BFH HAFL


P. Z.
Diese Lernkarten befassen sich mit der Organisation von Forstbetrieben auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Aufgaben, Koordination, Verantwortung und verschiedene Organisationsmodelle ab, darunter Einliniensystem, Mehrliniensystem und Matrixsystem. Die Lernkarten erläutern auch Delegation, Zentralisierung und Dezentralisierung sowie die Bedeutung von Kooperationen und Outsourcing. Sie richten sich an Studierende und Fachleute, die sich mit der effizienten Betriebsführung und der Optimierung von Forstbetrieben beschäftigen.
Karten
34
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.01.2018 / 01.02.2018

Cartes-fiches

Definition Organisation

Geordnetes Gefüge von bestimmten Elementen mit einer wechselseitigen Abhängigkeit und wechselseitiger Veflechtung

Betrieb hat Organisation (Regeln)

Betrieb ist Organisation (zoziales Gebilde)

Instrument zur optimalen Zielerreichung

Taylorismus

Mechanisches Menschenbild

Arbeitsaufteilung nach technischen und ökkonomischen Effizienzkriterien

Bürokratie-Ansatz

Mensch als Instrument oder Störungsquelle

Klare Instanzen und Dienstwege, Dokumentation

Human-Relation-Ansatz

Mensch als soziales und Gruppenwesen

psychologischer und soziologischer

Situativer Ansatz

systemorientiert, passt sich Situation an

keine universell effiziente Struktur

Warum situativer Ansatz?

bietet Flexibilität ->diese wird benötigt

Grundsätzliche Eigenschaften einer Aufgabe

1. Was? 2. Woran? 3. Wer? 4. Womit? 5. Wann? 6. Wo?

Formale Eigenschaften einer Aufgabe

Komplexität

Unsicherheit

Spezifität

Strategische Bedeutung

Häufigkeit

vier Grundtypen von Aufgaben

1 gleich bleibende, wenig komplexe Aufgabe (Buchhaltung)
2 gleich bleibende und hochkomplexe Aufgabe (Waldbau)
3 stark veränderliche, wenig komplizierte Aufgabe (Holzverkauf)
4 stark veränderliche, hochkomplexe Aufgabe (Forschung, Planung)   

organisatorisches Gleichgewicht

zu geregelt: gefährdet Motivation und Flexibilität

zu ungeregelt: beeinträchtigt Koordination und Stabilität

Zentralisierung

Zusammenfassen von Aufgaben mit gleichem Merkmal

Dezentralisierung

Trennung von Aufgaben die ein gleiches Merkmal haben

Verrichtungszentralisierung

Gleichartige Aufgabe wird an verschiedenen Orten/ Objekten durchgeführt 

Bsp. Funktionsförster

Objektzentralisierung

Ungleiche Aufgaben werden an gleichem Ort/ Objekt durchgeführt

Bsp. Revierförster

Definition Delegation

vertikale Übertragung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung einer Instanz an eine nachgeordnete Stelle (Aufgabenträger)

! Bei der Delegation muss das Kongruenzprinzip eingehalten werden !

Merkmale Delegation

vertikale Arbeitsteilung

Grundvoraussetzung zur Dezentralisierung

Delegation Kongruenzprinzip

Aufgabe, Kompetenz (Rechte und Pflichten, Durchführungs- und Leitungskompetenz) und Verantwortung sind eine Einheit!

Bestimmungsfaktoren bei der Stellenbildung

Unternehmensumwelt

Aktionsträger

Aufgabe

Effizienzkriterien

Stellen: Leitungsspanne

Anzahl von der Stelle geleiteter Stellen

Stelle: Leitungstiefe

Anzahl von der Stelle geleiteter Hierarchieebenen

Grundlegende Organisationsmodelle

Einliniensystem

Mehrliniensystem

Stab-Linien-System

Matrixsystem

Einlinensystem

+ regelt Kompetenzen klar
+ gewährleistet klare Anordnungen
- ermöglicht keine Spezialisierung
- schwerfällig
- überlastet Leitungsspitze leicht
- langsame Kommunikation

Mehrliniensystem

+ erleichtert fachkundige Entscheidungen
+ Entbürokratisierung
+ kurze Kommunikationswege
- Kompetenzüberschreitungsgefahr
- Unsicherheit Vorgesetzte / Untergebene
- erschwert Koordination und Kontrolle

Stabliniensystem

+ Einheit trotz Spezialisierung
+ Entlastung der Leitungsspitze
+ breit fachkundig
- Stäbe können eigene Organisationsform annehmen
- geringe Aufstiegschancen für Stab

Spartenystem

+ Flexibel
+ Bessere Ressourcenausnutzung
- Gefahr Verselbständigung einer Sparte
- lange Anweisungswege oberste Stelle -> Ausführung

Matrixsystem

+ erleichtert Teamentscheidungen
+ übersichtliche, klare Koordination
- aufwändige Abgrenzung der Kompetenzen
- hoher Kommunikationsbedarf
- viele Kompromisse / Konflikte

Definition Koorperation

- durch Vereinbarung gesicherte
- zielgerichtete
- Zusammenarbeit
- rechtlich und wirtschaftlich selbständiger Betriebe

Ziel Kooperationen

- Eigene Kapazität erhöhen
- Synergieefekte ausnutzen (Austausch Knowhow, Rationalisierung)
- Risikostreuung bei neuen Märkten

Merkmale Koorperationen

Produktionsstufe (horizontal->gleiche Wertschöpfungsstufe, vertikal->Vorwärtsintegration, diagonal->unterschiedliche Branchen)

Koorperationsdauer: vorübergehend, dauerhaft

Koorperationsgrad: Vertraglich Zusammenarbeit, Beteiligungserwerb, Käufliche Übernahme, Fusion

Gründe Outsourcing

Konzentration auf Kerngeschäft

Leistungsverbesserung (externes Knowhow)

Kostenvorteile

Change Management

Schock->Ablehnung->Notiz nehmen->Sorgen->Akzeptanz->Unterstützung und Teilnahme->Risiken in Kauf nehmen Krativität

Gestaltungsformen Wertschöpfungskette

Teilaufgaben der Waldbewirtschaftung können in den Betrieb vorwärts- oder rückwärtsintegriert werden
(Bsp. Transport, Pflege, Ernte, Verkauf, Zuschnitt)

Wie kann ein Forstbetrieb grösser werden?

Akuisition (Unternehmenskauf) und Fusion -> schwierig in Umsetzung

Diversifikation -> Möglich wenn gebnügend Käuferpotential (für wenige!)

Aufbau Koorperation -> Way to go!

ideale Betriebsgrösse

3000-6000ha in Koorperation

200000 Fm/Jahr

Étudier