TK VWL Mündlich
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
Vorberitung auf die Mündliche VWL Prüfung
-
- 1 / 169
-
Lernkarten
Verlagerung der Zahlungspflicht auf kommende Generationen (Zinsen, Amortisation) mit der damit verbundenen höheren Steuerlast- Erhöhte Verschuldung, „Staatsbankrott“- Höhere Steuern, unzufriedeneres Volk- Höhere Steuern, tieferes verfügbaverfügbares Einkommen- Crowding-out Problem- Gefahr von Inflation- usw.
Steigende Zinsbelastung- Belastung von zukünftigen Generationen - unsozial- Gefahr von Inflation- Crowding-out Effekt: private Investitionen können bei steigenden Zinssätzen verdrängt werden- Steuerwiderstand der Bevölkerung bei Steuererhöhungen
a)/ Staatsanleihenb) - Ersparnisse müssen vorhanden sein- Ansprechende Verzinsung kann Zinsniveau beeinflussen- Steuereinnahmen werden für Kapitalzinsen verwendet- Sozialpolitische Folgen („wer spart erhält Geld, wer nicht zahlt, wirt bestraft, weil er „nur“ Steuern bezahlt“)Notenbankkredite (Notenpresse)- Erhöhung der umlaufenden Geldmenge- InflationspotentialSparen (als zukünftige Massnahme)- Budgetkürzungen können kontraktiv wirken (Konjunktur)- Budgetkürzungen in Rezessionszeiten als Teil eines prozyklisches Verhaltens- Sozialpolitische Wirkungen: Allfällige Renten- kürzungen treffen sozial schlechter Gestellte am härtesten.
a) - Der Multiplikator (Ausgabenmultiplikator gibt an, welche Zunahme des Volkseinkommens aus einer Investition/Ausgabe resultiert.- Kumulativer Prozess- Formal = 1/(1-p)Veränderung Volkseinkommen = 1/(1-p) * I mit p = Grenzneigung zum VerbrauchI = Primärinvestitionb) - Höhe der Primärinvestition- Grenzneigung zum Verbrauch (Sparquote)
In der Zahlungsbilanz werden die Werte allerwirtschaftlichen Transaktionen (Übertragung vonGütern, Dienstleistungen und Vermögenswerten)erfasst, die während eines Jahres zwischen demInland und dem Ausland stattfinden.
Zahlungsbilanz- Ertragsbilanz (Bilanz der laufenden Transaktionen) *- Kapitalverkehrsbilanz Ertragsbilanz *- Leistungsbilanz **- Bilanz der einseitigen Übertragungen Leistungsbilanz **- Handelsbilanz- Dienstleistungsbilanz- Bilanz der Faktoreinkommen
In der Handelsbilanz werden die Importe und Exporte von beweglichen Gütern erfasst (Warenverkehresbilanz)
Die Terms of Trade (ToT) geben an, wie sich diePreise der Importe verglichen mit den Preisen fürExporte verändert haben. Steigende ToT bedeuten,dass ein Land die Preise für die Exporte stärkererhöhen konnte als sich die Preise für die Importeverteuert haben
Die Terms of Trade verschlechtern sich, da Erdöl in der Schweiz ein wichtiges Importgut ist (preis- unelastisch).
- Relativer Kostenvorteil in der Produktion eines Gutes.- Ein Land produziert jene Güter, bei denen es relativ (zur Produktion der anderen Güter) die geringsten Kosten verglichen mit dem Ausland hat.
Die Wechselkurse ergeben sich am Devisenmarktfrei nach Angebot und Nachfrage.- Die Notenbank interveniert nicht amDevisenmarkt.
Die Wechselkurse werden fixiert (Wechselkursparitäten)- Bei Differenzen von Angebot und Nachfrage mussdie Zentralbank intervenieren und dasÜberangebot absorbieren oder die Übernachfragemittels Abgabe von Devisenreserven befriedigen.
Wenn die Zentralbank eine an und für sich flexible Währung mit dem Ziel der Kurskorrektur beeinflusst.
Das Ungleichgewicht muss von der Nationalbank absorbiert werden.- Wenn die Nachfrage nach Devisen das Angebot übersteigt, müsste eigentlich der Preis für Devisen (Wechselkurs) ansteigen. Die Nationalbank verkauft deshalb Devisen aus den eigenen Beständen zum festgesetzten Wechselkurs- Dadurch vermindern sich die Devisenreserven.
