TK VWL Mündlich

Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung

Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung


Simeon Eugster
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Volkswirtschaftslehre ab, mit Fokus auf Inflation, Deflation, Stagflation und geldpolitische Maßnahmen. Sie erklären die Ursachen und Folgen von Preisveränderungen, die Rolle der Schweizerischen Nationalbank und die Auswirkungen auf Märkte und Einkommen. Ideal für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die ein tieferes Verständnis volkswirtschaftlicher Zusammenhänge erlangen möchten.
Flashcards
169
Students
12
Language
German
Category
Macro-Economics
Level
Other
Created / Updated
28.09.2017 / 23.02.2024

Flashcards

Erklären Sie den Begriff „Importierte Inflation“!

Übertragung von Preissteigerungen von einer Volkswirtschaft auf eine andere. 2 Fälle:a) Land A hat eine stärkere Inflation als Land B.Land B importiert Güter aus Land A (Voraussetzung: Keine kompensatorische Wirkung über den Wechselkurs)b) Inflationäre Tendenzen über steigende Wechsel- kurse bei Währungen, aus deren Wirtschaftsraum ein Land Güter und Dienstleistungen importiert.

Der amerikanische Nationalökonom Irving Fisher hat die Verkehrsgleichung (Quantitätsgleichung) entwickelt:G * U = H * PmitG = GeldmengeU = Umlaufsgeschwindigkeit H = HandelsvolumenP = PreisniveauWelche Auswirkungen hat nach Fisher eine Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeita) bei noch nicht vollbeschäftigter Volkswirtschaft?b) bei vollbeschäftigter Volkswirtschaft?

a) Die Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeit wirkt sich gleich aus, wie eine Erhöhung der Geld- menge. Der grössere Geldstrom kann indessen – mindestens teilweise – über eine Erhöhung des Handelsvolumens (die Kapazitäten sind noch nicht vollständig ausgelastet) absorbiert werden. Das Inflationspotential ist beschränkt.b) Die Kapazitäten können in der kurzen Fristnicht angepasst werden. Die faktische Erhöhung der Geldmenge (Erhöhung der Umlaufsge- schwindigkeit) wirkt sich direkt preissteigernd aus (Inflation).

Was versteht man unter „Stagflation“?

Eine Stagflation liegt vor, wenn das wirtschaftliche Wachstum stagniert, die Inflation aber weiter voranschreitet.

Nennen Sie Ursachen für die Stagflation!

Stagflation als Fortsetzung der Anbieterinflation- Stagflation infolge von Überkapazitäten in der Wirtschaft- Stagflation als Folge von verzögerten strukturellen Anpassungen- Stagflation infolge zu niedriger Unternehmer- gewinne- Stagflation infolge grosser Sparneigung- Stagflation infolge Konsumverweigerung- Stagflation infolge Rückgang der Bevölkerung

In der Schweiz verzeichnete man immer wieder Phasen mit hoher Inflation bei nicht vollbeschäftigter Wirtschaft. Wie erklären Sie sich diese Situation?

Eine Erhöhung der Geldmenge führt erst mit einer Verzögerung von ca. 1 bis 2 Jahren zu höheren Inflationsraten (geldmengeninduzierte Inflation). So kann es sein, dass während einer gewissen Zeit weiter hohe Inflationsraten zu verzeichnen sind, wenn bereits nicht mehr Vollbeschäftigung herrscht (auch durch andere Inflationsgründe zu erklären: z.B. psychologische und politische Bestimmungsgründe). Die Inflation läuft insgesamt noch weiter, in einzelnen Branchen kommt es (trotz Teuerungsausgleich auf der Konsumentenseite) zu einem Nachfragerückgang und daher zu einer Stagnation der Produktion. Die Wirtschaft gerät so in eine Stagflation.

Was versteht man unter „Deflation“?

Unter Deflation versteht man ein Missverhältniszwischen Geld- und Gütermenge in dem Sinne, dassin einer Volkswirtschaft „zu viele“ Güter und „zuwenig“ Geld vorhanden ist (R. Dubs).

Welche Ursachen hat eine Deflation?

