Tiermedizin

Rotation Pferd

Rotation Pferd


D. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Tiermedizin auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Erkrankungen und Symptome bei Pferden, insbesondere Stuten, sowie auf deren Ursachen, Untersuchungen und Therapien. Themen wie Kolik, Fieber, Blutuntersuchungen und spezifische Erkrankungen wie RAO und IAD werden detailliert behandelt. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Tiermedizin, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Pferdekrankheiten spezialisieren möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.08.2017 / 12.05.2021

Flashcards

Welche Enodparasiten spielen beim Pferd, in Abhängigkeit von Alter und Haltung,
eine Rolle?
Welche Erkrankungsbilder können diese auslösen und welche Behandlungsstrategien
empfehlen
Sie?

Fasciola Hepatica (Anämie, Peritonitis, Leberzellnekrosen; alle Altersgruppen außer
sehr junge Fohlen -> Triclabendazol)
- Anaplocephala perfoliata (DF, Verdauungstörungen, Kolik; alle Altersgruppen)
- großer Strongylid (Thrombenbildung, Kolik, gestörte Darmmotilität, Anämie; alle
Altersgruppen)
- kleiner Strongylid (siehe großer Strongylid)
- Parascaris equorum (Leberentzündung, ZNS-Symptome, Ileus; besonders bei jungen
Pferden -> Fenbendazol)
- Oxyuris equi (erwachsene Pferde; Scheuern/Jucken am Schwanzansatz, haarlose
Stellen -> Fenbendazol)
- Dictyocaulus arnfieldi (alle Altersgruppen; Husten, Nasenausfluss, Inappetanz,
Abmagerung -> Avermectin)

Nennen Sie Differentialdiagnosen für chronische Abmagerung?

- Zahnprobleme
- Neoplasien in Magen (Plattenepithelkarzinom), Darm (Lymphom)
- EMND
- Entzündungen (chronische Peritonitis, Enteritis, Kolitis)
- Chronische Nieren- oder Leberinsuffizienz
- Polysaccharidspeichermyopathie (PSSM)
- Parasiten

Nennen Sie Ätiologie, Symptomatik, Diagnose und Therapie bei EMPF?

Ätiologie: assoziiert mit EHV-5 (bis jetzt nur bei adulten Pferden beobachtet)
Symptomatik:
- Tachypnoe, Tachykardie
- Intermettierendes Fieber
- Husten
- Nasenausfluss
- Appetitmangel, Gewichtsverlust
Diagnostik: BAL, Sono, Röntgen, Blutuntersuchung
Therapie: Antivirale Arzneimittel, Corticosteroide

Nennen Sie die wichtigsten Ektoparasiten beim Pferd. Wie äußern sich die Symptome? Beschreiben Sie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.

Chorioptesmilbe (Sarcoptes und Psoroptes gibt es auch, aber selten)
Symptome Fußräude:
- Juckreiz
- Aufstampfen
- Hautverdickung
- Schuppenbildung
- Haarausfall
Diagnostik  Hautgeschabsel  Therapie Phoxim
(Thiophosphorsäureester)
Haarlinge (v.a. Werneckiella equi equi) und Läuse
Symptome

- Juckreiz
- Haarausfall
- Unruhe, Scheuern
Diagnostik Mit bloßem Auge
erkennbar
(Haarlinge oder
Nissen),
Klebestreifen
Therapie: Phoxim, Pyrethroide,
makrozyklische Laktone

Harnblasenruptur: Nennen Sie Signalement, klinische Symptome und Untersuchungsmethoden (bildgebende Verfahren und Labordiagnostik) zur Sicherung der Diagnose.

- v.a. bei neugeborenen Fohlen (häufiger Hengstfohlen)
- durch Schwergeburt, lokale Nekrose, Urolithiasis, Trauma
Symptome:
- milde Koliksymptome
- Teilnahmslosigkeit, Inappetenz, Fieber
- Tachykardie
- Häufiger Harndrang ohne Harn abzusetzten
Diagnostik:
- Rektal: Darmkonvolut „schwimmt“, Blase klein und zusammengezogen
- Sono: hoher anechogener Flüssigkeitsspiegel
- Bauchhöhlenpunktat: vermehrt, hellgelb, getrübt, riecht nach Urin
- Therapie: chirurgisch

Hypoxisch-ischämische Encephalopathie/neonatale Encephalopathie: Was ist die Pathogenese und Prognose?

- Hypoxie des Gehirns und eine Persistenz der fetalen
Hypothalamus-Hypophysen-adrenokortikalen Achse
→ gestörtes Saugverhalten und Nicht-Auffinden des Euters, Unfähigkeit zu
stehen, gestörter GIT, eingeschränktes Bewusstsein
- Prognose relativ gut bei unkomplizierten Fällen (80% überleben)

Failure of passive transfer: Was ist die Ätiologie, Diagnostik und welche therapeutischen Interventionen schlagen Sie vor?

