Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Cartes-fiches
499
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
28.07.2017 / 27.07.2021

Cartes-fiches

CO-Eliminationszeit

Atmosphärendruck und Luftatmung: 230 - 320min
Atmosphärendruck und 100% O2: 90min
2bar Gesamtdruck und 100% O2: 35min
3bar Gesamtdruck und 100% O2: 22min

Definition Anaphylaxie

akute systemische Reaktion mit Symptomen einer Soforttypreaktion, die den ganzen Organismus erfassen kann

Was ist der Unterschied zwischen einer anaphylaktischen und einer anaphylaktoiden Reaktion? Und wie ist die klinische Unterscheidung?

Klinisch kein Unterschied feststellbar.

anaphylaktoid ist anaphylaxie-ähnlich, aber ohne Beteiligung von Immunvorgängen. es hat im Vorfeld keine Sensibilisierung stattgefunden

Unterscheidung anaphylaktische und toxische Reaktion?

anaphylaktisch: 1 Stich reicht
toxisch: 50 Stiche nötig

Beispiele für Allergirsche Reaktionen für den Soforttyp (I), die zytotoxische Reaktion (II), die Immunkomplex-Reaktion (III) und den Spättyp (IV)

I: anaphylaktischer Schock, Asthma, Rhinitis, Urtikaria, Quinkeödem
II: Transfusionszwischenfall (falsche BG),
III: Vaskulitis, Nephritis, Pleuritis, allergische Alveolitis
IV: Kontaktekzeme, Transplantatabstossungen

4 Grade der allergischen Reaktionen

I: Juckreiz, Flush, Urtikaria, Angioödem

II: Juckreiz, Flush, Urtikaria, Angioödem, Nausea/Krämpfe, Rhinorrhoe, Heiserkeit, Dyspnoe, Tachykardie, Hypotonie, Arrhythmie

III: Juckreiz, Flush, Urtikaria, Angioödem, Erbrechen, Defäkation, Diarrhoe, Larynxödem, Bronchospasmus, Zyanose, Schock

IV: Juckreiz, Flush, Urtikaria, Angioödem, Erbrechen, Defäkation, Diarrhoe, Atem- und Kreislaufstillstand

Therapie einer allergischen Reaktion je nach Stadium

I: Tavegyl 2-4mg und Ranitidin

II: Tavegyl 2-4mg und Ranitidin, Bronchodilatatoren (Adrenalin über Vernebler), Kortikosteroide 250mg, Volumen 500-2000ml Ringer

III: Adrenalin 0.1mg i.v. alle 1-3min, bei Status Asthmaticus Euphyllin 200-400mg, 1000mg Koritkosteroide, 500-2000ml Ringer, ggf. Kolloid, Tavegyl und Ranitidin

IV: CPR mit Adrenalin, Steoride, Volumen, etc. auch geben

Warum Volumentherapie bei allergischer Reaktion?

durch die erhöhte Zellwandpermeabilität in der Anaphylaxie kann bis zu 50% des intravasalvolumens innerhalb von 10min in den extravaskulären Raum verloren werden

Differentialdiagnosen wenn bei allergischer Reaktion z.B. kaum Hautsymptome, v.a. Bewusstseinsstörung, etc. auftreten

- vasovagale Synkope, andere Schockformen, LE
- Hypo-/Hyperglykämie
- Hyperventilation, Panik-Angst-Attacke
- Asthma, Vocal cord dysfunction

Ablauf Helmabnahme

1. Ein Helfer oberahlb Kopf und sorgt für die Stabilisierung des Halses indem er von oben mit beiden Händen Helm und Unterkiefer umfasst
2. zweiter Helfer knietlich seitlich am Kopf, klappt Visier hoch, ggf. Brille entfernen und Mundbereich freimachen
3. zweiter Helfer löst den Kinnriemen (stabilisierung Helm und Unterkiefer beibehalten!)
4. zweiter Helfer übernimmt Stabilisierung der HWS, stütz mit zwei Händen den Kopf- und Nackenbereich
5. erster Helfer zeiht Helm nach oben, kippt dabei dei Helmkante über die Nase des Betroffenen, zweiter Helfer sorgt weiter für Stabilisierung des Kopfes
6. erster Helfer übernimmt wieder Stabilisation der HWS, zweiter Helfer legt Stiffneck an