Deflation infolge pessimistischer Beurteilung derZukunft (Erwartungen)- Rückgang Konsum, Investitionen, Einkommen- Deflation infolge Überkapazitäten- Absatzschwäche, Rückgang Gewinne,Investitionen, Einkommen- oft auch als Folge eines Investitionsbooms mit folgender Finanzknappheit- Deflation infolge des Güterüberhanges- Preise sinken- Rückgang Gewinne, Investitionen, Einkommen

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Deflation?

Preissenkungen = Geldwertsteigerungen- Sinkende Umlaufsgeschwindigkeit- Vorübergehende Vorteile für Gläubiger, Sparer,Fixbesoldete und Rentner- Nachteile für Schuldner- Produktionseinschränkungen- Flucht aus Sachwerten- Druck auf Beschäftigung (Arbeitslosigkeit)- Tiefstand der Wirtschaft

Nennen Sie Beispiele von Ländern/Branchen mit Deflation/deflationären Tendenzen!

- Japan: Gesamtwirtschaft (1995 – 2000)- IT-Branche (partiell: v.a. Hardware)- Immobilienbranche in der Schweiz (temporär)

Welches ist die Hauptaufgabe der Schweizerischen Nationalbank?

Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhän- gige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient.

Welche geldpolitischen Ziele hat die Schweizerische Nationalbank?

Die Nationalbank setzt sich kein Geldmengenziel, sondern ein stabilitätsorientiertes Konzept mit drei Bestandteilen:- Inflationsziel- Die Inflation sollte unter 2% liegen- Weitere Zielindikatoren- Konjunkturentwicklung- Arbeitsmarkt- Wechselkurs- Preisentwicklung von Vermögenswerten- Zinspolitik- Zur Umsetzung der Inflationsstrategie gilt ein 1-Prozent-Zielband des Londoner Geldsatzes (LIBOR-Satz)

Wie kann die Schweizerische Nationalbank auf die Inflation Einfluss nehmen?

Steigt die Geldmenge stärker als das BIP, entsteht Inflation. Somit muss die SNB eine Politik des knappen Geldes verfolgen (restriktive Geldpolitik). Dazu stehen ihr folgende Instrumente zur Verfügung:- Devisenmarktpolitik- Offenmarktpolitik (Repo-Geschäft)- Lombardpolitik- Mindestreservepolitik

Weshalb ist die Geldpolitik relativ wirksam zur Drosselung einer Inflation, nicht aber unbedingt zur Überwindung einer Deflation?

- Eine Reduktion der Güternachfrage kann mittels restriktiver Geldpolitik (oder Fiskalpolitik) erreicht werden. Mit einer restriktiven Geldpolitik kann Inflation bekämpft werden.- Eine Deflation kann nicht zwingend mit einer expansiven Geldpolitik überwunden werden- Zwar wird die Wirtschaft mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Die Nachfrage danach ist indessen gering, weil keine (Investitions-) Projekte mit angemessener Rendite vorliegen.- Motto: „Man kann das Pferd zur Tränke führen, saufen muss es aber selber!“- In deflationären Phasen ist deshalb eine expansive Fiskalpolitik notwendig.

Wie verhalten sich folgende makroökonomische Grössen bei steigenden inländischen Zinssätzen? - Private Investitionen - Kapitalexporte - Kapitalverkehrsbilanz - Geldnachfrage

- Private Investitionen nehmen ab, da die Opportunitätskosten gestiegen sind.- Kapitalexporte nehmen relativ ab (Verhältnis zwischen inländischen und ausländischen Zinsen)- Die Kapitalverkehrsbilanz wird aktiver, da Kapital- exporte abnehmen und Kapitalimporte zunehmen- Geldnachfrage nimmt ab, da die Opportunitäts- kosten der Geldhaltung steigen.

Erklären Sie die folgenden Begriffe:a) Mikroökonomieb) Makroökonomie

a) Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit dem Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte und mit den Wechselbeziehungen zwischen ihnen beschäftigt. Die Mikroökonomie geht von den Wirtschaftsplänen der einzelnen Haushalte bzw. Konsumenten und Unternehmen aus.b) Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit dem gesamtwirtschaftlichen Verhalten ganzer Sektoren befasst.

In der Ökonomie unterscheidet man zwischena) Wohlstandb) WohlfahrtErklären Sie die beiden Begriffe!

a) Materielle Versorgung mit Gütern und Dienst- leistungenb) Subjektives Wohlbefinden, ein Zustand des Bewusstseins, der von materiellen und ideellen Grössen abhängt.