Fohlen bekommt keine passive Immunisierung mit AK durch Kolostrum
- Stute produziert keine AK oder zu wenige
- Kolostrum ist verloren gegangen durch frühzeitige Laktation
- Fohlen wird verstoßen, Stute stirbt
- (…)
Diagnostik: AK messen
Therapie: Immunglobuline supplementieren

Welche wichtigen Blutparameter können Sie aus Serum bzw. EDTA-Blut bestimmen? Nennen Sie die wichtigsten Parameter im roten und weißen Blutbild (inkl. Referenzbereiche) sowie Organparameter

Hämatokrit 0,30 - 0,43 l/l
Hämoglobin 6,3 – 9,0 mmol/l
Erys 6,2 – 8,9 10^12/l
MCV, MCH, MCHC
Thrombos 80 – 2320 10^9/l
Leukos
--> Unterteilung möglich in Lymphos,
Monozyten, Eosinophile, Basophile und
stabkernige/segmentierte Neutrophile
3,5 – 9,4 10^9/l
Organparameter:
- AST: Muskel, Herz, Leber
- AP: Leber, Knochen, Niere, Darm
- CK: Muskel, Gehirn, Herz
- GGT, gamma-GT: Leber, Niere, Gehirn
- GLDH: Leber, Gehirn
- LDH: Muskel, Leber

Führen Sie Indikationen für eine Abdominozentese auf und beschreiben Sie deren Durchführung

- Indikation: z.B. Verdacht auf intraabdominale Erkrankung (Peritonitis, Kolik, Ruptur,
chron. Gewichtsverlust, Fieber unbekannter Genese, Blutverlust ohne Wunde, …)
- In der Linea alba (oder rechts paramedian) punktieren am tiefsten Punkt des
Abdomens
--> Vorher Desinfektion und Lokalanästhesie
--> mit z.B. Tuohy-Kanüle

Beschreiben Sie ein physiologisches Bauchpunktat. Welche pathologischen Befunde können Sie nennen?

- 2-5ml hellgelbe, transparente, geruchlose Flüssigkeit („moselweilfarben“)
- Pathologisch: blutig bei intraperitonealen Blutungen, braun/trüb bei Magen-/Darmruptur,
farblos/hell bei Kolik durch Obstipation oder Uroperitoneum

Welche Erkrankungen gehen mit einer Rhabdomyolyse einher?

= gewebliche Auflösung quergestreifter Muskulatur (Zerfall der Muskelfasern)
- Akut (sporadic exertional R.) durch belastungsbedingte Überforderung oder bei
Pferden, die mit Influenza- oder Herpes-Erkrankungen trainiert werden
→ Weißmuskelerkrankung und PSSM sind Rhabdomyolysearten

Rhabdomyolyse = Degeneration der quergestreiften Muskulatur = White muscle
desease=nutritive Muskeldystrophie
-belastungsbedingte Myopathie geht häufig damit einher
Zur Rhabodomyolyse:
-häufig beim Fohlen
-bedingt durch VitE/Selen-Mangel (Fohlen: zu wenig VitE/Selen in Milch bzw. intrauterin
durch unzureichende Versorgung der Mutter)
>> Zerstörung der Muskelzellen
>> Myoglobinurie
>> betroffene Muskelgruppen mit entsprechenden Symptomen: Becken-/Lendenmuskulatur
(steifer/unsicherer Gang, Tremor, Liegen), Interkostal-/Zwerchfellmuskulatur (Dyspnoe …),
Kau-/Backen-/Oesophagusmuskulatur (Schluckstörungen, Aspirationspneumonie),
Myokard (Tachykardie, Schwäche, pltzl. Todesfälle …)

Nennen Sie Differentialdiagnosen für belastungsinduzierte Myopathien

(=Kreuzverschlag=paralytische Myoglobinurie)
-Rhabdomylysis
- Kolik ? (Pferde zeigen kolikartige Schmerzen, fehlende Darmgeräusche)-
- Sepsis (weil erhöhte Temp, Tachykardie, rote Sh, Tachypnoe)
-Tetanus
-Botulismus

Nennen Sie Ursachen für eine Myelopathie (Rückenmarksschädigung)

- zervikalstenotische Myelopathie (CSM) >>extradurale Kompression des Zervikalmarks auf
Höhe der Grenzfläche zweier Wirbel häufigste Rm-Erkrankung beim Pfd
- akute hämorrhagische Myelopathie >>langes Liegen der Pferde in Vollnarkose in
Rückenlage
- equine degenerative Myeloenzephalopathie (Degeneration der Axone im Rm und
Hirnstamm)
-Rückenmarktraumata
-extraudrale Hämatome
-Neoplasien
-Viruserkrankung (West-Nil-Fieber)

Ataxie kann durch Läsionen in verschiedenen Teilen des Zentralen Nervensystems (CNS) verursacht werden. Welche?

-Kleinhirn
-Rückenmark

Wie können Sie eine Problematik des Unteren (Lower Motor Neuron- LMN) bzw. Oberen (Upper- UMN) Motorischen Neurons differenzieren?

