Medizinwissen
Abschlussprüfung NDS HF NP
Abschlussprüfung NDS HF NP
-
- 1 / 499
-
Cartes-fiches
Rhythmusstörungen mit Ursprung im Vorhof
- Sinusarrhythmie (unregelmässiger Herzryhthmus aber P vor jedem QRS und PQ-Zeit immer gleich)
- SVES (vorzeitiger Extraschlag zum Grundrhythmus, Extraschlag sieht gleich aus wie rest) P vor SVES möglich aber nicht zwingend)
- Vorhofflimmern (unregelmässiger Rhythmus, keine eindeutigen P-Wellen, normo-, brady- oder tachykard)
- Vorhofflattern (Sägezahnartige P-Zacken, mehr P-Zacken als QRS, unregelmässig oder regelmässiger Rhythmus)
- Asystolie
Rhythmusstörungen mit Ursprung im AV-Bereich
- AV-Block I° (SR, regelmässig P vor QRS aber PQ-Zeit immer gleichwertig verlängert)
- AV-Block II° Wenckebach (mehr P als QRS, Pause im Rhythmus, PQ-Zeit verlängert sich immer mehr bis ein QRS ausfällt)
- AV-Block II° Mobitz (PQ-Zeit immer dieselbe, mehr P's als QRS, regelmässig 2 P's vor QRS)
- AV-Block III° (QRS-Rhythmus regelmässig, P's vorhanden, P kein Zusammenhang zu QRS, QRS-Frequenz langsamer als P, mehr P's als QRS, AV- oder Kammerersatzrhythmus)
- AV-Ersatzrhythmus (regelmässiger Rhythmus, keine P's, QRS schmal)
- Kammerersatzrhythmus (regelmässig, i.d.R. bradykard, keine P's, QRS-Komplex breit)
Rhythmusstörungen mit Ursprung in der Kammer
- VES (vorzeitiger Extraschlag zu Grundrhythmus, breitere QRS, nach VES i.d.R. kompensatorische Pause)
- Bigeminus (nach jedem Sinusschlag 1 VES, Verhältnis 1:1)
- Trigeminus (nach 2 Sinusschlägen 1 VES, Verhältnis 2:1, weniger gefährlich als Bigeminus)
- ventrikuläre Salven (2-4 VES hintereinander, ab 5 VES Kammertachykardie)
- Kammertachykardie (ab 5er-Salve, HF 100-200, verbreiterte & deformierte QRS, regelmässig)
- Kammerflattern (HF 200-300, verbreiterte & deformierte QRS, regelmässig, QRS aufgrund Frequenz etwas schmaler wie Kammertach.)
- Kammerflimmern (HF >300/min, FLimmerwellen, unkoordiniert, keine eindeutigen QRS)
klinische Beurteilung der Kreislaufsituation
- Hautdurchblutung (Re-Kap)
- Ausscheidung über die Nieren
- Blutdruck
- Ödeme
- Atmung
- GCS
- Gefässfüllung (V. Cava)
Abfolge der Reizweiterleitung im Herz
Sinusknoten -> AV-Knoten -> His-Bündel -> Tawaraschenkel -> Purkinjefasern
Verteilung intra-/extrazellulär von Na, K und Ca
intrazellulär: viel K, wenig Na und Ca
extrazellulär: viel Na und Ca, wenig K
Schwellenpotential für Aktionspotential bei der Herzmuskelzelle
-60mV
Was passiert eletrisch gesehen bi PQRST des Herzrhyhtmus
P: elektrische Erregung lauft über die Vorhöfe
PQ-Linie: Impuls wird im AV-Knoten verzögert
QRS: Kammererregung über His-Bündel, Tawaraschenkel und Purkinjefasern (NACH dem QRS ist die Systole/Butauswurf)
ST-Strecke: keine elektrische Aktivität, Systole
T: Repolarisation der Herzmuskelzellen, Ionenaustausch
U-Welle: bei Elektrolytschwankungen oder Hypothermie
mögliche Ursachen für VES
- Sauerstoffnot des Myokards
- Elektrolytstörungen
- Azidose
Welche VES sind besonders gefährlich?