BruttosozialproduktWeshalb ist das Bruttosozialprodukt als Wohlstands- und Wohlfahrtsmass nur beschränkt tauglich? Nennen Sie zwei Gründe!

Viele Leistungen, die zum Wohlstand beitragen wie Hausfrauenarbeit, Freiwilligenarbeit usw. werden im BSP nicht berücksichtigt.Die Behebung von Schäden im Bereich Umwelt, Gesundheit usw. werden als Leistung bzw.Wertschöpfung miteinbezogen, diese Leistungen verfälschen den Wert des Wohlstandes.

Nennen Sie die Ziele des Magischen Fünfecks /Sechsecks! Was ist daran „magisch“?

Sozialer Ausgleich(Gerechte Einkommensverteilung)Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht(Ausgeglichene Zahlungs-/Ertragsbilanz)Angemessenes WirtschaftswachstumVollbeschäftigungPreisstabilitätUmweltqualitätDas gleichzeitige Erreichen aller fünf/sechs Ziele ist nicht möglich

Definieren Sie die Begriffe:a) „Externalitäten“b) „Externe Kosten“

a) Externalitäten:Externalitäten entstehen, wenn Handlungen / Entscheidungen eines Individuums oder einer Gruppe auch die Wohlfahrt eines anderen Individuums oder einer anderen Gruppe be- einflusst, ohne dass dafür eine Abgeltung/ Kompensation erfolgt.b) Externe Kosten:Externe Kosten sind Kosten, die nicht vom Verursacher getragen und auf die Allgemeinheit überwälzt werden.

Was verstehen Sie unter dem Begriff „Internalisierung externer Kosten“?

Verursachungsgerechte Verteilung der Kosten- Steigerung der Wohlfahrt durch bessere (optimale) Verteilung der Ressourcen

Welche Ziele verfolgt man mit der Internalisierung?

Die Marktteilnehmer sollen ihre Entscheidungen auf der Basis der effektiven (sozialen) (Grenz-)kosten fällen.Mit der Internalisierung erhöht sich die Gesamtwohlfahrt (bessere/optimale Verteilung der Ressourcen)

Was sind:a) Private Güterb) Freie Güterc) Öffentliche Güter

a) Güter, bei denen Rivalität herrscht und das Ausschliessbarkeitsprinzip giltb) Güter, die den Menschen in ausreichender Menge frei und unentgeltlich zur Verfügung stehenc) Öffentliche Güter (Kollektivgüter) sind Leistungen, die allen Einwohnern mehr oder weniger in gleichen Mengen zur Verfügung stehen und bei denen die Inanspruchnahme durch eine Person zu keiner Nutzenbeeinträchtigung für die andere Person führt (Nichtausschliessbarkeit, Nichtrivalität)

Im Zusammenhang mit öffentlichen Gütern spricht man von1. Nichtausschliessbarkeit2. NichtrivalitätErklären Sie die beiden Begriffe am Beispiel eines öffentlichen Gutes!

Verschiedene Antworten zulässig.Zum Beispiel „Landesverteidigung“: Nichtausschliessbarkeit:Das Individuum kann von der Inanspruchnahme des öffentlichen Gutes nicht ausgeschlossen werden (z.B. technische Barriere o.ä.)Nichtrivalität:Die Inanspruchnahme des Gutes durch eine Person A beeinträchtigt den Nutzen der Person B nicht.

Qualifizieren Sie die folgenden Güter als private, freie oder öffentliche Güter:a) Luftb) Konzertbilletc) Landesverteidigungd) Benzin

a) Freies Gutb) Privates Gutc) öffentliches Gutd) Privates Gut

Tafelbild:a) Zeichnen Sie in einem Markt der vollkommenen Konkurrenz eine Angebotskurve auf! (Diagramm)b) Beschriften Sie die Achsen!c) Was geschieht bei der Bewegung „auf der Kurve“?d) Weshalb steigt die Menge bei steigendem Preis?e) Nennen Sie Faktoren, die zu einer Verschiebung der Angebotskurve führen!