Begriffserklärung:
-Innervation der Muskulatur
Man unterscheidet das
obere Motoneuron (Lokalisation in Großhirnrinde, Willkürmotorik, steuern
Muskeln nicht direkt an)
untere Motoneuron (Lokalisation als Ventralhorn des Rm, treten über
Spinalnerven aus, innervieren Muskel)
Der Informationsfluss bei den meisten Bewegungen bzw. Steuerung der
Muskelspannung geht dabei vom Gehirn über die Oberen Motoneurone zu den
Unteren Neuronen bis zur Muskulatur . Ausnahme ist beispielsweise der
Reflexbogen .
-Schaden am LMN: Kraft- und Reflexverlust der innervierten Muskeln
-Schaden am UMN: spastisch übersteigerter Muskeltonus

Auf welche 3 Charakteristika achten Sie bei der neurologischen Beurteilung des Gangbildes eines Pferdes?

-Lahmheit
-Parese
-Ataxie

Welche Ursachen müssen Sie bei einer headshaking-Symptomatik abklären?


Idiopathisches Headshaking (ungeklärte Herkunft)
-mögliche Ursachen können sein:
Primärerkranungen an Haut, Ohr, Auge, Atmungsapp., GIT,
Bewegungsapparat, Nervensystem (ist eine lange Liste mit Krankheiten, führt hier zu weit,
daher nur grob gekürzte Version)
-zu Nervensystem: zum Teil haben betroffene Pferde eine niedrigere Reizschwelle des N.
trigeminus
-auslösende Faktoren können außerdem sein: Licht, Regen, Wind
>>Antwort: nach Primärerkrankung suchen und diese ggfalls behandeln, ansonsten
idiopathisches H.

Nennen Sie die 2 häufigsten Ursachen für Headshaking

-Trigeminus-Neuralgie
-Lichtüberempfindlichkeit

Nennen Sie die klinische Symptomatik, Diagnosemöglichkeit und Therapie der Narkolepsie. (Schlafentzug vs Narkolepsie)

(Schlafentzug vs Narkolepsie)
Symptomatik:
-Schlafanfälle mit Kataplexie (=akuter, reversibler Verlust des Muskeltonus >> Absenken Kopf
und Hals mit Einknicken der Vorderbeine und evlt. Stürzen)
-Areflexie während Seitenlage
-schnelle Augenbewegungen (REM-Schlaf)
-nach Aufstehen keine neurologischen Ausfälle
-Hinweise: Verletzungen am Fesselkopf und Karpus
Diagnose:
-typische klinische Symptomatik (Kataplexie!)
-Laborparameter idR obB
-bei einigen Pferden Auslösen der Schlafanfälle mittels Physostigmin i.v. (diagnostische
Therapie, lt. Prof. Gerhards Neostigmin?). Sind beides Acetylcholinesterasehemmer. Cave
Nebenwirkungen.
Therapie
Antidepressivum Imipramin >> reduziert REM-Schlaf
Versus Schlafentzug
Erhöhtes Schlafbedürfnis auf Grund schwerwiegender Allgemeinerkrankungen (Pferde legen
sich nicht mehr hin, fallen irgendwann um) oder falschen Haltungsbedingungen müssen
ausgeschlossen werden. >> hier idR keine Kataplexie.

Beschreiben Sie den klinischen neurologischen Untersuchungsgang

Habe für’s Pferd in unseren Unterlagen nichts gefunden >> Quelle: Uni Leipzig
1. Adspektion und Palpation
-Vor allem Kopf und WS
-in Ruhe und Bewegung
-Bewebungsabläufe (Krämpfe,Lähmung, Ataxien)
-Bewegungsstörungen: Dreh-/Kreisbewegung, Schwanken, Stolpern…
2. Prüfung der Kopfnerven
- Geruchssinn: N. olfactorius
-Gesichtssinn: N. opticus
-Augenbewegungen: N. oculomotorius
N. abducens
N. trochlearis
-Pupillarreflex: N. oculomotorius
-Kiefermotorik, Sensibilität am Kopf, Lidschluss- u. Korneareflex: N. trigeminus
-Gesichtsausdruck: N. facialis
-Gleichgewicht: N. vestibulocochlearis (Kopfschiefhaltung? Nystagmus?)
-Schluckreflex: N. glossopharyngeus
-Schlucken, Stimme, Schmerzempfindung im äußeren Gehörgang, viscerale Funktionen: N. vagus
-Stimme, Hals, Schultermuskulatur: N. accessorius
-Zunge: N. Hypoglossus
3. Spinale Reflexe
-Hautreflex (=Fliegenreflex)
-Panniculusreflex (in Rücken zwicken)
-Extensor carpi radialis-Reflex
-Tricepsreflex (macht man eher nur beim Kleintier???)
-Flexorreflex (am Vorderbein und Hinterbein vorsichtig auf Kronsaum treten, Pferd zieht normalerweise
weg)
-Patellarsehnenreflex (mittleres Kniescheibenband)
-Tibialis anterior-Reflex
-Achillessehnenreflex
-Anal-,Perianal- , Schweifafter-Reflex
-Stellreflex (Überkreuzstellen der Beine >> Korrigieren)
-Hüpfreaktion vorn: Laufen lassen und dabei Vorhand schubsen >> Pferd muss nachhüpfen
-Hüpfreaktion hinten: Laufen lassen und am Schweif ziehen >> dito

Wie euthanasieren Sie ein Pferd korrekt?

