TK VWL Mündlich
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
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Flashcards
Übertragung von Preissteigerungen von einer Volkswirtschaft auf eine andere. 2 Fälle:a) Land A hat eine stärkere Inflation als Land B.Land B importiert Güter aus Land A (Voraussetzung: Keine kompensatorische Wirkung über den Wechselkurs)b) Inflationäre Tendenzen über steigende Wechsel- kurse bei Währungen, aus deren Wirtschaftsraum ein Land Güter und Dienstleistungen importiert.
a) Die Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeit wirkt sich gleich aus, wie eine Erhöhung der Geld- menge. Der grössere Geldstrom kann indessen – mindestens teilweise – über eine Erhöhung des Handelsvolumens (die Kapazitäten sind noch nicht vollständig ausgelastet) absorbiert werden. Das Inflationspotential ist beschränkt.b) Die Kapazitäten können in der kurzen Fristnicht angepasst werden. Die faktische Erhöhung der Geldmenge (Erhöhung der Umlaufsge- schwindigkeit) wirkt sich direkt preissteigernd aus (Inflation).
Eine Stagflation liegt vor, wenn das wirtschaftliche Wachstum stagniert, die Inflation aber weiter voranschreitet.
Stagflation als Fortsetzung der Anbieterinflation- Stagflation infolge von Überkapazitäten in der Wirtschaft- Stagflation als Folge von verzögerten strukturellen Anpassungen- Stagflation infolge zu niedriger Unternehmer- gewinne- Stagflation infolge grosser Sparneigung- Stagflation infolge Konsumverweigerung- Stagflation infolge Rückgang der Bevölkerung
Eine Erhöhung der Geldmenge führt erst mit einer Verzögerung von ca. 1 bis 2 Jahren zu höheren Inflationsraten (geldmengeninduzierte Inflation). So kann es sein, dass während einer gewissen Zeit weiter hohe Inflationsraten zu verzeichnen sind, wenn bereits nicht mehr Vollbeschäftigung herrscht (auch durch andere Inflationsgründe zu erklären: z.B. psychologische und politische Bestimmungsgründe). Die Inflation läuft insgesamt noch weiter, in einzelnen Branchen kommt es (trotz Teuerungsausgleich auf der Konsumentenseite) zu einem Nachfragerückgang und daher zu einer Stagnation der Produktion. Die Wirtschaft gerät so in eine Stagflation.
Unter Deflation versteht man ein Missverhältniszwischen Geld- und Gütermenge in dem Sinne, dassin einer Volkswirtschaft „zu viele“ Güter und „zuwenig“ Geld vorhanden ist (R. Dubs).
Deflation infolge pessimistischer Beurteilung derZukunft (Erwartungen)- Rückgang Konsum, Investitionen, Einkommen- Deflation infolge Überkapazitäten- Absatzschwäche, Rückgang Gewinne,Investitionen, Einkommen- oft auch als Folge eines Investitionsbooms mit folgender Finanzknappheit- Deflation infolge des Güterüberhanges- Preise sinken- Rückgang Gewinne, Investitionen, Einkommen
Preissenkungen = Geldwertsteigerungen- Sinkende Umlaufsgeschwindigkeit- Vorübergehende Vorteile für Gläubiger, Sparer,Fixbesoldete und Rentner- Nachteile für Schuldner- Produktionseinschränkungen- Flucht aus Sachwerten- Druck auf Beschäftigung (Arbeitslosigkeit)- Tiefstand der Wirtschaft
- Japan: Gesamtwirtschaft (1995 – 2000)- IT-Branche (partiell: v.a. Hardware)- Immobilienbranche in der Schweiz (temporär)
Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhän- gige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient.
Die Nationalbank setzt sich kein Geldmengenziel, sondern ein stabilitätsorientiertes Konzept mit drei Bestandteilen:- Inflationsziel- Die Inflation sollte unter 2% liegen- Weitere Zielindikatoren- Konjunkturentwicklung- Arbeitsmarkt- Wechselkurs- Preisentwicklung von Vermögenswerten- Zinspolitik- Zur Umsetzung der Inflationsstrategie gilt ein 1-Prozent-Zielband des Londoner Geldsatzes (LIBOR-Satz)
Steigt die Geldmenge stärker als das BIP, entsteht Inflation. Somit muss die SNB eine Politik des knappen Geldes verfolgen (restriktive Geldpolitik). Dazu stehen ihr folgende Instrumente zur Verfügung:- Devisenmarktpolitik- Offenmarktpolitik (Repo-Geschäft)- Lombardpolitik- Mindestreservepolitik
- Eine Reduktion der Güternachfrage kann mittels restriktiver Geldpolitik (oder Fiskalpolitik) erreicht werden. Mit einer restriktiven Geldpolitik kann Inflation bekämpft werden.- Eine Deflation kann nicht zwingend mit einer expansiven Geldpolitik überwunden werden- Zwar wird die Wirtschaft mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Die Nachfrage danach ist indessen gering, weil keine (Investitions-) Projekte mit angemessener Rendite vorliegen.- Motto: „Man kann das Pferd zur Tränke führen, saufen muss es aber selber!“- In deflationären Phasen ist deshalb eine expansive Fiskalpolitik notwendig.