a)/b) TafelbildPreisAngebotMengec) Bei einer Bewegung „auf der Kurve“ verändernsich die Parameter der Achsen. Mit steigendem Preis nimmt die Menge zu (vice versa)d) Bei steigenden Preisen kann der Anbieter mehrproduzieren (Angebotskurve = steigender Ast der Grenzkostenkurve)e) - Veränderung der fixe/variable Kosten diverse BeispieleProduktivitätsfortschritte Preisänderungen Produktionsfaktorengenerell: Veränderung der Produktionsfunktion

Tafelbild:a) Zeichnen Sie im Markt der vollkommenen Konkurrenz eine Nachfragekurve auf! (Diagramm)b) Beschriften Sie die Achsen!c) Was geschieht bei der Bewegung „auf der Kurve“?d) Weshalb sinkt die Menge bei steigendem Preis?

a)/b) TafelbildPreisNachfrageMengec) Bei einer Bewegung „auf der Kurve“ verändernsich die Parameter der Achsen. Mit steigendem Preis nimmt die Menge ab (vice versa)d) In Ableitung der Gossenschen Gesetze nimmt dienachgefragte Menge bei steigenden Preisen ab (Budgetrestriktion, superiore Güter usw.)

Erklären Sie, weshalb die Nachfragekurve im Normalfall von oben links nach unten rechts verläuft!

Bei steigendem (sinkenden) Preis wird weniger (mehr) nachgefragt.

Nennen Sie Faktoren, die zu einer Verschiebung der Nachfragekurve führen*

Veränderung der Bedürfnisse- Veränderung der Mode/Trends- Veränderung der Budgetrestriktion (Einkommen)- Veränderung der Substituierbarkeit- Preisänderungen der Substitute- Preisänderung der Komplementärgüter Erwartungen über Preisänderungen- Spekulative Nachfrage- usw.

Welche Faktoren führen zu einer Linksverschiebung der Nachfragekurve?

- Tiefere Nutzeneinschätzung- Abnahme Trend, Mode- Sinkende Preise von Substitutionsgüter- Steigende Preise von Komplementärgüter- Tieferes Einkommen- Erwartete Preissenkungen- Abnahme der spekulativen Nachfrage- usw.

Tafelbild:a) Was bedeutet der Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve?b) Was bedeutet „der Markt ist geräumt“?

Der Schnittpunkt zeigt die Preis-Mengen-Kombination,bei der die angebotene Menge der nachgefragten Menge entspricht.b) Beim Gleichgewichtspreis gehen Anbieter undNachfrager befriedigt vom Markt. Es bestehen keine Differenzen zwischen angebotener und nachgefragter Menge. Die Erwartungen der Marktteilnehmer sind erfüllt

Tafelbild:a) Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts. Zeigen Sie in einem Preis-Mengen-Diagramm die angesprochene Verschiebung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Menge und Preis!b) Welche Ursachen kann eine derartige Verschiebung haben?

Die nachgefragte Menge und der Preis erhöhen sich.Bei gleichem Preis wird eine grössere Menge nachgefragt. Die gleiche Menge wird zu einem höheren Preis nachgefragt.b) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, TrendErhöhung des EinkommensWegfall von Substitutionsgütern Preiserhöhung von Substitutionsgüterusw.

Tafelbild:a) Die Angebotskurve verschiebt sich nach rechts. Zeigen Sie in einem Preis-Mengen-Diagramm die angesprochene Verschiebung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Menge und Preis*b) Welche Ursachen kann eine derartige Verschiebung haben?c) Annahme: Die Angebotskurve verschiebt sich nach links. Welche Ursachen kann eine derartige Verschiebung haben?

Die abgesetzte Menge erhöht sich, derGleichgewichtspreis sinkt. Die gleiche Menge wird zueinem niedrigeren Preis angeboten. Bei gleichemPreis wird eine höhere Menge angeboten.b) - Verringerung der Kosten (fix, variabel)- Technischer Fortschritt (VeränderungProduktions- und Kostenfunktion)- Produktivitätsgewinne- usw.c) - Erhöhung der Kosten (fix, variabel)- Erhebung von Steuern- Erhöhung der Löhne- Verteuerung von Kapitalkosten (Zins)- Kosten zur Einhaltung von Umweltvorschriften- usw.