-möglichst großlumigen Venenkatheter legen evtl. mit Verlängerungsschlauch (V. jugularis
externa)
- Eutha mit Pentobarbital (Mittel der Wahl beim Pferd):
Sedation ist nicht unbedingt notwendig, außer bei nervösen Tieren, da das
Medikament zügig und i.v. verabreicht werden muss
Cave: Sedation kann (da Kreislauf runterfährt) den Eintritt des Todes verzögern!
-Eutha mit T 61:
ist eine Kombination aus einem Hypnotikum (Embutramid), Lokalanästhetikum (Tetracain) und einem
Muskelrelaxans (Mebenzonium) mit curareähnlicher Wirkung. T61lähmt die Skelettmuskulatur und
das Atemzentrum. Es besteht daher die Gefahr, dass das Tier erstickt. Das Muskelrelaxans kann
starke Abwehrbewegungen des Tieres verhindern, sodass der qualvolle Erstickungstod nicht immer
für den Betrachter sichtbar werden muss. T61muss langsam gespritzt werden, da die Applikation
sonst schmerzhaft ist. Falls T61 angewendet wird, IMMER vorher Narkose machen!
-danach immer Herz abhören, um Stillstand festzustellen

Pentobarbital (Handelsnamen:Eutha 77/Euthadorm/etc.)
Rasche i.v. Verabreichung, (CAVE: Pferd bricht direkt zusammen) immer eine zweite Flasche
dabei haben um Nachspritzen zu können. Danach Herz abhören!

Nennen Sie Organsysteme, die für eine Leistungsinsuffizienz verantwortlich sein können.

111)Mögliche Organsystem verantwortlich für Leistungsinsuffizienz
1)Atmungssystem (COPD, IAD, RAO)
2)Herz-Kreislaufsystem (Stenosen, Klappeninsuffizienz, Anämie etc.)
3)(Neuro-)Muskelsystem (Atrophie, Schmerz...)
4)Huf (Hufrehe, Podotrochlose...)

Nennen Sie mögliche Ursachen sowie diagnostische Möglichkeiten für Hepatopathien.

Ikterus: Hyperbilirubinämie
Prähepatischer Ikterus: Hämolyse
Hepatischer Ikterus: Schädigung der Leberzellen:
-Hepatitis (infektiös, toxisch, etc.),
-Leberzelltumor,
-chronische Leberzirrhose (z.B. medikamentös induziert)
Posthepatischer Ikterus: Gestörter Gallenabfluss (Cholestase)
Diagnostik:
Leberwerte hoch? (Transaminasen GOT und GPT (bzw. ALT und AST) sowie alkalische
Phosphatase (AP))
Ammoniak, Bilirubin hoch?
Sonographie
Schleimhaut Kontrolle -> ikterisch?

Wie können Sie klinisch bzw. labordiagnostisch zwischen einer akuten und chronischen Niereninsuffizienz unterscheiden? Welche therapeutischen Maßnahmen sind indiziert?

akute Niereninsuffizienz:
- erhöhte Atem- und Pulsfrequenz
- Ödeme
- Oligurie, Anurie (Harn spez.
Gewicht meist erst (< 1.020), dann > 1050)
chronische Niereninsuffizienz
Symptome:
– Leistungsabfall, Apathie
– Abmagerung
– Inappetenz
– Polyurie, Polydipsie
– Odeme
– Ulzera der Maul-SH
● exzessiver Zahnstein
●
● Foetor ex ore (Mundgeruch)
Diagnostik
– Azotamie (Urea, Kreatinin )
– heller, wassriger Harn
– Isosthenurie (spez. Gew. 1.008-1.012)
– Proteinurie
– Hypalbuminamie, Hypoproteinamie
– milde Anamie
– Na, Cl, P , Ca, Bikarbonat
– Sonographie (Zysten, Steine, Sklerose)
● Nierenbiopsie???
Therapie:
– freier Zugang zu Wasser und Salzleckstein
– evtl. Zugabe von Salz und Na-Bikarbonat
– evtl. vorubergehend Infusionen
– Verzicht auf nierenbelastende Medikamente (NSAIDs)
– Vitamin B => appetitanregend
– Antioxidantien (Vitamin E)
● Auserdienststellung je nach Zustand
Futterung:
– hochwertiges Heu
– Pflanzenole
• Omega-3 FS: Fisch-, Sonnenblumen- und Leinol
– als Proteinzufuhr besonders geeignet:
• Mais (Flocken oder gepoppt => erhoht praecaecale Verdaulichkeit )
max. 0,5 kg /100kg KM
• Leinsamenextraktionsschrot, Sojaextraktionsschrot
• Molkenpulver / Casein
● Weide

Nennen Sie die Pathogenese, das klinische Erscheinungsbild sowie diagnostische und therapeutische Interventionen der larvalen Cyathostominose.

