Finance

Spezialtheme für am Mändig

Spezialtheme für am Mändig


M. S.
Diese Lernkarten decken finanzielle Konzepte auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Anlage, Risiko und Wahrscheinlichkeit, mit Fokus auf Szenarien und Aktien. Besonders relevant sind die USA und die Schweiz, wobei die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine zentrale Rolle spielt. Die Karten erklären geldpolitische Instrumente, Transmissionsmechanismen und die Quantitätsgleichung des Geldes. Sie eignen sich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit Finanzmärkten und -strategien vertraut machen möchten.
Karten
102
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.01.2018 / 05.02.2018

Lernkarten

Besteht in den USA noch Chancengleichheit?

Nein. Die Einkommensungleichheit in den USA wächst stetig. Seit 1980 geht es viel weite rauseinander als zuvor.

Definiere Absolute Mobilität

Definition: Kinder haben höheren Lebensstandard als ihre Eltern (Generationenvergleich) • Normalerweise steigend: Alle Boote werden von der Welle erfasst

Definiere relative Mobilität

• Definition: Wie können Individuen ihre Position in der Gesellschaft nach oben oder unten wechseln. • Es interessiert die Positionsveränderung der Boote

Zusammenhang intergenerationelle Elastizität und Einkommensmobilität

Je grösser die intergenerationelle Elastizität, je geringer die Einkommensmobilität

3 Modelle relativer Mobilität

Meristokratische Society (Leistungsfähigkeitsprinzip); fortune cookie society (Zufall); Class stratified society (basierend auf Vermögen)

Was sind die Hauptgründe, warum die relative Mobilität der Amerikaner abnimmt?

Sehr schlechtes Bildungssystem (relative Mobilität ist hauptsächlich getrieben von: Bildungssystem / Rechtssicherheit / Sicherheit)In den USA wird nur Leistung gefordert, nicht Bildung.

Wie hat sich die Einkommensverteilung in den USA seit 1979 verändert?

Top 1 % verdienen 180% mehr. Top 20 % verdienen 70% mehr. Alle Anderen verdienen 10 % mehrStarke ungleichheit!

Was zeigt die Great Gatsby Curve?

Korrelation zwischen Einkommensungleichheit und relativer Mobilität

Wie verhalten sich Lohn- und Kapitaleinkommen in den USA

Familieneinkommen in den USA wächst deutlich unter Produktivität. Das BIP wächst also schneller als die Einkommen. Grund hierfür ist, dass die Kapitaleinkommen stärker steigen, als die Löhne

Aus was besteht der Kapitalstock?

40% Land & Häuser; 60% Finanzvermögen

Grösste Kapitaleinkommen?

Mieteinnahmen

Absolute Mobilität USA. Entwicklung von Männern

Männer, die heute in ihren 30ern sind, haben heute weniger Einkommen als Ihre Väter

Absolute Mobilität USA. Entwicklung bei Familien

Familien mit Männern in ihren 30ern haben zwar mehr Geld als die vorherige Generation, der Zuwachs ist jedoch abnehmend und der Hauptgrund ist, dass mehr Frauen arbeiten!

Verhältnis von BIP Wachstum zu Einkommenswachstum in den USA

Familieneinkommen wächst deutlich unter Produktivität, weil das Kapitaleinkommen stärker wächst, als die Löhne

Welcher Klasse der relativen Mobilität sollte die USA zugeordnet werden?

Der Klasse derstratified society (Schichtengesellschaft)

Entwicklung von Einkommen und Produktivität

Der Gap zwischen Einkommen und der Produktivität (dem BIP) hat seit 1974 stetig zugenommen, nachdem die beiden zu Zeiten des 2. Weltkrieges noch linear verliefen. In den letzten paar Jahren hat sich die Sache nicht etwa erholt, sondern sogar noch verschlimmert!

Generelle Aussage zur absoluten und relativen Mobilität der USA (Most important one!!)

Die USA ist eine Gesellschaft, in der die relative sowie die absolute Mobilität sehr tief sind. Dort, wo die absolute Mobilität tief ist, gibt es für jeden Gewinner auch einen Verlierer (denn es ist nicht mehr zum verteilen da). Der Erbhintergrund spielt also eine umso wichtigere Rolle, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Kapitaleinkommen stärker steigen als Löhne (Ungleichheit wächst weiter)

Definition Mittelstand (1 Person)

48 - 100 KCHF

Definition Mittelstand (2 Personen)

70 - 150 KCHF

Definition Mittelstand (4 Personen)

90 - 210 KCHF

GINI Index Schweiz?

Ca. 0.27 für Einkommensverteilung und Ca. 0.9 für Vermögensverteilung

Wie geht es dem CH Mittelstand heute?

