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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 14.01.2018 / 15.01.2018
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Was fällt alles unter Psychotherapie?

Hypnose

Psychoanalyse („Redekur“)
Personenzentrierte Therapie/
Gesprächspsychotherapie
Gestalttherapie
Psychodynamische Verfahren/
Tiefenpsychologische Therapie
Körperbezogene Verfahren
Verhaltenstherapie Systemische Therapie
Supportive Gestaltungs- und Kunsttherapie 

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Was ist Psychotherapie?
Definition nach Strotzka

- bewusster und geplanter interaktioneller Prozess

- Beeinflussung von Störungen/ Leidenszuständen

- Verbal und Non-Verbal

- mit definiertem Ziel

- mittels lehrbarer Technik

- auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens

- eine tragfähige emotionale Beziehung notwendig

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Wirkfaktoren verschiedener Psychotherapieformen nach Grawe (1998):

1) Ressourcenaktivierung
2) Problemaktualisierung
3) Problembewältigung
4) Motivationale Klärung

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Wirkfaktoren Baumann und Perez (1998):

1) Therapeutische Beziehung
2) Erfolgserwartung
3) Konfrontation mit dem Problem
4) Kognitive Kontrolle über das Problem
5) Erfolgs- und Mißerfolgsattribution

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Was ist Psychotherapie?
nach Psychotherapeutengesetz (1999)

„ …mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren
vorgenommene Tätigkeit

- zur Feststellung, Heilung Linderung von Störungen
mit Krankheitswert


• ...  gehören nicht psychologische Tätigkeiten, die die
Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke
außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben.“
 

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Psychotherapie Richtlinie

(1) Ein zur Krankenbehandlung geeignetes Psychotherapieverfahren ist gekennzeichnet
durch

1. eine umfassende Theorie der Entstehung und Aufrechterhaltung von
Krankheiten und ihrer Behandlung

2. eine darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsstrategie für ein
breites Spektrum von Anwendungsbereichen

3. darauf bezogene Konzepte zur Indikationsstellung, zur individuellen
Behandlungsplanung und zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung

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§6 Psychotherapiemethode
(1) Eine zur Behandlung einer oder mehrerer Störungen mit Krankheitswert geeignete
Psychotherapiemethode ist gekennzeichnet durch

1. eine Theorie der Entstehung und der Aufrechterhaltung dieser Störung bzw.
Störungen und eine Theorie ihrer Behandlung,
2. Indikationskriterien einschließlich deren diagnostischer Erfassung,
3. die Beschreibung der Vorgehensweise und
4. die Beschreibung der angestrebten Behandlungseffekte.

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§7 Definition psychotherapeutische Technik

konkrete Vorgehensweise mit deren Hilfe die angestrebten Ziele im Rahmen der Anwendung von Verfahren und Methoden erreicht werden sollen.

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Wissenschaftlich anerkante Verfahren


• tiefenpsychologische Psychotherapie
• psychoanalytische Psychotherapie
• Verhaltenstherapie (inkl. Kognitive Therapie)
• Gesprächspsychotherapie
• Systemische Therapie

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Wissenschaftlich anerkannte aber nicht Kassenzugelassene Verfahren

Gesprächspsychotherapie

Systemische Therapie

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Charakteristika psychologischer Interventionen

nach Perrez & Baumann, 2005

1. Psychologische Mittel
2. Funktionen von klinisch-psychologischen Interventionen
3. Zielorientierung
4. Theoretische Fundierung
5. Empirische Fundierung
6. Professionalität (Setting)

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1. Psychologische Mittel

Gespräch,
• therapeutische Arbeitsbeziehung und Interaktion,
• Instruktion,
• Information,
• Lehren und Lernen,
• Übung und Training,
• spez. psychologische / psychophysiologische Interventionstechniken 
->  darauf ausgerichtet das Erleben und Verhalten zu beeinflussen

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2. Funktion von klinisch-psychologische Interventionen

Gesundheitsförderung / (Prävention / Beratung / Krisenintervention
Ziel: Reduktion der Inzidenz (Neuerkrankungen)


• Behandlung / (Psycho-) Therapie
Ziel: Heilung, niedrigere Prävalenz


• Rehabilitation
Ziel: Verhinderung von Chronifizierung, Verminderung von Langzeitfolgen,
Bewältigung von chronischen Erkrankung


• Entfaltung
Ziel: Optimierung von Funktionen und Funktionsmustern 

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3. Zielorientierung

• Leidensreduktion

• Reduktion von Symptomen 


• Veränderung kritischer  oder andere gefährliche
Verhaltens-, Emotions- und Einstellungsmuster 


• Fähigkeit zur erfolgreichen Lebens- und Problembewältigung

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Berufsrechtliche Grundlagen

-   Psychotherapeutengesetz
– Psychotherapeutenkammern: Berufsordnung
– Wissenschaftlicher Beirat nach §11 PsychThG