Bei der „Larvalen Cyathostominose“ handelt es sich um ein Krankheitsbild, das von den
Larven der kleinen Strongyliden ausgelöst wird. Ab Herbst bis zum Ende des Winters
nimmt die Zahl der in der Darmschleimhaut abgekapselten Larven deutlich zu. In diesem
Ruhestadium verweilen die Larven bis Frühjahrsbeginn. Hier kommt es dann zu einer
synchronisierten Massenauswanderung der Larven in den Darm. Dies führt zu einer
massiven Schädigung der Darmschleimhaut, die praktisch „durchlöchert“ wird. Besonders
Jungtiere und Pferde bis zu einem Alter von 6 Jahren sind betroffen.
Krankheitsanzeichen
● plötzlich einsetzender heftiger Durchfall
● Gewichtsverlust
● Kolik
● Fieber
● Wasseransammlung an Unterbauch und Gliedmaßen
● Todesfälle
Die erwachsenen Würmer im Darm führen außerdem zu einer massiven Kontamination der
Weiden mit Wurmeiern im Frühjahr. Um dies zu verhindern, ist eine Entwurmung im
Frühjahr vor Weideaustrieb dringend zu empfehlen.
Diagnose:
Eine Diagnose kann häufig nur als Verdachtsdiagnose gestellt werden, da diese Parasiten
sich selbst bei akuter Erkrankung in der Kotprobe nicht nachweisen lassen. Man spricht
auch von der „unsichtbaren Gefahr“, denn 40-70 % der Pferde, die erkranken, versterben
trotz Intensivtherapie.
Ist die Kotprobe unauffällig, wird die endgültige Diagnose häufig erst nach dem Versterben
des Pferdes in der Pathologie gestellt.
Prophylaxe! Entwurmung!

Wie führen Sie einen Glukoseresorptionstest durch? Nennen Sie Indikationen?

Hyperinsulinämie: Cushing (Cortisol antagonisiert Insulinwirkung), Equines Metabolisches
Syndrom -> Insulinresistenz -> Hyperinsulinämie
Glucosurie
Habe unter Glucoseresorptionstest nichts gefunden, aber folgende Tests passen da sicherlich
dazu:
Combined Glucose Insulin Test (Eiler et al. 2005)
– Hungern uber Nacht, Katheter einbringen (Stressminimierung)
– 0-Wert
– Infusion von 150 mg/kg KG Glukose (40%) (=150 ml fur 500 kg-Pfd), danach
Injektion von 0,1 U/kg KG Insulin (=0,50 ml fur 500 kg-Pferd)
– Blutproben: 1, 5, 15, 25, 35, 45, 60, 75, 90, 105, 120, 135 Min (0, 15, 30, 45, 60
Min unter Praxisbedingungen)
● Insulinresistenz: Glukosekonzentrationen uber Nullwert fur mind. 45 Min
●
● CAVE Hypoglykamie
Glukose sollte bereitgehalten werden
In Feed Glucose
Test
• Test wahrend Futterung: bessere Evaluierung von Insulin-
Dysregulation
• Hungern uber Nacht
• Hackselstroh + Glukose-Pulver (1 g/kg KG)
• 2 Stunden spater: Blutprobe fur Insulin und Glukose
Oral Sugar Test
• postprandiale Hyperinsulinamie aussagekraftiger als andere Tests
• Hungern uber Nacht
• Corn Syrup: 0,15 ml/kg p.o. (75 ml/500 kg)
• 60 und 90 Minuten spater: Blutprobe fur Insulin und Glukose

Nennen Sie Ursachen, klinische Symptome sowie diagnostische und therapeutische Optionen der Right Dorsal Colitis.

Ulzeration der Mucosa des rechten dorsalen Colons meist induziert durch Langzeit-Therapie
mit NSAIDs
-> Diarrhoe
->Hypo(albumin-)proteinämie
->Ödematisierung ventral
->Abmagerung
Diagnostik:
Labor: Blutwerte
US: dickes rechtes dorsales Colon
Bauchpunktat
Endoskopie
Therapie:
Flüssigkeitsersatz
Entfernung der freien Flüssigkeit in der Bauchhöhle
kurzkettige Fettsäuren füttern -> unterstützen Mucosa
Stressverminderung

Nennen Sie Differentialdiagnosen für Schweifscheuern.

Parasitär
Fellwechsel
Rosse: Urin und Schleimabsatz kann zu Jucken führen
Diarrhoe
Insekten, Sommerekzem

Welche Sedativa (Wirkstoffe) stehen Ihnen in der Pferdepraxis zur Verfügung? Nennen Sie Einsatzgebiete und Kontraindikationen.

