Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
28.07.2017 / 27.07.2021

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Erstmassnahmen Dyspnoe bei Asthma

1. Sitzposition, Kutschersitz
2. Frühe (Dauer-)Inhalation mit Atrovent/Ventolin, evtl. Adrenalin
3. wenn Pat nicht inhalieren kann Adrenalin i.v. 0.1mg-Weise alle 2-3min
4. Früh NIV, alternativ High-Flow-Oxygen
5. Ringer 500-1000ml in 1-4h (viel Flüssigkeit geht über die Atmung verloren)

Symptome exacerbierte COPD

- Husten und Sputum (Farbänderung - Infekt, Abgrenzung zu Asthma)
- Sitzend, Atemhilfsmuskulatur
- verlängertes Exspirium
- Silent Chest (Bullae, Pneumothorax)
- Tachypnoe >30/min
- SpO2 70-80% möglich
- kardiogener Schock (Rechtsherzversagen, LE,)
- gestaute Halsvenen, Beinödeme
- pulsus Paradoxus 
 

was ist der pulsus paradoxus

Der BD ist bei Inspiration um >10mmHg tiefer als bei Exspiration. Deswegen ist auch der Puls bei der Inspiration schwächer (palpabel) als bei Exspiration

3 Symptome zur Einteilung mild, mässig bis schwere Exacerbation von COPD

1. Zunahme der Dyspnoe
2. Vermehrtes Sputum
3. vermehrt eitirges Sputum
-> 1 Symptom davon: mild, 2 oder mehr: mässig -Schwer

Erstmassnahmen Dyspnoe bei exacerbierter COPD

- Sitzposition, Kutschersitz
- Früh NIV oder High-Flow- Oxygen (Inspiration wird minim unterstützt und Atemhilfsmuskulatur so minim entlastet)
- (Dauer-)Inhalation mit Atrovent (hilft bei COPD mehr als Ventolin), alternativ Adrenalin
- Ringer 500-1000ml in 1-4h (viel Flüssigkeit über Atmung weg)

was ist die respiratorische Globalinsuffizienz?

Sowohl pO2 ist vermindert als auch pCO2 erhöht. (Oxygenation und Ventilationsproblem)

was ist die respiratorische Partialinsuffizienz?

eine Verminderung des pO2 (Oxygenationsproblem), aber pCO2 ist noch normwertig

wann kann O2-Substitution bei COPD ein Problem werden?

- bei einer Globalinsuffizienz nach 30-45min mit 30lt O2-Substitution
- bei Partialinsuffizienz ist die O2-Gabe auch bei COPD-lern kein Problem

Symptome Pneumonie

- Husten und Sputum
- lokaler Thoraxschmerz oder auch Bauchschmerz
- lokal vermindertes Atemgeräusch, Rasselgeräusch
- lokales Pleurareiben
- SpO2 < 90%
- Schwitzen, Fieber
- wenn auch Hypotonie -> Achtung Sepsis

Wie verbessert man das Überleben bei Sepsis

- Sepsis erkennen
- BK's abnehmen
- Flüssigkeit verabreichen (ca. 2lt innerhalb 60-90min)
- frühstmöglich AB-Gabe (Ziel innert 90min)

Symptome Lungenödem

- permanentes Hüsteln (kein Sekret weg)
- Engegefühl
(-> diese zwei Symptome zusammen: eher Lungenödem wie ACS)
- Rasselgeräusche
- SpO2 <90%
- Tachykardie
- evtl. Schock

Erstmassnahmen bei Lungenödem

- Sitzposition und Kutscher
- früh NIV, Intubation falls kardiogener Schock
- früh Nitrate (solange Normoton)
- Ringer 500-1000ml

Symptome Pleuraerguss

- Thoraxschmerz (Pleuritis)
- Schulterschmerz (Pleuritis subphrenisch)
- lokal vermindertes Atemgeräusch, Nachhinken der kranken Thoraxseite
- lokal Pleurareiben, Erguss (sonographisch feststellbar)
- SpO2 <90%
- gestaute Halsvenen
- bei Sepsis Schwitzen, Fieber, Hyotonie, Schock

