TK VWL Mündlich
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
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Cartes-fiches
Preiselastisch- Generell Luxusgüter (Uhren, Schmuck)- Reisen / Reisedestinationen- Autos- MöbelPreisunelastisch- Lebensmittel- Benzin- Heizöl- Liegenschaften
a) Formal: %-Änderung nachgefragten / Menge%-Änderung EinkommenDie Einkommenselastizität der Nachfrage zeigt, wie sich die nachgefragte Menge bei einer Änderung des Einkommens um eine Einheit ändert.
a) Güter, deren Nachfrage mit steigendem Einkommen sinkt.b) - Kartoffeln- Bohnen
Die steigenden Löhne stellen eine (proportionale) Verteuerung der Produktion dar. Die Kostenkurve steigt, die Grenzkosten nehmen zu. In der Folge verschiebt sich die Angebotskurve nach links.
a) Die Steuer verteuert die Produktion proportional. Die Kostenkurve steigt, die Grenzkosten nehmen zu. In der Folge verschiebt sich die Angebotskurve nach links.b) Die Erhebung der Steuer auf Stufe Produktion hatc.p. keine Folge auf Form und Verlauf der Nachfragekurve.
- Marktform- Preiselastizität der Nachfrage (und damit verbundene Faktoren wie Substitutionsmöglichkeiten, usw.)
- Viele Anbieter mit geringem Marktanteil- Viele Nachfrager mit geringem Marktanteil- Homogenität der Güter und Dienstleistungen (sachlich, persönlich, räumlich, zeitlich, keine Präferenzen der Anbieter und Nachfrager)- Markttransparenz (volls
Viele Anbieter mit geringem Marktanteil- Viele Nachfrager mit geringem Marktanteil- Homogenität der Güter und Dienstleistungen(sachlich, persönlich, räumlich, zeitlich, keinePräferenzen der Anbieter und Nachfrager)- Markttransparenz (vollständige Übersicht undVoraussicht, vollkommene Information)- Unbegrenzte Mobilität und Teilbarkeit vonProduktionsfaktoren- Unendliche Reaktionsgeschwindigkeit allerAnpassungsprozesse- Keine Marktschranken (Keine Markteintritts- undMarktaustrittsbarrieren)
Einige Anbieter- Viele Nachfrager- starke Reaktionsverbundenheit der Anbieter- optimale Wettbewerbsintensität (im weitenOligopol)- Innovations- und Anpassungsfunktionen desMarktes sind im (weiten) Oligopol optimiert.
Innovationsfunktion:Pionier-Unternehmen verspüren im (weiten) Oligopol genügen Anreize, durch Innovation mit Aussicht auf Vorsprungsgewinne, einen Innovationsprozess einzuleiten. Bei vollkommener Konkurrenz ist die Wettbewerbsintensität derart hoch, dass Vorsprungsgewinne sofort von Nachahmern absorbiert werden und deshalb die Anreize für den Einzelnen fehlen, innovativ zu sein.AnpassungsfunktionAndrerseits besteht in (weiten) Oligopol der Zwang zur Innovation, weil bei Nicht-Reaktion auf Innovationen der anderen Anbieter die Gefahr des Verlustes von Absatzanteilen besteht und damit die Existenz des Unternehmens bedroht ist.