Fixe Wechselkurse eliminieren das Wechselkursrisiko.- Dadurch entfallen für die Wirtschaft- Absicherungskosten- Unternehmen können mit tieferen Margen anbieten- Preise der Güter können besser verglichen werden- Stabilere Wechselkursentwicklung
a) Die Schweiz investiert immer mehr in der EU, Ausländer investieren immer weniger in der Schweiz.b) - Aufträge werden im Ausland vergeben (Beschäftigungswirkung in der Schweiz)- Erhöhter Druck auf Strukturwandel (ev. soziale Probleme)- Erhöhte Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland- Zwang zur Anpassung an die EU wird erhöht- usw.
a) - Struktur der Importe und Exporte von Gütern- Rohstoffarmut der Schweiz- Kompensation über Dienstleistungsbilanzb) - Importe und Exporte reagieren grundsätzlich mit den konjunkturellen Schwankungen- In Abhängigkeit der Einkommenselastizität verändern sich die Import- und Exportmengen und –preise- Mit steigendem Einkommen (Wachstum) steigen die Importe i.d.R. überdurchschnittlich (die Handelsbilanz wird passiver)- Wichtig: Wechselkurs/Wechselkursänderungen- usw.
a) Handelsbilanz:- Importe werden relativ billiger und sollten zunehmen- Exporte werden für das Ausland relativ teurer und sollten zurückgehen- Die Handelsbilanz sollte sich passivierenb) Dienstleistungsbilanz- Schweizer fragen mehr Dienstleistungen im Ausland nach- Ausländer fragen weniger Dienstleistungen in der Schweiz nach- Die Dienstleistungsbilanz sollte sich passivierenVoraussetzung:- Die Nachfragen sind nicht stark preiselastisch!
a) - Freier, globalisierter Handel- Entwicklungsländer würden konkurrenzfähig(er)- Druck auf nicht konkurrenzfähige Branchen- Erhöhter Druck auf Strukturwandel- Gefahr neuer protektionistischer Massnahmen des Staates- Abwanderung von Unternehmen und Know how- Druck auf Beschäftigung (Arbeitslosigkeit)- Kontraktive Wirkung auf wirtschaftliche Ent- wicklung in der Schweiz (mindestens kurzfristig)- Speziell in der Schweiz:- Existenzfähigkeit des Dienstleistungssektors?- Spezialisierung der Industrie könnte kein Hindernis mehr sein- Primärer Wirtschaftssektor verliert weiter an Bedeutungb) - Regelung des weltweiten Handels mit Sach- gütern und Dienstleistungen- Sicherung und Gewährleistung des freien Welthandels- Abbau von Handelsschikanen- Schaffung von „fairen“ Spielregeln für den Welthandel- Förderung des weltweiten Wohlstandes und Stärkung der Beschäftigungc) - Erhöhter Anpassungsdruck in verschiedenen Bereichen/Branchen Beispiel:- Landwirtschaft: Änderung der Subventions- politik (Direktzahlungen statt produktions- abhängige Subventionen)
a) - Die Importgüter werden relativ billiger. Damit sinkt die Gefahr der importierten Inflation.- Auslandreisen werden für die Schweizer relativ billigerb) - Passivierung der Handels- und Dienstleistungs- bilanz (Relative Verteuerung der Exporte, relative Verbilligung der Importe)- Verringerung der internationalen Konkurrenz- fähigkeit von Schweizer Unternehmen- Druck auf die Beschäftigung (Abwanderung von Unternehmen ins Ausland)- usw.c) - Eine Abwertung des Schweizerfrankens macht die Industrie konkurrenzfähiger- Schaffung eines Inflationspotentials- Druck auf allgemeines Zinsniveau (Kapital- export)
a) - Bargeldumlauf- Noten- und Münzumlauf- Depotkonten bei der SNB- Sichtguthaben von Handel und Industrie bei der SNB- abzüglich Noten und Münzen bei Banken und Post- Sichteinlagen- Sichteinlagen bei Banken- Postkontoguthaben- abzüglich Postkontoguthaben der Banken und des Bundes- Transaktionskonten- Einlagen in Spar- und Anlageform für Zahlungszweckeb) - M1- Spareinlagen (ohne Freizügigkeits- und Vorsorgekonten)- Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform- abzüglich Transaktionskonten- abzüglich Freizügigkeits- und Vorsorgekontenc) - M2- Termineinlagen
- M1 sinkt, weil die Sichtdepositen abnehmen- M2 bleibt unverändert, weil blosse Veränderung innerhalb M2- M3 bleibt unverändert, weil M3 kumulativer Betrag
Ein Zahlungsbilanzdefizit bedeutet, dass ein Land mehr Waren und Dienstleistungen importiert bzw. Investitionen im Ausland tätigt als exportiert bzw. ausländische Investition im Inland getätigt werden. Diese Geschäfte müssen mit Fremdwährungen bezahlt werden. Die Devisenreserven nehmen ab.