Wie verhalten sich folgende makroökonomische Grössen bei steigenden inländischen Zinssätzen? - Private Investitionen - Kapitalexporte - Kapitalverkehrsbilanz - Geldnachfrage
- Private Investitionen nehmen ab, da die Opportunitätskosten gestiegen sind.- Kapitalexporte nehmen relativ ab (Verhältnis zwischen inländischen und ausländischen Zinsen)- Die Kapitalverkehrsbilanz wird aktiver, da Kapital- exporte abnehmen und Kapitalimporte zunehmen- Geldnachfrage nimmt ab, da die Opportunitäts- kosten der Geldhaltung steigen.
a) Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit dem Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte und mit den Wechselbeziehungen zwischen ihnen beschäftigt. Die Mikroökonomie geht von den Wirtschaftsplänen der einzelnen Haushalte bzw. Konsumenten und Unternehmen aus.b) Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit dem gesamtwirtschaftlichen Verhalten ganzer Sektoren befasst.
a) Materielle Versorgung mit Gütern und Dienst- leistungenb) Subjektives Wohlbefinden, ein Zustand des Bewusstseins, der von materiellen und ideellen Grössen abhängt.
Viele Leistungen, die zum Wohlstand beitragen wie Hausfrauenarbeit, Freiwilligenarbeit usw. werden im BSP nicht berücksichtigt.Die Behebung von Schäden im Bereich Umwelt, Gesundheit usw. werden als Leistung bzw.Wertschöpfung miteinbezogen, diese Leistungen verfälschen den Wert des Wohlstandes.
Sozialer Ausgleich(Gerechte Einkommensverteilung)Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht(Ausgeglichene Zahlungs-/Ertragsbilanz)Angemessenes WirtschaftswachstumVollbeschäftigungPreisstabilitätUmweltqualitätDas gleichzeitige Erreichen aller fünf/sechs Ziele ist nicht möglich
a) Externalitäten:Externalitäten entstehen, wenn Handlungen / Entscheidungen eines Individuums oder einer Gruppe auch die Wohlfahrt eines anderen Individuums oder einer anderen Gruppe be- einflusst, ohne dass dafür eine Abgeltung/ Kompensation erfolgt.b) Externe Kosten:Externe Kosten sind Kosten, die nicht vom Verursacher getragen und auf die Allgemeinheit überwälzt werden.
Verursachungsgerechte Verteilung der Kosten- Steigerung der Wohlfahrt durch bessere (optimale) Verteilung der Ressourcen
Die Marktteilnehmer sollen ihre Entscheidungen auf der Basis der effektiven (sozialen) (Grenz-)kosten fällen.Mit der Internalisierung erhöht sich die Gesamtwohlfahrt (bessere/optimale Verteilung der Ressourcen)
a) Güter, bei denen Rivalität herrscht und das Ausschliessbarkeitsprinzip giltb) Güter, die den Menschen in ausreichender Menge frei und unentgeltlich zur Verfügung stehenc) Öffentliche Güter (Kollektivgüter) sind Leistungen, die allen Einwohnern mehr oder weniger in gleichen Mengen zur Verfügung stehen und bei denen die Inanspruchnahme durch eine Person zu keiner Nutzenbeeinträchtigung für die andere Person führt (Nichtausschliessbarkeit, Nichtrivalität)
Verschiedene Antworten zulässig.Zum Beispiel „Landesverteidigung“: Nichtausschliessbarkeit:Das Individuum kann von der Inanspruchnahme des öffentlichen Gutes nicht ausgeschlossen werden (z.B. technische Barriere o.ä.)Nichtrivalität:Die Inanspruchnahme des Gutes durch eine Person A beeinträchtigt den Nutzen der Person B nicht.
a) Freies Gutb) Privates Gutc) öffentliches Gutd) Privates Gut
a)/b) TafelbildPreisAngebotMengec) Bei einer Bewegung „auf der Kurve“ verändernsich die Parameter der Achsen. Mit steigendem Preis nimmt die Menge zu (vice versa)d) Bei steigenden Preisen kann der Anbieter mehrproduzieren (Angebotskurve = steigender Ast der Grenzkostenkurve)e) - Veränderung der fixe/variable Kosten diverse BeispieleProduktivitätsfortschritte Preisänderungen Produktionsfaktorengenerell: Veränderung der Produktionsfunktion
a)/b) TafelbildPreisNachfrageMengec) Bei einer Bewegung „auf der Kurve“ verändernsich die Parameter der Achsen. Mit steigendem Preis nimmt die Menge ab (vice versa)d) In Ableitung der Gossenschen Gesetze nimmt dienachgefragte Menge bei steigenden Preisen ab (Budgetrestriktion, superiore Güter usw.)