Ein Anbieter- Viele Nachfrager- der Anbieter hat Marktmacht- Optimierungsregel: p = Grenzerlös
Ein Anbieter- Viele Nachfrager- Atomistische Angebot und Nachfrage- Heterogene Konkurrenz (sachliche, persönliche,räumliche und/oder zeitliche Präferenzen ??differenzierte Produkte)- vollständige Markttransparenz- Faktormobilität- Unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeitender Anpassungsprozesse
Medikamentenmarkt- Monopolistische Tendenzen- übersetzte Preise Versicherungen- Schutz der Versicherungsnehmer durch den Staat Bankensektor- Schutz der Gläubiger durch den Staat Weitere Beispiele zulassen- stringente Argumentation
a) Kartelle sind geltende Verträge, Beschlüsse, rechtlich nicht erzwingbare Abreden und Empfehlungen, die mittels gemeinsamer Beschränkung des Wettbewerbs den Markt für bestimmte Waren und Leistungen beeinflussen oder zu beeinflussen geeignet sind, namentlich durch Regelung der Erzeugung, des Absatzes oder des Bezuges von Waren sowie der Preise und der Geschäftsbedingungen.b) Optikerkartell, Zementkartell, Buchkartell, vormals Bierkartell, weitere Kartellec) - Kartelle können volkswirtschaftlich schädlich sein.- Schweizerische Wettbewerbspolitik stützt sich primär auf Missbrauchsgesetzgebung- Schädigung bei Missbrauch von Marktmacht- Schädigung bei Verhinderung eines wirk- samen Wettbewerbs- Schaden entsteht durch Wohlfahrtsverlust (Dead weight loss; allokative und produktive Ineffizienz)
Das Privateigentum muss gewährleistet sein- Vertragsfreiheit und Rechtssicherheit mussbestehen- Tiefe Markteintritts- und Marktaustrittsschranken(vor allem keine künstlichen Barrieren)- Viele Anbieter und viele Nachfrager- Keine Marktmacht des Einzelnen
Marktversagen bei Wettbewerbsbeschränkungen (z.B. Zölle, Einfuhrkontingente, Monopole, natürlichen Monopolen z.B. im Schienenverkehr, im Energiemarkt uam.)- Marktversagen bei öffentlichen Gütern, welche nicht von privater Seite angeboten werden /
Grundsätzliche Ausrichtung auf ein markt- wirtschaftliches System- Steuerung der Wirtschaft soweit als möglich über den Markt- Staatliche Eingriffe dort, wo der Markt versagt- Begründung: struktur-, konjunktur-, wachstums- und verteilungs Gründe- „Verbindung des Prinzips der Freiheit auf demMarkt mit dem Prinzip des sozialen Ausgleichsin der Gesellschaft“ (R. Dubs)
Unter Wirtschaftspolitik versteht man die direkten und indirekten Einwirkungen des Staates in die Wirtschaft mit dem Zweck, bestimmte Ziele zu verwirklichen.Gliederung der Wirtschaftspolitik (mit Beispielen): Ordnungspolitik- Sozialpolitik- Gesundheitspolitik- WettbewerbspolitikStrukturpolitik- Bodenpolitik- Landwirtschaftspolitik- RegionalpolitikProzesspolitik- Geldmengenpolitik- Konjunkturpolitik- Beschäftigungspolitik- Finanzpolitik
Fusionierte Unternehmen besitzen Marktmacht- Verminderung/Verhinderung eines wirksamenWettbewerbs- In der Folge ergeben sich Wohlfahrtsverluste(Dead weight loss)- Verschiebungen bei der Aufteilung vonProduzenten- und Konsumentenrente
- Keine wirtschaftspolitischen Eingriffe des Staates.- Der Staat hat sich darauf zu beschränken, ein reibungsloses Funktionieren der Marktwirtschaft sicherzustellen, indem er für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt (Nachtwächterstaat)- Wenn
- Der Staat sollte sich antizyklisch verhalten.- Der Staat sollte seine Ausgaben erhöhen (z.B. durch Investitionsprogramme) und die Steuern senken, um den privaten Konsum zu fördern.
Es könnten Entscheidungs- und Wirkungsverzögerungenauftreten (time lags). Bis diekonjunkturelle Lage erfasst und politischMassnahmen getroffen werden, vergeht vielZeit. Somit kann die Finanzpolitik unterUmständen prozyklisch statt antizyklisch wirken.- Steuererleichterungen und Ausgabenerhöhungensind während der Rezession relativ leicht zubeschliessen. In Boomphasen Steuererhöhungenund Ausgabenkürzungen durchzubringen, istindessen schwierig. Problem: Defizitfinanzierung!- Mit staatlichen Ankurbelungsprogrammen werdenüberholte Strukturen künstlich am Leben erhalten.Es werden keine Anreize geschaffen, um inzukunftsträchtige Arbeitsplätze zu investieren.
a) - Durch Veränderungen in einzelnen Branchen gibt es Arbeitslose- Arbeitgeber = Anpassungen an die Produktion- Arbeitnehmer = Weiterbildungen usw.b) - Konjunkturelle Arbeitslosigkeit- Sockelarbeitslosigkeit- Saisonale Arbeitslosigkeit- Sucharbeitslosigkeitc) - Kostendruck führt zu Stellenabbau- bessere Technologien- Spezialisierung- Rationalisierung- Gesetze- usw.Weitere Argumente zulassen, wenn stringent erklärt!