früh einfallende VES (R on T-Phänomen -> kann zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen führen, z.B. Kammerflimmern)
erste Notfallmassnahme die versucht werden kann bei supraventrikulären Tachykardien
Vagus-Reiz (kaltes Wasser trinken, Carotis-Massage)
reanimationspflichtige Rhythmusstörungen
Kammerflimmern, Asystolie, Kammertachykardie, Torsades des Pointes, Kammerflattern, PEA
Unterscheidung zwischen Sinusstillstand, Sinu-Atrialem Block (SA-Block) und Sinusarrhythmie
Sinusstillstand: Pause, wird das P durch die Pause weitergezirkelt, passt es nicht mehr auf die neu einsetzenden P's, neu einsetztende HF stimmt meist nicht mit der vorherigen überein
SA-Block: Pause, P kann durch die Pause hindurchgezirkelt werden, nach der Pause einsetzende HF stimmt meist mit der vorherigen überein
Sinusarrhythmie: oft Atmungsabhängig (Ausatmen langsame HF, einatmen schneller)
Was kann man am 1-Kanal-EKG feststellen, was am 12-Kanal-EKG
1-Kanal: HF, Grundrhythmus, Rhythmusstörungen, bei Ausruck Zeiten messbar
12-Kanal: Grundrhythmus inkl. Rhyhtmusstörungen, Hinweise für Ischämien, Myokardinfakrt, Differenzierung von Schenkelblöcken, Herzachse und Herzwanddicke
Aufteilung der grösseren Koronararterien
links: Hauptstamm teilt sich in RIVA (grösste) und RCX
rechts: RCA, versorgt den rechten Vetnrikel und die Hinterwand vom linken Ventrikel
Myokardinfakrt links schwerwiegender als rechts
vegetative Innervation des Herzens
Sympathikus kann über Sinus, AV-Knoten, Vorhofmyokard etc. enervieren.
Parasympathikus kann nur über den N.Vagus enervieren, hat nur Einfluss auf Sinsu und AV-Knoten
Bedeutung von chronothrop, bathmotrop, dromotrop, inotorp und lusitrop
chronotrop: Beeinflussung der Herzfrequenz
bathmotrop: Reizschwelle beeinflussend
dromotrop: Beeinflussung der Erregungsleitung
inotrop: Kontraktionskraft beeinflussend
lusitrop: Beeinflussung der Realxation des Myokards
Sympathikuseffekte auf das Herz
positiv inotrop, chronotrop, dromotrop und lusitrop
Parasymphatikuseffekte auf das Herz
negativ inotrop, chronotrop und dromotrop
vier Phasen des Herzzyklus
Anspannung
Austreibung
Entspannung
Füllung
Wirkung von Katecholaminen aufs Herz
- jede Wirkung braucht mehr O2 und Energie vom Körper
- + chronotrop
- + dromotrop, kann auch Rhythmusstörungen auslösen
- + inotrop
- EF steigt
- + lusitrop
Komponenten der kardialen Pumpleistung
- HF
- Preload
- Afterload
- Kontraktilität
Definition Hämodynamik
Beschreibt den Blutfluss in den Blutgefässin in Abhängigkeit der verantwortlichen Kräfte (Stromstärke, Strömungsgeschwindigkeit, Strömungswiderstand)
Ohmsches Gesetz
Durck / Fluss = Widerstand (bezüglich Hämodynamik)
Wovon ist die Blutviskosität abhängig?
- Tempi (je höher umso "flüssiger")
- Hämatokrit
- Ströumungsgeschwindigkeit
- Plasmaproteine
- Durchmesser der Blutgefässe
Wozu dient der Windkesseleffekt?
für einen kontinuierlichen Blutfluss
Vorgehen arterielle Punktion
- Allen-Test
- Handschuhe
- gute Lagerung von Hand/Arm/Bein
- je nach Pat.-Situation O2 abstellen oder nicht -> nacher vermerken
- Arterie fixieren (Zeige-& Mittelfinger)
- evtl. Punktionsstelle markieren
- Desinfektion von Punktionsstelle und Fingerspitzen (Cave Betadine bei Schilddrüsenerkrankungen)
- Während Punktion Arterie fixieren
- danach Punktionsstelle Komprimieren (radialis 3-5min, brachialis 5min, femoralis 5-10min)
Gefahren arterieller Punktionen
Gefässspasmus
Hämatombildung
intravasala Gerinnselbildung
Lokalisationen für arterielle PUnktionen
A. radialis / A.ulnaris
A. brachialis
A.femoralis
A.dorsalis Pedis
Wann darf bei einem Patient keine arterielle Punktion durchgeführt werden?