was ist eine nosokomiale Infektion

Infektion während Spitalaufenthlat erworben,
- direkter kausaler Zusammenhang mit medizinischer Handlung,
- Hospitalisation >48h und kein Hinweis auf Infekt bei Eintritt,
- Infektion nach chriurgischem Eingriff

was ist die wichtigste Massnahme zur Verhinderung nosokomialer Infektionen und Übertragung multiresistenter Keime?

Händedesinfektion

Hygienische Risikofaktoren auf der NFA

- unbekannte Situation (Krankheitsbild unklar)
- nicht behandelte Erkrankung
- unterkannte Erreger bei unbekannter Anzahl von Pat (HIV, Hep, MRSA, etc.)
- Personal- + Patientenschutzmassnahmen versus Notfallmassnahmen

Übertragungswege von Keimen

- Kontakt (Direkt/indirekt, Hände/Gegenstände) z.B. MRSA
- Tröpfchen (Husten, Niesen) z.B. Meningokokken, Mumps, Scharlach, Grippe
- Aerosol (Tröpfchenkerne, im ganzen Zimmer, Ultraschallvernebler) z.B. Tuberkulose, Herzpes, Masern
- unbelebt (Wasser, Boden, Nahrung) z.B. Salmonellen, Schimmelpilze

Ziel der Standard-Hygienemassnahmen

- Verhütung durch Blut übertragbarer Krankheiten
- Schutz vor Exposition mit Körperflüssigkeiten
- Minimierung/Verhinderung der Verbreitung von multiresistenten Keimen (z.B. MRSA)

Wann Händedesinfektion durchführen?

- vor und nach Patientenkontakt
- vor sauberen, aseptischen, invasiven Handlungen
- nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Handschuhen
- nach Kontakt mit Patientenumgebung

Welche Massnahmen zum Eigenschutz gibt es noch ausser unsterile Handschuhe?

sterile & unsterile Handschuhe
Maske
Schutzbrille
Schürze/Schutzmantel

Welche Gründe gibt es für eine Isolation?

- Verhinderung von Weiterverbreitung von Mikroorganismen auf andere Personen
- Protektive Isolation bei Risikopatienten (z.B. Aplasie)

Beispiele für Kontaktiso, Tröpfcheniso und Aerosoliso

- Kontakt: MRSA, ESBL, Panresistenz
- Tröpfchen: Meningokokken, Mumps, Röteln, Pertussis, Norovirus
- Aerosol: TBC, Varizellen, Masern

Einflussfaktoren auf Infektionen

- Wirtsfaktoren (Alter, Verletzungen, Minderdurchblutungen, Medikamente, Diabetes, Mangelernährung, etc.)
- Menge des Erregers
- Virulenz des Erregers

Immunsystem zellulär/humoral, spezifisch/unspezifisch

- zellulär unspezifisch (angeboren): Phagozyten, Granulozyten, Makrophagen
- zellulär spezifisch (erworben): T-Zellen (Helferzellen, Gedächtniszellen, Supressorzellen, etc.)
- humoral unspezifisch: Barrieren (Haut, Mucosa, Tränen, etc.), Enzyme, Komplementsystem
- humoral spezifisch: Antikörperbldung (B-Zellen und Plasmazellen)

Definition von Fieber

Erhöhung der KT aufgrund eines Abwehrmechanismus des Körpers zentral durch den Hypothalamus gesteuert

positive und negative Nebenwirkungen von Fieber?

positiv: besser funktionierende Abwehr (Makrophagen, Lymphozyten, etc.)

negativ: katabole Stoffwechsellage, Grundumsatz erhöht, O2-Bedarf steigt, HMV steigt

Unterscheidung in der Körperreaktion zwischen Fieber und Hyperthermie

Bei Fieber diktiert der Thermostat die Temperatur, bei Hyperthermie steht der Thermostat normal.

