3. SJ.
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Flashcards
Amiodaron
Pharmakokinetik
- p.o., i.v.
- hydrophob, zu 96% an Plasmaeiweisse gebunden
- HWZ: 30-60d, bei Langzeitbehandlung bis 100d
- in Lysosomen angereichert
- meist unbefriedigendes Nutzen-Risiko-Verhältnis
Amiodaron
Sonstiges
Handelsnamen: Cordarone
ähnliche Stoffe: Sotalol, Dronedaron
Sotalol
Arzneimittelgruppe
Antiarrhythmika
Klasse III
Sotalol
Indikationen / Kontraindikationen
Indikationen
- Sinusale und supraventrikuläre Tachykardien.
- Behandlung und Prophylaxe lebensbedrohender oder prognostisch ungünstiger ventrikulärer Arrhythmien bei durch elektrophysiologische Stimulation oder Holter nachgewiesener Wirksamkeit.
- Vorhofflattern und -flimmern
Kontraindikationen
- Bronchialasthma, andere chronische obstruktive Lungenerkrankungen.
- Kehlkopfödem, schwere allergische Rhinitis.
- Kardiogener Schock, akuter Herzinfarkt.
- Pulmonale Hypertonie mit Rechtsherzinsuffizienz (Cor pulmonale).
- Den Herzmuskel schwächende Anästhesien.
- Sinus-Bradykardie (weniger als 50 Schläge pro Minute), Sinusknotensyndrom (sick sinus syndrom).
- Atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades ohne funktionierenden Herzschrittmacher.
- Schwere Niereninsuffizienz, Ketoazidose.
- Dekompensierte Herzinsuffizienz, Herzinsuffizienz NYHA IV.
- Vererbtes oder erworbenes QT-Verlängerungs-Syndrom (long QT-Syndrom).
- Unbehandeltes Phäochromozytom.
- Hypokaliämie, Hypomagnesiämie.
- Hypotonie.
- Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
Sotalol
NW
- Vorhofflimmern, ventrikuläre Tachykardie, QT-Verlängerung, Torsades des Pointes
- Verstärkung einer Herzinsuffizienz, Bradykardie, AV-Überleitungsstörungen, unerwünschter Blutdruckabfall
- Auslösung von obstruktiven Ventilationsstörungen
- Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen
- Parästhesien und Kältegefühl an den Gliedmassen
Hat ein hohes arrhythmogenes Potential. Wird unter Kardiologen gerne auch "Toxalol" genannt, wegen der Auslösung von Torsades de pointes.
Hat bei der SWORD-Studie zu einer erhöhten Mortalität der Verogruppe gegenüber der Placebogruppe geführt, woraufhin die Studie abgebrochen werden musste!
Sotalol
Wirkmechanismus
- l-Enantiomer: nicht-selektiver β-Blocker (negativ chronotrop und inotrop wirkend)
- d-Enantiomer: Antiarrhythmikum (blockiert K-Kanäle)
Sotalol
Pharmakokinetik
- p.o.
- renal eliminiert
- HWZ: 8h
Sotalol
Sonstiges
Handelsnamen: Sotalex
ähnliche Stoffe: Dronedaron, Amiodaron
Dronedaron
Arzneimittelgruppe
Antiarrhythmika
Klasse III
Dronedaron
Indikationen / Kontraindikationen
Indikation
- Erhaltung des Sinusrhythmus nach Kardioversion oder nicht permanentem Vorhofflimmern
Kontraindikation
Herzinsuffizienz
Permanentes Vorhofflimmern
Drabigatran (Medikament)
Probleme in der Reizleitung
Bradykardie (da Verschlimmerung)
Schwere Leberfunktionsstörung
Dronedaron
NW
- Kreatinin im Blut ↑ (wahrscheinlich tubuläre Sekretion von Kreatinin gehemmt)
- Bradykardie
- Hautreaktionen
- QT-Zeit Verlängerung aufgrund des Wirkungsmechanismus
- Hemmt P-Glykoprotein
- Hemmt diverse Ionentransporter
- Gastrointestinale Beschwerden
Dronedaron
Wirkmechanismen
- Genauer Wirkungsmechanismus ungeklärt; Stabilisierung des Sinusrhythmus:
- Blockiert Kaliumstrom → verlängert Aktionspotenzial und Refraktärzeit des Herzens → Herzfrequenz ↓ (Cave: Wirkung ↓ bei Hypokaliämie)
- Blockiert Natriumstrom
- Blockiert Kalziumstrom
- Elektrophysiologische Effekte aller 4 Vaughan-Williams-Klassen
- Antiarrhythmisch
- Frequenzstabilisierend
- Blutdrucksenkend
- Erweitert Koronarien
- Verringert α-adrenerge Blutdruckreaktion
Dronedaron
Pharmakokinetik
• Wird über CYP3A4 metabolisiert (Cave: Interaktionen und Leberfunktionsstörungen)
• Hemmt diverse Cytochrome (Cave: Interaktionen)
• +→ Digoxin: Digoxinspiegel im Blut ↑
• +MAO-Inhibitoren: Dronedaron-Clearance ↓ (da MAO die Umwandlung von Dronedaron in seinen aktiven Metaboliten fördert)
• Plasmaproteinbindung >98% (Cave: Interaktionen mit plasmaproteinbindenden Medikamenten)
Dronedaron
Sonstiges
Handelsnamen: Multaq
ähnliche Stoffe: Amiodaron (Dromedaron hat aber keine Schilddrüsenwirkung), Sotalol
Verapamil
Arzneimittelgruppe
Antiarrhythmika
Klasse 4 (IV)
Verapamil
Indikationen / Kontraindikationen
Indikation
- Re-Infarkt-Prophylaxe
- Angina Pectoris
- Hypertonie (in Kombination)
- tachykarde, supraventrikuläre Rhythmusstörungen
Wegen der Verstärkung der kardiodepressiven Auswirkungen nicht mit β-Blockern kombinieren!
Kontraindikation
- Herzinsuffizienz
- Störungen der Erregungsleitung im Herzen
- Co-Therapie mit β-Blockern
Verapamil
NW
- Bradykardie, kompensatorische Tachykardie
- AV-Block bis Asystolie
- Ödeme
- GIT-Beschwerden (insbesondere Obstipation)
- sexuelle Dysfunktion
Verapamil
Wirkmechanismen
- blockiert L-Typ-Calcium-Kanäle in Gefässmuskultur UND Herzmuskulatur
- wirkt vasodilatierend in Blutgefässen und antiarrhythmisch am Herzen
- reduziert Sinusfrequenz, verlängert AV-Überleitung, wirkt negativ inotrop
Verapamil
Pharmakokinetik
- p.o., i.v.
- arrhythmogenes Potential bei Anwendung i.v. höher als bei Anwendung p.o.
- hoher First-Pass-Effekt
- hepatisch über CYP 1A2, 2C9 und 3A4 metabolisiert, vorwiegend renal eliminiert
- hemmt CYP 1A2, 2E1 und 3A4
- HWZ: 3-7h
Verapamil
Sonstiges
Handelsnamen: Isoptin®, Verapam®, Flamon®
ähnliche Stoffe: Diltiazem