Erstmassnahmen bei Pleuraerguss

- früh Analgesie (im Hinblick auf Pleuradrainage-Einlage) (Fenta)
- Kutschersitzt
- Pleuradrainage
- evtl. AB
- bei Pleuraempyem BGA und BK's
- Ringer 500-1000ml

Symptome Spannungspneu

- plötzliche Dyspnoe, Tx-Sz einseitig, Husten
- lokal vermindertes Atemgeräusch
- Nachhinken der Thoraxseite
- Schmerzausstrahlung Rücken/Hals)
- Hautemphysem
- Tachypnoe, Tachykardie
- SpO2-Abfall, Hypotonie, Schock
- Spätzeichen: gestaute Halsvenen, Tracheaverlagerung
- auf Röntgenbild Mediastinumverschiebung sichtbar
 

Erstmassnahmen Spannungspneu

- früh Analgesie (Einlage Tx-Drain)
- O2-Substitution
- bei Spannungspneu Venflon 14G zwischen 2. und 3. Rippe am oberen Rand der 3. Rippe einführen
- Thoraxdrainage
- Ringer 500-1000ml

Symptome LE

- plötzliche Synkope, Dyspnoe, Tx-Sz, Husten
- lokales Pleurareiben
- Tachypnoe >16/min
- SpO2 < 90%
- bei massiver LE: Hypotonie, Schock, gestaute Halsvenen

Erstmassnahmen bei LE

- bei Hypotonie & Schock: Thrombolyse erwägen
- Kutschersitzt
- NIV/High FLow
- Ringer 500-1000ml, CAVE Rechtsherzbelastung

Hauptindikationen für NIV

Lungenödem und COPD

ZNS - mögliche Akutprobleme

- häufigst: Kopfschmerz (DD Migräne)
- CVI, TIA, Ausfälle
- Bewusstseinsstörung, Koma
- Encephalitis, Meningitis
- Bewegungsstörungen
- Psyche (nicht-organisch, können aber neurologische Symptomatik zeigen)

Definition TIA

transiente ischämische Attacke: Ausfälle innerhalb von 24 regredient, Ausfall dauert weniger als 1h

Definition PRIND

prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit, Remission nach >24h

Ursachen für Ischämien, Blutungen, Infekte im ZNS

- Ischämien: in 85% Embolie/Thrombose: VHFli, Endokarditis, offenes Foramen Ovale
- Blutungen (Aneurysma, Tumore): Hypertonie, Antikoagulation, Schädeltrauma, bei Tumoren OP, Strahlentherapie
- Infekte, Abszesse: HIV, Immunsuppression

Zeitfenster für Lysetherapie

4.5h, bei Zentrumsspital je nach Infarktlokalisation 6-8h

Checkliste bei Pat der mit Vd.a. Stroke eingeliefert wird  (Tätigkeiten)

- alle Vitalparameter messen
- Neurologe ist informiert
- venöser Zugang, Infusion
- BE nach Stroke-Schema
- CT/MRI angemeldet bzw. durchgeführt
- Rö-Tx und EKG beurteilt
- Prozedereplanung
- Lyse prinzipiell möglich?

Kontraindikationen für Lysetherapie i.v. und i.a.

