 Dozent: Beat Arnet

Lehrgang Verwaltungsmanagement (LVM 1701 Dozent: Beat Arnet


S. M.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik, auf Mittelschulniveau. Sie beleuchten Themen wie Steuern, Inflation, Bruttoinlandsprodukt und Nachfrage, sowie die Rolle des Staates und die Aufgabenverteilung zwischen Bund und Kantonen. Der Finanzausgleich, der Lastenausgleich und die Wirtschaftspolitik sind zentrale Schwerpunkte. Diese Karteikarten eignen sich für Schüler und Studierende, die ein fundiertes Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und politischen Entscheidungsprozesse erlangen möchten.
Karten
164
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
10.02.2018 / 06.03.2018

Lernkarten

Was beinhaltet die konkrete Aufgabe "Geldmengenstatistik" der Schweizerischen Nationalbank?

Geldmengenstatistik
Wenn die SNB die Geldversorgung der Volkswirtschaft steuern soll, so muss sie auch die gesamte Menge an Zahlungsmittel eines Landes kennen. Dazu führt die SNB eine Geldmengenstatistik, die sämtliche Geldbestände der Haushalte und Unternehmungen erfasst.

Was beinhaltet die konkrete Aufgabe "Tätigkeiten für den Bund" der Schweizerischen Nationalbank?

Tätigkeiten für den Bund
Zusammen mit dem Bund nimmt die SNB an der internationalen Währungskooperation teil.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Geldmenge und den Zinsen. Ist ein Gut in grosser Menge vorhanden, so sinkt der Preis dafür. Was passiert, wenn die Geldmenge ausgeweitet wird? 

Bei der Geldmenge heisst das, dass bei der Ausweitung der Geldmenge der Zinsfuss sinkt.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Geldmenge und den Zinsen. Ist ein Gut in grosser Menge vorhanden, so sinkt der Preis dafür. Welche Folgen ziehen tiefe Zinsen mit sich?

Tiefe Zinsen steigern die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen und führen zur Ankurbelung der Wirtschaft. Es droht die Gefahr einer Inflation.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Geldmenge und den Zinsen. Ist ein Gut in grosser Menge vorhanden, so sinkt der Preis dafür. Was passiert bei der Verknappung der Geldmenge?

Bei einer Verknappung der Geldmenge wird das Geld hingegen teurer (Zinsfuss steigt). Hohe Zinsen verursachen einen Rückgang der Nachfrage, was zu einem Konjunkturrückgang und steigender Arbeitslosigkeit führen und im Extremfall in einer Deflation mündet.

Der Wechselkurs bildet sich, grundsätzlich aufgrund von Angebot und Nachfrage auf den Devisenmärkten. Mit welchen konjunkturpolitischen Massnahmen kann die SNB diese Märkte beeinflussen?

Die SNB beeinflusst durch den An- und Verkauf von Devisen den Geldkreislauf. Das heisst, das die SNB über das Angebot von Geld die Wechselkurse mitbestimmt.

Welch Massnahmen wird die SNB in einer Rezession ergreiffen? Und welches sind die Folgen der eingeleiteten Massnahme?

In einer Rezession wird die SNB versuchen, einen Aufschwung einzuleiten, indem sie ihre Zinssätze senkt und die Wirtschaft mit Geld versorgt. Dadurch werden Geldanlagen in der Schweiz weniger attraktiv (Nachfrage nach Franken sinkt = Frankenkurs sinkt). Die ausländische Währung wird aufgewertet. Die Ausländer bekommen dadurch mehr Franken für einen Dollar. Die Preise für Schweizer Güter im Ausland werden günstiger, wodurch die Nachfrage in der Exportwirtschaft ansteigt (gleichzeitig gehen die Importe zurück). Dies hat einen positiven Einfluss auf die Gesamtenachfrage im Inland. Die Nachfrage wird ansteigen, in der Folge dürfte die Beschäftigung in den Unternehmungen in der Exportbranche ansteigen.

