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P. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene Verfahren zur Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen (FVW) auf universitärem Niveau. Sie behandeln detailliert Methoden wie Handlaminieren, RTM (Resin Transfer Moulding), VARI (Vacuum Assisted Resin Infusion) und automatisiertes Tapelegen, einschließlich deren Vor- und Nachteile, Werkzeuge und Prozessketten. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Materialwissenschaft und Verbundwerkstofftechnologie, die sich mit der Herstellung und Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen (CFK, GFK) auseinandersetzen.
Karten
50
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.07.2017 / 25.07.2018

Lernkarten

Handlaminieren - Merkmale

Verwendung offener Formwerkzeuge mit vorwiegend

muldenartigen oder gewölbten Flächen

• Vielseitigkeit der Bauteilgestaltung, bei geteilten Werkzeugen auch

mit Hinterschneidungen

• Darstellung beliebiger Laminataufbauten

• Bauteile mit einer formglatten oder formstrukturierten und einer

faserstrukturierten Oberfläche möglich

• Hoher Personalaufwand und lange Fertigungszeiten

• Bedingte Reproduzierbarkeit der Fertigungsprozesse durch

handwerkliche Einflüsse

• Hohe Wirtschaftlichkeit bei Einzelfertigung z. B. Formenbau und bei

kleinen bis mittleren Stückzahlen

Handlaminieren - Formen

je nach Stückzahl und Anforderung:

• Metall

• Holz

• GFK

• Gips

• Modellmasse

• Silikonelastomer

• „Laminierkeramik“

 

Faserspritzen Vorteile und Nachteile?

 

Vorteile:

  • einefaches Verfahren
  • geringe Investitionskosten
  • einfache Formenkonstruktion

Nachteile:

  • sehr Lohnintensiv
  • nicht für Mittel und Großserien geeignet
  • max. 45% Faservolumengehalt ohne nachgeschaltete Verdichtung
  • schlechte Oberflächenqualität der formabgewandten Bauteilseite

Peoduktpalette / EInsatzgebiete:

  • großflächige Bauteile
  • Kleinserien

Verfahren: Resin transfer moulding (RTM)

  • Harz wird mit einem Überdruck (ggb. Kavität) in die "trockene" Faser_Preform infiltriert 
  • Verwendung von allseitig geschlossenen , streifen Werkzeugen
  • Endkonturnahe Fertigung mit minimaler NAcharbeit möglich
  • Abhängig vom Infiltrationsweg FVG bis ca. 60% realisierbar

Aufbau_ 10.3.3

Vacuum Assisted Resin Infusion _ VARI Auch VARTM

 

vom RTM-Verfahren abgeleitet, Infiltration nur mithilfe des Atmosphärendrucks

• Verwendung von nur einer Werkzeughälfte

 

 

Vorteile und Nachteile von RTM

Vorteile:

• Allseitig endkonturnah d.h. gute Oberflächen und hohe

Wandstärkengenauigkeit

• Variable FVG in einem Bauteil möglich

• Hohe Flexibilität da viele Kombinationsmöglichkeiten von Fasern und Harz

• Einbringung der Verstärkungsmaterialien entsprechend der

Bauteilbeanspruchung möglich

• Komplexe Bauteile mit hohem Integrationsgrad fertigbar

• Geschlossenes Werkzeug dadurch geringe Emissionen

• Automatisierbar und dadurch prozesssicher

• Je nach FVG kurze Infiltrationszeiten

Nachteile

• Hoher Preforming-Aufwand erforderlich zur Einstellung eines gezielten FVG

und zur Herstellung der Reproduzierbarkeit der Bauteile

• Kostenintensive Werkzeuge und teils komplexe Prozesstechnik

 

 

RTM Werkzeug Auslegung

1. Schraubenauslegung

• Maximal wirkende Axialkraft ergibt sich aus der auf die Werkzeugtrennebene

projizierten Fläche innerhalb der Dichtung und dem maximalen Injektionsdruck

• Weitere Berechnung erfolgt nach den bekannten Regeln der Schraubenauslegung

2. Berechnung der ben.tigten Heizleistung (Heizelemente)

• Berücksichtigung der Aufheiz- und Verlustleistung

 

3. Schrumpfungsgerechte Konstruktion

•  therm. und u. U. chem.

(Minimierung des Bauteilverzugs)

• Entformungsschrägen; Vermeidung von Hinterschnitten; Abdrückelemente

 

 

nasspressen

Unter Nasspressen versteht man die Verarbeitung flüssiger

Reaktionsharzmassen und Verst.rkungsfasern in zweiteiligen Formen, die

mittels einer meist hydraulischen Presse geschlossen werden.

• W.hrend des Schlie.vorganges verteilt sich die Harzcharge über den

Formenraum und benetzt die Verst.rkungsfaser.

• Das Formteil h.rtet in der Form aus und kann nach .berschreiten der

Maximaltemperatur entformt werden.

 

Oberform/ Unterform

Trennmittel

Laminat

Verstärkung

Harz 

Distanzhalter

Presse

Heizung

Infiltrationsverfahren 

 

 • In Abhängigkeit von

– der Seriengröße,

– der Laminatqualität,

– der Oberflächengüte

– und der Taktzeit

bieten sich verschiedene Werkzeugmaterialien an.

• Einfache Werkzeuge sind unbeheizt und bestehen aus Holz, Gips oder

glasfaserverstärktem Kunststoff.

• Breite Anwendung finden Stahl-und Aluminiumwerkzeuge für mittlere bis kleine

Seriengrößen, aber auch polymerbetongefüllte Epoxydharzformen werden verwendet.

• Stahl-und Aluminiumwerkzeuge eignen sich auch für sehr hohe Injektionsdrücke und

hohe Aushärtungstemperaturen.

VARI Vor und Nachteile

• Vorteile VARI-Verfahren:

– Einfache und kostengünstige Fertigungsmittel

– Verarbeitung verschiedenster Faserhalbzeuge und Harzsysteme möglich

– Hohe Faservolumengehalte

– Abgeschlossener Prozess

– Hohe Reproduzierbarkeit

 

• Nachteile VARI-Verfahren:

– Nur einseitig glatte Bauteiloberfläche

– Schwer automatisierbarer Prozess

– z. T. sehr lange Infiltrationszeiten

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