IntroSys Unifr
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Cartes-fiches
Diffusionsbewegungen
- Transzellulär: durch die Lipidschicht der Endothelmembran, für Gase (O2 und CO2) und fettlösliche Substanzen, also über die totale Oberfläche des Endothels
- Parazellulär durch die intrazellulären Poren (<0.5% der kapillaren Oberfläche für Wasser und wasserlösliche Substanzen (Glucose, Ionen)
Physiologie der Lunge
Nach der Luftröhre teilt sich die Lunge schrittweise 23 mal in zwei Äste auf, bis am Schluss die Alveolensäcke sind. Nicht überall kann ein Gasaustausch stattfinden. Erst ab der 17.Generation kann aktiv Gas ausgetauscht werden da Alveolen vorhanden sind
Ventillation
Während dem Einatmen wird aktiv Arbeit verrichtet. Indem sich das Zwerchfell zusammenzieht, dehnt es die Lunge und erzeugt dabei einen Unterdruck in der Lunge. Dieser Vorgang braucht Energie.
Das Ausatmen geschieht passiv, indem sich die Muskeln wieder relaxieren. Dies benötigt keine Energie. So entsteht ein Überdruck in der Lunge und die Luft geht aus dem Mund hinaus.
Starlinggleichung und effektive Filtration
Die Filtration ist gebunden an die physikalischen Kräfte des hydrostatischen Drucks (P kapillar > P interstitiell, also ∆P hydrostatisch begünstigt die Filtration) und des kolloidosmostischen Drucks (π plasmatisch > π interstitiell, also ∆π osmotisch begünstigt die Resorption), wo: P Filtration effektiv =∆P-∆π=(Pc-Pis)-(πpl-πis) und der Nettofluss= Kf•(∆P-∆π) (letzteres ist die Starlinggleichung, wobei Kf=Filtrationskoeffizient=hydraulische Konduktivität der Wand x Austauschoberfläche)
Die physischen Gründe für ein Ödem kennen (3 Elemente)
- Überschuss kapillärer Filtration, ermöglicht durch:
- Erhöhtes ∆P: gebunden an erhöhter P kapillär (Hypervolämie, überhöhte Vasodialation, erhöhter P venös durch venöse Obstruktion oder schwaches Herz)
- Erniedrigtes ∆π: gebunden an π plasma vermindert: hypo-proteinämie durch Senkung der hepatischen Produktion (Zirrhose, Unterernährung) oder erhöhter Proteinverlust im Urin (Nephrose), Gewebe (Verbrennungen oder Darm (Gastro-Enteropathie
- Erhöhter Kf: Kapillarpermeabilität erhöht, durch Giftstoffe, endotheliale Kontraktion (Histamine) oder Erweiterung der Kapillaren (durch P kapillär erhöht)
- Lymphatische Insuffizienz, fast immer durch lymphatische Obstruktion (Filaria, Invasion der Ganglien durch Krebszellen, chirurgische Resektion der Ganglien)
Ventilation im Ruhezustand
Ventillation bei Anstrengung
Die elatischen Fasern sorgen dafür, dass Alveolärer und Pleumonaler Druck einen Unterscheid von +6 haben. Bei der Einatmung bleibt das Prinzip gleich, ausser dass durch mehr Kraft auch der Alveolare und Pleurale Druck sich stärker ändert. Das problem ist das Ausatmen. Weil der Pleumonale Druck nun positiv ist, durch stärkere Kräfte, braucht der Körper kraft, um die Luft aus den Alveolen zu kriegen. Darum hat man einen Knorpelbereich, der en "equal point of pressure" verschiebt, da dort kein Gasaustausch stattfinden kann.
Zusammenfassend muss man wissen, dass der Druck in den Alveolen durch den Aussendruck und die elatischen Fasern hergestellt wird.
Ventilation bei einem Emphysem
Durch Rauchen verlieren die elatischen Fasern an elastizität und sterben ab. Dadruch verringert sich der Unterscheid zwischen Alveolaren und Pleunalem Druck. Das führt dazu, dass der "equal piont of pressure" sich weiter ins innere der Alveolen verschiebt, sogar soweit, dass er an einem Bereich ankommt, der keine Knorpel enthält. Das Atmen wird langsamer, da der Widerstand sich stark erhöht hat. Die Lunge hat stark an Leistung verloren
Die wichtigen Etappen der Urinproduktion und den GFR kennen
Blut scheidet aus der Arteriole in die glomerularen Kapillaren, von wo aus es über die Starlingkräfte in die Nierentubuli gebracht und dort gefiltert wird.