Der Mittelstand in der Schweiz ist aktuell relativ stabil, es drohen jedoch einige Gefahren, welche ihn unter Druck bringen

Probleme des Mittelstands

- Jobs mit mittlerer Qualifikation sind immer weniger gefragt. Eher noch hoch- sowie niedrigjoblöhne. Dies bringt die Lehre, über welche sich der Mittelstand definiert, unter Druck- Durch die Eintritte von China und Indien sowie des Ostblocks in die Weltwirtschaft hat sich die Anzahl Arbeitskräfte verdoppelt und das Verhältnis von Kapital zu rbeit massiv verschoben- Der Mittelstand in der Schweiz wächst zwar, jedoch nur durch Ausländer und weniger als die Produktivität (also das BIP). - Der Mittelstand fällt im Lohngefüge zurück (U-Förmiges Lohnwachstum in der Schweiz)- Die Bildungsprämie der Teritiärstufe setzt sich immer mehr ab. Diejenige der Lehre fällt zurück- Technologischer Fortschritt und Outsourcing setzen in erster Linie Jobs mit mittleren Anforderungsprofil unter Druck

Bildungspolitische Schlussfolgerung Schweiz

Kritik an Vererbung von Bildungskarrieren = geringerer Mobilität / Bildungspolitik! (Wir müssen uns wohl von der Idee verabschieden, dass die Berufslehre als höchster Bildungsabschluss die Position in der Mitte automatisch sichert)

Gefahr der staatlichen Umverteilung in der Schweiz

Umverteilung in der Mitte führt dazu, dass heute kaum ein Haushalt mehr als 120 KCHF übrig hat. Es fallen dafür einige mehr unter die Grenze des Mittelstands. Die Umverteilung in der Mitte gefährdet das Prinzip der Entlöhnung nach Leistungsfähigkeit)

Ewige Formel Wert Unternehmen

(Gewinn / (risikoloser Zins - nominelles Wachstum))

Szenarien zum BIP Wachstum

Consensus ist gegeben und in allen Kursen enthalten. Tritt die Prognose Consensus ein, dann ändert sich an Aktien & Obligationen nichts. Man kann aber auch auf Higher growth & Lower Growth spekullieren

Wichtigstes Instrument der Prognose

Abweichung des Consensus (der in den Markt eingebaut ist)

Wie verhällt sich rf im Markt?

Massgeblich bestimmt durch Inflation & BIP Wachstum.

Volatilität steigt. Einfluss auf rf?

rf sinkt. Aktienkurse steigen

Euro steigt gegen CHF. Einfluss auf rf?

rf bleibt gleich. Aktiengewinne steigen um Kursgewinne

Weltwirtschaftlicher Ausblick per 17.10.2017

• Investoren haben die Wachstums- und Inflationsaussichten für die amerikanischeWirtschaft deutlich zurückgenommen, (innenpolitischen Misserfolge Trumps werden wahrscheinlicher)• Europas Wirtschaftsaussichten haben sich deutlich verbessert.• Anstelle von zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr wird keine Zinserhöhung des FED mehr erwartet.• Kapital fliesst wieder aus den USA weg. Dollar hat sich massiv abgewertet.• Damit haben sich auch die Risiken in jenen Emerging Markets verringert, die stark in Dollar verschuldet sind.• Investoren haben in der Folge auf «Risk-On» gedreht. • CHF und Yen werden wieder für Carry-trades eingesetzt - also CHF verkaufen um in anderen Ländern, z.b. Spanien, höhere Zinsen zu erwirtschaften• Positiven Wachstums- und Inflationsüberraschungen haben über höhere Gewinnerwartungen und tiefere Diskontierungssätze zu einer Niveaukorrektur bei denAktien geführt.• Ist damit ein neuer Trend eingeleitet? Kaum, da sich die Wachstumsüberraschungen in Europa auf Grund der starken Währungsaufwertung nicht so schnell wiederholendürften.• Wir haben die Konjunkturszenarien auf neutral zurückgesetzt und die neutrale Positionierung bei den Aktien und die Untergewichtung von Bonds zugunsten Cashbeibehalten. (Grund: Aktien haben eine Renditeerwartung über der Risikoprämie. Bonds verdienen die Prämie nicht)

Anlageszenarien auf 12 Monate per 17.12.2017

Baseline Szenario (40%) (-5 %): Aktienrendite: + 4 %; Bondrendite: + 0.5 %High growth Szenario (30 %): Aktienrendite: + 9 %; Bondrendite: - 2 %Low growth Szenario (30%) (+ 5 %): Aktienrendite: - 4 %; Bondrendite: + 2 %Erwartete gewichtete Performance Aktien: + 2.7 % (- 0.8 %)Erwartete gewichtete Performance für Bonds: + 0.2 % (+ 0.07%)

7 Anlagerisiko - Szenarien

Erstes Anlage-Risiko-Szenario: US- Konjunktur und Trumpüberraschen positiv; FED in Verzug. Zweites Anlage-Risko-Szenario: Trump enttäuscht innenpolitischund Konjunktur wendet sich Richtung RezessionDrittes Anlage-Risko-Szenario: Trump verstrickt sich inaussenpolitische HändelViertes Anlage-Risiko-Szenario: Chinas Realwirtschaft gehtin einen kumulativen Abwärtstrend überFünftes Erstes Anlage-Risiko-Szenario: 3. Bankenkrisebricht ausSechstes Anlage-Risiko-Szenario: Brexit ohneBinnenmarktzugangSiebtes Anlage-Risiko-Szenario: PositiveWachstumsüberraschung aber ohne Inflation

