Psychothe
1. VL
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| Résumé | Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen der Psychotherapie und Verhaltensanalyse, geeignet für Anfänger. Sie decken Themen wie Störungen, Therapieformen, Interviews und Diagnostik ab, einschließlich der Analyse von Verhalten und Problemen. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit psychologischen Behandlungsmethoden vertraut machen möchten. |
|---|---|
| Cartes-fiches | 61 |
| Utilisateurs | 1 |
| Langue | Deutsch |
| Catégorie | Psychologie |
| Niveau | École primaire |
| Crée / Actualisé | 14.01.2018 / 15.01.2018 |
| Lien de web |
https://card2brain.ch/box/20180114_psychothe
|
| Intégrer |
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Standardisierte Interviews - Nachteile?
- „Klinische“ Validität fraglich
- inhaltliche Übereinstimmung der Messung mit dem was man messen will
Standardisierte Interviews - Vorteile?
– Klinische Erfahrung nicht notwendig
– höhere Auswertungsobjektivität
– z.T. höhere Reliabilität
Nachteile von strukturierten Interviews?
– eingeschränkte Auswertungsobjektivität („klinische“ Erfahrung notwendig)
Vorteile von strukturierten Interviews
– hohe Durchführungsobjektivität (Fragen, Sprungregeln)
– höhere Reliabilität als unstrukturierte Interviews
– offene Erfassung relevanter klinischer Probleme
– hohe „klinische“ Validität (Augenscheinvalidität)
Welche Selbstbeurteilungsverfahren zur Einschätzung der Symptomschwere gibt es?
- – SCL-90-R: Symptom Checklist Revised
- – BSI: Brief Symptom Inventory
- – BDI-II: Beck Depression Inventar II
- – STAI: State Trait Anxiety Inventory
- – BAI: Beck Angst Inventar
- – OCI-R: Obsessive Compulsive Inventory
Fragebögen zur Quantifizierung der Beschwerden (Symptomschwere)
Welche Fremdbeurteilungsverfahren gibt es?
- Hamilton Depression Rating Scale (HAM-D)
- Hamilton Anxiety Rating Scale (HAM-A)
- Yale-Brown Obsessive-Compulsive Scale (Y-BOCS)
- Basis: halbstrukturierte Interviews
Psychopathologischer Befund: AMDP-System
- • Bewusstseinsstörungen
- • Orientierungsstörungen
- • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen
- • Formale Denkstörungen
- • Befürchtungen und Zwänge
- • Wahn
- • Sinnestäuschungen
- • Ich-Störungen (Derealisation, Depersonalisation, Gedankenausbreitung, Gedankenentzug)
- • Störungen der Freizügiger
- • Antriebs- und psychomotorische Störungen
- • Zirkadiane Besonderheiten
- • Andere Störungen (Suizidalität, Aggressivität, Krankheitseinsicht, Sozialer Rückzug)
Klassifikatorische Diagnostik
– Strukturierte Interviews (z.B. SKID, DIPS)
– SKID: Strukturiertes Klinisches Interview für DSM-IV –Achse I & II
– DIPS: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen
– Standardisierte Interviews (z.B. CIDI, DIA-X-CIDI)
– CIDI: Composite International Diagnostic Interview
– DIA-X-CIDI Expertensystem (computerisiert)
– Ziele: Erhöhung der Reliabilität von Diagnosen
– Informationsvarianz, Beobachtungsvarianz, Interpretationsvarianz
– aber: Validität
Erfragen der Beschwerden
– Verhaltensbeobachtung
– evtl. mit Hilfe von Merkmalslisten z.B. AMDP System (Arbeitsgemeinschaft für Methodik &
Dokumentation in der Psychiatrie, 2000)
– Selbstbeurteilungsverfahren
– Fremdbeurteilungsverfahren
Ebenen der Diagnostik:
1. Erfassung psychopathologischer Merkmale
2. klassifikatorische Diagnostik (ICD-10, DSM-IV)
3. Eigenschaftsdiagnostik (z. B. Persönlichkeit, Intelligenz)
4. biographische Anamnese & Analyse aktueller Lebensbedingungen
5. Bedingungsanalytische / therapiebezogene Diagnostik
Was ist ein strukturiertes Interview?