GFR=Glomerulare Filtrationsrate. Menge an Plasma, welches pro Tag gefiltert wird (125ml/min = 180l/Tag)
Zwischen der Ausscheidung des Urins und obengenannter Filtration wird reabsorbiert. Die finale Ausscheidungsmenge lässt sich berechnen Ausscheidung=Filtration-Reabsorbtion+Sekretion
Volumen und Kapazitäten der Lunge
Atemzugsvolumen = Totraum (kommt nicht in Alveolen) + Alveolarraum
500ml = 150ml + 350ml
Bei ca 14 Atemzügen pro Minute ergibt das 5L/min
das Atemzugsvolumen stellt das Volumen bei normaler Ein/Ausatmung dar
das insiratorische/expiratorische Residualvolumen braucht Muskelkraft und stellt die Reserven dar
das Residualvolumen ist das Restvolumen, dass immer zurückbleibt, damit die Lunge nicht kollabiert
die vitale Kapazität ist die gesammte Atemkapazität, die erreicht werden kann, während man aktiv lebt
die totale Kapazität wäre das komplette theoretische Lungenvolumen. Es enthält noch das Residualvolumen, dass benötigt wird, um einen Lungenkollaps zu vermeiden.
Die physikalischen Grundsätze der glomerularen Filtration kennen
1. normale Situation in Ruhe
2. Anstrengung d.h. höherer Blutfluss führt zu wenig Zeit für Gasaustausch. Die Kurve verschiebt sich nach rechts und es wird mehr Zeit gebraucht, bis das Equilibrium erreich wird.
3. etwas Krankhaftes. Das Equilibrium kann nichtmehr erreicht werden. Das kann geschehen durch eine Verdickung der Membran(Fibrose) oder durch einen tieferen Partialdruck.
Den Aufbau des Tubulus kennen
Der Tubulus besteht aus verschiedenen Teilen:
- Proximaler Tubulus (PT) = Epithelium leaky (Lage der isoomotischen Reabsorption
- Henle Schleife: Mit einem dünnen, abfallenden Teil (DTL - descending thin limb; leaky = wasserdurchlässig) der in die medulla übergeht, und mit einem aufsteigenden Teil (wasserundurchlässig), zuerst dünn (ATL - ascending thin limb), dann dick (TAL - thick ascending limb, wasserundurchlässig, aktiver Ionentransport ohne Wasser)
- "Gewundener" distaler Tubulus (DCT - distal convoluted tubule, Epithelium tight, wasserundurchlässig, geht nahe am eigenen Glomerulus vorbei, mit spezialisierten Zellen = MD - macula densa)
- "Später" distaler Tubulus und Sammelkanal (Epithelium tight, wasserundurchlässig bei Abwesenheit von ADH (antidiuretic hormone))
pulmonaler Gasaustausch von CO2
Auch CO2 braucht nur 1/3 der Zeit, um ein Equilibrium zu erreichen. Speziell ist, dass CO2 viel einfach als O2 diffundieren kann und darum auch bei einem tiefen Druckgradienten gut diffundieren kann.
Die Hauptkomponenten des Nephrons kennen
Proximaler Tubulus
- Epithelium mit sehr grosser Oberfläche, metabolisch sehr aktiv, leaky (reich an Aquaporinen), reabsorbiert ca. 2/3 des Wassers und des filtrierten Natrium, ca. 85% Bikarbonate, ca. 100% Glucose und filtrierte Aminosäuren. Scheidet organische Säuren und Basen aus
Henle Schleife (spielt wichtige Rolle um den Urin zu konzentrieren oder aufzulösen
- Dünner absteigender Ast (DLT)
- Wasserdurchlässig, reich an Aquaporinen
- Dünner aufsteigender Ast (ATL)
- wasserundurchlässig
- Dicker aufsteigender Ast (TAL)
- wasserundurchlässig und stark aktiver Transporter von Na+)
"Gewundener" Distaler Tubulus
- Epithelium tight, enthält einen apikalen Cotransport NaCl, hat luminale Ca2+-Kanäle und einen basolateralen Na+/Ca2+-"Antiport"
Später distaler Tubulus und Sammelrohr
- Epithelium tight mit starkem elektrischen Widerstand und geringer Durchlässigkeit. Luminale Membran enthält Na+- und K+-Kanäle. Basolaterale Na-K-ATPase-Pumpe hält [Na+] niedrig und [K+] hoch
Transporte im proximalen Tubulus (2/2)
Regulation der Ventilation
wir haben zwei Chemorezeptoren, die zentralen und die peripheren.
zentrale: reagieren auf hohe Kohlendioxidpartialdrücke (PCO2)
periphere: reagieren auf tiefe Sauerstoffpartialdrücke (PO2)
auf andere Einflüsse oder Änderungen des Druckes wird nicht reagiert
Die beiden Systeme sind unabhänhig voneinander. Der Körper reagiert schwach auf tiefe PO2 aber stark auf hohe PCO2, somit halten sich beide im Gleichgewicht, aber sind trotzdem unabhängig voneinander.
Glucosereabsorbtion vom Lumen ins Interstitium
Bicarbonatreabsorbtion
Da Bikarbonat nicht durch die Membran kann, wird ein Proton daran gebunden (was Wasser und CO2 ergibt). Beide dieser Stoffe können können durch die Membran in die Zelle dringen. Nun dreht sich die Gleichung um und es entsteht wieder ein Proton und Bikarbonat. Das Proton tritt dann über eine Na+/H+ Pumpe aus der Zelle aus.