Kaufkraftverlust - Unter Inflation versteht man ein Missverhältnis zwischen Geld- und Gütermenge in dem Sinne, dass in einer Volkswirtschaft „zu viel“ Geld und „zu wenig“ Güter vorhanden sind. (R. Dubs)
Der LIK zeigt an, dass im Monat März (verglichen mit dem Vorjahresmonat) Inflation herrschte.
Versicherungen- Steuern
Gesundheitsbereich- High-Technologie- usw.
Der LIK zeigt an, dass im Monat März (verglichen mit dem Vorjahresmonat) Inflation herrschte.
Versicherungen- Steuern
- Übermässige Preissteigerungen = Geldentwertung- Steigende Umlaufsgeschwindigkeit- Nachteile für Gläubiger, Sparer, Fixbesoldete,Rentner- Vorteile für Schuldner- Auslastung der Kapazitäten- Steigerung der Beschäftigung- Flucht in Sac
- Inflation führt zu „ungerechten“ Einkommens- und Vermögensumverteilungen - Inflation verzerrt die Preissignale und führt zu einer ineffizienten Allokation der Ressourcen - Gefahr, dass Lohn-Preis-Spirale einsetzt - Tendenz zu Selbststeigeru
Ursachenebenen nach R. Dubs:Geldmengeninduzierte Inflation- Geldschöpfung durch die Notenbank- Kreditschöpfung durch die Geschäftsbanken- Erhöhung der UmlaufsgeschwindigkeitReale Planung der Wirtschaftssubjekte auf der Ebene der Einkommenserzielung und –verwendung (Inflation von der Güterseite her)- Nachfrageinflation- Anbieterinflation- Importierte InflationPolitische und psychologische Bestimmungsgründe- Bestimmungsgründe für ein bestimmtes Anbieter- und Nachfrageverhalten
Autonome Steigerung der Nachfrage (z.B. aufgrund steigender Staatsausgaben)- Güterlücke (Kapazitäten können nicht in der gleichen Geschwindigkeit angepasst werden)- Preissteigerungen (Inflation)
- Kostensteigerung auf den Faktormärkten (z.B. Lohnsteigerungen, Zinssteigerungen usw.)- Überwälzung der höheren Kosten auf die Konsumenten, um die erwarteten Gewinne zu realisieren (Elastizität!)- Preissteigerungen (Inflation)
- Ausgangslage: Nachfrageinflation- Preissteigerungen führen zu Lohnforderungen- Wird den Lohnforderungen stattgegeben, steigen die Kosten- Die Unternehmen versuchen die Kostensteigerung auf die Konsumenten zu überwälzen (Elastiztät!)-
Übertragung von Preissteigerungen von einer Volkswirtschaft auf eine andere. 2 Fälle:a) Land A hat eine stärkere Inflation als Land B.Land B importiert Güter aus Land A (Voraussetzung: Keine kompensatorische Wirkung über den Wechselkurs)b) Inflationäre Tendenzen über steigende Wechsel- kurse bei Währungen, aus deren Wirtschaftsraum ein Land Güter und Dienstleistungen importiert.
a) Die Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeit wirkt sich gleich aus, wie eine Erhöhung der Geld- menge. Der grössere Geldstrom kann indessen – mindestens teilweise – über eine Erhöhung des Handelsvolumens (die Kapazitäten sind noch nicht vollständig ausgelastet) absorbiert werden. Das Inflationspotential ist beschränkt.b) Die Kapazitäten können in der kurzen Fristnicht angepasst werden. Die faktische Erhöhung der Geldmenge (Erhöhung der Umlaufsge- schwindigkeit) wirkt sich direkt preissteigernd aus (Inflation).
Eine Stagflation liegt vor, wenn das wirtschaftliche Wachstum stagniert, die Inflation aber weiter voranschreitet.
Stagflation als Fortsetzung der Anbieterinflation- Stagflation infolge von Überkapazitäten in der Wirtschaft- Stagflation als Folge von verzögerten strukturellen Anpassungen- Stagflation infolge zu niedriger Unternehmer- gewinne- Stagflation infolge grosser Sparneigung- Stagflation infolge Konsumverweigerung- Stagflation infolge Rückgang der Bevölkerung
Eine Erhöhung der Geldmenge führt erst mit einer Verzögerung von ca. 1 bis 2 Jahren zu höheren Inflationsraten (geldmengeninduzierte Inflation). So kann es sein, dass während einer gewissen Zeit weiter hohe Inflationsraten zu verzeichnen sind, wenn bereits nicht mehr Vollbeschäftigung herrscht (auch durch andere Inflationsgründe zu erklären: z.B. psychologische und politische Bestimmungsgründe). Die Inflation läuft insgesamt noch weiter, in einzelnen Branchen kommt es (trotz Teuerungsausgleich auf der Konsumentenseite) zu einem Nachfragerückgang und daher zu einer Stagnation der Produktion. Die Wirtschaft gerät so in eine Stagflation.