Welche Ursachen hat eine Verschiebung der Nachfragekurve nach:a) rechts?b) links?

a) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, Trend- Erhöhung des Einkommens- Wegfall von Substitutionsgütern- Preiserhöhung von Substitutionsgüter- Preiserwartungenb) - Veränderung der Bedürfnisstruktur- Mode, Trend- Verringerung des Einkommens- Auftreten von Substitutionsgütern- Preissenkungen von Substitutionsgüter- Preiserwartungen

Tafelbild:a) Zeichnen Sie in einem Preis-Mengen-Diagramm eine Angebots- und eine Nachfragekurve! Beschriften Sie auch die Achsen!b) Der Staat fixiert in diesem Markt einen Höchstpreis. Welche Änderungen ergeben sich dadurch in diesem Markt?

Der fixierte Preis liegt unter dem Gleichgewichtspreis.Die nachgefragte Menge ist grösser als die zu diesemPreis angebotene Menge. Es besteht einNachfrageüberhang.

FortsetzungFixierter Höchstpreis:a) Wie muss sich der Staat in einem Markt mit fixiertem Höchstpreis verhalten?b) Welche Wirkungen auf den Markt (insbesondere auf den Preis) sind von einer derartigen Regelung zu erwarten?

Fortsetzunga) Der Staat muss die Überschussnachfragebefriedigen. Er tritt als zusätzlicher Anbieter auf.b) Durch den Nachfrageüberhang entsteht einlatenter Preissteigerungsdruck mit Preisen überdem fixierten Höchstpreis. Gefahr von grauen undschwarzen Märkten.

Tafelbild:a) Zeichnen Sie in einem Preis-Mengen-Diagramm eine Angebots- und eine Nachfragekurve! Beschriften Sie auch die Achsen!b) Der Staat fixiert in diesem Markt einen Mindestpreis. Welche Änderungen ergeben sich dadurch in diesem Markt?

Der Mindestpreis liegt über dem Gleichgewichtspreis.Die angebotene Menge ist grösser als die zu diesemPreis nachgefragte Menge. Es besteht einAngebotsüberhang.

FortsetzungFixierter Mindestpreis:a) Wie muss sich der Staat in einem Markt mit fixiertem Mindestpreis verhalten?b) Welche Wirkungen auf den Markt (insbesondere auf den Preis) sind von einer derartigen Regelung zu erwarten?

Fortsetzunga) Der Staat muss das Überschussangebot absorbieren. Er tritt als zusätzlicher Nachfrager am Markt auf.b) Durch den Angebotsüberhang entsteht ein latenter Preisdruck mit Preisen unter dem fixierten Mindestpreis. Gefahr von grauen und schwarzen Märkten.

Elastizitäten:a) Definieren Sie den Begriff „Preiselastizität der Nachfrage“!b) Was bedeutet: „Eine Nachfrage reagiert preisunelastisch“?c) Was bedeutet eine Preiselastizität der Nachfrage von – 0.6?d) Welchen Einfluss hat das Elastizitätsmass auf die Form (den Verlauf) der Nachfragekurve?

a) Formal: %-Änderung nachgefragten Menge / %-Änderung PreisDie Preiselastizität der Nachfrage zeigt, wie sich die nachgefragte Menge bei einer Preisänderung um eine Einheit ändert.b) Eine Preisänderung wirkt sich nur unter- proportional auf die Änderung der Menge aus.c) Die nachgefragte Menge reagiert mit dem Faktor– 0.6 auf eine Preisänderung.Beispiel: Bei einer Preiserhöhung von 10% sinkt die nachgefragte Menge um 6%.d) Die Elastizität bestimmt die Steigung der Nachfragekurve. Je unelastischer die Nachfrage, desto steiler die Nachfragekurve.

Wovon hängt es ab, ob die Nachfrage nach einem Gut preiselastisch oder preisunelastisch ist?

- Bedeutung des Gutes für die Konsumenten (lebensnotwendige Güter, Luxusgüter usw.)- Möglichkeit der Substitution- Anteil der Ausgaben am Haushaltsbudget- Zeitaspekt (Suche nach Substitution)

a) Worin unterscheiden sich Komplementär- und Substitutionsgüter?b) Nennen Sie je ein Beispiel zu Komplementär- und Substitutionsgüter*

a) Komplementärgüter- Güter, die sich ergänzen und zusammen- gehörenSubstitutionsgüter- Güter, die durch andere ersetzt werden könnenb) Komplementärgüter: Auto und Reifen Substitutionsgüter: Zucker und Assugrin

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