Bei steigendem (sinkenden) Preis wird weniger (mehr) nachgefragt.
Veränderung der Bedürfnisse- Veränderung der Mode/Trends- Veränderung der Budgetrestriktion (Einkommen)- Veränderung der Substituierbarkeit- Preisänderungen der Substitute- Preisänderung der Komplementärgüter Erwartungen über Preisänderungen- Spekulative Nachfrage- usw.
- Tiefere Nutzeneinschätzung- Abnahme Trend, Mode- Sinkende Preise von Substitutionsgüter- Steigende Preise von Komplementärgüter- Tieferes Einkommen- Erwartete Preissenkungen- Abnahme der spekulativen Nachfrage- usw.
Der Schnittpunkt zeigt die Preis-Mengen-Kombination,bei der die angebotene Menge der nachgefragten Menge entspricht.b) Beim Gleichgewichtspreis gehen Anbieter undNachfrager befriedigt vom Markt. Es bestehen keine Differenzen zwischen angebotener und nachgefragter Menge. Die Erwartungen der Marktteilnehmer sind erfüllt
Die nachgefragte Menge und der Preis erhöhen sich.Bei gleichem Preis wird eine grössere Menge nachgefragt. Die gleiche Menge wird zu einem höheren Preis nachgefragt.b) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, TrendErhöhung des EinkommensWegfall von Substitutionsgütern Preiserhöhung von Substitutionsgüterusw.
Die abgesetzte Menge erhöht sich, derGleichgewichtspreis sinkt. Die gleiche Menge wird zueinem niedrigeren Preis angeboten. Bei gleichemPreis wird eine höhere Menge angeboten.b) - Verringerung der Kosten (fix, variabel)- Technischer Fortschritt (VeränderungProduktions- und Kostenfunktion)- Produktivitätsgewinne- usw.c) - Erhöhung der Kosten (fix, variabel)- Erhebung von Steuern- Erhöhung der Löhne- Verteuerung von Kapitalkosten (Zins)- Kosten zur Einhaltung von Umweltvorschriften- usw.
a) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, Trend- Erhöhung des Einkommens- Wegfall von Substitutionsgütern- Preiserhöhung von Substitutionsgüter- Preiserwartungenb) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, Trend- Verringerung des Einkommens- Auftreten von Substitutionsgütern- Preissenkungen von Substitutionsgüter- Preiserwartungen
Der fixierte Preis liegt unter dem Gleichgewichtspreis.Die nachgefragte Menge ist grösser als die zu diesemPreis angebotene Menge. Es besteht einNachfrageüberhang.
Fortsetzunga) Der Staat muss die Überschussnachfragebefriedigen. Er tritt als zusätzlicher Anbieter auf.b) Durch den Nachfrageüberhang entsteht einlatenter Preissteigerungsdruck mit Preisen überdem fixierten Höchstpreis. Gefahr von grauen undschwarzen Märkten.
Der Mindestpreis liegt über dem Gleichgewichtspreis.Die angebotene Menge ist grösser als die zu diesemPreis nachgefragte Menge. Es besteht einAngebotsüberhang.
Fortsetzunga) Der Staat muss das Überschussangebot absorbieren. Er tritt als zusätzlicher Nachfrager am Markt auf.b) Durch den Angebotsüberhang entsteht ein latenter Preisdruck mit Preisen unter dem fixierten Mindestpreis. Gefahr von grauen und schwarzen Märkten.
a) Formal: %-Änderung nachgefragten Menge / %-Änderung PreisDie Preiselastizität der Nachfrage zeigt, wie sich die nachgefragte Menge bei einer Preisänderung um eine Einheit ändert.b) Eine Preisänderung wirkt sich nur unter- proportional auf die Änderung der Menge aus.c) Die nachgefragte Menge reagiert mit dem Faktor– 0.6 auf eine Preisänderung.Beispiel: Bei einer Preiserhöhung von 10% sinkt die nachgefragte Menge um 6%.d) Die Elastizität bestimmt die Steigung der Nachfragekurve. Je unelastischer die Nachfrage, desto steiler die Nachfragekurve.
- Bedeutung des Gutes für die Konsumenten (lebensnotwendige Güter, Luxusgüter usw.)- Möglichkeit der Substitution- Anteil der Ausgaben am Haushaltsbudget- Zeitaspekt (Suche nach Substitution)
a) Komplementärgüter- Güter, die sich ergänzen und zusammen- gehörenSubstitutionsgüter- Güter, die durch andere ersetzt werden könnenb) Komplementärgüter: Auto und Reifen Substitutionsgüter: Zucker und Assugrin