Welches sind die Folgen, wenn die SNB die Zinssätze erhöht?

Gerade umgekehrt wirkt die Aufwertung des Frankens. Die Exporte werden tendenziell zurück gehen (Ausländer müssen mehr bezahlen), die Auftragslage und die Beschäftigung in der Exportbranche geht zurück (Gesamtenachfrage geht zurück).

Wie ist die Inflation zu definieren?

Wenn das Geld an Wert verliert bezeichnet man dies als Inflation. Dem Güterstrom (Angebot) steht ein zu grosser Geldstrom (Nachfrage) gegenüber. Das Preisniveau steigt und mit einem stabilen Einkommen kann man weniger kaufen (Teuerung, Kaufkraftverlust).

Wer zählt bei einer Inflation zu den Verlierern?

Gläubiger von Geldforderungen, Rentner und Sparer zählen in einer Inflation zu den verlieren, weil ihr Geldguthaben laufend an Wert verliert.

Wie legen die Anlegen während der Zeit der Inflation ihr Geld an?

n einer solchen Situation bemühen sich die Anleger, ihr Vermögen nicht mehr in Geld, sondern in Sachwerten anzulegen (Edelmetalle oder Immobilien).

Welches sind die Gewinner einer Inflation?

Die Schuldner sind die Gewinner einer Inflation. Nach Ablauf der Kreditfrist müssen die Gläubiger den geschuldeten Betrag nominal zurückzahlen. Diese Geldsumme weist nicht mehr die gleiche Kaufkraft auf wie bei der Kreditaufnahme. Die reale Schuld wird durch eine Inflation real vermindert.

Welche Funktionen verliert das Geld bei einer Inflation?

Im weiteren verliert das Geld durch die Inflation seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel. Bei einer sehr hohen Inflation verliert das Geld auf seine Funktion als Zahlungsmittel, weil niemand mehr Bargeld halten will.

Welches sind die drei Erklärungsgrundsätze für die Entstehung einer Inflation?

  • Bei einer Geldmengeninflation (Monetär) liegt die Ursache für das ansteigende Preisniveau in einer zu grossen Geldmenge. Steht nämlich einer bestimmten Gütermenge zu viel Geld gegenüber, so kann der Ausgleich eines solchen Ungleichgewichts durch ein Anstieg des Preisniveaus erfolgen. Die Steuerung der Geldmenge ist Aufgabe der SNB. Durch das Ausdehnen des Geldstroms (Noten und Münzen in Umlauf bringen oder Geschäftsbanken Kredite kann es zu einem Ungleichgewicht zwischen Güter- und Geldstrom und damit zu einer Inflation kommen.
  • Wenn der erste Impuls für eine Preiserhöhung von der Nachfrageseite ausgeht spricht man von einer Nachfrageinflation. Die nachfrageseitige Inflation entsteht dann, wenn bei Vollbeschäftigung die gesamtwirtschaftliche Nachfrage steigt. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage kann durch eine Zunahme der Konsumausgaben der privaten Haushalte oder durch die Nachfrage nach Investitionsgütern der Unternehmungen ausgelöst werden. Auch steigende Staatsausgaben oder eine zusätzliche Nachfrage aus dem Ausland kann zu einer Preissteigerung führen. Die Inflation entsteht aber nur, wenn sich auch die Geldmenge ausweitet.
  • Eine Angebotsinflation entsteht, wenn die Impulse für Preissteigerungen von der Anbieterseite, das heisst von den Unternehmungen ausgehen. Wenn Anbieter aufgrund ihrer Marktmacht steigende Produktionskosten wie Löhne, Energie- oder Rohstoffkosten, Erhöhung der Zinse für ihrer Kredite oder durch Monopolisten auf die Preise überwälzen, so entstehen Teuerungsimpulse. Die Inflation entsteht aber nur, wenn sich auch die Geldmenge ausweitet.