Es geht um die Struktur der Wirtschaft = Wirtschaftssektoren- Protektionismus (z.B. Landwirtschaft)- Subventionen (z.B. öffentlicher Verkehr)- Investitionsbeiträge (z.B. im Bauwesen bei einer Rezession, bei Altersheimen usw.)- Umschulungsbeiträge (z.B. Arbeitslosenbereich)- usw.
a) - Abbau von unnötigen Vorschriften, die den freien Wettbewerb einschränken- Förderung des Liberalismusb) - Freier(er) Wettbewerb- Erhöhte Wettbewerbsintensität- Anreiz für Unternehmen (Innovations- und Anpassungsanreize steigen)Erhöhung der Wohlfahrt (bessere/optimale Verteilung der Ressourcen, Abbau dead weight loss, Erhöhung der Konsumentenrente)- Marktergebnisse zu tieferen Preisen und höheren Mengen- usw.c) - Gesetzesbestimmungen, die in der Schweiz strenger sind als im Ausland, anpassen, damit die Unternehmen (z.B. Industrie) nicht ins Ausland abwandern- Landwirtschaft: Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ausland herstellen- Liberalisierung der Schutzvorschriften für Arbeitnehmer: Senkung der Lohn(stück)kosten und damit der Preise- usw.
a) - Freier Markt „produziert“ auch Verlierer- Marktversagen- der Schwächere verliert- Folgekosten- z.B. Höhere Fürsorgekosten für sozial Schwächere und in der Folge höhere Steuern- Wirtschaftlich Starke werden immer stärker belastet (negative Anreize)- Verdeckte Anpassung an Ausland (v.a. EU)- Keine offene und faire Politik- usw.b) Diverse Antworten möglich (Stringenz beachten)- Steuersenkungen und Deregulierung führen nicht zwingend zu bessern wirtschaftlichen Ergebnissen (Bsp. USA)- Umverteilungsmassnahmen (Einkommens- umverteilung) sind weiterhin notwendig- usw.
Leistungsprinzip- Bedarfsprinzipzusätzlich:Egalitätsprinzip (Einkommensnivellierung)- Beschränkte Einkommensdifferenzierung- Maximin-Prinzipip
Das Individuum als Leistungserbringer steht im Zentrum. Das Einkommen soll nach der Leistung auf die Personen verteilt werden. Ungleichheiten im Leistungsausmass begründen Ungleichheiten in der Einkommenshöhe.Probleme:- Personen ohne oder sehr kleinem Grenzprodukt fallen durch diesen Gerechtigkeitsbegriff- Die Leistung ist auch von anderen Leistungen abhängig (z.B. Kapital). Diese sind wiederum ungleichmässig verteilt- Auftreten von Monopol- und Monopson- elementen (Kartelle) verhindert eine Entlöhnung nach dem Grenzprodukt- Diskriminierung- Ungleiche Ausstattung mit Faktoren- Ungleiche Bildungschancen- Rentenelemente in den Faktoreinkommen
Das Individuum in seiner Eigenschaft als Konsumentmit seinen Bedürfnissen steht im Zentrum. Für dieGerechtigkeit in der Verteilung soll in der Sozialpolitikin erster Linie der Bedarf massgebend sein.
In der praktischen Sozialpolitik von heute wirdgrundsätzlich dem Leistungsprinzip entsprochen,jedoch nach unten korrigiert durch Massnahmen, diedem Bedarfsprinzip entlehnt sind.Beispiel:- Sicherung eines gewissen Existenzminimums- Ergänzungsleistungen in der AHV- usw.
b) Vergleichmässigung der Einkommensverteilung.