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Sozialrechtliche Grundlagen (v. a. SGB-V)

– Psychotherapie-Richtlinien
– Psychotherapie-Vereinbarungen
– Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

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Psychotherapeutengesetzt (PsychThG), 1999

Approbation für die Berufsausübung

Regelungen zu den Voraussetzungen und Anforderungen für die Approbation

 Abgrenzung von Therapie und Beratung

 Wissenschaftlicher Beirat

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Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie nach §11 PsychThG

Beurteilung der Wissenschaftlichkeit von Psychotherapieverfahren

Empfehlung an die Landesbehörden für die Zulassung zur Ausbildung

 

Gesetzliche Grundlage: Berufsrecht (Psychotherapeutengesetz)

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Berufsordnung

Herausgeber: Landes- bzw. Bundespsychotherapeutenkammern
• Regeln für die Berufsausübung
• Verstöße: Geldstrafen bis zu 50.000 €,
• Fortbildungsordnung & Weiterbildung, Qualitätssicherung
• Beschwerdewesen

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§3 Allgemeine Berufspflichten

- Autonomie der Patienten zu respektieren,
- Rechte, Einstellungen, Entscheidung respektieren
- Verzicht auf Manipulation
• Schaden zu vermeiden,
• Nutzen zu mehren (Hilfeleistung)
• Gerechtigkeit anzustreben
- Zugangschancen für alle Patienten gleich

 Konsequenz:
• Aufklärungsgebot (informed consent)
• Schweigepflicht
• ethische Dilemmata

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§5 Sorgfaltspflicht

Notlage und Vertrauen der Patienten nicht ausnutzen
• Diagnostische Abklärung
• Behandlung nur wenn Nützlichkeit gegeben

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§6 Abstinenz

• professionelle Beziehung
• nicht zur Befriedigung eigener Bedürfnisse
• keine Annahme von Vorteilen
• auch nach Therapieende (mind. 1 Jahr Abstand)

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§8 Schweigepflicht und Datenschutz - Ausnahmen


– um zukünftige, schwere Straftaten zu verhindern  Mord, erpresserischer Menschenraub, Völkermord, terroristische Angriff


• „rechtfertigender Notstand“: um drohende Gefahr von sich oder anderen abzuwenden
unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit 


Voraussetzungen:
– Gefahr nur durch Bruch der Schweigepflicht abwendbar (konkrete Gefahr,
unverzügliches Handeln erforderlich)

• Gerichtliche Auseinandersetzungen: Honorarforderungen, Behandlungsfehler

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§9 Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht

Dokumentation: Datum, anamnestische Daten, Diagnosen, Fallkonzeptualisierungen,
psychotherapeutische Maßnahmen


• mind. 10 Jahre aufbewahren

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§11 Einsicht in Behandlungsdokumentation

Recht auf Einsicht in die Dokumentation
• Verweigerung: wenn schädliche Wirkung für den Patienten zu erwarten ist, der
Therapeut oder Dritte Schaden nehmen könnten.

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Sozialgesetzbuch V (SGB-V)

Pflicht zur Weiterbildung und Qualitätssicherung
• Dokumentationspflicht
• regelt Zusammenarbeit zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und
gesetzlichen Krankenkassen

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Wer legt Wirksamkeit von Verfahren und legt die Indikationen fest?

Gemeinsamer Bundesausschuss Psychotherapie

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§ 17 Anerkennung neuer Psychotherapieverfahren und -methoden
(1) Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

wissenschaftliche Anerkennung durch wissenschaftlichen Beirat
•  indikationsbezogenem Nutzen, 

medizinischer Notwendigkeit 
Wirtschaftlichkeit nach Maßgabe der Verfahrensordnung des Gemeinsamen
Bundesausschusses für mindestens die Anwendungsbereiche § 22 Absatz 1
Nummer 1, 2 und entweder
(2) Indikationsbezogene Anerkennung möglich
(3) Anerkennung auch ohne wissenschaftliche Anerkennung durch den wissenschaftlichen
Beirat möglich

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 Die Erfordernisse der Psychotherapie-Richtlinie werden nicht erfüllt von?

Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Logotherapie, Psychodrama, Respiratorisches

Biofeedback, Transaktionsanalyse

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(1) Indikationen zur Anwendung von Psychotherapie gemäß Abschnitt B und Maßnahmen der
Psychosomatischen Grundversorgung gemäß Abschnitt C der Richtlinie bei der Behandlung von
Krankheiten können nur sein:

1. Affektive Störungen: depressive Episoden, rezidivierende depressive Störungen, Dysthymie;
2. Angststörungen und Zwangsstörungen;
3. Somatoforme Störungen und Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen);
4. Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen;
5. Essstörungen;
6. Nichtorganische Schlafstörungen;
7. Sexuelle Funktionsstörungen;
8. Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen;
9. Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.