0,01-0,2 mg/kg Azepromazin: verursacht Penisprolaps,
10-30 müg/kg Detomidin i.v.: alpha2-Agonist, kann Ataxie verursachen, stark
kreislaufdepressiv, nicht bei Patienten mit Kreislaufproblemen, lange wirkdauer
0,5 - 1mg/kg Xylazin: wirkt schnell, zuverlässige Sedierung und Schmerzausschaltung,
Bradykardie und vermindertes Herzzeitvolumen, nur vorsichtig bei
Herz-Kreislauf-Problemen
40-100 müg/kg Romifidin: weniger Ataxie, keine starke Schmerzausschaltung und Sedation

Bei welchen Befunden denken Sie an eine atypischen Weidemyopathie. Therapie?

saisonal auftretende Muskelerkrankung (Oktober bis Dezember)
Aufnahme von reifen Ahornsamen (genauer: Bergahorn) auf der Weide?
Zu Beginn der kalten Jahreszeit, insbesondere bei hoher Luftfeuchte, Wind und nächtlichen
Temperaturen unter 8°C, fallen die Samen auf den Grund der Weide und werden mit dem
Weidegras zusammen aufgenommen. Diese Toxine (Hypoglyzin A) führen zu einer
Schädigung des mitochondrialen Fettsäure-Energiestoffwechsels in der Muskelzelle. Die
Zellen gehen zugrunde und die daraus freiwerdenden Substanzen sind klinisch und
labordiagnostisch nachweisbar.
Betroffene Pferde zeigen Symptome, die einzeln oder in Kombination zueinander auftreten
können:
-bräunlich-roten bis hin zu Kaffee-farbenem Urin
Ursache: Untergang der Muskelzellen (freiwerdende „Muskelfarbstoff“ Myoglobin wird über die Niere ausgeschieden und färbt den Urin)
-erhöhte Herzfrequenz bei normaler Körpertemperatur, gerötete
Schleimhäute, Schwäche, Apathie mit hängendem Kopf und nachfolgenden Ödemen im
Kopf, Zittern, Steifheit bis hin zum Festliegen und Tod der Pferde, ggfs Kolik-Symptome, Nahrungsverweigerung,  ungestörter Appetit.
Prävention:
- In der Risikozeit sollte die Weidedauer 6 Stunden nicht überschreiten
- Die Pferde sollten nicht auf Weiden mit Baumbestand (besonders Ahorn!), Altholz oder Laub
gehalten werden.
● Auf stark verbissenen Weiden sollten die Pferde mit ausreichend Heu zugefüttert werden.
Gibt es ein Pferd mit den klinischen Symptomen einer Hypoglycinvergiftung, hat meist die
ganze Herde Toxin aufgenommen und ist in Gefahr, zu erkranken. Daher sollten
– alle Pferde von betroffenen Weiden entfernt werden, die jüngsten zuerst,
– fettfrei gefüttert werden,
– die Pferde möglichst aufgestallt oder in Paddocks fünf Tage lang gut beobachtet werden,
– Aspartat-Aminotransferase und Kreatinkinase bei allen Pferden beim ersten Besuch und
dann fünf Tage lange täglich oder jeden zweiten Tag überprüft werden,
– Vitamine und Mineralien supplementiert werden.Sobald eines dieser Pferde matt wirkt oder
erhöhte Muskelenzyme hat, sollte der Urin kontrolliert und überlegt werden, es sofort zu
einer Klinik zu transportieren.

 grass sickness

Bei der in Deutschland selten diagnostizierten Equine Grass Sickness (EGS) handelt es sich
um eine Polyneuropathie unbekannter Ätiologie, deren Leitsymptomatik auf einer
generalisierten gastrointestinalen Stase beruht und die von einer hohen Mortalitätsrate
geprägt ist. Aufgrund der meist unspezifischen klinischen Symptomatik stellt die sichere
Diagnose der Erkrankung für den Praktiker eine große Herausforderung dar. Die EGS
äußert sich maßgeblich in Form von Koliken, die auf eine Motalitätsstörung des
Gastrointestinaltrakts zurückzuführen sind. Lange Zeit wurde daher eine alleinige
Beteiligung des autonomen Nervensystems vermutet. Es dominieren als Leitsymptome die
gastrointestinale Hypomotilität, eine Dysphagie und ein Horner Syndrom, das aus der
klassischen Symptomtrias Miosis, Enophthalmus und Ptosis besteht. Mithilfe
elektromyografischer Untersuchungen konnte kürzlich eine Beteiligung des somatischen
Nervensystems aufgezeigt werden. Die Tatsache, dass hauptsächlich Weidetiere
erkranken, führte zu der Bezeichnung Graskrankheit, engl. Grass Sickness. Zahlreiche
wissenschaftliche Studien lassen vermuten, dass die EGS durch eine Intoxikation mit dem
Neurotoxin C1 des Bakteriums Clostridium botulinum ausgelöst wird. Allerdings ist die
Ätiologie der Erkrankung bis heute nicht sicher geklärt und wird in der Literatur
widersprüchlich diskutiert.
Therapie:
Appetit Stimulantien, Schmerzmittel, Energie- und Proteinreiches Futter

Nennen Sie Ursachen, klinisches Erscheinungsbild sowie diagnostische und therapeutische Optionen der RAO.