 

Eine hohe Inflation kann beispielsweise anhand einer restriktiven Geldpolitik gedämpft werden. Die Inflationsbekämpfung kann nicht immer reibungslos verwirklicht werden. Welches sind die drei Gründe, dass die Inflationsbekämpfung der SNB nicht immer reibungslos klapt?

  • Die Zahlungsgewohnheiten des Publikums und dadurch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ändert sich über die Zeit.
  • Es besteht eine relativ grosse Zeitverzögerung (2 bis 3 Jahre) zwischen dem monetären Impuls und der Wirkung auf die Inflation.
  • Die volkswirtschaftliche Auslastung übt einen entscheidenden Einfluss aus.

Welches sind Instrumente für die Inflationsbekämpfung?

  • Gezielte Einkommenspolitik wie Lohn- und Preisstopps bei angebotsseitiger Inflation: wirken vorübergehend
  • Gezielte Wettbewerbspolitik bei angebotsseitiger Inflation. Abbau und Vereinfachung von Marktregulierungen durch staatliche Normen (Deregulierung), Marktöffnung, Beschränkung des Wettbewerbs (Kartellverbot): wirken langfristig
  • Gezielte Nachfragesteuerung durch den Staat (Reduktion der Staatsausgaben)

Wie verhalten sich die Kosten bei einer erwartenden Inflation?

  • Häufige Preisänderungen
  • Kalte Progression: steigende nominale Einkommen werden höher besteuert, obwohl das reale Einkommen gleich bleibt
  • Geld als Wertaufbewahrungsmittel verliert an Kaufkraft
  • Schwierigkeiten bei Finanzplanung über längere Zeitperioden

Wie verhalten sich die Kosten bei einer unerwarteten Inflation?

  • Willkürliche Umverteilung von Vermögen
  • Je stärker die Schwankungen einer Inflation, desto grösser die Unsicherheiten
  • Möglichkeit: Indexierung zum Beispiel bei Mietverträgen, Gebäudeversicherung, Hausratsversicherung

Was sind Vorteile einer Inflation?

Vorteile einer Inflation

  • Es werden Arbeitsplätze geschaffen
  • Reallohnsenkungen

Wie zeichnet sich die Deflation aus? Was sind die "Vorteile" einer Deflation?

Der anhaltende Rückgang des Preisniveaus bezeichnet man als Deflation. Für den einzelnen Konsument ist diese Entwicklung günstig, weil man günstiger einkaufen kann, doch dadurch ist die Stabilität einer Volkswirtschaft massiv bedroht.

Was bringt die Deflation für Folgen mit sich?

Durch das sinkende Preisniveau wird Geld immer wertvoller (Kaufkraft steigt). Der Konsum wird in diesem Fall auf später verschoben (Nachfrageausfall). Wegen der schwachen Nachfrage reduzieren die Unternehmungen die Preise, um nicht auf ihren Lagern sitzen zu bleiben. Weiter wird die Produktion gesenkt und es kann zu Entlassungen kommen. Weil die Gewinne ausbleiben, wird auch nicht in neue Projekte investiert. Die Arbeitslosigkeit führt zu einem geringeren Konsum und die Arbeitnehmer haben Angst vor weiteren Entlassungen. Es macht sich eine pessimistische Grundstimmung breit. Es ist sehr schwierig aus der Depression zu finden, wenn der Staatshaushalt keine Investitionsausgaben zulassen um die Nachfrage zu beleben.

Es gibt zwei Arten Staatsausgaben zu finanzieren. Welche? Längerfristig ist nur eine Art zur Finanzierung des Staatsausgaben möglich. Welche?

Der Staat kann Steuern erheben oder er kann sich auf dem Kapitalmarkt verschulden. Längerfristig ist die Finanzierung nur über Steuern möglich, denn Schulden müssen irgendwann zurückbezahlt werden. Eine Verschuldung verschiebt die notwenigen Steuereinnahmen in die Zukunft.