Beschreibe: Siebtes Anlage-Risiko-Szenario: PositiveWachstumsüberraschung aber ohne Inflation

• Positive Wachstumsüberraschungen bestätigen sich (US- oder EU-induziert) • Inflation steigt wegen struktureller Faktoren nicht an (Globalisierung, Digitalisierung, Roboterisierung: Produktionsfaktor Arbeit unter Druck) • Lohnsteigerungen unter Produktivität • Kapitaleinkommen überdurchschnittlich • Gewinne überdurchschnittlich • Notenbanken haben keine Veranlassung Zinsen über Normalisierung zu erhöhen • Aktienrenditen überdurchschnittlich • Übergewichtung Aktien erforderlich • Abbau von Deregulierung/Steuersenkungen • Beurteilung: Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios hat sich mit der Wahl Macrons erhöht. Der Markt schätzt die Chancen dieses Szenarios - nach dem Q3 Höhenflug - eher zu hoch ein.Gewinne steigen. Wachstum steigt. Zinsen steigen, wenn auch nur moderat

Beschreibe: Sechstes Anlage-Risiko-Szenario: Brexit ohneBinnenmarktzugang

• EU beharrt aus politischen Gründen auf Personenfreizügigkeit • GB verliert Zugang zum Binnenmarkt • Schottland strebt Abspaltung an • GB fällt in eine Rezession • Eu erleidet weitere Wachstumseinbussen auf Grund der verstärkten Desintegration • Beurteilung: Mittlere Wahrscheinlichkeit. Risiko nach massiver £-Abwertung fair bewertetGewinne würden sinken. Wachstum ebenfalls

Beschreibe: Fünftes Erstes Anlage-Risiko-Szenario: 3. Bankenkrisebricht aus

• Eu beharrt auf Umsetzung der neuen Bankendirektive, d.h. kein staatlicher Bail-out • Gefahr des Dominoeffektes • Bankenrun europaweit inkl. CS und UBS • Eu muss mit neuen Hilfsfonds einspringen • EZB erhöht Kaufprogramme • Zinsen fallen weiter • Beurteilung: Wahrscheinlichkeit hat sich mit den besseren politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in der EU weiter verbessert. Risiko geringer und im Markt fair bewertet.Sinkende Zinsen. Gewinne kurzfristig tiefer, würden sich aber wohl schnell erholen

Beschreibe: Viertes Anlage-Risiko-Szenario: Chinas Realwirtschaft gehtin einen kumulativen Abwärtstrend über

• Chinas Industrie- und Wachstumspolitik führt zu einem kumulativen Abwärtsprozess der Realwirtschaft, da hohe Verschuldung und grosse Abschreibungen auf dem Kapitalstock/Konkurse • Banken in Schwierigkeiten, Staat springt ein • Kapitalflucht: Devisenverluste und Yuan wird fallen gelassen • Rohstoffpreise fallen weiter • EMMAS in Bedrängnis: Oilpreis fällt weiter • $ steigt nicht mehr an • Zinsen fallen weltweit • Aktien fallen auf tieferes Niveau/Bonds steigen Bewertung: Risiko gering, da konjunkturpolitischer Spielraum gross. Markt hat dieses Risiko in Q3 weiter gesenkt aber immer noch fair.Zinsen würden stark fallen. Gewinne je nach Branche wegen tiefen Rohstoffpreisen steigen.

Beschreibe: Drittes Anlage-Risko-Szenario: Trump verstrickt sich inaussenpolitische Händel

• Trump sucht mit Iran vermehrt die Konfrontation • Bezüglich Nordkorea wird der diplomatische Weg immer mehr verbaut und die militärische Konfrontation wahrscheinlicher • Da sich die Republikaner kaum international abzustimmen gedenken, hätten derartige militärische Auseinandersetzungen gravierende Folgen auf den internationalen Handel und das Investitionsklima Bewertung: Wahrscheinlichkeit ungewiss, da die Berechenbarkeit des Trumpschen Verhaltens sehr gering ist. Seine Sprunghaftigkeit und sein Unvermögen, sich in komplexe Sachverhalte einzudenken, könnten ihn schnell überfordern und ihn zu Reaktionen führen, die Amerika beträchlichen Schaden zufügen.Gewinne könnten stark sinkenWachstum könnte langfristig auch einbrechenZinsniveau würde tief bleiben

Beschreibe Zweites Anlage-Risko-Szenario: Trump enttäuscht innenpolitischund Konjunktur wendet sich Richtung Rezession

Bisher haben die innenpolitischen Misserfolge vor allem im tieferen Dollar ihren deutlichen Niederschlag gefunden. Dadurch hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft verbessert und damit die Aktienkurse gestützt. • Eine Konjunkturwende, die vor allem durch die Geldpolitik oder politische Schocks ausgelöst werden könnte. würde besonders Aktien treffen, während Bonds eher zulegen würden. • Subjektive Wahrscheinlichkeit: 20 % und vom Markt eher unterbewertet.i würde wohl tief bleiben. G würde sinken. Auch Wachstumsrate könnte langfristig sinken

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