- unklares Zeitfenster
- INR >1.5
- BD syst. >185mmHg und nicht senkbar
- Blutungen
- Thrombozytopenie
- BZ <2.7 oder >22.2
- ischämischer Stroke oder SHT in den letzten 3 Monaten
- infektiöse Endokarditis

Kontraindikationen für Lysetherapie i.v (i.a. wäre noch mögliclh)

- grössere Operationen in den letzten 14d
- Lumbalpunktionen in den letzten 7d
- Aortenaneurysma oder Perikarditisverdacht
- Intestinal- oder Harnwegsblutungen in den letzten 21d
- REA länger als 10min in den letzten 21d
- Punktion einer nicht-komprimierbaren Arterie in den letzten 7d

Symptome Guillain-Barré-Syndrom

- tritt meist Tage-Wochen nach einer unspezifischen Infektion auf
- plötzliches Auftreten von motorischen Lähmungen, typischerweise aufsteigend von unten
- z.T. Beteiligung des vegetativen NS mit Über- oder Unteraktivität des Sympathikus und Parasympathikus (schneller Anstieg/Abfall des BD, Tachy- oder Bradykardien, vermehrtes Schwitzen, Blasen- / Darmstörungen)
- z.T. atypischer Beginn mit Sensstörungen und Schmerzen
- Männer > Frauen

Pathogenese GBS

nicht vollständig geklärt.
Autoimmumprozess, Myelinscheiden werden durch entzündliche Prozesse geschädigt -> Störung der elektrischen Leitung

Diagnostik bei Vd.a.GBS

LP, Klinik, Elektroneurographie

Therapie bei GBS

- Immunglobuline (Privigen), Plasmaphorese, Steroide helfen meist nicht.
- Überwachung von ABC, v.a. Lungenfunktion
- Intubation bei Versagen der Atemmuskulatur
- PM bei lebensgefährlicher Bradykardie

was sind quantitative Störungen des Bewusstseins

Somnolenz, Sopor, Koma, Delir.
-> mit GCS überprüfbar

Was sind qualitative Bewusstseinsstörungen

Halluzinationen, Desorientiertheit, orangische Psychose, etc.

Ursachen für Bewusstseinsstörungen nach MIPS

M etabolisch (vergiftung, Elektrolytstörung, BZ-Entgleisung, Leberversagen, Intox, etc)
I nfekt (Meningitis, Encephalitis, Sepsis)
P sychogen
S trukturel (Tumor, Blutung, CVI, SHT, postiktal nach EPI)

Massnahmen bei unklarer Bewusstseinsstörung

- ABC-Sicherung
- Begleitsymptome eruieren (Fieber, Fötor, Meningsmus, Haut, Traumazeichen)
- Erstabklärung mit BZ, E'lyte, aBGA, Urin-Tox
- Neurostatus (GCS, Pupillen, Sens-Mot der Extremitäten, Babinsky)
- Ersttherapie gemäss Ursache (Glucose, Naloxon, Vit B1, Flumazenil (Anexate))
- Zusatzabklärungen (CT, EEG, LP, etc.)

mögliche Ursachen eines Delirs

CVI, Blutung, Fieber, Hypoxie, Hyperkapnie, Hypo- oder Hyperglykämie, hypertensive Krise, Hypotonie, Meningitis, Encephalitis, Sepsis, Wernicke-Encephalopathie, Entzung bzw Intox, Elektrolytstörung

Hauptsymptome Meningitis - Encephalitis

Meningitis:
- Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, Lichtscheuheit
- Bewusstseinsverminderung, Verwirrtheit, Epi
- Fieber +/-
- AZ-Verschelchterung
- evtl. Hautausschlag

Encephalitis:
- fokale neurologische Ausfälle
- atypische Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, Bewusstseinsstörung, Epi

Symptome Wernicke-Encephalopathie

- Gedächtnisverlust, psychose Konfusion, Desorientiertheit, Konfabulation
- cerebelläre Ataxie (Gang- Standunsicherheit)
- Augenbewegungsstörungen, Nystagmus, Doppelbilder, etc.

typische bakterielle und virale Erreger bei Meningitis (und wann gibt es auch untypische Erreger?)

- bakteriel: Meningokokken, Pneumokokken, Hämophilus Influenza
- viral: FSME, Herpes, Varizellen, Enteroviren, Mumps, Masern, Röteln 
- atypische Erreger bei HIV-Pat

Diagnostik bei Vd.a.Meningitis

- LP, CT, BK's, ergänzendes Labor

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