Die schweizerische Altersvorsorge beruht auf dreiverschiedenen Sozialversicherungsträgern:1. Säule- Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)- Ziel: Existenzsicherung der Betagten- obligatorisch (seit 1948)2. Säule- Berufliche Vorsorge (BVG)- Ziel: Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltungin angemessener Weise- Koordination mit 1. Säule- obligatorisch (seit 1985)3. Säule- Individuelle Vorsorge- Ziel: Abdeckung der über die gewohnte Lebenshaltunghinaus gehenden persönlichen materiellenWünsche- freiwillig- z.T. steuerlich privilegiertNeben der Existenzsicherung der Betagten verfolgtdie schweizerische Altersvorsorge eine Reihe vonverteilungspolitischen Zielen (Umverteilung vonLebenseinkommen). Zum Beispiel:- von Reichen zu Armen- von Ledigen zu Verheirateten
a) - Existenzsicherung der Betagten- Umverteilung von Lebenseinkommen von Reichen zu Armen (Sozialausgleich)b) Ausgabenumverteilungc) - Einphasiges Finanzierungssystem- Beim reinen Umlageverfahren werden diein einer Rechnungsperiode (meistens 1 Jahr) einbezahlten Beiträge so festgelegt, dass mit ihnen alle in der gleichen Periode fälligen Sozialleistungen ausgerichtet werden können.- Keine Bildung von Deckungskapialien- Bildung Kaufkraftreserve zum Ausgleich von Differenzen im Einnahmen- und Ausgabenstrom (Schwankungsreserve)
Starke Abhängigkeit des Ausgabenumlageverfahrensvon der demographischen Entwicklung- Erhöhung der Rentnerquote- Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Leistungsempfängernverschiebt sich in den nächstenJahrzehnten stark (von ca. 9:1 im Jahr 1948,ca. 4:1 im Jahr 2000 zu ca. 2.5:1 im Jahr 2030)- Finanzierungslücke kann nicht durch Wirtschaftswachstumaufgefangen werden.
Senkung „0.8“- Erhöhung Bundesbeiträge (z.B. Finanzierung über Mehrwertsteuer, Erhöhung Alkohol- und Tabaksteuer)Senkung „R“- Senkung der durchschnittlichen Renten (politische Durchsetzbarkeit?)- Abstützung auf „Haushaltskonzept“ (Kürzung der Renten für „reiche“ Haushalte“Senkung „A“- Erhöhung RentenalterErhöhung „B“- als Folge der Senkung von „A“- langfristig: Familienpolitik- Erhöhung des Frauenanteils auf dem ArbeitsmarktErhöhung „E“- Erhöhung durchschnittliches Einkommen- Produktivitätssteigerung (Weitergabe an Löhn- bezüger) Erhöhung „b“- Erhöhung der Beitragssätze (politische Durchsetz- barkeit?)
a) - Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise (in Koordination mit1. Säule)b) Kapitaldeckungsverfahrenc) -Individuelles Sparverfahren- Planmässige Vorfinanzierung von Leistungen- 2-phasiges Finanzierungssystem- Aufbau- und Sparphase (Äufnung des Deckungskapitals)- Auflösungs- oder Beharrungsphase (Finanzierung der Leistungen)
a) - Individuelles Sparen (freiwilliges Sparen)- Abdeckung der über die gewohnte Lebenshaltung hinausgehenden persönlichen materiellen Wünscheb) - Lebensversicherung- uam.c) - Steuerliche Begünstigung (Prämienzahlungen sind beschränkt steuerlich abzugsfähig)
Direkte Steuern- Mehrwertsteuer- Verrechnungssteuer
- Massnahmen im Sinne eines Ausgleichs zur besseren Entsprechung von finanziellen Mitteln und Aufgaben / zu leistende Ausgaben- Umverteilung von Aufgaben und Einnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden.
Zahlungen von einer staatlichen Ebene an eine andere (vertikaler Finanzausgleich) jedoch unter Berücksichtigung der Finanzkraft der einzelnen Kantone (Bund ? Kanton) bzw. Gemeinden (Kanton? Gemeinde). Dabei erhalten relativ finanzschwache Empfänger mehr, relativ finanzstarke Empfänger weniger (horizontaler Effekt).