- festgelegte Reihenfolge der Fragen
- geben Hinweise, wie die Antworten einer Person zu bewerten sind
Was ist ein standardisiertes Interview?
- legen auch fest, wie konkret eine Antwort des Pat. zu gewichten ist
Was ist ein klinisches Interview?
- Reihenfolge der Fragen
- Art der Fragen
- und Auswertung der Fragen nicht festgelegt
Welches sind die Grundprinzipien der Verhaltenstherapie?
- Problem- und Lösungsorientierung
- Zielorientierung
- Handlungsorientierung
- Generalisierung
- Transparenz
- Hilfe zur Selbsthilfe
- ständige Weiterentwicklung
Was versteht man unter Verhaltens und Problemanalyse?
- Welches Verhalten ist Problematisch?
- Unter welchen Bedingungen tritt es auf?
- Welche Bedingungen halten es aufrecht?
- umfasst Mikro und Makroanalyse
Was ist die Mikroanalyse?
- Situative Verhaltensanalyse
- Basiert meist auf SORKC Schema
- Intraindividuelle Ebene
- Analyse einer konkreten Situation
Was ist die Makroanalyse?
- Interindividuelle Ebene
- Reaktion der Umwelt
- Seit wann besteht Problem und wie ist es verlaufen?
Wofür steht SORKC?
- Situarion
- Organismus
- Reaktion
- Kontingenz
- Konsequenz
Organismusvariable
- Prädisposition
- Persönlichkeit
- Erfahrungen/Überzeugnungen
Welches sind die 3 Stufen der Makroanalyse bzw der vertikalen Verhaltensanalyse (Plananalyse)?
Ziele/Pläne -> Regeln -> Verhalten in Situationen
Ich bin ein Versager -> vermeide Aufmerksamkeit -> keine Witze erzählen
Was fällt alles unter Psychotherapie?
Hypnose
Psychoanalyse („Redekur“)
Personenzentrierte Therapie/
Gesprächspsychotherapie
Gestalttherapie
Psychodynamische Verfahren/
Tiefenpsychologische Therapie
Körperbezogene Verfahren
Verhaltenstherapie Systemische Therapie
Supportive Gestaltungs- und Kunsttherapie
Was ist Psychotherapie?
Definition nach Strotzka
- bewusster und geplanter interaktioneller Prozess
- Beeinflussung von Störungen/ Leidenszuständen
- Verbal und Non-Verbal
- mit definiertem Ziel
- mittels lehrbarer Technik
- auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens
- eine tragfähige emotionale Beziehung notwendig
Wirkfaktoren verschiedener Psychotherapieformen nach Grawe (1998):
1) Ressourcenaktivierung
2) Problemaktualisierung
3) Problembewältigung
4) Motivationale Klärung
Wirkfaktoren Baumann und Perez (1998):
1) Therapeutische Beziehung
2) Erfolgserwartung
3) Konfrontation mit dem Problem
4) Kognitive Kontrolle über das Problem
5) Erfolgs- und Mißerfolgsattribution
Was ist Psychotherapie?
nach Psychotherapeutengesetz (1999)
„ …mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren
vorgenommene Tätigkeit
- zur Feststellung, Heilung Linderung von Störungen
mit Krankheitswert
• ... gehören nicht psychologische Tätigkeiten, die die
Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke
außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben.“
Psychotherapie Richtlinie
(1) Ein zur Krankenbehandlung geeignetes Psychotherapieverfahren ist gekennzeichnet
durch
1. eine umfassende Theorie der Entstehung und Aufrechterhaltung von
Krankheiten und ihrer Behandlung
2. eine darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsstrategie für ein
breites Spektrum von Anwendungsbereichen
3. darauf bezogene Konzepte zur Indikationsstellung, zur individuellen
Behandlungsplanung und zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung
§6 Psychotherapiemethode
(1) Eine zur Behandlung einer oder mehrerer Störungen mit Krankheitswert geeignete
Psychotherapiemethode ist gekennzeichnet durch
1. eine Theorie der Entstehung und der Aufrechterhaltung dieser Störung bzw.