RAO steht bei Pferden für Recurrent Airway Obstruction , also eine wiederkehrende
Atemwegsobstruktion
Symptome : (Alter meist 12-24Jahre)
- Leistungsminderung
- Husten
- vermehrt Sekret in den tiefen Atemwegen
Auslöser :
- Gase, Staube -> Schimmelpilzsporen (Gram-negative Bakterien)
- evtl unausgeheilte Virusinfektion
- Genetisch bedingt
- Potenzierung bei Belastung durch exogene Faktoren -> Kontraktion der Atemwege
-> keine vollst. Regeneration
Diagnostik :
- >20% neutrophile Gran.
- Albumin: 30g/l
-Differenzierung über Globuline
Behandlung :
-Prednisolon (Glukokortikoid) 1mg/kg über min 4 Wochen
-unbedingt Haltungsänderungen! sonst kein Therapieerfolg
-> man bekommt Tiere symptomlos, allerdings ist es nicht heilbar

Beschreiben Sie das klinische Bild, die mögliche Pathogenese, diagnostisch eund
therapeutische Optionen der grass sickness.

Bei der in Deutschland selten diagnostizierten Equine Grass Sickness (EGS) handelt es sich
um eine Polyneuropathie unbekannter Ätiologie, deren Leitsymptomatik auf einer
generalisierten gastrointestinalen Stase beruht und die von einer hohen Mortalitätsrate
geprägt ist, auch zentrales und peripheres Nervensystem sind betroffen.
Ähnlichkeiten zum menschlichen Alzheimer wurden gefunden.
Sterberate liegt bei 95%
Klinisches Bild :
- Form von Koliken, die auf eine Motalitätsstörung des Gastrointestinaltrakts zurückzuführen
sind
- 3 verschiedene Formen ( 1. Akut - Euthanasie, oder Tod innerhalb von 48h
2. subakut - können ohne behandlung 7 Tage überleben
3. chronisch - gewichtsverlust, hohe Sterberate)
- Muskelzittern
Ätiologie :
Zahlreiche wissenschaftliche Studien lassen vermuten, dass die EGS durch eine Intoxikation
mit dem Neurotoxin C1 des Bakteriums Clostridium botulinum ausgelöst wird. Allerdings ist die
Ätiologie der Erkrankung bis heute nicht sicher geklärt und wird in der Literatur
widersprüchlich diskutiert.
Diagnostik :
(sichere)- ist aufwendig und erfordert die operative Entnahme eines Jejunum- oder
Ileumbioptates
(empfohlene) - unter Praxisbedingungen zunächst ein Schnelltest mit Phenylephrin
Augentropfen

Wie unterscheiden Sie RAO und IAD?

(RAO siehe oben)
IAD= inflammatory airway disease
Unterschiede :
-Klinisch kein nachweisbarer Bronchospasmus
-unerklärlicher Leistungsabfall (vermehrt bei Sportpferden)
-Husten wenn nur gelegentlich
-bei Belastung evtl muköser Nasenausfluss
-Nachweis bei vorheriger Bewegung durch Tracheobronchialsekret (vermehrt
Entzündungszellen)
-bei Therapie komplett heilbar!

Beschreiben Sie Erkrankungsbilder, die im Larynx- und Pharynxbereich lokalisiert sind.

Hemiplegia laryngeus recurrens:
Kehlkopfpfeifen ist eine meistens angeborene Erkrankung des Kehlkopfs, die zu einem
Geräusch beim Einatmen bei Belastung führt.
Die Ursache für das Kehlkopfpfeifen liegt in den allermeisten Fällen in einer Lähmung des
linken Stimmbandes (Nervus laryngeus recurrens) . Wenn das Pferd einatmet, schlottert
das schlaffe Stimmband im Luftzug und erzeugt so das Geräusch.
Pharyngitis und oder Pharyngolaryngitis:
-> evtl durch Strept. equi spp. equi /zooepidermicus
lymphoide hyperplasie des Rachenrings
Trauma

Nennen Sie rassetypische Erkrankungen mit genetischem Hintergrund sowie deren Symptomatik und Therapiemöglichkeiten