Die Bikarbonatkonzentration in der Zelle nimmt zu. Das Bikarbonat kann dann über ein Molekül und den elektro-chemischen Gradienten wieder aus der Zelle austreten.
Prinzip des Gegenflusses
Im TAL (thick ascending limb) erlaubt ein Ionentransport ohne Wasser die Verdünnung der tubulären Flüssigkeit in der aufsteigenden Schleife und eine anschliessende Konzentrierung der tubulären Flüssigkeit in der absteigenden Schleife. Dies führt dazu, dass die Medulla (enthält die Enden der Henle Schleifen) sehr konzentriert wird und die tubuläre Flüssigkeit, welche den TAL verlässt sehr verdünnt ist. (von bis zu 1200 mOsm/kg H2O zu <100 mOsm/kg H2O)
Ionenfluss im TAL
Na-K-Pumpe führt zu geringer Na-Konzentration in der Zelle, was es dem NKCC2 (Na-K-2Cl-Pumpe) ermöglicht, entlang des KGs zu arbeiten
Chlor wandert durch die Zelle mithilfe eines Chlorkanals, genau wie Kalium, welches über Pumpe hinein- und durch ROMK heraustritt (vom Lumen in Zellen in Lumen).
Die Wanderung des Chlors führt zu einem transepithelialen Potential von ca. 8mV (Lumen positiv, Interstitium negativ)
Ionenfluss im gewundenen distalen Tubulus
Welche Wirkung hat Furosemid
NKCC2-Hemmung
Hemmt im TAL die NKCC2 Pumpe. Führt zu Abfall des arteriellen Drucks.
Nebenwirkungen: Magnesium und Kalizumaufnahme gehemmt, da Spannungsunterschied abnimmt. Führt zu Magnesium- und Kalizumverlust.
Welche Wirkung hat Thiazid
Inhibiert die Reabsorbtion von Na und Cl (NCC-Cotransporter) im gewundenen distalen Tubulus. Dadurch sinkt die Na-Konzentration drastisch was dazu führt, dass NCX mehr Natrium in die Zelle pumpt, was dann zu einer erhöhten Aufnahme von Kalzium führt.
Welche Wirkung hat Amilorid
Amilorid führt zu einer Blockierung des ENaC im Sammelkanal, weniger Na wird aufgenommen, was das Transepithelialpotential verringert und somit zu einer geringeren Kaliumabgabe führt.
Ordne nach abnehmender Stärke:
- Amilorid
- Thiazid
- Furosemid
- Furosemid
- Thiazid
- Amilorid
Gemeinsamkeiten und Hauptaspekte des Na-Transportes in den Hauptsegmenten des Nephrons beschreiben
Jedes segment des Nephrons hat eine basolaterale Na-K-Pumpe, welche Na aus der Zelle in das Interstitium. Dies ist wichtig, damit die Natriumkonzentration in der Zelle klein gehalten wird, damit Natrium spontan vom Lumen über die apikale Membran in den Tubulus fliessen kann.
Typen der hormonellen Sekretion
- endokrin (neurorkin)
- autokrin
- parakrin
hydrophile Hormone
Diese Hormone können nicht durch die Zellmembran gelangen. Sie benötigen spezifische Rezeptoren an der Oberfläche der Zelle, um Ionenkanäle zu öffnen. Dies kann der Rezeptor direkt machen oder durch einen Second-Messanger. Meistens sind die frei in der Blutbahn unterwegs und werden darum auch schnell durch Enzyme abgebaut
eher schnell wirkend und von kurzer Lebensdauer
Bsp. Neurotransmitter, Peptidhormone wie ADH etc.
Lipophile Hormone
Zusammenhang von Insulin und GLUT4
Insulin ist ein Hormon
GLUT4 ist ein Kanal für Glukose
je mehr Insulin wir im Blut haben, desto mehr GLUT4-Kanäle brauchen wir. Die in der Zelle durch Vesikel gespeicherten GLUT4-Kanäle werden zur Membran transportiert und werden dementsprechend weniger.
- mehr (weniger) Insulin
- weniger (mehr) intrazelluläre Vesikel
Welche Mechanismen regulieren die H+-Konzentration
- Säure-Base Puffersystem
- Das Atmungssystem
- Die Nieren
Wie reguliert das Säure-Base Puffersystem die [H+]
Das Säure-Base Puffersystem besteht aus verschiedenen Puffern:
- Bikarbonat
- Proteine wie Hämoglobin
- Phosphate
- etc.
Es handelt unverzüglich, um Veränderungen des pH zu puffern. Die Verringerungen der pH-Schwankungen sind schnell (einige Sekunden), lösen das Problem aber nicht, da Puffer verbraucht werden, welche erneuert werden müssen.