Störungen und eine Theorie ihrer Behandlung,
2. Indikationskriterien einschließlich deren diagnostischer Erfassung,
3. die Beschreibung der Vorgehensweise und
4. die Beschreibung der angestrebten Behandlungseffekte.
§7 Definition psychotherapeutische Technik
konkrete Vorgehensweise mit deren Hilfe die angestrebten Ziele im Rahmen der Anwendung von Verfahren und Methoden erreicht werden sollen.
Wissenschaftlich anerkante Verfahren
• tiefenpsychologische Psychotherapie
• psychoanalytische Psychotherapie
• Verhaltenstherapie (inkl. Kognitive Therapie)
• Gesprächspsychotherapie
• Systemische Therapie
Wissenschaftlich anerkannte aber nicht Kassenzugelassene Verfahren
Gesprächspsychotherapie
Systemische Therapie
Charakteristika psychologischer Interventionen
nach Perrez & Baumann, 2005
1. Psychologische Mittel
2. Funktionen von klinisch-psychologischen Interventionen
3. Zielorientierung
4. Theoretische Fundierung
5. Empirische Fundierung
6. Professionalität (Setting)
1. Psychologische Mittel
Gespräch,
• therapeutische Arbeitsbeziehung und Interaktion,
• Instruktion,
• Information,
• Lehren und Lernen,
• Übung und Training,
• spez. psychologische / psychophysiologische Interventionstechniken
-> darauf ausgerichtet das Erleben und Verhalten zu beeinflussen
2. Funktion von klinisch-psychologische Interventionen
Gesundheitsförderung / (Prävention / Beratung / Krisenintervention
Ziel: Reduktion der Inzidenz (Neuerkrankungen)
• Behandlung / (Psycho-) Therapie
Ziel: Heilung, niedrigere Prävalenz
• Rehabilitation
Ziel: Verhinderung von Chronifizierung, Verminderung von Langzeitfolgen,
Bewältigung von chronischen Erkrankung
• Entfaltung
Ziel: Optimierung von Funktionen und Funktionsmustern
3. Zielorientierung
• Leidensreduktion
• Reduktion von Symptomen
• Veränderung kritischer oder andere gefährliche
Verhaltens-, Emotions- und Einstellungsmuster
• Fähigkeit zur erfolgreichen Lebens- und Problembewältigung
Berufsrechtliche Grundlagen
- Psychotherapeutengesetz
– Psychotherapeutenkammern: Berufsordnung
– Wissenschaftlicher Beirat nach §11 PsychThG
Sozialrechtliche Grundlagen (v. a. SGB-V)
– Psychotherapie-Richtlinien
– Psychotherapie-Vereinbarungen
– Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Psychotherapeutengesetzt (PsychThG), 1999
Approbation für die Berufsausübung
Regelungen zu den Voraussetzungen und Anforderungen für die Approbation
Abgrenzung von Therapie und Beratung
Wissenschaftlicher Beirat
Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie nach §11 PsychThG
Beurteilung der Wissenschaftlichkeit von Psychotherapieverfahren
Empfehlung an die Landesbehörden für die Zulassung zur Ausbildung
Gesetzliche Grundlage: Berufsrecht (Psychotherapeutengesetz)
Berufsordnung
Herausgeber: Landes- bzw. Bundespsychotherapeutenkammern
• Regeln für die Berufsausübung
• Verstöße: Geldstrafen bis zu 50.000 €,
• Fortbildungsordnung & Weiterbildung, Qualitätssicherung
• Beschwerdewesen
§3 Allgemeine Berufspflichten
- Autonomie der Patienten zu respektieren,
- Rechte, Einstellungen, Entscheidung respektieren
- Verzicht auf Manipulation
• Schaden zu vermeiden,
• Nutzen zu mehren (Hilfeleistung)
• Gerechtigkeit anzustreben
- Zugangschancen für alle Patienten gleich
Konsequenz:
• Aufklärungsgebot (informed consent)
• Schweigepflicht
• ethische Dilemmata
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