- Verdacht auf MI oder Stroke
- antikoagulierte Pat
- Gerinnugnsstörung mit erhöhter Blutungsgefahr
- am Shuntarm von Dialysepflichtigen Patienten
- bei Gefässerkrankungen (Allen-Test negativ)
- Bypass- oder Patchoperationen -> keine Femoralpunktion
Indikationen für intraossäre Punktionen
- keine periphere Vene punktierbar in einer Notsituation (Rea, ACS, Schock, Verbrennung, etc.)
Kontraindikationen für intraossäre Punktion
- Fraktur der gewünschten Punktionsstelle(n)
- Fehlen von angemessenen anatomischer Orientierungspunkte für Ermittlung der Einstichstelle (Adipositas per magna)
- Vorhandenes medizinscihes Problem an der gewünschten Einstichstelle
- Infektion im Einstichbereich
- Früherer orthopädischer Eingriff bei der Einstichstelle
Insertionspunkte bei i.o.-Zugängen
- proximaler Humereus (Erwachsene und Kinder wenn Tibia nicht erreichbar oder schwer beschädigt)
- distaler Femur (nur bei Kinder)
- proximale und distale Tibia (Erwachsene und Kinder) Erwachsene 3 Finger unterhalb Patella, kinder 1 Finger, distal 3 Finger oberhalb Malleolus)
vier Stufen der Präanalytik
1. Vorbereitung der Probeentnahme
2. Probeentnahme
3. Lagerung
4. Vorbereitung vor der Eingabe in den Analysator
Blutentnahme Reihenfolge beim Vacutainer-System
1. Blutkulturen
2. Gerinnung (blau)
3. Vollblut ohne Zusatz (rot)
4. Serum-Gel-Röhrchen (goldgelb)
5. Heparinblut (grün)
6. EDTA-Blut (violett)
7. Blutsenkung (schwarz)
Definition Notfall
jede plötzliche Veränderung im Gesundheitszustand oder jeder Unfall, für welche der Betroffenen unverzüglich medizinische HIlfe als notwendig erachtet
Abcde
Airway Control & C-Spine-Protection
- Symptome: Stridor, Husten, Schnarchen, Schwellung, Kreislaufstillstand, HWS-Schmerzen
- Überprüfung: Ansprechbarkeit, Stridor, Druckdolente HWS, Inspektion der Mundhöle, Trachea von aussen
- Massnahmen: Stiffneck, Esmarch-Handgriff, Wendel, Güdel, absaugen
aBcde
Breathing: Oxygenation und Ventilation
- Symptome: Apnoe, Dyspnoe,
- Überprüfung: AF, Thoraxbewegung, Pulsoxy, Halsvenenstauung, aBGA, Atemmuster, Atemgeräusche, Atemgeruch, Zyanose, Einziehungen, Auskultation
- Massnahmen: O2-Substitution, Tx-Drain oder Entlastungsstich, NIV, invasive Beatmung, Lagerung (z.B. Kutschersitz)
abCde
Circulation & Hemorrhage control
- Symptome: Schock, Blutung, Synkope, Kollaps, Schwindel bei Hypotonie, etc.
- Überprüfung: Haut (Farbe, Feutchtigkeit, Tempi), Re-Kap, vBGA, Hf, EKG, BD, Diurese, Pulsqualität/-Rhythmus, Blutungsquellen suchen
- Massnahmen: Blutung komprimieren, iv/io-Zugänge, Defibrillation, Volumensubstitution (verbessert neben BD auch Oxygenierung im Gegensatz zu Katecholaminen). FAST, CPR, Beckengurt
abcDe
Disability & Pain control
- Symptome: Koma, neurologische AUsfälle, Delir, Epilepsie, GCS-Minderung, Schmerzäusserung (verbal/nonverbal)
- Überprüfung: GCS, Pupillenreaktion, VAS, Vegetativum (Blässe, Zittern, etc.), Angst erfragen, BZ messen, Neurostatus, DMS, Urin/Stuhlabgang?
- Massnahmen: Lagerung (evtl. immobilisieren bei DMS-Auffälligkeiten), Antiemese, Analgesie, Anxiolyse, Glucosesubstitution, Einleiten der Therapie (z.B. Lysetherapie)