Steuern sind im erweiterten Sinne Abgaben an den Staat, die sich in drei Kategorein unterteilen lassen, in welche drei Kategorien?

  • Direkte Steuern 
  • Indirekte Steuern 
  • Gebühren

Welches sind die Merkmale der direkten Steuern?

Die direkten Steuern werden direkt beim einzelnen Steuerpflichtigen (=Steuersubjekt) erhoben, sie nehmen Rücksicht auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen. Solche Steuern sind vor allem die Einkommens- und Vermögenssteuern. Die direkten Steuern sind progressiv ausgestaltet. Dies bedeutet, dass mit zunehmendem Einkommen und Vermögen die Besteuerung überproportional ansteigt. Die wirtschaftlich Schwächeren werden somit auf Kosten der wirtschaftlich Stärkeren entlastet (Umverteilung).

Welches sind die Merkmale der indirekten Steuern? Nenne Beispiele!

Indirekte Steuern werden unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der steuerpflichtigen Person aufgrund von bestimmten Vorgängen oder einzelnen Handlungen des Steuerpflichtigen erhoben (z. B. Konsum von Waren und DL). Dabei wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des einzelnen Steuerpflichtigen nicht berücksichtigt. Die wichtigste indirekte Steuer ist die Mehrwertsteuer, weitere indirekte Steuern sind Alkohol-, Tabak- und Mineralölsteuer, Motorfahrzeugsteuern, Nationalstrassenabgabe, Schwerverkehrsabgabe, Stempelabgaben oder Zölle.

Welches sind die Merkmale von Gebühren?

Zahlungen von Personen an den Staat für eine klar definierte Leistung. Direkte und indirekte Steuern entrichtet man in einen gemeinsamen Topf und hat damit einen Anspruch auf allgemein öffentliche Leistungen. Bei den Gebühren erwirbt man direkt eine ganz bestimmte staatliche Leistung.

Welches sind konkrete Unterschiede zwischen den Steuern und den Gebühren?

Steuern

  • Sind voraussetzungslos geschuldet
  • Zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs dienen
  • Ist kein Entgelt für eine spezifische staatliche Leistung oder einen besonderen Vorteil
  • Es müssen bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllt werden.

Gebühren:

  • Entgelt für die Inanspruchnahme der Verwaltung oder die Benützung einer öffentlichen Einrichtung.
  • Die Kosten, die dem Gemeinwesen entstehen, sollen durch die Gebühr ganz oder teilweise gedeckt werden.
  • Weil alle Gebühren und Abgaben ihre Ursache in konkreten staatlichen Leistungen haben, werden sie auch als Kausalabgabe bezeichnet.

Was ist das Steuersystem?

Das Gefüge gleichzeitig nebeneinander existierender Steuern eines Staates.

Was ist das Steuersubjekt?

jede natürliche oder juristische Person, welche Steuerpflichtig ist. Steuersubjekt ist nicht immer gleich Steuerträger.

Was ist das Steuerobjekt?

Gegenstand der Steuererhebung, somit der Tatbestand. Was ist steuerbar? Es kann ein Zustand sein (Existenz einer Person, Eigentum, Vermögen) ein einmaliger oder wiederholender Tatbestand oder eine Verkehrsvorgang (Grundstückverkauf) sein.

Der Staat soll nach zwei Prinzipien Steuern erheben. Welche zwei Prinzipien sind das?

Leistungsfähigkeits- und Äquivalenzprinzip

Welches sind die Merkmale des Leistungsfähigkeitsprinzip?