Pat mit Hyperthermie schwitzen nicht da der Körper nicht auf die Erhöhung der Tempi vorbereitet war. Auch keine Vasodilatation, deswegen schnell hohe Temperature über 41°C

Fever of unknown origin (FUO)

Wenn Tempi mehrmals gemessen >38.3°C liegt über eine Zeitspanne von 3 Wochen duaernd und trotz adäquater Abklärung noch keine Diagnose gestellt wurde. Mögliche Ursachen: Infektionen, Malignome, entzündlich, etc.

Sepsis Definition

ein lebensbedrohliche Organdysfunktion, verursacht durch eine dysregulierte Abwehrreaktion auf eine Infektion

QSOFA-Kriterien (quick sepsis-related organ failure assessment)

AF >22/min
BD <100mmHg syst
GCS <13 Punkte

bei welchen Krankheitsbildern/Pat an Sepsis denken?

- Fieber und schlechter AZ
- alte und verwirrte Patienten
- Patienten mit Fremdkörper (Gelenkprothesen, Katheterträger, etc.)
- Patienten mit Abwehrschwächen (Immunsuppressiva, Chemo, HIV)

Symptome einer Sepsis

- motorische Unruhe, Verwirrtheit
- Müdigkeit, Schwäche, Blässe
- Fieber, Schwitzen
- Ruhetachykardie
- Tachypnoe
- warme Peripherie, wechselnd z.T. marmorierte Haut
- Hypotonie, Schock

Massnahmen bei Sepsis

- alles so früh wie möglich!
- O2-Gabe
- Volumengabe, ggf. Vasoaktive
- i.v.-Zugang
- Flachlagerung, Monitoring
- Notfalllabor (BB, Chemie, Gerinnung, BGA, BK's)
- blinde antibiotische Therapie, Ziel 1h nach Sepsis-Verdacht start damit
- Intensivüberwachung

3-Säulen-Prinzip der Therapie bei Sepsis

- supportiv: O2, Volumen, Kreislaufkontrollen & ggf. -unterstützung
- kausal: Antibiotika, chirurgische Herdsanierung wenn möglich
- adjuvant: niedrig Steroide bei NNR-Insuffizienz, Glucosekontrolle, etc.

Ab welcher Zellzahl liegt eine Aplasie vor?

Granulozyten <500

High-Risk / Low-Risk bei Fieber in Aplasie

Low- Risk: Granulozyten < 500 oder Granulozyten <100 aber weniger als 7d

High-Risk: Granulozyten < 100 über mehr als 10d

Warum ist der Infektfokus bei Fieber in Aplasie schwierig zu eruieren?

Keine Leukos -> Keine Rötung, Schwellung etc. -> Infektzeichen fehlen!

Unterschied zwischen Eryspiel und Phlegmone

Bei einem Erysipel ist die Rötung klar abgegrenzt, bei eine Phlegmone nicht

Kilnik einer nekrotisierenden Fasciitis

- keine prominente Rötung
- Pain out of Proportion
- schreitet innerhalb von Stunden lebensbedrohlich voran
- Spätmanifestation: Bullae, Nekrosen, Gasbildung, systemische Toxinwirkung
- Therapie: in erster Linie chirurgisch

was ist Gasbrand?

- knisternde Wunde
- Erreger werden erst aktiv, wenn sie in einer Wunde sind und der pO2 unter 9.3kPa fällt
- auch hier pain out of proportion!

Wann gibt man das erste Mal Adrenalin bei einer CPR?

nach 2ter Schockabgabe bei Defibrillationswürdigem Rhythmus, sofort bei Asystolie/PEA

Wie ist die Wasserverteilung im Körper bezüglich intrazellulär, Plasma und interstitiell?

IZ: 67%
Plasma: 8%
interstitiell: 25%

Wo finden die nicht-messbaren Wasserverluste im Körper statt?

- Lunge (ca. 400ml)
- Haut (ca. 300ml)
- GI-Trakt (ca. 100ml)

Étudier