CA, EDM, EMH, ERU, HYPP, IHL, LWFS, Melanom

CA-CerebelläreAbiotrophie-Araber und Kreuzungen, sowie auch Fälle bei Gotland-Ponys und Oldenburger
Warmblüter-Absterben von Nervenzellen im Kleinhirn, was zu Störungen beim Bewegungsablauf wie Torkeln, Kopfzittern und Ataxie führt-autosomal-rezessiv
EDM-Equine Degenerative Myeloencephalopathie-Alle Rassen-Neurologische Erkrankung, die durch Vitamin-E-Mangel ausgelöst wird. Führt zur Ataxie und Parabzw. Quadriplegie-multifaktoriell
EMH-Equine Maligne Hyperthermie-Quarter Horse, Paint Horse, Appaloosa-Nach Narkose Hyperthermie (>
40°C) und metabolische Azidose. Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Beeinträchtigung der Nierenfunktion; kann eine PSSM-Symptomatik verstärken-autosomal-dominant
ERU-Equine rezidivierende Uveitis-Alle Rassen-Augenerkrankung, die zum Erblinden führt (periodische
Augenentzündung)-multifaktoriell
Hämophilie A-Alle Rassen, v.a. Quarter Horse und Vollblut, nur männliche Nachkommen-„Bluterkrankheit“-
stark verzögerte Blutgerinnung; latent im Genpool des Pferdes vorhanden-monogen, x-chromosomal-rezessiv
HYPP-Hyperkaliämische, Periodische, Paralyse-Quarter Horse, Paint Horse, Appaloosa-Defekt in einem Natriumkanal-Gen, das zur Hypokaliämie führt. Symptome sind Muskelzittern, Schwäche, Herzversagen-monogen (autosomaldominant)
IHL-Idiopathische Hemiplegia laryngis-Alle Rassen-Atrophie des linken Kehlkopfmuskels (M. cricoarytenoideus
dorsalis) aufgrund Lähmung des linken N. laryngeus recurrens-multifaktoriell
LWFS-Lethal White Foal Syndrome-Paint Horse-Fohlen sterben an einer intestinalen Obstruktion-monogen
autosomal-rezessiv                                                                                                                   Melanome(Graying)-Alle Rassen (ältere Schimmel)-Aus den Melanozyten entstehender Tumor, der auffallend häufig bei älteren Schimmeln auftritt.-multifaktoriell

Nennen Sie rassetypische Erkrankungen mit genetischem Hintergrund
sowie deren Symptomatik und Therapiemöglichkeiten.

Melanom,OCD, OLWS, PSSM, RAO, SCID, SE, TRPMI, WFFS


OC/OCD-Osteochondrose/Osteochondrosis dissecans-Alle Pferderassen-Störung der Zelldifferenzierung des Gelenkknorpels ⇨ Chips multifaktoriell
OLWS(Dominantes Weiß)-Overo Lethal White Syndrom-Paint Horse und Overoschecken (v.a. engl. Vollblut und Ponyrassen mit hohem Weißanteil)-Embryonal letal, wenn homozygot-monogen autosomal-dominant
PSSM (Typ I)-Polysaccharid-Speicher-Myopathie-Alle Rassen, häufiger in Westernpferderassen, Kaltblütern und engl. Vollblut-Muskelerkrankung mit Störung im Kohlenhydrat-stoffwechsel. Folgen sind kreuzverschlagähnlic he Symptome, Schwitzen, wechselnde Lahmheiten, Muskelzittern, Muskelatrophie,
Abmagern, Symptome wie bei Krampfkoliken-multifaktoriell, autosomal-rezessiv
RAO (COPD)-Recurrent Airway Obstruction /-Rezidivierende Atemwegsobstruktion (Chronical Obstructive Pulmonary Disease)-Alle Rassen-Überempfindlichkeitsreaktion auf Schimmelpilzsporen und Staub. Führt zu
chronischem Husten und irreversiblem Lungenemphysem („Dämpfigkeit“)-multifaktoriell
SCID-Severe Combined Immunodeficiency (Schwere kombinierte Immundefizienz)-Araber und Kreuzungen (auch Appaloosa und Araber-Berber)-Es werden keine T und B-Lymphozyten gebildet, die Fohlen sterben in den ersten Lebensmonaten an einer Sepsis / Infekt-monogen autosomal-rezessiv
SE-Allergisches Sommerekzem-Alle Rassen, insbesondere aber Isländer, Welshponys, Araber-Überreaktion gegen Insektenstiche (Speichel von Mücken), was zu heftigem Juckreiz führt-multifaktoriell
TRPMI (LP) (CSNB)-Nachtblindheit (Congenital Stationary Night Blindness)-Alle Rassen mit Appaloosa-,
Tiger-, Leopardscheckung-Herabgesetzte Orientierungs-/Sehfähigkeit bei Dunkelheit, Herabgesetzte
Orientierungs-/Sehfähigkeit bei Dunkelheit-autosomal-rezessiv
WFFS-Warmblood Fragile Foal Syndrome-Alle Warmblutrassen-Bindegewebesschwä che, wodurch die Haut brüchig wird (schon direkt nach der Geburt sichtbar)-autosomal-rezessiv

Nennen Sie Differentialdiagnosen der Encephalopathie beim erwachsenen Pferd.

-Tollwut
-zervikale vertebrale Malformation
-equine degenerativen Myeloenzephalopathie
-equine Motoneuronenerkrankung
-EHV-1 Infektion

Study