Jeder Bürger soll entsprechend seiner Leistungsfähigkeit an der Aufbringung des Steueraufkommens beteiligt werden. Das Leistungsfähigkeitsprinzip ist dann erfüllt, wenn die horizontale und vertikale Gerechtigkeit erfüllt sind. Danach sollen Individuen mit gleicher Leistungsfähigkeit gleich, solche mit höherer Leistungsfähigkeit stärker und solcher mit niedriger Leistungsfähigkeit schwächer besteuert werden.

Was ist mit der horizontalen Gerechtigkeit im Zusammenhang mit dem Leistungsfähigkeitsprinzp gemeint?

Individuen mit gleicher Leistungsfähigkeit werden gleich behandelt. Dies wird umgesetzt in dem allgemeine Steuern erhoben werden und durch das Willkürverbot (z. B. Ehepaarbesteuerung).

Was ist mit der vertikalen Gerechtigkeit im Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit gemeint?

Die Steuersoll von jedem das gleiche "Opfer" fordern. Das Individuum mit grösserer Leistungsfähigkeit soll mehr Steuern bezahlen. Jedem soll der gleiche Nutzenverlust durch den Staat verursacht werden (z. B. Einkommens- und Vermögenssteuer).

Welches sind die Merkmale des Äquivalenzprinzip?

Die Steuer gilt als Gegenleistung für die vom Staat erbrachte Leistung und diese beiden sollen gleich gross (äquivalent) sein. Die Besteuerung wird von der Zustimmung zum jeweiligen Ausgabenprojekt abhängig gemacht (z. B. Mineralölsteuer, Tabaksteuer).

Was hat die Steuer für eine Wirkung auf die Preise und das Konsumverhalten?

Jede Steuer auf ein Gut oder DL verändert die relativen Preise. Die Steuer ist letztlich immer ein Aufschlag auf den Marktpreis. Rationale Individuen reagieren auf Anreize und von Steuern gehen in aller Regel Anreize aus. Das Preisgefüge von Gütern und Produktionsfaktoren verändern sich (z. B. Tabaksteuer). Steuern führen folglich zu Wohlfahrtsverluste.

Wie hängt der Wohlfahrtsverlust mit der Steuererhebung zusammen? Welcher Indikator ist entscheidend, ob es einen Wohlfahrsverlust gibt oder nicht?

Wie hoch der Wohlfahrtsverlust ausfällt, hängt stark von der Ausgestaltung der Steuer ab. Dabei spielt die Preiselastizität von Angebot und Nachfrage eine ausschlaggebende Rolle. Der Wohlstandsverlust entsteht dadurch, dass die Preisveränderung durch die Steuer zu einer Veränderung der nachgefragten und angebotenen Menge führt. Je elastischer Nachfrage und Angebot sind, desto stärker reagieren die Menge und desto grösser werden die Wohlstandsverluste.

Wann sind keine Wohlfahrtsverlust aufgrund der Steuererhebung zu erwarten? Was ist der positive Effekt?

Die Steuer führt zu keinerlei Wohlfahrtsverlusten, wenn das Angebot völlig unelastisch ist, also nicht auf Preisveränderungen reagiert. Steuern sollten deshalb immer dort erhoben werden, wo Angebot oder Nachfrage sehr unelastisch sind (Wohlfahrtsverluste werden verringert). Gleichzeitig ergibt sich ein ausgeprägter Verteilungseffekt, weil jene Marktseite, die nicht ausweichen kann, zahlt den Grossteil der Steuern (z. B. Tabaksteuer).

Nach welchem Prinzip werden die Einkommenssteuern erhoben?

Leistungsfähigkeitsprinzip

Was beinhaltet die Neutralitätseigenschaft bei der Einkommenssteuer?

Neutralitätseigenschaften: Es spielt keine Rolle, in welchen Berufen Einkommen erzielt wird, welche Tätigkeit zu Einkommen führt, welche Ressourcen zur Einkommenserzielung benötigt werden oder aus welchen Quellen Einkommen stammt. Es spielt auch keine Rolle wie das Einkommen eingesetzt wird.

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